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Kasachstan: Museen

 
 

Museen in Kasachstan

Infolge der relativ späten Urbanisierung des Landes ab Mitte des 19. Jahrhunderts blicken die Museen in Kasachstan auf keine lange Geschichte zurück. Viele Museen in Kasachstan sind Heimatkundemuseen. Zu den größten und bekanntesten Museen in Kasachstan zählen das Zentrale Staatliche Museum Kasachstans, das Staatliche Kunstmuseum Kasachstans, das Archäologische Museum des Archäologischen Instituts von Kasachstan, das Staatliche Museum für Geschichte und Kultur sowie das Abai-Museumsreservat für Literaturdenkmale und Kulturgeschichte.

Das Zentrale Staatliche Museum Kasachstans ist eines der größten Museen für Geschichte in Zentralasien. Die Sammlung wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts in Orenburg begründet, wo an der Militärschule das „Museum des Orenburger Gebiets" existierte. Zu seinen Begründern zählen Persönlichkeiten wie der berühmte Sprachwissenschaftler und Autor des „Erklärenden Wörterbuchs" Wladimir Dal.

In den folgenden Jahren wurde der Museumsbestand durch Exponate der Museen des Siebenstromlandes und Spenden der Kosaken erweitert. 1931 öffnete das Museum seine Türen im Gebäude der ehemaligen Kathedrale in Alma-Ata - ein einmaliges Baudenkmal, das nach Entwürfen des berühmten Architekten A. Senkow zwischen 1904 und 1907 errichtet wurde und eines der wenigen Gebäude ist, die dem Erdbeben im Jahr 1911 nicht zum Opfer fielen.

Das heutige Museumsgebäude wurde 1985 nach Entwürfen von J. Ratuschni, S. Mustafina und B. Psagalijew erbaut und zählt zu den schönsten Schöpfungen der zeitgenössischen kasachischen Architektur. Die Museumsfläche beträgt 17.557 Quadratmeter. Über drei Stockwerke verteilt finden sich die Galerie und vier Ausstellungssäle. Das Museum in Kasachstan veröffentlicht wissenschaftliche Beiträge und gibt Sammelbände zur kasachischen Geschichte und Museumskunde heraus. Im Jahr 2005 feiert das Staatliche Kunstmuseum von Kasachstan, das zu den größten Kunstzentren des Landes zählt, sein siebzigjähriges Jubiläum. Die 1935 begründete Sammlung zählt 22.000 Ausstellungsobjekte aus den Bereichen Malerei, graphische Kunst, Bildhauerei und angewandte Kunst aus Kasachstan, Russland, Europa und dem Orient.

Das Archälogische Museum des Instituts für Archäologie in Kasachstan wurde 1973 eröffnet. Seine Sammlung basiert auf Materialien, die in den letzten fünfzig Jahren im Zuge archäologischer Expeditionen gefunden wurden. Die Exposition wird in zwei Sälen gezeigt - der erste ist der Stein- und Bronzezeit gewidmet, im zweiten sind Fundstücke aus der Eisenzeit und dem Mittelalter zu sehen. Zahlreiche Ausgrabungen am nördlichen und südlichen Abhang des Karataugebirges in Kasachstan belegen, dass die ersten Menschen vor etwa einer Million Jahren kasachisches Territorium besiedelten. Es finden sich Siedlungen, Grabstätten, Erzbergwerke und Felszeichnungen beinahe überall im Karataugebirge.

Am gründlichsten wurden die Siedlungen Atasu und Mirschik sowie die Grabstätten Aksu-Ajuli, Begasi und Dandibai erforscht. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der „Goldene Krieger von Kasachstan" aus dem Issyk-Hügelgrab. Die Erforschung der Grabstelle ermöglichte kasachischen Wissenschaftlern einen Einblick in die Geschichte der Saken, die etwa vom 5. bis 4. Jahrhundert vor unserer Zeit lebten. Die Restauratoren rekonstruierten das im „Tierstil" gehaltene Gewand des Kriegers - eine Kopie ist in der Ausstellung zu sehen. Eine weitere Informationsquelle über die Architektur von Grabstätten und den Bau von Kurganen - Hügelgräbern - ist die Grabstätte Besschatyr im Siebenstromland, die aus dem 5. Jahrhundert vor unserer Zeit stammt. Die Ausstellung zeigt eine Nachbildung der aus Tienschan-Tanne gefertigten Grabkammer eines besschatyrischen Hügelgrabes.

Das Mittelalter ist durch alt Türkische Steinskulpturen sowie Modelle des Aischabibi- und des Chodsha-Achmet-Jassawi-Mausoleums, Holzschnitzereien aus dem Festsaal der Stadt Keder im Syr-Darja-Gebiet und Resten geschnitzter Tonplatten aus Palästen in Dschamukat und Kulan vertreten.

Das Abai-Museumsreservat von Kasachstan für Literaturdenkmäler, Geschichte und Kultur öffnete 1940 in Semipalatinsk seine Türen. Abai war nicht nur ein Dichter. Er war auch Philanthrop, der sich der Aufklärung und dem Gemeinwohl verschrieben hatte. Abai trug dazu bei, dass die Kinder von ihm nahestehenden Menschen eine gute Ausbildung erhielten. Anijar Moldabaiuli war eines dieser Kinder. Abai ermöglichte ihm ein Jurastudium in Russland; als Rechtsanwalt kehrte er nach Semipalatinsk zurück. Seine Villa, die Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, steht immer noch. 1940 wurde dieses Haus für das Abai-Museum ausgewählt. Der junge talentierte Schriftsteller Kajum Muchamedchanow war der erste Direktor. Seit fünfzig Jahren befindet sich das „Haus-Museum" unter staatlichem Schutz. Das Gebäude und seine Umgebung haben ihr ursprüngliches Aussehen behalten, sie bewahren die Erinnerung an den Dichter.

Doch mussten schließlich größere Räumlichkeiten für das Museum gefunden werden. Das Abai-Museum wurde in ein Haus verlegt, das einst den russischen Kaufleuten Gebrüder Erschow gehörte. Anfang der 70er Jahre siedelte das Museum um. Zum 150. Geburtstag Abais wurde entschieden, die Anlage des Museum zu verändern. Das Museum als solches blieb erhalten, doch wurde es mit dem Verwaltungsgebäude und der Moschee der Achmet-Risa-Medresse, an der Abai 1854 bis 1859 gelernt hatte, zu einem architektonischen Ensemble vereint. In der Medresse sind Bücher und Handschriften in Farsi sowie in arabischer, tschagataier, türkischer und tatarischer Sprache zu bewundern.

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