Reiseziele in Kasachstan: Schymbulak
Schymbulak in Almaty, Kasachstan |
Schymbulak liegt auf 2.200-2.500 Meter Höhe. Seine Gipfel sind der Schkolnik (3.800 Meter), Schymbulak (3.500 Meter) und der Talgar-Gebirgspass auf einer Höhe von 3.200 Meter. Die günstigen Naturgegebenheiten ziehen Bergsteiger, Touristen und alpine Skifahrer in dieses gut zugängliche Gebiet und ermöglichen es, Skipisten, die einen Höhenunterschied von 900-1.000 Meter überbrücken, einzurichten. Deshalb wurde hier 1954 das alpine Skisportzentrum Schymbulak in Betrieb genommen. Die Piste, die vom Talgar-Gebirgspass herabführt, ist 3.500 Meter lang, die große Slalompiste 1.500 Meter lang, die durchschnittliche Breite Deträgt 25 Meter bei einem Neigungswinkel von 11-29 Grad. Diese Voraussetzungen ermöglichen es den Sportlern über die ganze Distanz maximale Geschwindigkeiten zu fahren.
Die Gesamtlänge der Pisten ist von sechs Kilometer auf im Schnitt das Doppelte verlängert worden. In den am stärksten frequentierten Bereichen wurde sie um das zehn- bis zwanzigfache vergrößert. Auf den Pisten sind Schneekanonen vorhanden und die Seilbahntechnik wird erneuert. Für die Zukunft ist die Einrichtung von Skipisten bis zum Gletscher Karlytau geplant. Danach wird man Schymbulak bezüglich der Länge seiner Pisten zu den führenden Skierholungsgebieten der Welt rechnen können. Darüber hinaus wird das Hotel modernisiert werden, Thermalkurzentren eingerichtet und Restaurants und Boutiquen eröffnet werden. Diese Arbeiten werden zum Beginn der Asiatischen Spiele 2011 abgeschlossen sein. Dann wird mit modernen Zeitmesssystemen und Anzeigetafeln gearbeitet werden, die für die Veranstaltung von Weltklassewettkämpfen erforderlich sind.
In „Schymbulak" wird auch eine internationale Schule für Alpinski und Snowboard eingerichtet. Es wird ein unterirdisches Parkhaus mit 2.000 Stellplätzen, sowie eine supermoderne Seilbahn vom „Medeo" bis zum „Schymbulak" gebaut werden, die 4,5 Kilometer lang sein wird. Mit den neuen Gondelseilbahnen wird die Auffahrt zu den alpinen Pisten nicht länger als fünfzehn Minuten dauern. Eine Gondel wird aus 115 Kabinen bestehen, ihre Geschwindigkeit fünf Meter pro Sekunde betragen. Sie kann so 2.000 Menschen pro Stunde abfertigen. Das Konzept dabei ist, die Gondelseilbahn vom „Medeo" auf den Schymbulak, sowie die Seilbahnen auf dem Schymbulak selbst, als zusammenhängendes System zu bauen, um es den Skifahrern und Touristen zu ermöglichen, innerhalb von 35 Minuten den höchsten Punkt des Kurortes, den Talgar-Gebirgspass, zu erreichen.
„Schymbulak" wurde im Rahmen der Vorbereitung auf die Asiatischen Spiele 2011 saniert und modernisiert. Wladimir Smirnow, Olympiasieger, Präsident des Biathlonverbandes Kasachstans, Vize-Präsident des Internationalen Biathlonverbandes, sagt, dass Schymbulak bei jeder zukünftigen Bewerbung um die Durchführung Olympischer Spiele eine Schlüsselrolle spielen dürfte und dass, „der Komplex ab dem Jahr 2015 zu den zehn größten Alpinskikurorten der Welt zählen wird."
Aus der Geschichte von Schymbulak
Medeo Almaty, Kasachstan |
Die Berge haben den Menschen immer gelockt. Einst weideten an diesen Orten wohlgenährte Herden: die Berghänge waren ideale „Dschajljau" (Weidegründe). Hierher kamen die Bewohner von Wernyj und Almaty zur Erholung. Auch vor 1950 traf man in der Schlucht von Schymbulak häufig Skifahrer an. Der Ort war zugänglich und attraktiv, und man konnte mehrere Kilometer weit den Berg hinabfahren. Das hat auch die spätere Entscheidung bedingt, hier ein Alpinskizentrum einzurichten, an dem sowjetische Sportler unter Hochgebirgsbedingungen trainieren konnten. Die Alpinskipiste Schymbulak war die dritte in der UdSSR nach Bakariuani und Zachkadsor. Die Bedeutung und das Ansehen des Alpinskierholungsgebiets in Alma-Ata wuchsen schnell. Doch in den ersten Jahren mussten die Sportler den Aufstieg zu den Pisten selbst bewältigen. Das dauerte drei Stunden und länger. Deshalb wurde beschlossen, einen Skilift zu bauen. Bald begannen Bulldozer damit, auf den Hängen des Talgar-Gebirgspasses über der Wolkengrenze eine breite Trasse zu schaffen. Ihnen folgten Traktoren, die neun Meter hohe Stahlstützen hinaufzogen. Während der Bauarbeiten im Hochgebirge hatte man immer wieder mit erheblichen Widrigkeiten zu kämpfen: Fröste, Tiefschnee, Lawinen. Doch schon 1954 wurde der Skilift in Betrieb genommen und beförderte die ersten Skifahrer nach oben. Er funktioniert noch heute.
Das„silberne" Edelweiß erblüht
Edelweiß ist eine Bergpflanze, die man in dieser Schlucht häufig antrifft. Es ist also kein Zufall, dass der Kasachische Sportrat in den sechziger Jahren beschloss, offene Alpinskiwettkämpfe um den Preis „Silbernes Edelweiß" einzuführen. Die Sieger in den Disziplinen Slalom, Großer Slalom und Abfahrtslauf wurden mit Medaillen geehrt, auf denen die legendäre Hochgebirgspflanze, die auch Symbol für Kühnheit und Edelmut ist, abgebildet war. Die Große Medaille erhielt der Sieger im alpinen Triathlon.
Im Jahr 1983 begann man, Schymbulak als olympisches Trainingszentrum für sowjetische Alpinskisportler zu nutzen. Zwei Jahre später ließ die Internationale Skiföderation (FIS) drei Pisten für Wettkämpfe zu: für Abfahrt, Slalom und Großen Slalom. Dies war vermutlich der Grund, weshalb man Alma-Ata in der Sowjetunion als möglichen Veranstaltungsort für zukünftige Olympische Spiele zu handeln begann. Daran wird auch heute noch gearbeitet. Die Kasachstaner sind optimistisch. Das Hochgebirgsstadion „Medeu" und das alpine Skierholungsgebiet Schymbulak sind Markenzeichen Kasachstans und ziehen Gesundheitsbewusste und Berufssportler gleichermaßen an. Mehrfach waren Ausschüsse der FIS vor Ort und haben sich jedes Mal davon überzeugen können, dass man entsprechende Wettkämpfe hier durchführen könnte. Die Bedingungen sind einfach ideal. Nicht ohne Grund hat das Olympische Komitee Asiens gerade Kasachstan die Durchführung derartig komplexer Wettkämpfe als Asia-Spiele anvertraut. Dies wird ein Sprungbrett für die Organisation und Durchführung Olympischer Winterspiele sein.

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