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Indonesien: Überblick

 
 
Reisfeld in Bali, Indonesien
  • Reisfeld in Bali, Indonesien
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Überblick über Indonesien

Man könnte die natürliche Schönheit des indonesischen Archipels gut mit einer Gruppe Smaragde vergleichen, die entlang des Äquators aufscheinen. Mit seinen 13.466 kleinen wie großen Inseln der größte Inselstaat der Welt bietet Indonesien unvergessliche Naturattraktionen. So findet man in ganz Indonesien zum Beispiel hinreißende Gebirgszüge, angefangen beim Bukit Barisan, der sich durch Sumatra zieht, dem Tangkuban Perahu in West-Java, dem Bromo in Ost-Java, dem Rinjani in West Nusa Tenggara bis zum Cartenz-Pass in Papua, der von ewigem Schnee bedeckt ist. Wenn man sich eher für Urwälder interessiert, ist Kalimantan der richtige Ort. Dort kann man in Zentral-Kalimantan im Nationalpark Tanjung Puting unter anderem frei lebende Orangutans beobachten. Indonesien ist mit seiner erstaunlichen Unterwasserwelt auch ein Taucherparadies. Sehenswert sind vor allem die Insel Weh in Nanggroe Aceh Darussalam, Karimunjawa in Zentral-Java, Wakatobi in Südost-Sulawesi, Bunaken in Nord-Sulawesi und die beeindruckende Unterwasserwelt in Raja Ampat, West-Papua.

Indonesien ist nicht nur mit wunderschöner Natur reich gesegnet, sondern verfügt auch über reichlich Kunst und Kultur. Die Bewohner in den verschiedenen Ecken des Archipels haben unterschiedliche Sitten, Gebräuche und Kulturen, auch die Lokalsprachen unterscheiden sich - eine ganz außergewöhnliche Erfahrung. Die Vielfalt an Tänzen reicht zum Beispiel vom Saman Meuseukat aus Aceh, Jangget aus Lampung, Betawi-Maskentanz, dem Serimpi aus Zentral-Java, dem Legong und Kecak aus Bali, bis hin zum Pakarena aus Sulawesi und vielen mehr. Und das ist gerade einmal die Tanzkunst, ganz zu schweigen von der Malerei, Bildhauerei und der vielfältigen Batik-Kunst. Ein weiteres Beispiel sind Songket, traditionelle Webstoffe, deren es wiederum viele verschiedene Arten gibt, unter anderem Songket Pandai Sikek, Songket Palembang, Songket Jambi und Songket Tarutung.

Indonesien besitzt zudem eine reiche Flora und Fauna. Das tropische Klima ist ein Paradies für viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten. So gibt es zum Beispiel die Rafflesia Arnoldii, die größte Blume der Welt, die auf Sumatra, genauer gesagt in der Provinz Bengkulu, wächst. Die Fauna umfasst das einhörnige Nashorn, Komodowarane, Orangutans, Tiger, Flussdelphine, Elefanten, Kängurus und viele verschiedene Vogelarten, unter anderem den Paradiesvogel.

Aufgrund dieser Vielfalt ist Indonesien ein beliebtes Reiseziel. Auch auf Ihren Reiseplänen sollte es daher ganz oben stehen. Oder kennen möglicherweise viele von uns nur Bali als Tourismusort in Indonesien? Dabei ist Bali nur ein kleiner Teil der beeindruckenden Schönheit Indonesiens. Unternehmen wir eine kleine Reise und lernen das faszierende Indonesien in all seiner Schönheit entlang der Smaragde am Äquator besser kennen.


Jakarta, Indonesien

Wir beginnen unsere Reise in Jakarta. Als Hauptstadt und Regierungszentrum ist Jakarta für jeden Touristen das Eingangstor zu Indonesien. Jakarta, während der niederländischen Kolonialzeit unter dem Namen Batavia bekannt, verfügt über viele historische Stätten. Zwischen den Wolkenkratzern und dem Trubel der Metropole finden wir entlang der historischen Gebäude aus der Zeit der Holländer in der Altstadt Kota Tua eine ganz andere Stimmung vor. Einige der Gebäude fungieren als Museen, z.B. das Museum Fatahillah und das Wayang-Museum. Andere wiederum sind zu Cafes umgestaltet, ohne ihre Originalform verändert zu haben. Hmm...was für ein Gefühl, eine Tasse Kaffee in der Atmosphäre von damals zu schlürfen!

Im Gebiet der Altstadt können wir auch den Hafen Sunda Kelapa und das Seefahrer-Museum besuchen das die Vergangenheit der indonesischen Meereswelt und Hinterlassenschaften der Holländer zeigt. Auch ein Spaziergang entlang der ehemaligen Werft der Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC) und der alten Gebäude der VOC im Süden des Hafens ist sehr beeindruckend. Am besten besuchen Sie auch andere Museen wie das National- oder Elefantenmuseum im Stadtzentrum, das über die umfassendste Sammlung in ganz Indonesien verfügt.

Obwohl wir nun ausgiebig die Vergangenheit der Stadt in der Kota Tua bestaunt haben, sind wir noch nicht in Kontakt zu den ursprünglichen Bewohnern von Jakarta (Betawi) gekommen. Daher machen wir uns auf zur Kulturstätte Situ Babakan in Srengseng Sawah, Süd-Jakarta. Dort können wir die Alltagskultur der Betawi kennenlernen. Der Genuss der traditionellen Süßigkeit Dodol Betawi und ein frisches Pletok-Bier zum Maskentanz, Lenong und Ondel-Ondel runden unseren Besuch ab.

Wenn Sie die gesamte Kultur Indonesiens kennenlernen wollen, jedoch keine Zeit für einen langen Aufenthalt haben, haben wir die optimale Lösung für Sie. Wir besuchen einfach den Miniaturenpark Taman Mini Indonesia Indah, wo wir Informationen über die vielfältige Kunst, Traditionen und Kultur aus den 33 Provinzen des Landes, ausgestellt in traditionellen Häusern, erhalten können. Der Themenpark Taman Impian Jaya Ancol ist eine weitere Tourismusikone Jakartas und ein moderner Freizeitpark mit einer großen Auswahl für kunterbunte Ferien. Wir können uns in der Dunia Fantasi vergnügen, die verschiedene High-Tech-Fahrgeschäfte anbietet oder in Sea World Indonesia ca. 126 Fischarten, 5 Reptilienarten, 13 wirbellose Tiere und 1 Säugetierart bestaunen. Meeresliebhaber müssen nur nach Kepulauan Seribu (Tausend Inseln) übersetzen. Diese Gruppe wunderschöner kleiner Inseln eignet sich wunderbar zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen.


Sumatra, Indonesien

Als nächstes fahren wir in die westlichste Provinz Indonesiens: die Sonderregion Aceh. Auf unserer Reise sehen wir uns kurz die Reste des Tsunami aus dem Jahr 2004 an. Außer dem Tsunami- Museum können wir Gampong Lampulo besuchen, wo ein Schiff auf dem Dach eines Wohnhauses gestrandet ist. Es gibt auch Schiffe, die als Dieselgeneratoren fungierten und durch den Tsunami weit in Wohngebiete hinein geworfen wurden.

Um Naturattraktionen zu sehen, fahren wir auf die Inseln Sabang oder Weh. Wir nehmen dorthin die Schnell-Fähre vom Hafen Ulee Lheu aus und sind in gerade einmal ca. 45 Minuten schon im Hafen Balohan von Sabang. Die hügelige Insel hat aufgrund der vielen verästelten und Schatten spendenden Bäume, die den Großteil seiner Fläche bedecken, ein sehr angenehmes Klima. In Sabang entdeckt man Geschichtliches von der Zeit der Niederländer bis zur japanischen Besatzung. Außerdem können wir an wunderschönen weißen Sandstränden mit blau-grünem Wasser relaxen, wie z.B. am Pantai Iboih, Pantai Gapang, Pantai Sumur Tiga, Pantai Kasih und Pantai Pasir Putih. Sabang ist zudem ein Taucherparadies. Seine schönen Korallen und seine Unterwasserbiota beeindrucken sehr. Mehr als 17 Tauchspots gibt es um die Insel herum, unter anderem das SSS House Reef, Twin Rock, Pipefish Garden, Rubiah Sea Garden und Pulau Seulako. Und wundern Sie sich nicht, wenn Sie an manchen Orten Haie, Rochen, Delphine oder sogar Wale sehen.

Verlassen wir nun Sabang mit all seiner Anziehungskraft und brechen nach Nord- Sumatra auf, genauer gesagt zum Toba-See, dem mit einer Wasseroberfläche von 1.145 Quadratkilometern und einer Tiefe von mehr als 450 Metern größten See Südostasiens.

Schätzungen zufolge wurde der See durch den gewaltigen Ausbruch des Vulkans Toba vor ca. 75.000 Jahren gebildet. Nach der Eruption wurde eine Kaldera geformt, die sich sodann mit Wasser füllte, bis ein See entstand. Mit dem Motorboot über den See zu fahren ist eine tolle Erfahrung. Eine Brise frischen Windes begleitet uns hinüber zur Insel Samosir. Nach oben aufsteigende Magma ließ in der Mitte des Toba-Sees eine Insel entstehen, die den Namen Samosir erhielt. Hier auf Samosir kann man im Dorf Tomok alte, traditionelle Häuser und den Grabkomplex des Königs Sidabutar mit Statue und Sarkophag betrachten.

Wenn Sie surfen gehen möchten, müssen wir nur nach Nias übersetzen. Dort fordern die berühmten Wellen am Strand Sorake professionelle Surfer heraus. Oder möchten Sie den 120 Meter hohen Sipiso-Piso-Wasserfall bestaunen? Dafür müssen wir nur nach Karo fahren. Um das Ökosystem eines Regenwaldes kennenzulernen gibt es auf Sumatra einige Nationalparks, unter anderem den Gunung- Leuser(TNGL)-Nationalpark in Aceh und den Kerinci- Seblat-Nationalpark, der sich von West-Sumatra über Jambi, Bengkulu bis Süd-Sumatra erstreckt. Eine berühmte Naturattraktion im TNGL ist das Orangutan- Observationszentrum in Bukit Lawang, Nord-Sumatra.

Die Reise zu den Touristenattraktionen auf Sumatra ist noch nicht komplett, wenn Sie noch nicht Rendang, das traditionelle Rindfleischgericht aus Padang, probiert haben. Padang ist laut CNNGo eines der 50 leckersten Gerichte der Welt. Außerdem können wir auf der Insel Mentawai in West-Sumatra die noch intakten Traditionen und Kultur des gleichnamigen Volksstamms erkunden.

Die Provinz Bangka Belitung ist ideal zum Tauchen und Schnorcheln und in Bengkulu können wir die Rafflesia Arnoldii, die größte Blume der Welt, sehen. Der Tempel Muara Takus ist so beeindruckend, dass man ihn sich unbedingt ansehen muss. Die älteste buddhistische Tempelstätte auf Sumatra befindet sich im Dorf Muara Takus, Sub-Distrikt XIII Koto, im Distrikt Kampar in Riau ca. 135 Kilometer von der Stadt Pekanbaru entfernt. Der Tempel besteht im Gegensatz zu den aus Berg-Andesit gebauten Tempeln auf Java, aus Sandstein, Fluss- und Ziegelsteinen. Die Baumaterialien des Tempels Muara Takus, insbesondere der Lehm, wurden dem Dorf Pongkai entnommen, das ca. 6 Kilometer flussaufwärts von der Tempelstätte gelegen ist.

Die einzigartige Reise durch Sumatra wird schließlich im Nationalpark Way Kambas in der Provinz Lampung beendet, wo auf wilden Elefanten geritten werden kann. In dem Nationalpark werden wilde Elefanten zudem für interessante Aufführungen trainiert.

Toba-See
Der Toba-See ist mit einer Oberfläche von ca. 1.145 Quadratkilometern und einer Tiefe von 450 Metern der größte See Südostasiens. In seiner Mitte befindet sich die Insel Samosir. Der vulkanische See, der durch die Eruption des Supervulkans Toba vor ungefähr 73.000-75.000 Jahren gebildet wurde, ist wirklich beeindruckend. Man erreicht ihn von der Stadt Medan aus in Richtung Parapat mit dem Auto in ca. 4-5 Stunden Fahrt. Nehmen Sie einfach entweder die Route Medan-Berastagi-Danau Toba oder Medan-Siantar-Parapat.

Hombo Batu (Steinspringen)
Das Steinspringen ist eine populäre Tradition im Dorf Bawo Mataluo (Sonnenhügel) in Süd-Nias und wurde den Menschen dort über Generationen weitergegeben. Früher als die verschiedenen Stämme noch oft Krieg gegeneinander führten, wurde das Steinspringen als Übung durchgeführt, um im Krieg über gegnerische Befestigungen springen zu können. Heute hat das Steinspringen jedoch eine andere Funktion. Es dient nicht mehr der Vorbereitung auf den Krieg, sondern ist eher ein kulturelles Ritual und Symbol der Menschen auf Nias. Als Kulturritual bestimmt es, wann ein junger Mann in Bawo Mataluo als Erwachsener anerkannt wird. Burschen werden erst dann als mutige Männer anerkannt, wenn sie es schaffen, über einen mehr als zwei Meter hohen Steinhaufen zu springen.


Java, Indonesien

Als nächstes führt uns unsere Reise nach Java. Die Insel besteht aus sechs Provinzen, nämlich der Sonderregion der Hauptstadt Jakarta, Banten, West-Java, Zentral-Java, Ost-Java und der Sonderregion Yogyakarta. Wir beginnen unsere Reise in Banten, wo wir den Nationalpark Ujung Kulon besuchen, das größte Tieflandregenwald-Ökosystem in West-Java. Der Nationalpark ist das Habitat des vom Aussterben bedrohten einhörnigen Nashorns. Nicht weit entfernt ragt stolz der Berg Anak Krakatau auf. Der Nationalpark Ujung Kulon und das Naturreservat Krakatau wurden von der UNESCO zum Naturerbe erklärt.

Von Ujung Kulon aus fahren wir weiter zum Vulkan Tangkuban Perahu in Lembang, West-Java, ungefähr 20 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Bandung gelegen. Auf beiden Seiten der Straße sehen wir grüne Teeplantagen und Reihen von Pinien. Und in den Bergen ist die Luft frisch.

Alle, die sich für Pflanzen interessieren, können den Botanischen Garten von Bogor (Kebun Raya Bogor), nur ca. 80 Kilometer von Jakarta entfernt, besuchen. Der Kebun Raya wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom englischen Generalgouverneur Niederländischindians, Thomas Stamford Raffles, angelegt. Der 80 Hektar große Park beinhaltet 15.000 Baum- und Pflanzenarten. Eine davon ist die Bunga Bangkai, eine sehr seltene Blumenart, die bis zu 2 Meter hoch wachsen kann. Der Nationalpark Gunung Gede-Pangrango in Cianjur, Situ Patenggang und Kawah Putih (der weiße Krater) in Ciwidey und der Strand von Pelabuhan Ratu in Sukabumi sind weitere Reiseziele in West-Java.

Halten Sie Ihre Kamera bereit, denn nun wenden wir uns den Attraktionen Zentral-Javas zu. Eine ruhige und magische Stimmung hüllt den Tempel Borobudur beim Eintritt ein. Der große treppenförmige Tempel besteht aus sechs Stufen. Die Reliefs des jahrehunderte alten Tempels sind sehr beeindruckend. Der Ausblick von der obersten Stufe des Tempels ist einmalig, insbesondere bei Sonnenaufgang. Außer dem Borobudur gibt es in Zentral-Java noch die Tempel Prambanan, Kalasan, Pandawa auf dem Hochplateau Dieng und einige mehr.

Nachdem wir ausgiebig den Borobudur erkundet haben, fahren wir durch eine einzigartige Landschaft von grünen Bergen. Manchmal kommen wir an Dörfern vorbei, deren weite Plantagen uns einen wunderschönen Anblick bieten, solange wir im gemächlich dahinziehenden alten Dampfzug sitzen. Ja, die Zahnradbahn deutscher Herstellung aus dem Jahr 1902, die mit Teakholz betrieben wird, finden wir im Eisenbahnmuseum Ambarawa in Zentral-Java.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden Fahrt von Ambarawa aus kommen wir in Yogyakarta an, einer Stadt voller Kunst und Kultur mit vielen Kunsthandwerkszentren. Eines davon ist das Silberproduktionszentrum in Kotagede. Um die edle javanische Kultur besser kennenzulernen, besuchen wir den Sultanspalast Keraton Ngayogyakarta Hadiningrat. Der Palast wurde im Jahr 1755 im Stil traditioneller javanischer Architektur erbaut und existiert aufgrund guter Instandhaltung noch heute.

Meist wird die Reise auf Java beendet, voller Herausforderungen: zu Pferde in einem weiten Sandmeer in der frischen Bergluft und dem Ausblick auf den Berg Bromo. Der Nationalpark Bromo Tengger Semeru in Ost-Java ist das einzige Naturschutzgebiet Indonesiens mit einem einzigartigen 5.250 Hektar großen Sandmeer. Bei einem Besuch zwischen Dezember und Januar können wir der Kasodo-Zeremonie beiwohnen. Die Tengger führen diese Zeremonie bei Vollmond durch. Sie bitten, indem sie ihre Gaben in den Krater des Bromo werfen, um eine gute Ernte oder um Kraft und Genesung von Krankheiten.

Borobudur
Der Tempel Borobudur war einmal eines der Sieben Weltwunder. Er ist der größte buddhistische Tempel der Welt und wurde von König Samaratungga im Jahr 624 n.Chr. erbaut. Der Borobudur befindet sich ca. 40 Kilometer von der Stadt Yogyakarta entfernt. Er besteht aus 10 Stufenterrassen und war vor seiner Renovierung 42 Meter hoch. Nach der Renovierung ist er nur noch 34,5 Meter hoch, denn die unterste Stufe wurde zur Befestigung der Anlage genutzt. Die unteren sechs Stufen sind rechteckig, die drei Stufen darüber formen einen Kreis, während die oberste Stufe eine Buddha-Stupa darstellt, die nach Westen zeigt. Jede Stufe symbolisiert eine der Phasen des menschlichen Lebens.


Kalimantan, Indonesien

Auf einem Pferd durch das Sandmeer des Bromo zu reiten ist wirklich beeindruckend. Aber unsere Reise nach Kalimantan oder Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, wird noch aufregender sein. Die Flüsse der Insel zu befahren ist lustig und spannend. Denn das zum Großteil noch von tropischem Regenwald bedeckte Gebiet beheimatet eine außergewöhnliche Naturschönheit. Kalimantan ist in vier Provinzen unterteilt, West-Kaiimantan, Zentral-Kalimantan, Süd-Kalimantan und Ost-Kalimantan, und ist ein Paradies für Tier- und Pflanzenliebhaber sowie für Abenteurer und Ökotouristen.

Unser Abenteuer beginnt in West-Kai imantan im Nationalpark Danau Sentarum mit einer Fahrt über den 132.000 Hektar großen Süßwassersee, der Habitat für mehr als 220 Süßwasserfischarten ist. Eine der bekanntesten Arten ist der Rote Arrowana oder 'Ikan Silok', wie die einheimischen Bewohner ihn nennen. In Zentral-Kalimantan sind die Orangutans ein Touristenmagnet, deren Population allerdings immer mehr abnimmt. Im Nationalpark Tanjung Puting, Pangkalan Bun, kann man Orangutans in der freien Natur beobachten. Um dorthin, genauer gesagt nach Camp Leakey zu gelangen, müssen wir mit einem Klotok-Boot mitten im noch naturbelassenen Regenwald den Fluss entlang fahren. Einfach der Wahnsinn! Auf dem Weg treffen wir verschiedene wilde Vogelarten an und am Flussufer sehen wir häufig Proboskis-Affen, Affen mit braun-goldenem Fell und großer Nase. Die Anwohner nennen diesen Primaten Bule- Affen (Bule ist die allgemeine Bezeichnung für weiße Ausländer).

Die Reise wird umso interessanter, je öfter wir in direkten Kontakt mit der Bevölkerung treten, z.B. auf dem schwimmenden Markt auf dem Fluss Barito in Banjarmasin, Süd-Kalimantan. Käufer wie Verkäufer befinden sich hier bei ihren Transaktionen auf Booten! Eine andere Naturattraktionen ist Bukit Bangkirai in Ost-Kalimantan. Hier gibt es mitten im Urwald eine an Seilen befestigte Hängebrücke, die fünf große Bäume verbindet. Die Brücke befindet sich in einer Höhe von ca. 30 Metern über der Erde. Der Ausblick von oben ist sehr faszinierend. Die Weite des Tropenwalds, auffliegende, zwitschernde Wildvögel und die Stimmen anderer Wildtiere scheinen sich mit der Natur geradezu zu verbinden. Ebenfalls in Ost-Kalimantan können wir auf der Insel Derawan ein Unterwasserparadies erleben.

Die Ureinwohner Kalimantans sind die Dayak mit ihrer interessanten Kunst und Kultur. Der Volksstamm umfasst sechs große Gruppen, nämlich Kenyah-Kayan-Bahau, Ot Danum, Iban, Murut, Klemantan und Punan. Die Dayak verfügen über gemeinsame kulturelle Besonderheiten, angefangen beim Langhaus (Betang), die Herstellung von Keramik, Säbeln, Stäbchen, Beliong' (Axt der Dayak), ihre Sicht auf die Natur, Einkommensquellen und Tanz.

Schwimmender Markt
Der schwimmende Markt Muara Kuin ist ein traditioneller Markt auf dem Fluss Barito an der Flussmündung des Kuin in Banjarmasin, Süd-Kalimantan. Der Markt ist deshalb so einzigartig, weil sich sowohl Händler als auch Käufer auf sogenannten Jukung (Boot in der Banjar- Sprache) befinden. Nach dem Morgengebet beginnt das Markttreiben und ab Sonnenaufgang bis um ca. 7 Uhr morgens finden sich immer mehr Menschen ein. Die Transaktion verschiedener Güter und Landwirtschaftserzeugnisse aus den Dörfern entlang des Barito belebt die Atmosphäre auf dem Fluss an diesem Morgen. Manchmal machen die Händler auf den Booten untereinander sogar noch Tauschgeschäfte, in der Sprache der Banjar bapanduk genannt.


Bali, Indonesien

Diese Insel ist als Touristenort sowohl in Indonesien wie auch weltweit kein Fremdwort mehr. Vielleicht waren Sie ja sogar schon einmal hier. Dennoch besitzt Bali mit all seinen Faszinationen eine scheinbar magische Kraft, so dass man immer wieder zurückkommen muss. Bali ist ein rundum ausgestattetes Reiseziel und bietet sowohl Meer und Strand, Berge, Kunst und Kultur sowie Religion und Spirituelles.

Ok, lassen Sie uns die Touristenattraktionen Balis erkunden. Unser erstes Ziel ist übud, ein bekanntes Kunst- und Kulturzentrum. Ein schönes Panorama mit grünen, schattigen Bäumen, die zwischen weiten Reisfeldern aufgereiht sind, ist charakterisch für Ubud. Kein Wunder, dass die bekannten Maler Walter Spies aus Deutschland und Rudolf Bonnet aus den Niederlanden in den 1930ern hier wohnten. Ihre Werke können wir im Museum Puri Lukisan betrachten. Außerdem kann man das Rudana-Museum besuchen, das mehr als 400 Original-Gemälde und Statuen von balinesischen wie ausländischen Künstlern beinhaltet. Auf den Straßen Ubuds finden wir viele Geschäfte, Kunstgalerien, Cafes oder Restaurants und auch Tempel. Tempel dienen nicht nur zu Ritualen, sondern werden auch oft für balinesische Kunstaufführungen herangezogen. Eine davon ist der Kecak- Tanz. Die Tänzer sitzen hierbei in Reihen hintereinander im Kreis und heben ihre beiden Arme. Die Bewegungen beschreiben die Geschichte des Ramayana, in der das Affenheer Rama gegen Rahwana half. Die Bewegungen der Tänzer mit den erhobenen Armen wird von magischen Rufen begleitet, was dem Ganzen eine ganz eigene Couleur verleiht.

Nachdem wir ausgiebig die Kunstwerke in Ubud genossen haben, fahren wir weiter nach Kintamani. Im Gebiet von Penelokan können wir eine Kombination des Bergs Batur mit einem weiten Feld schwarzer Steine und dem blauen, sichelförmigen Kratersee Batur betrachten. Eine erstaunliche Naturlandschaft! Von hier aus besuchen wir im Dorf Batur einen der Götter-Tempel auf Bali, den Batur- Tempel. Auch einige andere Orte sind ebenso sehenswert, z.B. der See Beratan in Bedugul in der Nähe des Eka Karya-Parks. In Ost-Bali gibt es die Parks Air Tirtagangga und Soekasada Ujung, letzterer auch als Istana Air Ujung bekannt. Zudem können wir das traditionelle Dorf Tenganan besuchen, wo wir den Alltag der traditionellen Bevölkerung Balis hautnah erleben können. In West-Bali können wir die Insel Menjangan (Hirsch-Insel) besuchen, die für ihre faszinierende Unterwasserwelt bekannt ist und sich daher zum Tauchen und Schnorcheln eignet. Wie der Name bereits sagt, wird die Insel nur von Hirschen bewohnt. Die Insel gehört zum Distrikt Buleleng, wo es in Pemuteran unweit der Insel auch traumhafte, ruhige Strände gibt.

Wenn wir Glück haben, können wir die interessanteste Zeremonie auf Bali sehen: Ngaben, die Kremationszeremonie. Balinesen führen diese Zeremonie für verstorbene Familienmitglieder oder Vorfahren durch. Es ist aber wissenswert, dass nicht alle Hindus auf Bali Ngaben feiern. In Trunyan werden Leichname nur auf den Friedhof gelegt. Das Einzigartige daran ist, dass es nicht unangenehm riecht. Trunyan ist ein altertümliches Dorf und gilt als Dorf der Bali Aga (Nachkommen der Ureinwohner der Insel).

Wir haben unseren Aufenthalt auf Bali noch nicht voll ausgeschöpft, wenn wir noch nicht die wunderschönen Strände besucht haben. Kuta, Sanur, Seminyak, Nusa Dua und Uluwatu sind zum Beispiel einige der Favoriten zum Relaxen und für Strandspass. Einige Strände gehören zu den Lieblingsstätten für Surfer, darunter Kuta und Uluwatu.

Dreamland
Im Dorf Pecatu im Distrikt Badung liegt an einem wunderschönen Strand mit sanftem, weißem Sand zwischen steilen Felsen ein perfekter Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen. Der Strand von Dreamland ist von Kuta aus in ca. 30 Minuten in Richtung Jimbaran zu erreichen. Wegen seiner hohen Wellen ist der Strand auch für Surfer sehr interessant.


Nusa Tenggara, Indonesien

Von Bali aus setzen wir gen Osten nach Nusa Tenggara über. Nusa Tenggara ist in zwei Provinzen unterteilt: West Nusa Tenggara und Ost Nusa Tenggara. Die Inseln in West Nusa Tenggara sind ein Paradies für Schnorchler, Taucher und Angler. Eine faszinierende Landschaft können wir auf Gili Trawangan, Gili Air und in Senggigi genießen. Vor allem können wir blaue Korallen sehen, die es nur an zwei Orten auf der Welt gibt, in der Karibik und hier auf Gili Meno und Gili Air.

Und das sind gerade mal die Meeresattraktionen! Eine andere Naturattraktion ist der Vulkan Rinjani. Der zweitgrößte Vulkan Indonesiens nach dem Kerinci auf Sumatra bietet ein außergewöhnliches Panorama. Im Krater des Vulkans formte sich der See Segara Anak mit seeblauem Wasser. Aufgrund seiner Schönheit wurde der Vulkan 2004 mit dem 'World Legacy Award"(WLA) ausgezeichnet. Diese Auszeichnung von National Geographie Society und Conservation International machte ihn zugleich zum Gewinner in der Kategorie destination stewardship.

Ein anderer Berg in Ost Nusa Tenggara, der Kelimutu, bietet einen ähnlich außergewöhnlichen Anblick. Der Vulkan verfügt über drei Kraterseen, die unter dem Namen Drei-Farben-Seen bekannt sind. Denn die Farbe der drei Seen unterscheidet sich. Einer ist rot, einer blau, der dritte wiederum weiß. Und diese Farben verändern sich mit der Zeit. Noch beeindruckender ist, auf das Urzeitreptil Komdowaran im Komodo-Nationalpark zu treffen. Dieses noch lebende Urgetier gibt es nur auf der Insel Komodo und steht weltweit unter Naturschutz. Außerdem gibt auf der Insel auch einzigartige Strände mit hellrotem Sand. Unvergleichlich!

Komodo
Der Komodo (Varanus Komodoensis) ist die größte Urechsenspezies der Weit, die es in natürlicher Umgebung nur in Indonesien gibt und von den Einwohnern der Insel als "Ora" bezeichnet wird. Als seltenes und vom Aussterben bedrohtes Tier ist der Komodo durch indonesisches Recht und durch den Komodo-Nationalpark geschützt. In der Nähe des Fleischfressers, der nur tote Beute verzehrt, muss man allerdings vorsichtig sein, denn im Laufen erreicht er eine Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h. Mit seinem stark ausgeprägten Geruchssinn kann der Komodo seine Beute aus einer Entfernung von bis zu 9,5 Kilometern aufspüren.


Sulawesi, Indonesien

Die Reize Indonesiens sind hiermit noch lange nicht ausgeschöpft. Wir fahren weiter zu einer Insel, die viele kompetente Seefahrer hervorgebracht hat: Sulawesi. In Bulukumba, Süd-Sulawesi, können wir außer den schönen Stränden sehen, wie die traditionellen Phinisi-Schiffe hergestellt werden. Eine wahrhaft bemerkenswerte Erfahrung.

Haben Sie jemals einen traditionellen Wasserbüffelkampf gesehen? Oder einen Wasserbüffel, der mehr als 350 Mio. Rupiah (umgerechnet ca. 30.000 EUR) kostet? Das gibt es scheinbar auch nur in Tana Toraja, Süd-Sulawesi! Wenn Sie im April bis Oktober kommen, können Sie Zeuge kolossaler Bestattungszeremonien werden. Die Rambu Solo-Zeremonie zieht viele Touristen an. Während der Zeremonie erweisen die Nachbar-Familien dem oder der Toten die letzte Ehre. Zugleich bringen sie Wasserbüffel und Schweine als Opfer mit. Ein Opfer ist ein gefleckter Wasserbüffel (Tedong Bonga), dessen Preis hunderte Millionen Rupiah erreichen kann. In Tana Toraja gibt es Gräber in Felswänden, z.B. in der Höhle Londa oder in Kete Kesu. Interessant an Tana Toraja ist die Form der Häuser, genannt Tongkonan, von denen es drei Arten gibt. Tongkonan Layuk ist der Sitz der obersten Macht und wird als "Regierungszentrum" genutzt. Tongkonan Pekamberan gehört Familienmitgliedern, die im Traditionsrecht eine bestimmte Rolle einnehmen, während normale Familienangehörige im Tongkonan Batu wohnen.

Taucher erwartet die Schönheit der Korallen und verschiedener Tropenfische im Wasserpark Bunaken in Nord-Sulawesi. Hier gibt es underwatergreat walls, die auch hanging walls genannt werden. Dies sind riesige, sich vertikal nach oben biegende Korallenwände. Oder im Nationalpark Tangkoko können wir die kleinsten Primaten der Welt betrachten. Der Tarsius wird nur bis zu 10-15 Zentimeter groß und 80 Gramm schwer. Außer Bunaken bieten die Inseln Togean in Zentral-Sulawesi eine faszinierende Unterwasserwelt und in Südost- Sulawesi ist Wakatobi ein Taucherparadies. Mit ca. 25 Korallenclustern mit 750 Spezies eignet sich Wakatobi hervorragend zum Surfen, Schnorcheln und Angeln.


Molukken, Indonesien

Die Molukken sind die älteste Provinz Indonesiens und nunmehr in die Provinzen Molukken und Nord-Molukken aufgeteilt. Seit jeher besitzen die Molukken eine natürliche Anziehungskraft und sind für ihren Reichtum an Gewürzen berühmt. Beim Besuch der Touristenattraktionen ist es, als ob wir in die Vergangenheit und Kolonialzeit zurückversetzt würden. Denn hier finden wir viele, gut erhaltene Bauwerke und Verteidigungsforts der Portugiesen und Niederländer vor.

Eine Insel mit vielen historischen Hinterlassenschaften ist Banda Naira. Das Kulturerbe auf Banda Naira befindet sich hauptsächlich im Kampung Ratu um das Fort Belgica und den Mini-Palast herum. Das Fort wurde von den Portugiesen im Jahr 1602 erbaut. In seiner Mitte gibt es zwei geheime Brunnen, die das Fort mit dem Hafen und dem Fort Nassau am Strand verbinden. Außer historischen Stätten ist Banda Naira auch für seine Unterwasserwelt bekannt. Doch auch die Insel Halmahera ist mit der größten Meeresbiodiversität der Welt einen Besuch wert. 750 Korallenarten und 942 Fischarten kommen hier vor.

Außer auf Banda Naira gibt es auf der Insel Saparua das Fort Duurstede, das die Niederländer 1676 erbauten, angeblich um die Angriffe der Portugiesen abzuwehren. In der Nähe des Forts wurde der Strand Waisisil zum Austragungsort für den Kampf zwischen den Truppen des Nationalhelden Pattimura gegen die Niederländer. Ambon selbst wartet mit dem Touristenort Tanjung Marthafons auf, das sich gegenüber der Stadt Ambon befindet. Um zu der Bucht zu gelangen, können wir die Fähre oder ein kleines Boot nehmen. Die Bucht in der Hauptstadt der Molukken bietet einen schönen Sandstrand mit einer ein Meter hohen Küstenmauer. Toll, an der Küste zu sitzen und die Stimmung der ruhigen Bucht einzufangen.


Papua, Indonesien

Unsere Reise bringt uns nun in die östlichste Provinz Indonesiens, Papua, ein Gebiet mit einem großen Tourismuspotential. Denn hier gibt es alles, von Meerestourismus und Kunst über Flora und Fauna. Es wäre schade, wenn man die natürliche Schönheit des Sentani-Sees auslassen würde. Einen schönen Blick hat man auf den See vom Hügel aus, auf dem die General Douglas McArthur- Statue steht. Der weite See mit 21 kleinen Inseln ist wirklich faszinierend.

Die bekannteste Kulturstätte in Papua ist das Baliem- Tal. Ein Schrei und energetisches Fuß-Stampfen zum Rhythmus der Trommeln gibt das Zeichen zum Beginn des Kampfs. Zwei Gruppen bewerfen sich daraufhin mit Speeren und beschießen sich im Lauf mit Pfeilen. Keine Angst, dies ist kein richtiger Krieg! Die Aufführung des Stammeskampfes können wir beim Lembah-Baliem-Festival sehen, das zu den Feierlichkeiten des indonesischen Unabhängigkeitstages am 17. August stattfindet.

Für Taucher sind die Inseln Raja Ampat ein Paradies. Raja Ampat ist ein faszinierender Ort und eines der 10 besten Tauchgewässer weltweit. Laut einer Studie befinden sich 75% aller Korallenarten hier. Für alle, die Bergsteigen lieben, testen wir die Sensation des Cartenz. Der Cartenz- Pass liegt im Laurentz-Nationalpark und wird von ewigem Schnee bedeckt. Er ist damit eines von drei Schneegebieten in den Tropen. Der Gipfel des Cartenz ist zudem als einer von sieben phänomenalen Gipfeln registriert.

Raja Ampat
Ist das Taucherparadies fuer all jene, die auf der Suche nach Unterwasserattraktionen sind. Raja Ampat oder 'Die Vier Könige' ist die Bezeichnung für eine Inselgruppe bestehend aus Waigeo, Salawati, Batanta und Misool in West-Papua. Laut The Nature Conservancy und Conservation International leben ca. 75% aller Salzwasserspezies der Welt in den Gewässern um diese Inselgruppe. In Raja Ampat gibt es 540 Korallenarten, 1.511 Fischarten und 700 Molluskenarten.


Indonesische Küche

Als Gourmet sind Sie in Indonesien genau richtig. Denn dieses Land mit den vielen verschiedenen Volksgruppen und Kulturen beheimatet ebenfalls eine reiche kulinarische Vielfalt. Eines der vielen Gerichte ist das Rindfleischgericht Rendang Sapi aus Padang, West- Sumatra, das sich laut CNNGo unter den 50 leckersten Gerichten weltweit befindet. Außer Rendang Sapi gibt es noch andere Gerichte, die Sie unbedingt probieren können, solange Sie sich in Indonesien aufhalten:

Gudeg
Gudeg ist ein traditionell javanisches Gericht und insbesondere in Yogyakarta zu finden. Die lange Geschichte des Gudeg nahm in dem Dorf Plengkung Tarunasura (Plengkung Wijilan) seinen Anfang, von wo aus dieses süß-saure Essen auf Basis junger Jackfrucht (auf Javanisch 'gori') bis ins Ausland populär wurde. Im Grunde gibt es zwei Sorten von Gudeg, saftiges und trockenes Gudeg. Das saftige Gudeg wird mit einer dicken Kokosmilchsosse serviert, so dass es ein wenig Feuchtigkeit abbekommt (auf Javanisch 'nyemek). Für das trockene Gudeg wird junge Jackfruit stundenlang gekocht, bis die Flüssigkeit verdampft. Daraufhin wird das Gemüse nochmals unter Beifügung von braunem Zucker gekocht. Als Beilagen wird zu Gudeg normalerweise ein Hühnchencurry, in Soja- und Tamarindensoße eingelegtes Ei, ein Sambal aus Büffeloder Rindshaut, in Gewürzen gekochtes süßliches (bacem) Tofu und Tempe und Krupuk Rambak (eine der vielen Chipsarten) serviert. Außer Gudeg mit junger Jackfruit gibt es in Yogyakarta auch Gudeg manggar {manggar ist die Blüte der Kokospalme) - ein wahrer Gaumenschmaus.

Sate
Wundern Sie sich nicht, wenn Sie Sate- Verkäufer überall in Indonesien antreffen. Sate wird aus schmal geschnittenen, auf Lidi- oder Bambusstäbchen aufgespießten Fleischsstreifen gemacht, die dann auf Holzkohle gegrillt werden. In der Regel wird hierfür Hühnchen-, Ziegen-, Schafs-, Schweine- oder Kuhfleisch sowie Fisch verwendet. Sate ist in Indonesien sehr beliebt und wird von Straßenverkäufern, an Zeltständen, aber auch in großen Restaurants angeboten. Sate wird gewöhnlich entweder mit Erdnusssoße oder mit süßer Sojasoße gegessen und die unzähligen Rezepte und Zubereitungsarten sind von Region zu Region unterschiedlich. So gibt es unter anderem Sate Padang, Sate Madura, Sate Lilit, Sate Maranggi und Sate Matang. Zu Sate wird zudem gewöhnlich mit Acar (eingelegte rote Zwiebeln, Gurken und Chili) und geschnittener Kohl sowie Reis, Lontong (in Bananenblättern gekochter Reis) oder Ketupat (in Palmblattkkörbchen gedämpfter Reis) gereicht. Weil Sate so lecker ist, gehört es ebenfalls zu den 50 besten Gerichten der Welt laut CNNGo.

Kopi Luwak
Vergessen Sie in Indonesien nicht, dieses eine spezielle Getränk zu trinken: Kaffee. Ja, Indonesien ist als Kaffeeproduzent von hoher Qualität für die Sorten Arabika und Robusta bekannt. Bekannte und qualitativ hochwertige Kaffeeanbauregionen sind unter anderem Gayo Aceh, Sidikalang und Mandailing in Nord-Sumatra, Lampung, Toraja, Jampit in Ost-Java und Wamena, Papua. Eine besondere Art des Kaffee ist Kaffee Luwak, der teuerste Kaffee der Welt. Der Geschmack des Kaffees entsteht durch das Brauen der Kaffeebohnen, die aus den Exkrementen des Luwak {Paradoxurus hermaphroditus) gewonnen werden. Der Luwak oder Fleckenmusang pickt sich für seine Nahrung gerne gute und reife Früchte einschließlich Kaffeebohnen heraus. Mit seinem empfindlichen Geruchssinn wählt er die wirklich reifen Kaffeebohnen aus, die optimal für seine Ernährung sind. Danach werden die Kaffeebohnen, deren Schale unbeschädigt und daher unverdaut bleibt, zusammen mit den Exkrementen ausgeschieden. Die Luwakbohnen werden seit jeher bis heute von Kaffeefarmern eifrig gesucht, denn sie sind angeblich die besten Kaffeebohnen und wurden bereits auf natürliche Weise im Verdauungssystem des Luwak fermentiert. Das Aroma und der Geschmack von Kopi Luwak sind in den Augen von Kaffeeliebhabern weltweit in der Tat etwas Besonderes.

Nasi Goreng
Nasi Goreng ist bestimmt das Nationalgericht Indonesiens, das keine Grenzen sozialer Klassen kennt. Nasi Goreng kann man einfach an einem Straßenstand essen, bei herumgehenden Verkaufswägen erhalten oder auch in Restaurants und bei Büffets auf Festen. Die Hauptzutaten von Nasi Goreng sind Reis, Bratöl, süße Sojasoße, Knoblauch und Salz. Zusätzlich kann man Gemüse, Fleisch, Sambal, süße Sojasoße, Chips (Krupuk) und Ei hinzufügen. Die verschiedenen Sorten Nasi Goreng in Indonesien sind unter anderem javanisches Nasi Goreng, Nasi Goreng mit gesalzenem getrocknetem Fisch, Nasi Goreng mit Stinkbohnen (Pete), Nasi Goreng mit Innereien (Babai), Nasi Goreng mit Ziegenfleisch und Nasi Goreng mit Meeresfrüchten.

Soto
Ein weiteres indonesisches Gericht, das Sie probieren sollten, ist Soto, j Sroto oder Coto. Die Hauptzutaten dieses Suppengerichts sind in der Regel Fleischbrühe (vom Rind oder Huhn) und Gemüse. Das Einzigartige ist, dass die verschiedenen Regionen Indonesiens über ihre eigenen Sotoarten verfügen, jedoch natürlich jeweils andere Zutaten verwenden. So gibt es z.B. Soto Kediri, Soto Madura, Soto Betawi, Soto Padang, Soto Bandung, Sroto Sokaraja, Soto Banjar, Soto Medan, Soto Mie Bogor und Coto Makassar. Meist wird zu Soto Reis gereicht, manchmal jedoch auch Lontong oder Ketupat. Weitere Beilagen sind unter anderem Krupuk, Kartoffel- oder Maisbratlinge, fritiertes Tofu und Tempe, Bitternuss-Chips (Emping Melinjo), Sate aus Wachteleiern, Muschel-Sate und vieles andere mehr.

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