Reiseziele Rajasthan: Kota - Bundi - Jhalawar
Kota, Bundi und Jhalawar befinden sich in der Hadoti-Region. Der alte Staat von Bundi wurde auf vom Bhil-Stamm geraubten Lands gegründet. Ein Königreich, das zum Schlachtfeld für die einfallenden Hunnen und Skythen wurde und auch als Tor in die reicheren Königreiche von Gujerat und Malwa diente.
Dies ist eines der am wenigsten erforschten Gebiete Rajasthans. Was hier unaufgedeckt liegt, ist eine wahre Schatzkammer der Geschichte, die Jahrhunderte alt ist. Prähistorische Höhlenmalerei und andere Spuren früher Zivilisationen wurden am Ufer des Chambal-Flusses entdeckt. Dutzende schöner Tempel mit fein-gemeißelten Skulpturen verleihen Hadoti einen eigenen Charakter.
Kota in Rajasthan
Kota ist eine geschäftige Stadt voller Menschen mit riesigen Industriebetrieben und einer unglaublichen Zahl von Wagen, die auf der Straße miteinander um Platz kämpfen. Es ist eine Stadt, die ihre Vergangenheit den Geschichtsbüchern überlassen hat und in das 21. Jahrhundert vorgedrungen ist. Kota gilt als industrielle Hauptstadt Rajasthans, hat aber auch heute noch Spuren der Vergangenheit vorzuweisen. Es ist eine interessante Mischung aus Alt und Neu. Die Festung mit einem Blick auf den mächtigen Chambal-Fluss ist hier die wichtigste Touristenattraktion. Dort befindet sich auch ein Museum. Sehenswert sind auch die reichlich ausgemalten Kammern der Festung.
Mitte des 13. Jahrhunderts von Jai Singh errichtet, war Kota ursprünglich Teil des Bundi-Staates. Doch sollte es bald zu einem größeren, reicheren und mächtigeren Staat werden. Der Legende nach war sein ursprünglicher Herrscher ein Bhil-Häuptling namens Koteya. Er fiel in einer Schlacht, und der Grundstein der Festung ist auf seinem Leichnam errichtet. Diese Stelle wird heute Sailar-Ghazi-Tor genannt. Hier sind hervorragende Spiegelarbeiten zu sehen.
Es gibt weitere eindrucksvolle Gebäude, einige aus früheren Zeiten und einige, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Bedeutend darunter sind der Jag Mandir, der Brij-Vilas-Palast, der Umaid-Bhawan-Palast und der Brij-Raj-Bhawan. Dank des Chambalflusses ist Kota voller Seen und Gärten.
Auch von Interesse sind die königlichen Ehrenmäler, errichtet an Stellen, an denen frühere Herrscher bestattet wurden.
Bundi in Rajasthan
Bundi ist das Land von Rudyard Kipling und das erste Ziel in Hadoti, das man von Jaipur aus auf der Straße erreichen kann. Überragt wird die Stadt von einer riesigen Palastanlage, die sich am Berghang hochzieht, und einem auf dem Gipfel erbauten Fort. Wenige andere Paläste in Indien sind so malerisch angelegt. Die Stadt liegt isoliert und unabhängig in der Gegend und wirkt wie ein Miniaturgemälde. Für den Reisenden scheint die Zeit still zu stehen. Manchmal scheint es, dass das Einzige, was sich bewegt, die Touristen selbst sind. Der Bundi-Palast, aus lokalem Stein gebaut, bietet eines der besten Beispiele rajputischer Architektur. Fein behauene Stützbalken, Säulen, Balkons und Elefantenskulpturen sind überall zu finden. Besonders interessant ist der Diwan-i-Am, das Hati Pol und das Naubat Khana. Im Palast befindet sich auch der berühmte Chitra Shala, der einen bunten Einblick in die Geschichte vermittelt - die Wände und Decken dieses kleinen Pavillons sind vollständig mit Malereien der Bundi-Schule bedeckt. Jagd- und höfische Szenen, Feste und Prozessionen, Tiere und Vögel sowie Szenen aus dem Leben der Gottheit Krishna sind noch heute in sehr gutem Zustand erhalten.
Bundi besitzt weitere Paläste und Jagdschlösser, darunter den Phool-Sagar-Palast, das Sukh Mahal und das Shika Burj. Im Phool-Sagar-Palast befindet sich eine Sammlung von Wandgemälden, die von italienischen Kriegsgefangenen angefertigt wurden. Sie waren hier untergebracht. Der Sukh- Niwas-Palast ruft Erinnerungen an Rudyard Kipling wach, der hier nicht nur gewohnt hat, sondern sich angeblich zu seinem berühmten Werk „Kim" inspirieren ließ. Sar Bagh schließlich ist wegen seiner Lage und seinen Skulpturen auf den 66 königlichen Ehrenmälern berühmt.
Bundi ist auch wegen seiner Baolis (Stufenbrunnen) bekannt. Diese einzigartigen Stufenbrunnen in Gujerat und Rajasthan dienten in den Sommermonaten als Wasserreservoir, wenn Trinkwasser nur in geringem Maß vorhanden war. Einst gab es über fünfzig Brunnen in Bundi, die meisten sind jedoch verwittert. Ein sehr gutes Beispiel ist im Herzen der Stadt zu sehen, der Ranjiki-Baoli. Er hat hervorragend gemeißelte Säulen und prunkvolle Bögen. Selbst die einfache Aufgaben des Wasserschöpfens wurde für die Frauen zu einem besonderen Anlass: Sie zogen sich hierzu ihre feinsten Kleider an, um den prunkvollen Brunnen zu besuchen. An der Straße nach Kota liegt ein prächtiges Denkmal aus dem 17. Jahrhundert, ein Chattri mit 64 Säulen, das immer noch sehr gut erhalten und deshalb äußerst sehenswert ist.
Jhalawar in Rajasthan
Das Land der Jhalas wurde 1838 gegründet und besitzt einen ganz eigenen Reiz. Sehenswert ist die riesige Festung in der Stadt, in der sich heute die Behörden des Distrikts befinden. Der Zanana- Khas-Teil (Frauengemächer) der Festung besitzt schöne Wandgemälde und Spiegel. Eine Genehmigung zur Besichtigung dieser Gemälde kann man von den Behörden in der Festung erhalten. Das staatliche Government Museum besitzt eine seltene Sammlung von Manuskripten und Skulpturen. Bhawani Natyashala, eine weitere Sehenswürdigkeit, ist eines der sehr wenigen Theatergebäude dieser Gegend.
Weitere Orte in der Nähe von Jahlawar sind Rain Basera, der Chandra-Baga-Tempel, Jhalarapatan und die prachtvolle Gagron-Festung.

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