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Kambodscha: Geschichte

 
 

Geschichte von Kambodscha

Tempel Banteay Srei,Region Angkor, Kambodscha

Es wurde über Generationen überliefert, dass ein sogenannter Brahmane die Tochter des damaligen Königs geheiratet und das erste kambodschanische Königreich gegründet hat. Ein Brahman ist ein religiöser Titel aus dem indischen Kastensystem. Dieses besteht aus vier Kasten, übersetzt bedeutet dies Farbe, und die Brahmanenkaste bedeutet weiß, also Reinheit und Klarheit. Dieses erste Königreich wird auch das Funan Reich genannt und ist der älteste Staat in Südostasien, der die indische Kultur geprägt hat. Das Funan Reich wurde allerdings um das sechste Jahrhundert von den Khmern eingenommen.

Fast der gesamte Südosten Asiens wurde von diesem Khmer-Imperium beherrscht. In der Mitte des zwölften Jahrhunderts wurde der kulturelle Höhepunkt ebenso wie der politische Höhepunkt erreicht. In dieser Zeit nämlich entstand Angkor mit einer der größten Ansammlung von Tempeln und religiösen Gebäuden. Das Khmer-Reich verlor nach und nach das Ansehen und seine Stärke und wurde von vietnamesischen sowie siamesischen Angriffen immer weiter geschwächt. Frankreich war dann in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Retter in der Not und konnte das Reich erhalten. Die Gegenleistung war lediglich die Errichtung eines französischen Protektorates in Kambodscha. Seit 1884 gehörte nicht nur Kambodscha, sondern auch Laos, Annam, Tonkin und Cochinchina zur Indochinesischen Union.

1945 kam es dann, dass japanische Truppen die französische Kontrolle unterbrachen. König Norodom Sihanouk rief im gleichen Jahr eine unabhängige und damit antikoloniale Regierung aus. Somit wurde Kambodscha zu einem autonomen Königreich und es sollte bis 1953 dauern, bis die endgültige Unabhängigkeit ausgerufen und ein neuer König ernannt wurde. Die wirtschaftlichen Probleme des Landes kamen erneut 1975 auf, ebenso die politischen. Die Regierung Kambodschas wurde 1970 durch den Vietnamkrieg gestürzt. General Lon Nol, ein sogenannter pro-amerikanischer Führer war dafür der ausschlaggebende Punkt.

Die kommunistische angehauchte Khmer Rouge unter Führung von Pol Pot übernahmen durch die Besetzung der Hauptstadt Phnom Penh die Macht im Land. Vier Jahre lang wurde terrorisiert und gemordet. Über zwei Millionen Kambodschaner wurden ermordet und damit gute zwei Drittel der Gesamtbevölkerung ausgelöscht. Diesem Treiben wurde durch vietnamesischen Truppen ein Ende bereitet und so entstand das sogenannte Marionetten-Regime.
Als 1989 die vietnamesischen Truppen abzogen, wurde auf der Pariser Friedenskonferenz 1990 beschlossen, dass freie Wahlen in Kambodscha durchgeführt werden sollen. 1993 verliefen diese Wahlen sehr demokratisch und ruhig.

Der alte König Norodom Sihanouk wurde 1993 erneut gewählt und durch die Wahlen wurde die Partei Funcinpec, die sich eher demokratisch organisiert, Sieger. Der Vorsitzende musste sich seinen Platz allerdings mit dem eher sozialistisch angehauchten Staatschef teilen. Eine sehr interessante Kombination, die es immerhin geschafft hat, das Kambodscha heute ein Asean-Mitglied ist und sich zu einem sehr anerkannten Staat entwickelt hat und zwar mit einer Monarchie.

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