Geschichte von Astana
Auch die Berühmte Festung Akomal war einst eine kleine Steppengemeinschaft mit bewohnten Jurten |
Im Jahre 1830 begannen die russisch-kasachischen Truppen mit dem Bau einer Militärfestung Akmola in der kasachischen Steppe. So machten sie formell den Anfang der Geschichte von Astana, der Hauptstadt des souveränen Kasachstans. 1868 wurde die Festung Akmola eine Stadt und erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts ein Entwicklungszentrum von unberührten Naturschätzen der nördlichen Region des Landes.
Im Laufe von 130 Jahren hieß die Stadt Akmolinsk, danach Zelinograd, Akmola und zur Zeit – Astana. Eine der wichtigsten Etappen in der Geschichte der nördlichen provinziellen Stadt begann mit der Neulanderschließung 1954. Nach historischen Angaben waren von 1953 bis 1958 in das Gebiet Akmolinsk etwa 270 Tausend Menschen angekommen. Infolge der Neulanderschließung wurde das Gebiet Akmolinsk zu einer der Hauptkornkammer des Landes und zu einem bedeutenden Zentrum des landwirtschaftlichen Maschinenbaus.
Astana ist seit 1997 die Hauptstadt von Kasachstan |
Astana wird Hauptstadt
Im Jahre 1997 hat der Präsident der Republik Kasachstan Nursultan Nasarbajew den Beschluss über die Verlagerung der Hauptstadt von Almaty nach Akmola (zur Zeit Astana) wegen wirtschaftlichen, ökologischen und geographischen Gründen getroffen. Die Verlegung von Almaty nach Astana war von strategischer Bedeutung für die stabile und zuverlässige Entwicklung. Die Hauptstadt eines jeden Staates ist das strategische Objekt Nummer eins, und die Gewährleistung des Funktionierens des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrums des Landes ist eine der Prioritäten der Sicherheitspolitik.
Es gab zahlreiche objektive Gründe für die Verlegung der Hauptstadt nach Astana: Almaty und seine Umgebung liegen in einem potentiell erdbebengefährdeten Gebiet im Süden des Landes. Astana liegt in Zentralkasachstan, was die Funktionalität des zentralisierten Systems erweitert und engere Kontakte zwischen Zentrale und Regionen sichert. Ein großes Risiko für die Sicherheit des Landes bestand aufgrund der ungelösten territorialen und Grenzprobleme mit einigen Nachbarn. Almaty lag unmittelbar an der Grenze und wäre im Falle einer militärischen Konfrontation gefährdet gewesen.
Am 6. Mai 1998 wurde Akmola laut dem Erlass des Präsidenten Kasachstans in Astana umbenannt. 1998 wurde der Hauptstadt Kasachstans nach dem Beschluss von UNESCO eine Medaille und Ehrentitel einer „Weltstadt“ verliehen.

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