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Indien: Sehenswürdigkeiten West

Sehenswürdigkeiten in Indien: Indiens Westen


Sehenswürdigkeiten in Indien: Rajasthan

Neben einer Reise nach Agra, 200 km von Delhi entfernt, ist Rajasthan wohl eine der beliebtesten Destinationen in Indien, die von vielen Veranstaltern angeboten wird. Um nur die wichtigsten Orte kennenzulernen, benötigt man mindestens 14 Tage. Es ist eine Reise in das alte Rajputana, wie früher die vielen kleineren und größeren Fürstentümer genannt wurden. Rajasthan ist aber auch bekannt für seine zahllosen Feste, wie das Elefantenfest in Jaipur, das Deserst Festival in Jaisalmer, die Pushkar Mela (Markt) in Pushkar und das Mewarfestival in Jodhpur.

Jaipur: Die Hauptstadt dieses Bundesstaates ist Jaipur, eine einheitlich geplante und in den Hauptstraßen durchgehend mit rosaroten Fassaden versehene Stadt. Der weltweit bekannte Palast der Winde (eigentlich nur eine Palastfassade), der Stadtpalast des Maharadschas, die historische Sternwarte aus dem 18. Jahrhundert sind nur einige Höhepunkte. Die Stadt verfügt über zahllose, auch für Touristen interessante Seiden- und Edelsteingeschäfte. Außerhalb der Stadtgrenzen befindet sich das alte Rajputen- Schloss Amber, zu dem man gewöhnlich auf dem Rücken eines Elefanten gelangt.

Shekavati: Unweit Delhis liegt eine Ansammlung von kleinen Dörfern, die unter dem Namen Shekavati bekannt sind. Viele der Häuser sind mit überaus schönen bunten Wandbildern bemalt, die Einblicke in die Mythologie des Hinduismus, aber auch die Sehnsüchte und Lebensgewohnheiten der damaligen Bewohner bieten, als hier im 19. Jahrhundert reiche Marwarikaufleute wohnten. In Mandawa, Aisisar, Nawalgarh und Dundlod gibt es gute Übernachtungsmöglichkeiten.

Udaipur, an zwei künstlichen Seen an der Südflanke der Arawaliberge gelegen, hat neben dem riesigen Maharanapalast eines der besten Hotels Indiens: den „Lake Palace". In Udaipur befindet sich auch ein bedeutender Vishnutempel, der „Jagdish-Tempel" - ein idealer Ort zum Kauf von Souvenirs (Miniaturen, sog. Pichwais-Textilmalereien). In der Nähe von Udaipur liegt Ranakpur mit einem ausgezeichneten Jaintempel (herrliche Marmorschnitzereien).

Jodhpur: In Jodhpur finden wir den größten Burgkomplex Rajasthans (die größte Burganlage hingegen liegt in Chittorgarh, 115 km westlich von Udaipur), mit verwinkelten Gassen und Palästen, Innenhöfen und kleinen Museen - ein wichtiger Einblick in die Welt der kriegerischen Rajputen vergangener Tage. Jodhpur ist Ausgangspunkt für eine Exkursion nach Jaisalmer.

Jaisalmer: Am früheren Kreuzungspunkt mehrerer Karawanenwege nahe der pakistanisch-indischen Grenze gelegen lebt Jaisalmer heute weitgehend von seinen touristischen Besuchern. Eine Stadt wie aus 1001 Nacht - mit exzellent geschnitzten, filigranartigen Häuserfassaden. Hoch über der Stadt thront eine Festung und gewährt einen guten Blick auf die Havelis, wie die alten Kaufmannspaläste genannt werden.

Mount Abu: Früher eine Hill Station, wo die britischen Kolonialbeamten in den kühlen Bergen vor der Hitze des Sommers Zuflucht suchten, ist Mount Abu heute der Platz mit den schönsten Jaintempeln (Dilwara-Tempelgruppe) Indiens, die an filigranartiger Feinheit Ranakpur übertreffen. Vor allem die marmornen Torbögen (toranas) mit ihren Elefantenrüsseln sind besonders grazil ziseliert.

Bikaner: Neben einer bedeutenden Fortanlage werden hier Kamele gezüchtet, Nachkommen einer legendären Armee-Einheit der britischen Zeit. Bikaner liegt zwischen Shekavati und Jaisalmer und hat gute Übernachtungsmöglichkeiten.

Nationalparks in Rajasthan: Neben dem Keoladeo Nationalpark, auch bekannt unter dem Namen Bharatpur (Vogelschutzgebiet), sind die beiden Tigerparks Sariska und Ranthambore Nationalpark; letzterer mit einer größeren Tigerpopulation, zu nennen. Auch wer nicht das Glück hat, auf einen Tiger zu treffen, wird reichlich belohnt mit einer Fülle anderer Tierarten.

Sehenswürdigkeiten in Indien: Gujarat

Südwestlich von Rajasthan schließt sich Gujarat an. Die Architektur dieses Bundesstaates ist weitgehend muslimisch. Hervorzuheben sind vor allem die einzigartigen Treppenbrunnen, in denen tief unten Wasser geschöpft wird. Sie sind mit zahlreichen Galerien und Treppenstufen versehen und bieten auch in den heißen Sommermonaten einen schattigen Platz für Gespräche. Man findet sie in Ahmedabad, der früheren Hauptstadt des Landes und vor allem im Dorf Adelaj, unweit Ahmedabads. Der Staat weist eine beträchtliche Zahl von Maharadschapalästen auf und ist bekannt für seine exquisite Textilkunst.

Ahmedabad: Interessant sind hier die zahllosen Moscheen und muslimischen Grabbauten mit einer nur hier zu findenden Stilvariante der islamischen Architektur (für Königin Rupmati, Rani Sipri, Sidi Sayyid, nicht zu vergessen die große Freitagsmoschee).

Modhera: Der Sonnentempel von Modhera (11. Jahrhundert), 70 km von Ahmedabad entfernt, ist einer der schönsten Tempel Nordindiena.

Palitana: In der Nähe der Stadt Palitana besteigen gläubige Jainanhänger einen Berg (Shatrunjaya), mit über 800 Tempeln (17. Jahrhundert), eine wahre Tempelstadt, die den sog. Furtbereitern des Jainismus gewidmet ist.

Baroda besitzt einen wunderbaren Maharadschapalast. Der Maharadscha von Baroda (Vadodara) war einer der bedeutendsten in Indien. Wichtig ist der nahe gelegene Architekturpark von Champaner, kürzlich zum Weltkulturerbe erklärt.

Gir Forest National Park ist die Heimat des asiatischen Löwen.

Im Little Run of Kutch leben seltene Wildesel. Der Run of Kutch ist gleichzeitig ein Ort, wo man in vielen Dörfern Textilkunst direkt bei den Produzenten studieren kann.
Surat: Erwähnenswert sind hier die Textilindustrie und die Diamantenbearbeitung.

Sehenswürdigkeiten in Indien: Maharashtra

Maharasthra bietet seinen Besuchern eine Fülle von Festungen, eine ausgezeichnete lokale Küche und ist bekannt für sein Lederhandwerk. Entlang der Küste sind in jüngster Zeit viele Badeorte entstanden, die dem Individualtouristen einsame Strände bieten, fern der großen Tourismusströme. Murud, Janjira, Mahabaleshwar, Ganpatipule, Ratnagiri und Sindhudurg bieten ungestörten Badegenuss.

Mumbai (Bombay): Diese Stadt ist nicht unbedingt das, was der Tourist von Indien erwartet. Aber hier schlägt das wirtschaftliche Herz Indiens, hier sind die Grundstückspreise mitunter höher als in New York, hier wird das meiste Geld verdient. An Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt dennoch einiges. Sie ermöglicht das Studium jener skurrilen Architektur, die zur viktorianischen Zeit entstand: eine Mischung aus indischen, islamischen und europäischen Elementen (Verwaltungsgebäude, Bahnhöfe etc.). Wichtig aber ist ein Ausflug auf eine in einer Bucht gelegenen Insel. Elephanta zeigt dem Besucher Höhlentempel, die Shiva geweiht sind (450-750 n. Chr.). Bekannt ist Mumbai auch für Bollywood, in dessen Studios fast Tausend Filme jährlich entstehen, beliebt mittlerweile auch in Europa und Amerika.

Aurangabad: Eine Flugstunde von Mumbai entfernt, liegt Aurangabad, Ausgangspunkt zu den Felsentempeln von Elora und den Höhlen von Ajanta. Alle großen Religionen Indiens haben hier ihre Bauwerke hinterlassen. In Elora finden wir buddhistische, hinduistische und jainistische Tempel, aus dem gewachsenen Felsen herausgemeißelt. Ajanta hingegen ist für seine Freskomalereien in den Felshöhlen bekannt. Beide Orte stehen unter UNESCO-Schutz. In Aurangabad kann man die traditionsreichen und berühmten Paithani- und Himroo-Textilarbeiten erwerben, die hier in Handarbeit hergestellt werden. Ferner ist das Grabmahl der Frau von Mogulkaiser Aurangzeb zu bewundern, liebevoll „Mini-Taj" wegen seiner großen Ähnlichkeit mit dem berühmten Grabmal in Agra genannt.


Sehenswürdigkeiten in Indien: Goa

1961 erst verließ die ehemalige Kolonialmacht Portugal diesen mittlerweile eigenständigen Bundesstaat. Viel alte Kolonialarchitektur, Klöster und Kirchen gibt es zu bestaunen, vor allem in Alt-Goa (Velha Goa). Hauptattraktion ist jedoch der 100 km lange Sandstrand mit zahllosen Hotels in allen Preiskategorien. Es ist schwierig, den schönsten Strandabschnitt zu küren, aber die meisten Europäer zieht es nach Fort Aguada Beach, 15 km außerhalb des heutigen Verwaltungszentrums Panjim. Aber auch Gas- par Dias und Colva bieten zahllose Möglichkeiten.

Sehenswürdigkeiten in Indien: Madhya Pradesh

In vielerlei Hinsicht kann man diesen Staat als Paradies für Touristen bezeichnen. Seien es die uralten Tempelanlagen des Landes, die Naturschönheiten seiner artenreichen Nationalparks oder die Flusslandschaft des Narmada. Dieser Staat ist eine eigene Reise wert.

Bhopal: Die Hauptstadt von Madhya Pradesh, an zwei schönen Seen gelegen, ist für sich gesehen weniger besuchenswert, bietet sich aber als Ausgangspunkt einer Exkursion nach Sanchi an, dem wohl kunsthistorisch wichtigsten Bauwerk des Buddhismus auf indischem Boden.

Sanchi: Der große Stupa lohnt die weiteste Anreise. Hier wurden an den „toranas", den Torbögen, die zum Stupa führen, die schönsten Bildergeschichten in Skulpturen erzählt (1. Jahrhundert v. Chr.), zu einer Zeit, als Buddha noch nicht bildlich dargestellt werden durfte. Diese Skulpturen, die Geschichten aus den früheren Leben Buddhas oder vom Reliquienkrieg, kurz, den gesamten Legendenschatz des Buddhismus erzählen, sind vielleicht das wichtigste, was Indien an archaischer Kunst zu bieten hat.

Mandu: Wenig besucht und wenig bekannt, ist die Ruinenstätte von Mandu (90 km westlich von Indore) dennoch einen Besuch wert. Aus dem goldenen Zeitalter Mandus (15./16. Jahrhundert) findet man hier ein ganzes Museum der afghanisch-indischen Baukunst vor, mit einer Fülle von Palästen, Moscheen und Grabanlagen. Besonders schön ist der Jahaz Mahal (Schiffspalast), an einem See gelegen.

Gwalior: Die gewaltige Festung der Scindiadynastie lohnt einen Ausflug. Es ist wohl die gewaltigste Verteidigungsanlage Indiens, die auch bedeutende Tempel und 21 riesige Jainstatuen einschließt. Khajurao: Die 25 Tempel des kleinen Dorfes Khajurao, aus der Zeit der Chandela-Dynastie im 11. Jahrhundert, sind für ihre erotischen Skulpturen weltberühmt (UNESCO): himmlische Nymphen und Liebespaare, in Stein gemeißelt, in bestem Erhaltungszustand.

Kanha Nationalpark: Die Chance, Tiger zu finden, ist hier besonders groß. Hier sind das seltene fliegende Eichhörnchen und der Zackenhirsch (barasingha) zu Hause.

Bandavgarh: Auch hier kann der Besucher mit Tigern rechnen, vor allem aber mit weißen Tigern, die es in freier Wildbahn weltweit nur hier gibt. Narmada: Dieser Fluss durchfließt den Bundesstaat. Es ist einer der sieben heiligen Flüsse Indien und passiert neben eindrucksvollen Marmorfelsen (bei Bhedaghat) die Orte Maheshwar und Omkareshwar mit ihren Tempelanlagen.

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