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Georgien: Höchsten Siedlungen

Die höchsten Siedlungen Europas in Georgien

Ein untrennbarer Teil des hochländischen Georgiens sind die Türme und Dorffestungen. Die meisten von ihnen wurden im Spätmittelalter errichtet, einige sogar früher.
Die Dörfer von Berglern, die auf den Bergrücken des Kaukasus gebaut sind, waren für Feinde immer unerreichbar. Die von der Feudallast befreiten Bergbewohner haben manchmal den Georgischen Monarchen ein Unterkommen gewährt.

Über Jahrhunderte wurde der georgische Schatz in Swanetien - dem von den schönsten Berggipfeln umgebenen Berggebiet im Westen Georgiens aufbewahrt. Der größte Teil der Schätze befindet sich dort und in den von wunderschönen Fresken verzierten Kirchen von Swanen, sowie in den Dorfmuseen. Der Schutz dieses Schatzes ist die heilige Pflicht jedes Swanen, so wie es war in uralten Zeiten, als die Könige und Feudale in ihrer Strebung nach dem Schutz dieser Kirchenschätze vor Feinden diese nach unerreichbarer Swanetien versandt hatten...

Der Charakter von Swanen und georgischen Bergler hat sich unter strengen und natürlichen Bedingungen und unter dem Einfluss der ununterbrochenen Konflikte mit den nördlichen kaukasischen Stämmen herausgebildet.

Jede Familie von Swanen hatte einen eigenen Turm, der an das Haus angeschlossen war. Die auf solche Weise gebauten Dörfer wurden für die Feinde fast unerreichbar. Im neunzehnten Jahrhundert hat eine" dieser Siedlungen den Sturm der russischen mit Feuerwaffen bewaffneten Soldaten durchkämpft und den Eindringlingen eine Niederlage beigebracht.

Viele die Bergrücken des Kaukasus entlang liegende Dörfer befinden sich in einer Höhe von 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Die höchste Siedlung in Europa - das Dorf Uschguli liegt auf dem höchsten Gipfel Georgiens - dem Berg Schchara (5068 m).

Es ist historisch so gekommen, dass die Bewohner der Niederungen dem eigenen Kursus folgten, während sich das Leben der Bergler kaum verändert hat. Deshalb erregt das Berggebiet Georgiens die Aufmerksamkeit der Ethnographen. Sind Sie an antiken religiösen Ritualen und Volksfestspielen, die in der vorchristlichen Periode stattfanden, interessiert, müssen Sie unbedingt Khevsureti besuchen. Das alltägliche Leben dieses Berggebiets ist mit der Geschichte und Mythen verflochten. Die Mythologie ist sogar in der Geographie widergespiegelt. Riesige Rollsteine am Gipfel des Tales Roschki wurden infolge des Kampfes zwischen den Riesen und Göttern zerschlagen.

In der Nähe gibt es einen See in dem der hiesige Gott den letzten Riesen ertrunken hat. In dem Nachbartal lebte ein Zauberer Mindia, der das Schlangenfleisch kostete, als er in Gefangenschaft der Geister geriet; danach erlernte er die Sprache aller Tiere und Pflanzen und wurde zum unbesiegbaren Leiter seines Volkes.

Es ist historisch so gekommen, dass die georgischen Berge dem Tal geholfen haben. So geschah es auch im siebzehnten Jahrhundert, als die Armee der Bergler des östlichen Kaukasus die Berge herabgestiegen war und Kachetien von Persern befreite. Die Soldatenkoalition jener Bergbewohner wurde von dem Häuptling einer der Stämme von Tuschesa befehligt. Zu Dank hat der König von Kachetien den Tuschesen und ihrem Häuptling das fruchtbare Alasani-Tal geschenkt. Laut der Legende hat man den Tuschesen versprochen das Land zu schenken, das ihr Häuptling zu Pferde erreicht. Das Pferd galoppierte durch das ganze Alasani-Tal und fiel für tot am Ort nieder, wo jetzt ein Denkmal steht. Jeder Tuschi hält es für seine Pflicht in diesem Ort vom Pferd herunterzusteigen und dem legendären Pferd die Ehre zu erweisen. Seit jenem Tage führten die Tuschesen zum Teil ein Nomadenleben, indem sie den Winter im Tal Alwani in Kachetien verbrachten und im Sommer mit ihren Familien und Vieh nach malerischen Tuscheti -ihrem historischen Vaterland am nördlichen Abhang des Kaukasuskammes wanderten. Hier veranstalten sie sie Sommerfestspiele, indem sie von Dorf zu Dorf wandern und wunderschöne Lieder mit Akkordeonbegleitung sangen. Überall wird selbst gebrautes Bier getrunken und traditionelles Pferderennen veranstaltet.

Heute sind die Tannenwälder von Tuscheti, die tiefen Schlüchte, Gipfel und Hochgebirgsfestungen zum Nationalpark erklärt; die touristische Infrastruktur wird sehr rasch entwickelt. Der Sommer in Tuscheti ist einer der besten Jahreszeiten in Georgien und im ganzen Kaukasus.

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