Weltkulturerbe in China: Bishu Shanzhuang (Sommerresidenz) in Chengde und a umliegende Tempel
Bewertung durch die Welterbe-Kommission
Bishu Shanzhuang ist eine Sommerresidenz der Kaiser der Qing-Dynastie (1616-1911). Sie liegt in der Provinz Hebei und wurde zwischen 1703 und 1792 erbaut. Die Residenz besteht aus einem ausgedehnten Gebäude-Komplex von zahlreichen Palasthallen und anderen Bauwerken, die der Erledigung von Regierungsgeschäften und der Durchführung von kaiserlichen Zeremonien dienten. Die im Architekturstil recht unterschiedlichen Tempelgebäude und der kaiserliche Park passen sich den Seen, Weiden und Wäldern der Umgebung perfekt an. Bishu Shanzhuan ist nicht nur eine Anlage von höchstem ästhetischem Wert, sondern zugleich auch ein seltenes historisches Zeugnis für die Endphase der chinesischen Feudalgesellschaft.
Allgemeiner Überblick
Bishu Shanzhuang liegt im Norden des Bezirkes Zhongxin der Stadt Chengde (Provinz Hebei), mitten im Yanshan-Gebirge. Der Gebäudekomplex wurde ab dem Jahr 1703 als Sommerresidenz der Kaiser der Qing-Dynastie (1616-1911) errichtet. Die Anlage besteht aus den Palasträumen des Kaisers, dem kaiserlichen Park und den majestätischen Tempeln. Es handelt sich dabei um Chinas größten alten Palastgarten mit kaiserlichen Tempeln. Bishu Shanzhuang ist ein Ort, an dem sich die Kaiser erholten und sich mit Regierungsangelegenheiten beschäftigten. Die Residenz nimmt eine Fläche von 5,64 Millionen m² ein. Sie gliedert sich in den Palasthallen-Bezirk und in den Bezirk des kaiserlichen Landschaftsparks. Zum Palasthallen- Bezirk gehören die vier Gebäude Zhenggong, Songhezhai, Wanhe- Songfeng und Donggong; sie bestehen ausnahmslos aus blaugrünen Ziegelsteinen und grauen Dachziegeln. Ihr Stil ist schlicht und geschmackvoll, entbehrt aber auch nicht der Manier der Kaiserfamilie.
Der kaiserliche Landschaftspark besteht aus einem Seenbezirk, einer Ebene und einem Hügelbezirk. Schwerpunkt ist der Seenbezirk, in dem sich acht große und kleine Seen befinden. Hier umgeben Berge das Wasser und das Wasser umgibt die Inseln, Gebäude schmücken Inseln und Dämme, alles erinnert an die Wasserdörfer in Südchina. Die Ebene gliedert sich in ein Grasland im Westen und ein Waldgebiet im Osten, den so genanten Park der zehntausend Bäume. An der Westseite des Parks der zehntausend Bäume steht der Wanjin-Pavillon, der eine der berühmtesten kaiserlichen Büchersammlungen Chinas beherbergt. Das Hügelland wird von den drei Tälern Zhenzigu (Haselnuss-Tal), Lishugu (Birnbaum-Tal) und Songyunxia (Kiefern-Wolken-Tal) geprägt. Die Hügelkette ist mit hoch aufragenden Kiefern dicht bewaldet.
Die Tempel, die Bishu Shanzhuang halbkreisförmig umgeben, strahlen in goldgrünem Glanz. Sie nehmen eine Fläche von 472 000 m² ein. Ursprünglich gab es elf von ihnen. Acht Tempel wurden seinerzeit von dem Lifanyuan-Amt der Qing-Regierung verwaltet. Diese Tempel liegen außerhalb des alten Nordeingangs und werden deshalb „die äußeren acht Tempel" genannt. Der Stil dieser Bauten ist hauptsächlich han-chinesisch und tibetisch bzw. eine Symbiose dieser beiden Architekturstile. Vom Ausmaß her sind sie sehr groß und mit bedeutendem technischem Können ausgeführt. Sie befinden sich in einem guten Zustand. Die Tempel beherbergen etwa 10 000 vorzügliche Buddha- Statuen. buddhistische Musikinstrumente und ähnliche Stücke. Dies ist einer der heiligen Orte des tibetischen Buddhismus.
Website: www.bishushanzhuang.com.cn
Touristen-Service
Verkehr
Von Beijing, Tianjin und Shijiazhuang aus fährt man mit dem Zug oder mit dem Fernbus direkt bis Chengde. Oder man benutzt die Schnellstrasse Beijing-Chengde oder die Normalstraße Shaanxi-Chengde direkt. Vom Bahnhof der Stadt Chengde kann man mit den Buslinien 5, 7, 11 und 15 in das Gebiet fahren.
Weitere Informationen
Eintrittskarte für Bishu Shanzhuang
Hauptsaison: 90 Yuan
Nebensaison: 50 Yuan
Empfehlenswerte Jahreszeit für Besuche ist der Herbst Öffnungszeiten der wichtigen Sehenswürdigkeiten Sommer: 8.00- 18.00 Uhr
Winter: 8.00 - 16.30 Uhr
Info-Telefon: 0086-314-2037 706 / 2025 918

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