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Kasachstan: Bevölkerung

 
 

Bevölkerung in Kasachstan

Bevölkerung in Kasachstan

Über die Jahrhunderte hinweg siedelten in Kasachstan Angehörige von mehr als 120 Völkern. Dies hatte mannigfaltige Ursachen: historische, politische und soziale. Heute leben in der Republik Kasachstan Angehörige von mehr als fünfzig ethnischen Gruppen mit mehr als 1000 Angehörigen. Zu den Gruppen mit mehr als 100.000 Angehörigen zählen die Deutschen, die Koreaner, die Uiguren, die Bela-Russen, die Ukrainer, die Tataren und die Usbeken. Polen, Tschetschenen, Türken, Griechen und Baschkiren sind mit jeweils mehr als 50.000 Angehörigen vertreten. Zahlenmäßig große Gruppen stellen auch die Dunganen, Tadschiken, Kurden, Armenier und Juden.

Vor Jahrhunderten ließen sich in den Steppen Kasachstans Freie nieder - russische Bauern auf der Suche nach Land und Kosaken, die die Grenzen des Russischen Reiches zu bewachen und beschützen hatten. Im 19. Jahrhundert kamen auf der Suche nach Sicherheit aus China viele Uiguren und Dunganen. Zahlreiche russische, ukrainische, belarussische, polnische und bulgarische Umsiedler trieb es samt Familien, Vieh und Hausrat im Zuge der Stolypinschen Reformen in die Steppe und die Vorgebirge Kasachstans.

In den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Koreaner aus dem Fernen Osten, Deutsche aus den Wolgagebieten, Tschetschenen, Inguschen und die Mescheten aus dem Kaukasus, sowie andere Völker nach Kasachstan deportiert, sah Stalin in ihnen doch ein Sicherheitsrisiko für die Sowjetunion. Insgesamt wurden mehr als anderthalb Millionen Angehörige von zwölf Nationalitäten gewaltsam nach Kasachstan umgesiedelt. Da sie größtenteils völlig mittellos und auf sich gestellt in der öden Steppe landeten, war die Sterblichkeit immens hoch. So kamen nach Angaben der GPU, so hieß der sowjetische Staatssicherheitsdienst bis 1934, allein in den Jahren 1932 und 1933 in den kasachischen Orten der Zwangsansiedlungen 55.441 Menschen ums Leben.

Terror, Deportationen, Hunger - das Schicksal der Zwangsumsiedler war tragisch. Doch obwohl sie als „Volksfeinde" verfehmt wurden, fanden sie Hilfe bei den Einheimischen. Die Kasachen und die bereits früher deportierten Deutschen, Koreaner und Ukrainer halfen ihnen in ihrem Überlebenskampf.

Die Kasachsiche Bevölkerung ist gastfreundich und aufgeschlossen

In den Kasachstanern fanden die neuen Siedler Verwandte und Freunde. Kasachstan wurde für sie zur neuen Heimat. Viele Umsiedler verbanden ihre Zukunft mit Kasachstan und wollten das Land nie wieder verlassen. Nach dem zweiten Weltkrieg strebten Zehntausende aus allen Regionen der UdSSR nach Kasachstan zu den „Großbaustellen des Kommunismus" - dem Metallurgiekombinat Karagandy, den Kohlebergwerken, dem Blei- und Zinkkombinat in Tekeli sowie zur Neulandgewinnung in Zentral- und Nordkasachstan.

Arbeitskräfte für diese Vorhaben wurden in der gesamten Sowjetunion rekrutiert, jedoch in erster Linie in Russland, der Ukraine und Belarus. Bis zum Zerfall der UdSSR wurden von fast allen Hochschulen Absolventen mit entsprechender Spezialausbildung nach Kasachstan verpflichtet. Es ist nicht übertrieben anzumerken, daß keine andere Sowjetrepublik einen derartigen Strom von Migranten aufnahm.

Kasachstan: Almaty

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