Sehenswürdigkeiten in Nara
Nara Park, Japan |
Weltkulturerbe: Folgende Stätten in Nara wurden als Weltkulturerbe ausgezeichnet:
Tödai-ji (Tempel)
Kasuga Taisha (Schrein)
Gangö-ji (Tempel)
Töshödai-ji (Tempel)
Köfuku-ji (Tempel)
Berg Kasuga
Yakushi-ji (Tempel)
früherer Palast Heijö-kyü
Um den Nara Park
Der Nara Park wird auch Hirschpark genannt, wegen der vielen zahmen Hirsche und Rehe, die hier frei herumlaufen. Er umfasst 5,3 km2 und hat einen abwechslungsreichen Baumbestand.
Köfuki-ji liegt im westlichen Teil des Parks. Dieser Tempel wurde 710 gegründet und war der Haustempel der mächtigen Familie Fujiwara, die vom 9. bis zu Beginn des 11. Jh. regierte. Von den 175 Gebäuden, die ursprünglich zur Anlage gehörten, sind nur noch 6 übriggeblieben. Vier davon sind als Nationalschätze registriert und die fünfstöckige Pagode, die sich im nahen Sarusawano Teich spiegelt, ist wohl das bekannteste Gebäude Naras.
Das Nara Nationalmuseum birgt eine bemerkenswerte Sammlung vor allem buddhistischer Kunst nicht nur aus Nara. Auch andere Tempel aus der ganzen Region bewahren hier ihre Schätze auf.
Geöffnet täglich, außer montags und vom 26.12.-4.1.
Eintritt: 420 Yen.
Tödai-ji nordöstlich des Museums gelegen, ist das größte Holzgebäude der Welt und die Hauptattraktion von Nara. Im 8. Jh. erbaut, wurde er 1709 rekonstruiert, aber nur etwa ein Drittel der Originalgröße. Diese Halle beherbergt eine gigantische Buddhastatue aus Bronze, die zuletzt 1692 repariert wurde. Auf dem Gelände steht auch das Shösö-in, das Schatzhaus, in dem wertvolle Kunstobjekte bis zur Mitte des 20. Jh. aufbewahrt wurden. Heute kann man sie im Nationalmuseum besichtigen.
Todaiji Tempel in Nara, Japan |
Nara-machi das Gebiet südlich des Sarusawa Teiches und westlich des Gangö Tempels, ist reich an Häusern aus dem 16. bis 18. Jh. Ästhetische Strukturen wie die des Imanishi-Haus sind ideal, um einen Einblick in die traditionelle japanische Architektur zu bekommen. Häuser von Tusche- und Sakehändlern und mehrere kleine Museen zeigen traditionelles Handwerk und den Handel früherer Zeiten.
Kasuga Taisha ist einer der drei großen Shintö- Schreine in Japan. Er wurde 768 gegründet und besteht eigentlich aus vier Schreinen, die verschiedenen Shintö Gottheiten geweiht sind. Der Schrein wird etwa alle 20 Jahre neu gebaut, aber immer nach den alten Konstruktionsplänen. So ist das Holz zwar frisch, aber der Baustil ein herausragendes Beispiel für das 8. Jh. Bemerkenswert ist die Sammlung von etwa 3.000 Bronze- und Steinlaternen, die dem Tempel ab dem 11. Jh. gestiftet worden sind.
Shin Yakushi-ji, südwestlich vom Kasuga- Schrein gelegen, wurde 747 von der Kaiserin Kömyö gegründet und die Haupthalle stammt auch noch aus dieser Zeit. Sie beherbergt die Skulpturen des heilenden Buddha (Yakushi Nyoroi) und einer Gruppe von zwölf göttlichen Feldherren.
Um Nishi-no-kyö
Töshödai-ji, einer der größten und am besten proportionierten Tempel seiner Periode, wurde 759 vom blinden Priester Ganjin aus China gegründet, dem erst nach fünfmaligem Anlauf die Überfahrt nach Japan glückte. Hier befinden sich Lackskulpturen des Buddha Vairocana und der tausendarmigen Kannon, beides Nationalschätze. Die ehemalige Versammlungshalle des Hofes ist ein schönes Beispiel für die Nara- Architektur.
Yakushi-ji nahe des Töshödai-ji wurde 680 gegründet und ist ein weiteres Symbol für Nara. Vor allem die dreistöckige Pagode von 730, die den Eindruck erweckt sie sei sechsstöckig, ist in ganz Japan berühmt.
Im Reihenhaus der Handwerker, in der Nähe des Yakushi-ji, kann man 6 traditionelle Handwerker bei der Arbeit sehen, so z.B. einen Holzschnitzer, einen Lackarbeiter und einen Hersteller von Bambusbesen für die Teezeremonie. Die Werkstätten sind montags und den ganzen August geschlossen. Im Sumi Information Center kann man die Geschichte und Produkte der Tintenherstellung besichtigen. Dort kann man auch seine eigenen Tintensteine herstellen.
Um den Höryü Tempel
Park in Nara, Japan |
Höryü-ji nahe dem Bahnhof Höryüji, 12 km westlich von Nara gelegen, ist eine wahre Fundgrube an Schätzen historischer, architektonischer und künstlerischer Hinsicht. Von den 44 Gebäuden aus zehn Jahrhunderten gehören einige zu den ältesten Holzgebäuden der Welt, so zum Beispiel die fünfstöckige Pagode. Der Tempel wurde 607 vom Regenten der Kaiserin Suiko, Fürst Shötoku gegründet. Er galt als Förderer des Buddhismus und der „17-Artikel- Verfassung". Dieser Tempel ist sicher mehr als einen Besuch wert.
Chügü-ji nahe des Osttempels des Höryü-ji gelegen, ist ein Nonnenkloster. Seine größten Schätze sind die älteste Stickerei Japans, das Tenjukoku- Mandala, eine Darstellung des buddhistischen Paradieses und die Holzstatue von Miroku-bosatsu aus dem 7 Jh.
Das Yamato Bunkakan Museum ist eine Synthese aus modernem Museum und traditioneller Architektur. Es zeigt viele Kunstschätze aus dem Ostasiatischen Raum. (Montags geschlossen).

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