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Georgien: Geographie & Natur

Geographie in Georgien

Georgien liegt an der Schwelle Europas. Etwa so groß wie die Schweiz, nimmt es 69.700 Quadratkilometer zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer ein, mit einer Bevölkerung von etwa 4,5 Millionen. Die Amtssprache, Georgisch, ist über 2000 Jahre alt und hat ein eigenes Alphabet.

Die Natur Georgiens ist ausgesprochen vielfältig: Unweit der schneebeckten Gipfel des an Russland grenzenden Großen Kaukasus lockt das Schwarze Meer, der im Süden Georgiens gelegene Kleine Kaukasus - eine Gebirgskette, die parallel zur türkischen und armenischen Grenze verläuft - fasziniert mit bezaubernden Seen, im Osten beeindruckt die Sandsteinlandschaft der Halbwüste an der Grenze zu Aserbaidschan. Zu fast 40 Prozent ist Georgien waldbedeckt, wobei die Gebirgs-wälder vielfach noch Urwälder sind - eine Besonderheit in Europa.

Die zahlreichen Gebirge bilden natürliche Hürden, welche die Geographie von Georgien prägen, worauf zum Teil der kulturelle und linguistische Reichtum in den verschiedenen Gebieten zurückzuführen ist. Der größte Fluss Georgiens ist Mtkwari. Rioni, der größte Fluss Westgeorgiens, nimmt seinen Anfang im Großen Kaukasus und fließt in der Hafenstadt Poti ins Schwarze Meer.


Die Natur in Georgien

Während einer Reise nach Georgien wird man mit der raschen Änderung der Landschaften und Klimazonen überrascht. Es ist wirklich schwer auf der Weltkarte ein anderes genauso kleines Land zu finden, in dem es so viele verschiedene Landschaften angesammelt sind, jede von denen wichtig und einzigartig ist und ihre eigene Flora und Fauna hat. Im Lande, das Sie in einem einzigen Tag mit dem Auto vollständig überqueren können wechseln die subtropischen dichten Dschungel am Schwarzen Meer mit Moore und Feuchtigkeit des westlichen Georgiens, Bergsteppen und Seen von Dzhavaheti im Osten, Halbwüsten und Waldsteppen im Südwesten, Bergwäldern, Alpenwiesen und zuletzt mit den Schönheiten der georgischen Schneegipfeln des Kaukasuskammes.

Der nicht hohe Rücken Lichi, der Georgien in Westgeorgien und Ostgeorgien teilt, verhindert die Bewegung der Wolken aus dem Schwarzen Meer nach Osten. Deshalb ist das Klima im Westen Georgiens feuchter und nässer. Der Berg Mtirala Adscharien ist der feuchteste Ort in der Region. Die jährliche Niederschlagsmenge erreicht 4000 mm. Das Halbwüstenklima herrscht streng im Osten, wo die jährliche Niederschlagsmenge selten 100 mm erreicht.

Alle diese einzigartigen Zonen haben ihre eigene Flora und Fauna in Georgien. In der auf den ersten Blick leblosen Halbwüste kann man solche seltene Vögel und Tiere, wie schwarzer Frankolin, Chukarhuhn, Kaiseradler, schwarzer Schmutzgeier, Stachelschwein, Schakale und Füchse sehen. Hier leben viele Wölfe, an dem Gebiet Waschlowani sind die Nahostleoparden heimisch, die einzelne Art in Georgien. Dieses Tier, das 2004 entdeckt wurde, ist so populär, dass es einen Namen Noe bekommen hat. Dieses Tier ist die Visitenkarte des Nationalparks Waschlowani und steht unter besonderem Schutz.

40% des Territoriums Georgiens ist mit Wäldern, vorwiegend Laubwäldern bedeckt. Aber die Tannenwälder und Mischwälder kommen auch vor. In den Wüsten leben die Hirsche, Rehen, Bären, Edelhirsche, Wölfe und Luchse. Es gibt viele kleine und große Tiere, sowie seltene Vögel.

Die Moore von Kolkheti liegen auf dem Hauptweg der Vögelzüge. Im Kaukasus gibt es zwei solche Wege: der eine liegt die Schwarzmeerküste, der andere die Kaspiseeküste entlang. Im Frühling und im Sommer kann man die Züge von Millionen Vögeln nahe Poti oder Batumi beobachten. Die Mehrheit von Vögeln überwintert in Kolkheti. Das Kolcheti-Tal, das vor ein paar Jahren zum Nationalpark erklärt wurde, ist ein Winterhaus für die Zugvogel und ein echter Paradies für ihre Bobachter.
Dzhavaheti im Süden Georgiens ist ein wunderschönes rauhes vulkanisches Plateau, das in einer Höhe von zweitausend Meter über dem Meerspiegel liegt. Alle Schwimmvögel der Gegend kann man in dieser Gegend auf den umherliegenden Seen finden. Das ist der einzige Ort, an dem die großen Pelikankolonien heimisch sind. Zu den Seen von Dzhavaheti gehört auch der See Parawani -das größte Frischwasserbecken Georgiens.

In Unersteigbahren Bergen des Kaukasuskammes lebt ein einzigartiges Tier - die Kaukasusziege. Diese Wildziege verbringt den Großteil des Jahres in den Gegenden, die in einer Höhe von 3000 Meter über dem Meerspiegel liegen. Dieses Tier ist aus Mythen und Legenden nicht wegzudenken. Im Altertum war die Ziegenjagt eine mutige Tat und ein Zeichen der Tapferkeit für georgische Bergler.

Der hiesige Vogel - das Kaukasuskönigshuhn lebt in der Nachbarschaft zu der Kaukasusziege, etwas niedriger, an der Grenze zu subalpinen und alpinen Vegetationsstufen, ist der endemische Kaukasusbirkhahn heimisch.

Den ganzen Kaukasuskamm entlang und in den Bergen des Kleinen Kaukasus kann man die Gemse sehen, und im Osten gibt es nicht große Ansiedlungen von Wildoder Bezoarziegen. Die Großartigkeit der Landschaft unterzeichnen riesige Kaukasusvögel - Steinadler, Bartgeier und Gänsegeier.

Für georgische Flora ist ein hohes Niveau von Endemismus charakteristisch, hier ist es in dieser Hinsicht Lagodekhi – ein Gebiet in Kakheti, Ostgeorgien auszusondern, das unter dem Schutz steht. Dieses Gebiet umfasst dass Territorium auf den Anhängen des Kaukasuskammes, von den küstennahen Wäldern im Flachland bis zu riesigen Urwäldern in den Bergen und leblos aussehenden Felsen des Großen Kaukasus.

Die Höhendifferenz beträgt hier etwa 2600 m. Dieses botanische Paradies bewohnen 121 kaukasische und 9 georgische Endemismen.
Solche Vielfalt bedarf eines entsprechenden Schutzes. In Georgien stehen zurzeit 40 Territorien unter Schutz, der Umweltschutz steht im Vordergrund.


Nationalparks in Georgien

Georgien, eine uralte Kulturlandschaft und gleichzeitig Brennpunkt der Artenvielfalt: Kein anderes Land Europas besitzt eine so reiche Flora und Fauna - und nirgendwo sonst gibt es ein so vielfältiges Relief. Wie kaum in einem anderen Land findet man Küste, schneebedeckte Berge, Halbwüste, alpine Matten, Bergwälder und Sumpfland auf so kurzer Distanz. Diese einzigartige Natur wird in zahlreichen Schutzgebieten, darunter 5 Nationalparken, erhalten: im Wanderparadies Borjomi-Kharagauli-Nationalpark in Zentralgeorgien, im Kolcheti-Nationalpark an der Schwarzmeerküste, im Tuscheti-Nationalpark im Zentralteil des Großen Kaukasus, im waldreichen Lagodechi-Nationalpark und im Vashlovani-Nationalpark im äußersten Südosten an der aserbaidschanischen Grenze.

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