Sehenswürdigkeiten in Lhasa
China, Tibet, Potalapalast in Lhasa (c) China Tours / Onebillionvoices |
Der Potala-Palast
Der Potala-Palast liegt auf dem Roten Berg im Stadtzentrum Lhasas. Er ist der am höchsten gelegene Baukomplex auf Erden. Der Hauptteil des Palastes ist 117 m hoch. Er ist 13-stöckig und besteht aus einem roten und einem weißen Palast. Der rote Palast liegt in der Mitte und umfasst die Stupa-Hallen der Dalai Lamas aller Generationen und verschiedene Buddhahallen. Im weißen Palast wohnten und erledigten die Dalai Lamas amtliche Angelegenheiten.
Im Potala-Palast werden viele wertvolle Kulturgegenstände aufbewahrt. Unter ihnen sind besonders sehenswert: die auf Patrablättern geschriebenen Sutras, die goldene Urne und das goldene Siegel, beides Geschenke von Qing-Kaisern.
Eintrittskarte: 45 Yuan
Öffnungszeit: 9.00 Uhr - 12.30 Uhr vormittags; 15.30-17.00 Uhr nachmittags
Das Sera-Kloster
Das Sera-Kloster befindet sich am Fuß des Wuze-Bergs nördlich der Stadt Lhasa. Es ist eines der drei größten Klöster in Tibet, zugleich auch eines der sechs größten Klöster der Gelugpa-Sekte. Es wurde von einem Schüler von Tsongkapa im Jahre 1419 errichet. Am 27. Tag des 12. Monats nach dem tibetischen Kalender wird das große „Sera Benqen-Fest" gefeiert. Zahlreiche Gläubige machen dann eine Pilgerfahrt nach hier und im Kloster herrscht eine festliche Atmosphäre.
Das Ganden-Kloster
Das Ganden-Kloster, das älteste Kloster der Gelugpa-Sekte, befindet sich im Kreis Dagze, 60 km östlich der Stadt Lhasa. Es ist das größte Kloster der sechs Klöster der Gelugpa-Sekte und zugleich eines der drei größten in Lhasa. Es wurde Anfang des 15. Jahrhunderts unter Leitung von Tsongkapa, dem Gründer der Gelugpa-Sekte, errichtet. Es umfasst die Haupthalle, die Sutrahalle und das Wohnzimmer von Tsongkapa.
Das Jokhang-Kloster in Lhasa
Das Jokhang-Kloster befindet sich in der Mitte der Altstadt von Lhasa. Überlieferungen nach wurde es unter Leitung Songtsan Gampos sowie der Prinzessinnen Wencheng und Bhrikuti Devi im 7. Jahrhundert errichtet. Der Baustil der Gebäude des Jokhang-Klo-sters ist eine Verschmelzung klassischer chinesischer, tibetischer, indischer und nepalesischer Baukunst. Die Buddhahalle für Shakyamuni ist das Hauptgebäude und hat vier Stockwerke.
Das Ramoche-Kloster
Das Ramoche-Kloster liegt nördlich der Altstadt Lhasa. Es wurde in der Mitte des 7. Jahrhunderts errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrmals zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Im Kloster sind viele Wandmalereien zu sehen. In der Haupthalle steht eine vergoldete Bronzestatue des 8-jährigen Shakyamuni, die von Prinzessin Bhrikuti Devi aus Nepal mitgebracht wurde. Das Ramoche-Kloster ist das Sutrainstitut des Tantrismus der Gelugpa-Sekte. Hier studieren die Lamas die Sutras.
Die Barkhor-Straße in Lhasa
Auf dieser 500 m langen Ringstraße im Zentrum von Lhasa spielt sich der tägliche städtische Markt ab. Mit Errichtung des Jokhang-Klosters wuchs die Bedeutung dieser Straße enorm. Für Tibeter gilt das Umrunden der Barkhor-Straße als Gebet. In dieser Straße findet man u. a. kunsthandwerkliche Produkte und Gebrauchsgegenstände für den alltäglichen Bedarf. Außerdem kann man hier viele Spezialitäten der Tibeter probieren.
Das Zhaibung-Kloster
Das Zhaibung-Kloster befindet sich auf dem Wuzi-Berg, 50 km nordwestlich der Stadt Lhasa. Es wurde im Jahre 1416 errichtet. Mit einer Fläche von 250 000 m2 ist es das größte Kloster der Gelugpa-Sekte. In der Blütezeit lebten hier über 10 000 Mönche. Hier wohnte der 5. Dalai Lama, bevor er in den Potala-Palast umzog. Im Kloster werden viele historische Bücher und buddhistische Sutras aufbewahrt. Das Shoton-Fest wird jährlich im 8. Monat nach dem tibetischen Kalender im Kloster gefeiert. Das Ausrollen der Buddhabilder ist eine der größten buddhistischen Aktivitäten in Tibet.
Eintrittskarte: 25 Yuan
Öffnungszeit: 9.00 - 12.00 Uhr
Der Norbulingka
Norbulingka, auf Tibetisch „Schatzgarten", liegt in der Vorstadt von Lhasa. Dieser Park, 360 000 m2 groß, wurde in den 40er Jahren des 18. Jahrhunderts errichtet und war die Sommerresidenz der Dalai Lamas. Der erste Teil des Palastes wurde vom Minister der Qing-Regierung in Tibet errichtet. In späterer Zeit ließen der 8., 13. und 14. Dalai Lama hier ebenfalls Paläste erbauen. Nach 200-jährigem Ausbau war ein großer Park im heutigen Umfang entstanden. An Festtagen kommen zahlreiche Menschen in festlicher Kleidung hierher. Sie singen und tanzen dann die ganze Nacht hindurch.
Das Tibet-Museum in Lhasa
Das Tibet-Museum befindet sich in der südöstlichen Ecke des Parks Norbulingka in der Stadt Lhasa. Es nimmt eine Fläche von 53959 m2 ein, davon entfallen 10451 m2auf die Ausstellungshalle. Im Museum werden viele Kulturgegenstände, Artefakte aus der Vorgeschichte, handgeschriebene tibetische Bücher, Thangka-Malereien, verschiedene Musikinstrumente, Altargeräte, kunsthandwerkliche Produkte und Tonwaren aufbewahrt.
Das Yangbajain-Erdwärmefeld
Yangbajain-Erdwärmefeld befindet sich 90 km nordwestlich der Stadt Lhasa, an der Landstraße Qinghai-Tibet. Das Gebiet ist reich an geothermischer Energie. Das Yangbajain-Erdwärmefeld ist das größte Erdwärmefeld Chinas und zugleich das am höchsten gelegene der Welt. Das Feriendorf bei Yangbajain nimmt eine Fläche von 20 000 m2 ein. Im Dorf gibt es Restaurants, Vergnügungsstätten, Gästehäuser, Schwimmbecken usw. Die heiße Quelle bei Yangbajain ist ein idealer Erholungsort. Das Wasser ist sehr klar und kann bei der Behandlung vieler Krankheiten helfen. Außerdem sind bei Yangbajain die Beobachtungsstation für kosmische Strahlung, das Yangbajain-Kloster und das Nonnenkloster sehenswert.

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