Sehenswürdigkeiten in Kyoto
Ryoanji Tempel, Japanischer Garten, Kyoto |
Kyoto ist ein Paradies für Besichtigungen, denn die Stadt ist ein lebendiges Museum für japanische Kultur. Es gibt verschiedene Rundwege in den unterschiedlichen Stadtgebieten, bei denen man an zahlreichen Tempeln und Schreinen vorbeikommt. Auch wenn nicht alle in dieser Broschüre erwähnt werden, so bieten doch gerade die kleinen am Wege, die man selbst entdeckt, einen hervorragenden Einblick in das Kulturerbe der Stadt. Die meisten Tempel und Schreine sind täglich von 9:00-17:00 Uhr geöffnet.
Weltkulturerbe: In Kyoto befinden sich 17 historische Stätten, wie z.B. das Nijö-Schloss, der Shimogamo-Schrein und der Kiyomizu- dera, die sowohl als Welt- wie auch als Nationales Kulturerbe ausgezeichnet wurden.
Im Zentrum von Kyoto
Kinkauji Tempel, Kyoto |
Higashi-Hongan-ji ist der größte Holztempel in Kyoto. Er wurde 1602 vom ersten Tokugawa-Shögun gegründet, die heutigen Gebäude stammen von 1895.
Nishi-Hongan-ji ist das beste Beispiel für buddhistische Architektur in Kyoto. Ursprünglich 1272 in Higashiyama erbaut, wurde er 1591 auf seinen heutigen Platz versetzt. Zusammen mit dem Higashi-Hongan-ji ist er das Zentrum der Jödo Shinshü-Sekte, eine der größten buddhistischen Sekten des Landes.
Shökoku-ji, einer der fünf großen Zen-Tempel in Kyoto wurde 1392 gegründet und war einst eine berühmte Malerakademie. Auf dem Gelände befindet sich das Jötenkaku Museum.
Das Museum der Stadt Kyoto zeigt zahlreiche Exponate zur Stadtgeschichte und ihrer künstlerischen Tradition bis heute. (Geöffnet täglich von 10:00-19:30 Uhr, außer am dritten Mittwoch im Monat und vom 23. Dez.- 3. Jan.)
Schloss Nijö wurde 1603 vom ersten Tokugawa- Shögun erbaut, allerdings wohnte die Familie selten hier. Nicht nur die Gebäude mit ihrer prächtigen Innenausstattung sind bemerkenswert, auch der exakt angelegte Garten in der Nähe ist beachtlich.
Kyoto Kaiserpalast bezaubert durch seine elegante Schlichtheit. Das heutige Gebäude stammt von 1855, aber erbaut im Stil der alten Zeit, nach dem es mehrmals durch Brände zerstört wurde. Wer es besichtigen möchte, muss sich beim Büro des Kaiserlichen Haushaltsamtes anmelden (s. Kasten „Kaiserpalast und Kaiserliche Villen").
Kaiserpalast und Kaiserliche Villen:
Für den Besuch des Palastes und der Villen sowie deren Gärten ist eine Erlaubnis erforderlich. Damit nimmt man an einer der kostenlosen geführten Touren teil. Kinder müssen beim Besuch des Palastes von einer Person über 20 Jahre begleitet werden. Der Besuch der Villen ist nur ab 20 Jahren gestattet.
Die Erlaubnis erteilt das Kaiserliche Haushaltsbüro in Kyoto. Adresse: Kyoto Gyoen Nai, Kamigyö-ku Tel: (075) 211-1215; Öffnungszeiten: Mo-Fr8:45-16:00 Uhr, an Feiertagen und während offizieller Veranstaltungen geschlossen.
Zur Erlaubnis muss man ein Antragsformular ausfüllen und seinen Reisepass vorlegen. Es empfiehlt sich, dies einen Tag im Voraus zu erledigen, manchmal genügt es auch 30 Min. vor Beginn einer Tour. Es gibt ein Online- Antragsformular unter http://sankan.kunaicho.go.jp/.
Kodaiji Tempelstraße, Kyoto |
Shimogamo-Schrein Erliegt in der Nähe des Zusammenflusses von Kamo und Takano. Berühmt für das Aoi-Matsuri (s. FESTE) wurde er mit dem Kamigamo- Schrein lange vor Kyoto erbaut.
Das Nishijin Textilzentrum an der Horikawa- döri Imadegawa-Straße gelegen, erhielt seinen Namen von dem Stadtviertel, in dem bis heute die exklusive Nishijin Seide gewebt wird (täglich geöffnet).
KitanoTenmangü Schrein, südwestlich vom Daitoku-Tempel gelegen, wurde 947 gegründet, um den fälschlich beschuldigten Michizane Sugawara zu ehren. Unter seinen Schätzen gibt es zwei Sätze Rollbilder, die als beste ihrer Art gelten und die Geschichte des Schreins illustrieren. Außerdem findet vor seinen Toren an jedem 25. des Monats ein Flohmarkt statt.
Im Ostteil von Kyoto (Higashiyama)
Kiyomizu Tempel an einem Berghang gelegen, ist wahrscheinlich der am meisten geschätzte Tempel Japans. 798 gegründet, stammen seine meisten Gebäude von 1633 und ist der elfköpfigen Göttin Kannon geweiht. An der kleinen Gasse, die zu ihm hinaufführt, liegen viele kleine Souvenirläden und seine Terrassen bieten einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt.
Sanjüsangendö Tempel beherbergt 1.000 kleine und eine große Statue der Göttin Kannon, die vom Bildhauermeister Tankei im Alter von 82 geschnitzt wurde. Er wurde 1164 erbaut, bzw. wieder erbaut 1266.
Das Kyoto Nationalmuseum wurde als sicherer Aufbewahrungsort für die Kunstschätze aus Tempeln, Schreinen und Privatsammlungen erbaut. In den Abteilungen für bildende Kunst, Geschichte und Kunsthandwerk werden Tausende seltener und wertvoller Stücke von den Anfängen bis heute gezeigt. (Geöffnet täglich von 9:00-16:00 Uhr, außer montags und vom 23. Dez.- 3. Jan.)
Kawai Kanjirö Haus ist in zweierlei Hinsicht interessant. Zum einen zeigt es die Arbeiten und die Werkstatt des berühmten Töpfers Kawai Kanjirö (1890-1967) und zum anderen kann man einen traditionellen japanischen Haushalt mit all seinen Gebrauchsgegenständen besichtigen. (Montags geschlossen.)
Maruyama Park ist ein wunderschöner Landschaftsgarten, östlich vom Yasaka-Schrein gelegen. Beliebt ist er vor allem zur Kirschblüte im Frühling.
Yasaka Schrein, liebevoll Gion-san genannt, lockt immer viele Besucher an. Seine ungewöhnliche Haupthalle wurde 1654 im einzigartigen Gion-Stil errichtet.
FUshimi Inari Schrein, Kyoto |
Gion Corner ist ein Gebäudekomplex, in dem zahlreiche Veranstaltungen von der Teezeremonie bis hin zu alten höfischen Musikvorführungen stattfinden. (Von März bis November, außer am 16. August, von 19:40-20:40 Uhr. Karten bekommt man in Hotels, Reisebüros oder im Haus. Preis: 2.800 Yen)
Heian-Schrein wurde 1895 zum 1.100 jährigen Stadtjubiläum erbaut. Er ist eine Nachbildung des ersten Kaiserpalastes von Kaiser Kammu aus dem Jahr 794 im verkleinerten Maßstab. Der Garten ist sehenswert, vor allem zur Zeit der Kirschblüte und der Blüte der Schwertlilien.
Fureai-kan ist das neue Museum für traditionelles Kunsthandwerk und liegt in der Nähe des Heian- Schreins. Hier kann man nicht nur die Exponate aus Seide, Bambus, Lack, Papier und Keramik besichtigen, sondern auch Videos sehen, die in die Arbeitsweise einführen.
Hönen-in ist ein Tempel, der für seine Ruhe und seinen Garten bekannt ist. Er liegt am Fuß des Berges Nyoigatake und ist nur im Frühling und Herbst den Besuchern zugänglich.
Chion-in nördlich des Maruyama Park gelegen, ist einer der größten Tempel des Landes und Hauptsitz der wichtigen Jödo-Sekte. Er wurde 1234 gegründet und die heutigen Gebäude stammen aus den Jahren 1619 bis 1641.
Shören-in nördlich des Chion-in gelegen, war lange Zeit Wohnsitz des Oberabtes der Tendai-Sekte, ausnahmslos kaiserliche Prinzen. Gegründet 1144 stammen die heutigen Gebäude von 1895. Sein Garten wurde von den Meistern Söami und Enshü gestaltet.
Nanzen-ji ursprünglich Altersruhesitz des Kaisers Kameyama im 13. Jh. wurde nach seinem Tod 1291 in einen Tempel umgewandelt und 1293 Hauptsitz der Rinzai-Sekte.
Ginkaku-ji oder „Silberner Pavillon" wurde nie mit Silber gedeckt wie ursprünglich vorgesehen. Der Shögun Ashikaga Yoshimasa, der ihn 1489 erbauen liess, starb, bevor er fertig wurde. Dennoch zieht der Tempel und sein unübertroffener Garten Massen von Besuchern an.
Im Nordteil von Kyoto
Kultur in Japan |
Shisen-dö war in der Edo-Zeit Wohnsitz des Dichters Ishikawa Jözan. Sein Garten ist ein Meisterwerk des japanischen Landschaftsgartens.
Daitoku-ji ist ein sehenswertes Beispiel für die Architektur im Zen-Stil aus dem 15. bis 17. Jh. und hat einen schönen Landschaftsgarten.
Im Westteil von Kyoto
Kinkaku-ji oder „Goldener Pavillon" ist eine exakte Kopie des im 15. Jh. erbauten Tempels, der 1950 abbrannte.
Ryöan-ji weltbekannt durch seinen Zen-Garten aus Steinen, der von Söami 1473 gestaltet wurde und selbst den unbefangenen Besucher zur Meditation anregt.
Köryü-ji beherbergt neben weiteren wertvollen Buddhastatuen die berühmte von Miroku-bosatsu aus dem frühen 7. Jh. Gegründet wurde der Tempel 622 und seine Lesehalle ist das Zweitälteste Gebäude in Kyoto.
Töei Movieland ist ein Filmgelände mit Nachbauten von alten Häusern, Werkstätten und Läden, das immer noch für Historienfilme genutzt wird. Eine Ausstellung zeigt Miniaturmodelle und Informationen zur Geschichte des japanischen Films.
Yüzen Cultural Hall zeigt Kimonos und Stoffe, die nach der 300 Jahre alten Yüzen Methode gefärbt wurden. Die Färbetechnik wird ebenfalls erklärt, (täglich geöffnet 9:00-16:00 Uhr, außer montags.)
Tenryü-ji ist einer der fünf großen Zen-Tempel Kyotos. Interessant ist vor allem seine Gartenanlage aus dem 14.-16. Jh.
Im Südteil von Kyoto
Tö-ji wurde 796 gegründet. Die fünfstöckige Pagode des Tempels, die 1644 wieder aufgebaut wurde, ist mit 56m die höchste in Japan. Vor dem Tempel gibt es an jedem 21. des Monats Flohmarkt.
Töfuku-ji ebenfalls einer der fünf großen Zen- Tempel wurde Mitte des 13. Jh. gegründet. Ihn umgeben verschiedene Gartenteile, die mit Moos, Steinen und Sand gestaltet sind.

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