Naturschutz- & Nationalparks in Rajasthan
Indischer Tiger (c) India Tourism Frankfurt |
Rajasthan ist die Heimat einer großen Vielfalt wilder Tiere. Die Topographie Rajasthan reicht von trockenen Wüsten, trockenen Sträuchern und Dornenwälder, Felsen und Schluchten bis zu Feuchtgebieten und saftigen grünen Wäldern. In jedem dieser Gebiete lebt eine große Vielfalt an Tieren und Vögeln. Einige von ihnen sind selten, andere sogar gefährdet.
Rajasthan ist die Heimat von Tigern, Hirschziegenantilopen, Indischen Echtgazellen, dem seltenen Wüstenfuchs, dem gefährdeten Wüstenluchs, der Indischen Trappe, dem Gavial, dem Waran, Wildschweinen, Stachelschweinen, Zugvögel wie Lilfordkraniche, Enten, Blässhühner, Flughuhn, Falken, Bussarde ... sie alle ziehen in großen Scharen im Winter in diese Region. Typische Gegenden, alle in sich ein eigenes Ökosystem, sind als besondere Gebiete des Naturschutzes gekennzeichnet worden. Rajasthan besitzt zwei Nationalparks, über ein Dutzend Naturschutzgebiete und zwei für die Öffentlichkeit unzugängliche Gebiete. Die meisten dieser Gebiete stehen Besuchern ganzjährig offen und sind nur kurzzeitig während des Monsuns geschlossen.
Bhensrod Garh Sanctuary: Dieses Naturschutzgebiet ist verhältnismäßig neu. 1983 gegründet, um- fasst es eine Gesamtfläche von 229 km2mit Wäldern aus Sträuchern und trockenen Laubbäumen. Leoparden, Indische Echtgazellen und Nasenbären sind hier mit etwas Glück zu erblicken. Die beste Besuchszeit liegt zwischen Oktober und Mai.
Darrah Sanctuary: Einst das Jagdgebiet des Maharajas von Kota, wurde dieses Naturschutzgebiet 1955 eingerichtet und umfasst 266 km2. Ein Besuch in diesem hügeligen Gebiet mit seinen dichten Wäldern lohnt sich. Zu den Tieren, die hier leben, gehört auch der Wolf, der Lippenbär, die Indische Echtgazelle und der Leopard. Die beste Besuchszeit liegt zwischen Februar und Mai.
Desert National Park: Dieses Wüstenschutzgebiet wurde 1980 gegründet und bedeckt 3162 km2. Es besitzt Büsche, Bäume und Sanddünen. Die Naturvielfalt schließt den Fuchs, den Rotluchs, den Hasen und den Sandbandfisch ein. Tausende von Spatzen, Flughühnern Trappen, Falken und Adler ziehen im Winter hierher. Die beste Besuchszeit liegt zwischen September und März.
White Brested, Indien (c) India Tourism Frankfurt |
Jaisamand Sanctuary: Dieses Naturschutzgebiet wurde 1957 eingerichtet und liegt neben einem künstlichen See gleichen Namens. Mit einer Gesamtfläche von 160 km2 beherbergt es den Lippenbär, den Leoparden, den Axishirsch, das Wildschwein und zahllose Vögel. Einige Krokodile und Fische gibt es hier auch zu sehen. Die beste Besuchszeit liegt zwischen November und Januar.
Keoladeo Ghana Nationalpark, Bliaratpur: 1983 zum Nationalpark erklärt, gehört dieser 29 km2 große Park zu den weltgrößten Reiherkolonien. Der flache Süßwassersumpf zieht Tausende von Vögeln an. Mehr als 10.000 Nestern von Reihern, Indischen Schlangenhaisvögeln, Kormoranen, Graureihern und Störchen brüten jährlich zwischen 20.000 bis 30.000 Küken aus. Es gibt eine sehr große Vielfalt an Zugvögeln. Zu den Säugetieren, die man hier sehen kann, gehören der Sambarhirsch, die Hirschziegenantilope, der Axishirsch, die Nilgauantilope, der Indische Fischotter und das Mungo. Die beste Besuchszeit liegt zwischen August und Februar.
Kunibalgurh Sanctuary: Die prachtvolle Festung von Kumbalgarh blickt auf ein 578 km2 großes Naturschutzgebiet. Die Aravalliberge, die meiste Zeit karg, verwandeln sich während der Regenzeit in Grün und bieten dem Lippenbär und dem Leoparden u.a. m. Schutz. Dies ist auch das einzige Schutzgebiet, in dem sich der Indische Wolf erfolgreich vermehrt. Die beste Besuchszeit liegt zwischen März und Mai und zwischen September und November.
Mount Abu Sanctuary: Der höchste Punkt der Aravallis, Guru Shikar, liegt in diesem 289km2 großen Naturschutzgebiet. 1960 gegründet, bietet es dem Langur, dem Wildschwein, dem Sambarhirsch und dem Leoparden Schutz. Auch graue Wildhühner sind hier zu sehen. Daneben erhöhen zahlreiche blühende Bäume den Reiz dieser Gegend. Die beste Besuchszeit liegt zwischen März und Juni.
Storch in Indien (c) India Tourism Frankfurt |
Ranthambor Nationalpark: Dies ist der bekannteste Tigerpark des Bundesstaates, der im Rahmen von „Project Tiger" eingerichtet wurde. Auch eine große Vielzahl anderer Tiere ist in diesem 392 km2 großen Park beheimatet: man sieht Sambarhirsche, Axishirsche, Wildschweine, Leoparden, Lippenbären, Schakale, Hyänen u.v.m. Künstliche Seen, dichte Wälder und der Schutz der Aravalli- Berge lassen diesen Park sehr beeindruckend und interessant wirken. Die beste Besuchszeit liegt zwischen Oktober und April.
Sariska Tiger Reservat: Dieses Gebiet wurde 1979 zum zweiten Tigerland im Rahmen des „Project Tiger" erklärt. Abgesehen von Leoparden, Sambarhirschen, Nilgauantilopen, Wildhunden und den Indischen Echtgazellen sind hier Tempelruinen aus dem 9. und 10. Jahrhundert zu sehen. Die beste Besuchszeit ist zwischen November und Juni.
Zu den weiteren Naturschutzgebieten in Rajasthan gehören Sitamata, Darrah, Chambal, Tal Chapper, Jamwa, Ramgarh, Kaila Devi, Van Vihar, Shergarh, Todgarh-Rad und Jawahar Sagar.

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