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Kasachstan: Kultur & Traditionen

 
 

Kultur in Kasachstan

Pferde sind waren zu Nomadenzeiten ein heiliges Gut in Kasachstan; und das wichtigste Fortbewegungsmittel

Bis zum 16. - 17. Jahrhundert blieb die Kultur in Kasachstan eine Kultur der Nomadenvölker. Die Nomaden hatten eine besondere Mentalität und eine mit den westlichen und östlichen Formen synthesierte Sozialorganisation.

In der Folge des Nomadenlebens und der Sozialorganisation bekamen Traditionen, Sitten und Bräuche eine große Bedeutung für die Kasachen.
Eine der bemerkenswerten Traditionen der Vergangenheit, die auch heute noch lebendig ist, ist die traditionelle Gastfreundschaft. Die Kasachen hielten es für eine heilige Pflicht Gäste überaus freundlich aufzunehmen! Diese Tradition hatte jedoch nicht nur eine soziale Natur, da das Leben in der dürren und sehr weitreichenden Steppe äußerst mühsam war und oft Hilfe von anderen Nomadenfamilien in Bezug auf Austausch von Kleidung, Tieren, Nahrung oder gar Trinkwasser benötigt wurde.

Ein gut Dressierter Goldener Adler kann sogar Tiere, die bis zu 30 KG wiegen erlegen.

Traditionelle Festtage hatten zu allen Zeiten eine große Bedeutung für das kasachische Volk. Als Nomadenvolk organisierten sie gern Pferdereiten und zahlreiche Sportfestspiele. Pferdeverehrung und die Vorliebe für das Pferdereiten wurden zur kasachischen Tradition, die noch bis heute aufrecht erhalten wird.

Zu einer der altertümlichen Erholungsform gehört die Jagd, insbesondere die Jagd mit Raubvögeln. Dressurerfahrungen wurden im Laufe einiger Jahrhunderte gesammelt und werden von einer Generation zur anderen weiter vermittelt. Die Meister / Jagdvogelkenner besitzen eine natürliche Begabung zur Vogeldressur (Falken, Berkut, Adler). Ein gut dressierter Berkut jagt mühelos Hasen, Füchse, Rebhühner, schwarze Haselhühner; ein Goldener Adler - sogar Wölfe.
 



Die kasachische Nationale Küche

Die Küche in Kasachstan

Die kasachische nationale Küche spiegelt in vollem Umfang das Wesen des Volkes, seine Geschichte, Sitte und Bräuche wieder. Da die kasachische Gastfreundschaft von uralten Zeiten das Merkmal des kasachischen Volkes geworden ist, bereiten Kasachen den Gästen im Haus immer einen gehörigen Empfang und stellen den Ehrenplatz zur Verfügung. Erstens bietet man dem Gast den Kumys - Stutenmilch, die Schubat - Kamelmilch oder die Ayran - Kuhmilch an. Dann zum Tee (mit Milch oder Sahne) bietet man Boorsaken- gebratene, im siedenden Öl Kugeln aus Teig, Rosinen, Irimschik und Kurt - trockene Kugeln aus Käse und Quark.

Nachher werden auf dem Dastarhan Imbisse aus Pferdefleisch oder Hammelfleisch: Kazy, Schuzhak, Zhal, Zhaya, Karta, Kabyrga gereicht. Man isst sie mit Fladenbrot - dem nationalen kasachischen Brot.

Die Kasachen essen am niedrigen Tisch - Dastarhan. Das beliebteste Gericht der Kasachen ist der Beschbarmak. Das ist das Hauptgericht der nationalen Küche in Kasachstan. „Beschbarmak" übersetzt man aus der kasachischen Sprache als "fünf Finger", da dieses Gericht mit den Händen gegessen wird. Das Gericht Beschbarmak besteht aus großen Stücken des Kochfleisches, das der Gastgeber zerlegt. Da jeder am Tisch bestimmte Fleischstücke erhält, wird in der Familie eine deutliche Subordination beachtet: Beckenbeine und Unterschenkel erhalten die Ehrengäste, Brustknochen der Sohn oder die Schwiegertochter, Halswirbel - die unverheirateten Mädchen und so weiter. Der Gast des höchsten Ranges zerlegt den Hammelkopf - der auf eine besonderen Weise gekocht wird - teilt die Stücke an andere Gäste laut der hiesigen Tradition aus: zuerst an den Alten, an die Kinder, dann an die nahen und entfernten Verwandten.

Kasachische Manty

Der erste Gang in der kasachischen Küche ist traditionell - Schurpa -, eine kräftige Fleischbrühe, die mit Gemüse und Gewürzen zubereitet wird. Die Schurpa wird gewöhnlich in großen Pialas (Suppentassen) serviert. Am Ende des Mahles wird Kumys und Tee gereicht.

Die traditionelle Küche in Kasachstan wurde auf Molkerei- und Fleischprodukten gegründet. Später ergänzten die Liste zahlreiche Gemüsesorten, Früchte, Fisch, Meeresprodukte, Mehlspeisen und Süßigkeiten.

Heute versammeln sich am Dastarhan, ebenso Kasachen als auch die Vertreter anderer Nationen, die genauso in die Kultur Kasachstans gehören: Russen, Tataren, Ukrainer, Usbeken, Deutschen, Uiguren, Dunganen, Koreaner. Diese Völker lebten friedlich während der Jahrhunderte neben den Kasachen und beeinflussten ihre Küche, Alltagsleben und Kultur. Die moderne kasachische Kochkunst schließt deshalb auch Elemente der usbekischen, uigurischen, russischen, tatarischen, koreanischen Küche in sich ein.
 

Asan

Als Asan wird der traditionelle Ruf zum Religionsgebet des Islams in Kasachstan bezeichnet. Der Asan wird in Kasachstan vom einem Gebetssänger, dem Muedsin vorgelesen. Während der Muedsin predigt und Gebete singend vorträgt, müssen seine Hände beide Ohrläppchen berühren. Zudem betet der Muedsin immer in Richtung der Kaaba in Mekka.
 

Dombra

Die Dombra ist ein weit verbreitetes Volksmusikinstrument in Zetralasien und in der Kultur von Kasachstan unabdingbar. Die Dombra besteht aus Holz und hat eine ovale Korpusform mit einem langen Hals, an dem zwei Saiten befestigt sind. In Kasachstan ist dieses Volksinstrument aufgrund seines eigentümlichen Klanges besonders beliebt. Kasachen spielen darauf traditionelle Kjuy und Volkslieder. Das Instrument erlangte seine Popularität vor allem durch den kasachischen Dichter Abay Qunanbayuli, der oft mit einer Dombra unter dem Arm gezeigt wurde. Heute ist die Dombra ein nationales Staatssymbol der Kasachen.
 

Kobys

Kobys ist ein zweisaitiges Bogeninstrument mit offenem Korpus. Es wird aus einem einzigen Holzstück ausgehüllt und die Saiten bestehen aus echtem Pferdehaar. Kobys-Musiker verwenden zum Teil traditionelle Melodien vom Cello und der Geige. Einer kasachischen Sage nach, wagte es niemand, dem Weltherrscher Tschingischan, die schreckliche Neuigkeit vom Tod seines Sohnes Dshutschi zu überbringen. Nach einer Sitte wurde jeder Mensch von Tschingischan getötet, der ihm eine schlechte Nachricht überbrachte. Verzweifelnd wandten sich die Leute an den berühmten Sänger Akyn. Er kam darauf hin zum Chan mit seiner traditionellen Kobys und spielte die Saiten des Instrumentes so durchdringend und traurig, dass der harte Krieger zu tränen gerührt war und somit vom Tod seines Erben erfuhr.
 

Saukele

Saukele ist eine traditionelle Damen-Kopfbedeckung und wird von einer Braut zu ihrem Hochzeitstag und im ersten Jahr der Ehe getragen. Jede Verzierung und jedes Muster auf der Saukele hat seine eigene Bedeutung. Ein kurzer Blick auf die Saukele der Braut ist für einen Kasachen genug, um zu sagen, welche Bedeutung jedes Symbol der Kopfbedeckung hat. Saukele ist wie die Takiya mit Stickereien, Edelsteinen und Perlen reicht bestückt und besteht meist aus Pelz.
 

Shetygen

Shetygen ist ein mehrsaitiges kasachisches Nationalinstrument, welches die Form eines Holzkastens hat. Die Melodie ähnelt einer Harfe. In Kasachstan wird eine mystische Legende über die Herkunft der Shetygen erzählt. Ein Vater spannte in einer Hungerszeit nach jedem Tod, einer seiner sieben Söhne eine Saite auf ein ausgehöhltes Holzstück und spielte eine traurige Melodie, die den Namen "die sieben Kjuy von Shetygen" trägt.

Kasachstan: Land & Leute

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