Weltkulturerbe in China: Die Mogao-Grotten
Bewertung durch die Welterbe-Kommission
Die Mogao-Grotten liegen an einem wichtigen strategischen Punkt der ehemaligen Seidenstraße. Hier war nicht nur ein Umschlagplatz für den Ost-West-Handel, sonders dies war gleichzeitig ein Ort des Austausches von Religionen, Kulturen und Wissen. Die 492 kleinen und großen Felsengrotten und Höhlentempel mit ihren Skulpturen und Wandmalereien sind weltberühmt. Sie dokumentieren die tausende Jahre alte Kunst des Buddhismus.
Allgemeiner Überblick
An den steilen Felswänden des Nordabhangs des Mingsha-Berges, 25 Kilometer von der Stadt Dunhuang (Provinz Gansu) entfernt, befinden sich die allgemein als „Grotten der eintausend Buddhas" genannten Höhlen. Der Schaffensprozess begann im Jahr 366, erst in der Zeit der Yuan-Dynastie (1271-1368) wurde das Werk vollendet. Heute existieren 735 Grotten, darunter 492 mit weltberühmten Wandmalereien und Statuen. Die Wandmalereien nehmen eine Fläche von 45 000 m² ein, die Zahl der Skulpturen beträgt 2 415. Damit sind die Mogao-Grotten heute weltweit die bedeutendste buddhistische Kunststätte.
Mogao besteht aus einem nördlichen und einem südlichen Grottenbezirk. Im nördlichen Bezirk spielte sich einst das religiöse Leben der buddhistischen Mönchen ab, hier war auch ihr Wohn- und Begräbnisort. Hauptsächlich in den Höhlen des südlichen Bezirks befindet sich die berühmte religiöse Grottenkunst der Mönche. Die Hauptformen der Höhlen sind die Meditationshöhle, die Säulenhöhle, die Grottenhalle und die zentrale Buddha-Altar-Grotte. Sie sind alle von unterschiedlicher Größe, die größte Grotte ist 268 m² groß, die kleinste kaum ein Meter im Quadrat.
Sämtliche Wände, Decken und Nischen, in denen sich Buddha- Statuen befinden, sind mit Malereien bedeckt, deren Inhalte von umfassenden Kenntnissen und einer tiefen Gedankenwelt zeugen. Die vielen verschiedenen Themen der Malereien entspringen dem religiösen und weltlichen Leben. Die Wandgemälde sind in der Regel zwei Meter hoch und bedecken die Grottenwände auf einer Länge von 25 Kilometern, es ist eine „Bildergalerie der Welt". Ein Symbol der Grottenkunst von Dunhuang sind die überall an den Wänden dargestellten fliegenden und tanzenden Apsaras, die den buddhistischen Himmel bevölkern.
Die Tonskulpturen in den Mogao-Grotten weisen vielfältige Formen und thematische Aussagen auf. Sie werden auch „Historisches Skulpturen-Museum" genannt. Es handelt sich dabei meistens um einzeln stehende heilige Figuren des Buddhismus, die zu Gruppen zu-
Touristen-Service
Verkehr
Zwischen Dunhuang und den Städten Lanzhou, Xi'an, Beijing, Jiayuguan, Shanshan und Urumtschi besteht Flugverkehr. In Liuyuanzhen (Kreis Anxi) gibt es eine Eisenbahnstation, die 128 km von Dunhuang entfernt liegt. Der Bus-Bahnhof von Dunhuang befindet sich schräg gegenüber dem Nanche-Feitian-Hotel. Touristen können ein Auto nach Mogao mieten oder mit dem Kleinbus dorthin fahren.
Gastronomie
Bei den Bewohnern von Dunhuang sind Hammel-, Hühner- und Rindfleisch beliebt. Auf die Art und Weise der Speisenzubereitung legen sie besonderen Wert. Dunhuangs Huangmian (gelbe Nudeln) sind „dünn wie Drachenbarthaare, lang wie Goldfäden und duftend, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft". Die handgemachten Saozimian-Nudeln von Dunhuang sind frisch zubereitet sehr gut, als Suppeneinlage schmecken sie ganz besonders. Berühmt ist auch Dunhuangs Nianpizi, dessen Geschmack auf der Zunge brennt und zugleich kühlt. Eine Probe lohnt sich.
Weitere Informationen
Datum Öffnungsteiten
1. November bis 31. März 9:00-7:30 Uhr
1.April bis 30. April 8:30-18:00 Uhr
1.Mai bis 30. September 8:00-18:00 Uhr
1. Oktober bis 31. Oktober 8:30-17:30 Uhr

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