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Georgien: Geschichte & Kultur

Georgiens Geschichte

Kaum ein anderes Land außer Georgien hat so viele Invasionen erlebt und dennoch so viel von seinem Charakter, seiner Eigenart und Ursprünglichkeit bewahren können, weshalb die Geschichte von Georgien so bewegt ist. Zahlreiche Kirchen und Festungsanlagen zeugen von der unruhigen und leidvollen Vergangheit des Landes und machen Georgien heute zu einem interessanten Reiseziel für Kulturinteressierte.

Die nachgewiesene Geschichte Georgiens reicht über 3.000 Jahre zurück. Die vor kurzem entdeckten „Hominiden von Dmanissi" weisen eine 1,8 Millonen Jahre alte Verknüpfung zu den frühesten Wanderungen des ersten europäischen Menschen nach. Nach der Steinzeit siedelte sich der Mensch noch intensiver auf georgischem Gebiet an. Seither war Georgien ununterbrochen besiedelt.

Die Georgische Sprache ist eine der ältesten der Welt und hat ein eigenes Alphabet. Die ersten Inschriften findet man im georgischen Kreuzkloster in Palästina, in der Einöde von Bethlehem (Bir-ell-Katt) sowie in der Zionskirche von Bolnissi, südlich von Tbilissi.

Historisch lag Georgien am Rande großer Weltreiche - das Territorium war immer begehrt von den Großmächten Asiens, von den Arabern bis zu Timur Lang, von den Mongolen bis hin zu den Ottomanen, spätestens vom 1. Jahrhundert v. Ch. bis ins 18. Jahrhundert. Trotz zahlreicher Invasionen und Kriege gelang es Georgien im 10. bis 13. Jahrhundert, eine einheitliche Staatlichkeit zu erlangen. Mit der Vereinigung Georgiens im 12. Jahrhundert unter David Aghmaschenebeli (1089 - 1125)„,der Erbauer" genannt und größter König Georgiens, begann das goldene Zeitalter Georgiens, das besonders unter der Königin Tamar (1184- 1213) zur Hochblüte gelangte. Dies war eine Zeit der kulturellen Wiedergeburt, eine Blütezeit der Klosterbaukunst, der Freskenmalerei und der Goldschmiedekunst. Reich verzierte Kirchen entstanden bis hin in die höchsten Gebirgsgegenden.

Russland begann 1801 mit der Annektierung Georgiens und beendete sie 1917. Fast 200 Jahre seiner jüngsten Geschichte war Georgien Teil des russischen Reiches, erst als Gouvernement (guberniya), später als Sowjetrepublik. Auch in dieser Zeit bewahrte Georgien sprachliche und kulturelle Selbstständigkeit und eine ausgeprägte Nationalidentität. 1991 erklärte der Oberste Sowjet der Republik Georgien die Unabhängigkeit von der UdSSR. 1992 wurde Georgien das 179. Mitglied der UNO sowie verschiedener internationaler und regionaler Organisationen. Die gewaltlose demokratische Rosenrevolution vom November 2003 setzte die dritte Welle der osteuropäischen Demokratisierungsbewegung in Gang. Heute ist Georgien eine Präsidialdemokratie.


Kultur in Georgien

Zu Recht sind die Georgier stolz auf ihre einzigartige Gesangstradition. Der unverwechselbare, leicht dissonante Klang georgischer Mehrstimmigkeit versetzt den Zuhörer regelrecht ins Hochgebirge der Vorgeschichte. Keiner weiß, woher diese Gesänge stammen. Der griechische Historiker Strabo erwähnt den mehrstimmigen Gesang der in den Kampf reitenden georgischen Krieger bereits im 1. Jahrhundert v. Ch. Heute sind die dreistimmigen Gesänge vollständig in die moderne Kultur integriert und werden nicht nur in den Kirchen und Klöstern, sondern auch an der georgischen Tafel gesungen.

Der georgische Tanz bleibt neben dem mehrstimmigen Gesang ein „Hauptexportartikel" der georgischen Kultur: Das georgische Nationalballett - der „Wirbelsturm auf der Bühne" - gastiert den größten Teil des Jahres auf den Bühnen der Welt. Begleitet von Orchestern mit klassisch kaukasischen Instrumenten, bestechend mit prachtvollen Kostümen, künstlerischer Präzision und beeindruckender Bühnenpräsenz begeistern sie das Publikum weltweit.

Auch in Georgien gehören die Tanzaufführungen der georgischen Ensembles Sukhisvili, Rustavi und Erisioni zu den nachhaltigsten Eindrücken für jeden Besucher Georgiens.

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