Reiseziele in Kasachstan: Medeu
Medeu in Almaty |
Das Eisstadion Medeu, 1.691,2 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ist weltbekannt. Es wurde im Jahr 1972 errichtet. Die Eisflache ist 10.500 Quadratmeter groß, wodurch es möglich ist, Wettkämpfe im Eislauf Eishockey und Eiskunstlauf zu veranstalten.
Das milde Klima in der Schlucht, die optimale Sonneneinstrahlung, der geringe Luftdruck, der schwache Wind und das klare Gletscherwasser haben allesamt dazu beigetragen, diesem in den Bergen gelegenen Stadion große Beliebtheit zu verschaffen. Mehr als 120 Rekorde wurden hier von berühmten Sportlern aufgestellt. In den letzten Jahren wurde das Stadion nach Modernisierungsarbeiten auf den neuesten Stand gebracht. Das Hochgebirgsstadion ist bei jedem Wetter wunderschön. Man kann seine Schönheit auch aus der Höhe bewundern, wohin man über die beliebte „Aufstiegstreppe" gelangen kann, die am Hang des Berges Mochnatka erbaut wurde. Von der Stadt aus sieht der Berg wie ein dicht mit Bäumen bewachsener Hang aus, daher der Name Mochnatka („der Struppige"). Anfang des letzten Jahrhunderts befand sich hier ein Höhlenkloster. Bis heute kommen Pilger hierher und feiern hier Gottesdienste.
Vor einigen Jahren verwandelte sich das Eisstadion in eine riesige Konzertfläche für das beliebte internationale Musikfestival „Die Stimme Asiens" („Asia Dauysy"), an dem nicht nur Interpreten aus Kasachstan teilnehmen, sondern Stars populärer Musik aus der ganzen Welt.
Die Dicke der Eisdecke im Stadion beträgt zwei bis drei Meter und besteht aus über zwanzig verschiedenen Baumaterialien. In die Eisfläche sind Stahlbetonplatten eingebaut, über die 170 Kilometer Kühlrohre verteilt sind. Das System der Eiserzeugung ist in der ganzen Welt einzigartig und ermöglicht es, die Eisoberfläche des Stadions über acht Monate hinweg intakt zu halten. Für die Einwohner und Gäste Almatys ist es seit vielen Jahren Tradition in ihrer Freizeit hierher zum Eislauf zu kommen.
Der Murenschutzdamm Medeo liegt 25 Kilometer von Almaty entfernt auf einer Höhe von 1.733 Metern über dem Meeresspiegel. Er wurde gebaut, um die Stadt vor Muren zu schützen, die sich auf den Gipfeln des westlichen Tien-Shan bilden. Der Schutzdamm verfügt über drei aufeinanderfolgende Stufen. Ein spezielles Wasserreservoir kann etwa sechs Millionen Kubikmeter Wasser zurückhalten. Zu dem Damm führt eine den Einwohnern und Touristen wohlbekannte Treppe, die 842 Stufen zählt. Die Bewältigung dieser Treppe ist auch Gegenstand regelmäßiger Wettkämpfe.
Das Hochgebirgsstadion Medeu ist nach Medeu Pusurmanow benannt, der dem Geschlecht der Schapraschty angehörte. In eben dieser Gegend weidete er einst sein Vieh, von dem er eine unübersehbare Zahl besaß. Dieser einflussreiche Mann ersuchte Ende des 18. Jahrhunderts den Gouverneur von Semiretsche (Siebenstromland) um Erlaubnis, in der Schlucht Kimasar Holz-Häuser zu bauen, nahe der Datscha des Generals Gerassim Alexejewitsch Kolpakowskij. Die Antwort auf dieses Gesuch lautete, dass er und seine Verwandten in diesem Gebiet auch ohne jegliche Erlaubnis der Verwaltung Häuser und Wirtschaftsgebäude errichten dürften. Medeu baute mehrere Holzhäuser. Seit dieser Zeit trägt dieses Land den Namen Medeu Pusurmanows. In der zugehörigen Schlucht wurde dann 1951 die Sportanlage gebaut.
Schnelles Eis „Medeo"
Der alpinen Rennkurort Schymbulak |
Die ersten Ergebnisse waren sensationell. Am 4. Februar 1951 fanden hier die Sowjetischen Wettkämpfe statt, die den Sportfreunden zu denken gaben. Das Eis erwies sich als überraschend schnell. Die Wissenschaftler erkannten bald: des Rätsels Lösung lag in dem reinen Bergquellwasser. Alle prophezeiten: hier wird mehr als nur ein Rekord im Eisschnelllauf aufgestellt werden. Diese Annahme erwies sich als richtig. Eisschnellläufer aus der ganzen Welt kamen hier zusammen, nicht nur um sich hier im Wettkampf zu messen, sondern auch, um hierzu trainieren.
Im „Medeo" haben Wettkämpfe verschiedenster Art stattgefunden. Beispielsweise die Europameisterschaft im Eisschnelllauf Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die Weltmeisterschaft im Speedway, landesweite Meisterschaften und natürlich die traditionellen Preiswettkämpfe des Ministerrates der Kasachischen SSR, zu denen in Alma-Ata die besten Eisschnellläufer der Welt zusammenkamen. Ein Sportler aus Holland sagte einst, es gäbe „nirgends in der Welt ein solches Eisstadion, wie in Kasachstan. Und ich bin meinem Schicksal dankbar, dass ich hier „Gold" in den Kontinentalmeisterschaften gewinnen durfte."
Das Eisstadion „Medeo" wurde im Laufe der Jahre einer Reihe von Veränderungen unterzogen. Zuletzt wurde es im Jahr 2003 umgebaut und dabei die gesamte Technik erneuert. Die Temperatur des Eises wird nun mithilfe modernster Computertechnologie reguliert.

Bestpreisgarantie

