Sehenswürdigkeiten in Indien: Indiens Norden
Sehenswürdigkeiten Indien: Delhi
Delhi ist die Hauptstadt Indiens (genauer: Neu-Delhi) und wichtigster Ankunftsort für Reisende in Indien. Das Stadtbild ist einerseits geprägt durch Prachtbauten aus der glanzvollen Mogulzeit (u. a. Rotes Fort, Freitagsmoschee, Grabmal des Humayum), andererseits - in Neu-Delhi - durch Bauten aus der britischen Zeit, als hier die Hauptstadt Britisch-Indiens war (u. a. Präsidentenpalast, viele Verwaltungsgebäude). Delhi verfügt über ausgezeichnete Hotels aller Preisklassen. Die Stadt ist gleichzeitig zentraler Knotenpunkt für das innerindische Flugnetz.
Beste Reisezeit: Oktober bis März.
Sehenswürdigkeiten in Indien: Jammu & Kashmir
Dieser Bundesstaat besteht eigentlich aus drei Teilen: aus Jammu, Kashmir und dem besonderen Teil Ladakh.
In Srinagar, der Hauptstadt des Bundesstaates kann man herrliche Ferien auf den Hausbooten am Dal- See machen. Golfspieler und Skifahrer kommen in Gulmarg und Sonamarg auf ihre Kosten.
Ladakh wird oft auch Klein-Tibet genannt. Zahlreiche Klöster zeugen von der buddhistischen Geschichte dieses Teils von Indien. Die Klöster Lamayuru, Alchi, Leh, Tikse, Hemissind alle nach einem ähnlichen Muster gebaut. Es gibt einen Dukhang für die täglichen Butterteemahlzeiten und einen Lakhang für die Hauptgottheit des Klosters. Während des ganzen Jahres, vor allem aber im Sommer, finden in vielen Klöster Mysterienspiele zu Ehren des berühmten Guru Padmasambhava statt. Er hatte vor über 1.000 Jahren den Buddhismus hierher gebracht. Gleichzeit sollen mit den Maskentänzen die Feinde des Buddhismus symbolisch vertrieben werden.
Beste Reisezeit: Juni bis August.
Sehenswürdigkeiten in Indien: Punjab
Amritsar, im Punjab gelegen, ist der zentrale Sitz der Sikh-Religion. Der berühmte „Goldene Tempel" strahlt auf alle Besucher eine große Harmonie und Ruhe aus. Der Tempel liegt inmitten eines Sees-dem „Teich der Unsterblichkeit" (Amrita Sagar). Im Tempel kommen und gehen ständig große Massen von Gläubigen, die zuhören, wie Priester aus dem heiligen Buch der Sikhs, dem Granth Sahib, vorlesen.
Haryana
Der Bundesstaat Haryana zeichnet sich sowohl durch seine kulturelle als auch durch seine landschaftliche Schönheit aus. Fruchtbare grüne Felder, aber auch die herzlichen, temperamentvollen Menschen und die vielen indischen Sehenswürdigkeiten aus der Mogulzeit, darunter die beliebten Pinjore-Terrassengarten können auf einer Durchreise bewundert werden. In den Schriften von Manu, dem Stammvater der indischen Mythologie, wird Haryana als der Ort benannt, von dem aus sich die brahmische Religion und das Sozialsystem über ganz Indien verbreitete. Kurukshetra ist, laut der indischen Mythologie, einer der bedeutendsten Orte Indiens. Auf dem „Feld Kurus" Kurukshetra fand der Überlieferung des Mahabharata zufolge eine große Schlacht statt, die den Hintergrund für die Bhagavadgita bildete.
Die Hauptstadt Chandigarh ist auch Hauptstadt des benachbarten Punjab.
Haryanas Wirtschaft wächst zusehends. Faridabad und Gurgaon sind die wichtigsten Industrie- und Wirtschaftsstandorte und stellen den größten Anteil des NCR (National Capital Region of Delhi). Zudem findet in Haryana jedes Jahr im Februar die international bekannte Surajkund Crafts Mela statt, bei der indische Kunst und indisches Handwerk vorgestellt werden.
Himachal Pradesh
Shimla ist eine der bekanntesten Hill Stations in Indien und war zur Kolonialzeit, in den Sommermonaten Sitz der britischen Regierung, damals ebenso beliebt wie heute. Dharamsala ist Sitz der tibetischen Exilregierung. Hier wohnt der Dalai Lama, hier kann man Buddhismus hautnah erleben. Kulu und Manali schließlich sind zwei Gebirgsorte, die unendlich viele Ausflugsmöglichkeiten in die nahe gelegenen Berge bieten. Wer auf dem Landweg nach Ladakh will, tut dies von Manali aus.
Uttarakhand
Dieser neu gebildete Bundesstaat, früher Teil von Uttar Pradesh, gehört zum Quellgebiet des Ganges. Der Staat bietet in oftmals unberührter Natur zahlreiche Wandermöglichkeiten im Ursprungsgebiet des Flusses.
Mussoorie ist die von Delhi aus gesehen nächstgelegene Hill Station, die schon früher als Sommerfrische sehr beliebt war. Von hier lassen sich zahlreiche Spaziergänge und Trekkingtouren unternehmen. Haridwar ist alle 12 Jahre Ort der berühmten Kumbh Mela, einem der wichtigsten religiösen Feste Indiens. Das Erlebnis der abendlichen Aarti-Zeremonie, in der die Flussgöttin Ganga verehrt wird, gehört zum Eindrucksvollsten, das der Besucher hier erleben kann.
Rishikesh ist bekannt für seine zahlreichen Ashrams, in denen der Besucher eine tiefere Begegnung mit indischer Religiosität erleben kann. Auch hier findet abendlich am Ganges eine Aarti-Zeremonie statt.
Nainital, ein Kratersee in 1.938 m Höhe, war Namensgeber für die gleichnamige Stadt. Die Aussichten auf den mittleren Himalaya sind atemberaubend.
Corbett National Park, 250 nordöstlich von Delhi ist eines der schönsten Wildreservate Indiens, vor allem bekannt für seine Tiger.
Der Skiort Auli ist wegen seiner Skipiste und der fantastischen Bergkulisse beliebt. Ausgedehnte Wandertouren bieten sich hier ebenfalls an.
Sehenswürdigkeiten in Indien: Uttar Pradesh
Wichtigste Orte in diesem großen Bundesstaat sind die Städte Agra und Varanasi.
Agra war lange Zeit die Hauptstadt des Mogulreiches und wird wegen seiner Bauten aus dieser Zeit besucht (Rotes Fort, Grabmal des Itimadud-Daula, Grabbau des Mogulkaisers Akbar in Sikandra), vor allem aber wegen des schönsten Grabbaus Indiens, ja wohl der ganzen Welt: dem Taj Mahal. Dieser außerordentlich schöne Grabbau wurde zu Ehren von Mumtaz Mahal errichtet.
37 km von der Stadt entfernt finden wir die verlassene Stadt Fatehpur Sikri aus der ersten Zeit des Mogulkaisers Akbar, die wegen ihres besonders guten Zustandes ein komplettes Bild der Städtebaukunst am Anfang des 17. Jahrhunderts gibt.
Varanasi gehört zu den 7 heiligen Städten Indiens. Die Stadt bietet wohl den lebendigsten Eindruck von praktiziertem Hinduismus. Jeden Morgen kommen Tausende Gläubige, um sich im Fluss Ganges zu waschen.
Am Rand des Stadt befindet sich der wichtige Ort Sarnath, wo Buddha vor 2.500 Jahren gelehrt hat, das „Rad der Lehre in Bewegung gesetzt hat", wie es heißt. Die Hauptstadt Lucknow schließlich hat eine ganz eigene islamische Baukunst zu bieten. Berühmt ist die Küche dieser Stadt, die zu den besten Regionalküchen des Subkontinents gehört.

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