Weltnaturerbe in China: Jiuzhaigou
Bewertung durch die Welterbe-Kommission
Jiuzhaigou befindet sich im Norden der Provinz Sichuan und erstreckt sich über mehr als 720 km2. Das lange, kurvenreiche und schmale Tal liegt 4 800 m über dem Meeresspiegel. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch eine Reihe von waldreichen Ökosphären unterschiedlicher Gestalt. Es gibt hier mehr als 140 Vogelarten sowie zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierund Pflanzenarten, darunter auch den Großen Panda und die Sichuan- Rindergemse.
Allgemeiner Überblick
Jiuzhaigou liegt im gleichnamigen Kreis des Autonomen Bezirks der Tibeter und Qiang in der Provinz Sichuan. Den Namen Jiuzhaigou, „Tal der neun Dörfer", erhielt das Gebiet wegen der neun tibetischen Dörfer, die sich hier befinden. Jiuzhaigou verfügt über eine Fläche von 62 km2. Es ist das einzige Naturschutzgebiet Chinas mit einer ganzen Gruppe von Hochgebirgs-Seen, einer Kette von Wasserfällen und verkalkten Ufern. Die Landschaft ist farbenprächtig und fantastisch wie eine Märchenwelt.
Jiazhaigou besteht aus drei Tälern und 118 Seen. Zur Kernlandschaft gehören fünf Uferbereiche, 12 Wasserfälle, zehn Flüsse sowie mehr als zehn Quellen und ähnliche Wasserlandschaften. Zusammen mit den neun befestigten Dörfern und 12 Berggipfeln bilden diese Szenerien eine einmalige Landschaft von Hochgebirgs-Flußtälern. Sie sind eingeteilt in die sechs Landschaftsbezirke Shuchizheng, Norinam, Chamyan, Chamhai, Chagru und Tamhai. Die hohen Gipfel und farbenprächtigen Wälder, die zahlreichen Seen und die wie Perlen aufgereihten Wasserfälle werden gemeinsam mit den Sitten und Gebräuchen der Tibeter als die „Fünf Einzigartigen" des Jiuzhaigou bezeichnet.
Die schönste Landschaft in Jiuzhaigou bilden die Gewässer. Die Wasserfälle sind in großer Zahl wie Kaskaden übereinander geschichtet; die Seen sind von unterschiedlicher Größe, ihr Wasser ist durchsichtig und klar, in ihnen spiegeln sich herab gefallene rote Blätter, grüne Bäume, schneebedeckte Gipfel und blauer Himmel. Mit jedem Schritt trifft man auf eine neue Farbe und auf eine veränderte Landschaft, so dass sich der Eindruck einer unerschöpflichen Vielfalt der Szenerien einstellt. Die Gewässer fließen zwischen den Bäumen und die Bäume wachsen im Wasser. Hier findet man die Redensart bestätigt „Wer Jiuzhaogou besucht hat, braucht niemals mehr Gewässer zu betrachten".
Jiuzhaigou ist darüber hinaus die Heimat des Großen Pandabären, des Stumpfnasenaffen, der Rindergemse, des Dybowski-Hirsches und vieler anderer seltener Tiere. Die hiesigen lokalen Sitten und Gebräuche sind sehenswert und mannigfaltig. Sprache, Kleidung und Brauchtum der hier lebenden Tibeter und Qiang besitzen ihren eigenen Charakter und Charme.
Website: www.jiuzhai.com
Touristen-Service
Verkehr
Der Flughafen Jiujiang befindet sich elf Kilometer nördlich von Chuanzhusi im Kreis Songpan des Autonomen Bezirks der Tibeter und Qiang (Provinz Sichuan). Die öffentlichen Straßen enden etwa 88 Kilometer von Jiuzhaigou entfernt. Reisende können von Chengdu aus direkt nach Jiuzhaigou fliegen. Von den Busbahnhöfen Xinnanmen und Chadianzi in Chengdu fahren täglich Busse in das Landschaftsgebiet. Innerhalb des Gebietes verkehren Minibusse, die zwischen den verschiedenen Landschaftspunkten hin und her pendeln.
Gastronomie
Der Besucher kann nationale Gerichte der Tibeter und des Qiang-Volkes probieren, zum Beispiel Kaoquanyang („Im Ganzen gebratenes Schaf'), Shouba-Niupai („Shouba- Beefsteak"), Zamian („Nudeln aus Bohnenmehl"), Yangyuciba („Kartoffel-Reiskuchen") und Qingkejiu („Wein aus Hochlandgerste").
Shopping
In Jiuzhaigou gehören zum Angebot: die charakteristischen Stickereien des Qiang- Volkes, Maowen-Äpfel, Heilkräuter sowie Produkte des Kunsthandwerks der Tibeter wie Ringe, Messer oder Buddha-Perlen. Wer mit dem Flugzeug reist, sollte beachten, dass die Mitnahme von tibetischen Messern in Flugzeugen nicht gestattet ist.
Weitere Informationen
Eintrittskarte:
1. April bis 15. November - 220 Yuan
16. November bis 31. März - 80 Yuan
Info-Telefon: 0086 -837 -773 9753

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