Museen in Zhejiang
Das Museum der Provinz Zhejiang
Es befindet sich am südlichen Fuß des Gushan-Berges am Westsee in der Stadt Hangzhou, Provinz Zhejiang. Es wurde im November 1929 eröffnet und ist ein Museum der Kultur und Wissenschaft, das der Aufbewahrung, Ausstellung und Forschung dient. Der Baukomplex umfasst einzelne Häuser, die durch Korridore miteinander verbunden sind, und demonstriert dadurch den einzigartigen Baustil der südlichen Gebiete des Jangtse, wonach es im Garten Häuser und in den Häusern wiederum Garten gibt. Ein Teil des alten Museums ist die in Jiangnan (den südlichen Gebieten des Jangtse) bekannte Bibliothek Wenlange. Sie wurde im Jahre 1782 in der Regierungszeit vom Qing-Kaiser Qianlong gebaut, gehörte zu den sieben wichtigsten Bibliotheken des Landes, die das Werk „Si-kuquanshu" aufbewahrten, und ist die einzige noch erhaltene von den drei derartigen Bibliotheken in Jiangnan.
Das 1993 umgebaute Museum umfasst eine Fläche von mehr als 20 000 qm und hat über 100 000 Gegenstände aufbewahrt, die die Zivilisation der Hemudu-Kultur, der Majia-Kultur, der Songze-Kultur und der Liangzhu-Kultur von der Jungsteinzeit bis zur Neuzeit und Gegenwart widerspiegeln. Zu sehen sind Keramiken, Lack-, Holz-, Knochen- und Elfenbeinwaren von der Hemudu-Kultur und Jade und Seiden von der Liangzhu-Kultur sowie Bronzewaren aus dem Königreich Yue, Seladon-Porzellan verschiedener bekannter Manufakturen, Bronzespiegel aus Huiji und Huzhou und Werke von Kalligraphen und Malern von Zhejiang aus der Ming- und Qing-Dynastie. In dem Museum sind Halle über Kulturgegenstände, Halle über Seladon-Porzellan, Halle über Kalligraphie und Malerei, Halle über Münzen, Halle über die Kunst von Lü Xiaguang, Halle über die bildende Kunst von Chang Shuhong und Halle über Möbel aus der Ming- und Qing-Dynastie statt, insgesamt 10 Ausstellungen.
Verkehr: Mit Buslinie 7 oder 850 erreichbar
Öffnungszeiten: 09.00-16.30 (montagvormittags geschlossen)
Eintrittskarte: Kostenfrei.
Tel.: 86571-87980281
Web: www.zhejiangmuseum.com
Das Chinesische Seidenmuseum in Zhejiang
Es befindet sich am Yuhuang-Berg am Westsee in der Stadt Hangzhou, Provinz Zhejiang. Es ist ein Spezialmuseum auf staatlicher Ebene und zugleich auch das weltweit größte Seidenmuseum. Das Museum umfasst eine Fläche von 50 000 qm, seine bebaute Fläche beträgt 8000 qm und die Ausstellungsfläche erreicht 3000 qm. Offiziell eröffnet wurde das Museum am 26. Feb. 1992.
Es hat sieben Hallen, und zwar die Halle für die Einleitung, Halle für Seidenstoffe, Halle für Seidenkonfektion, Halle für Raupen, Halle für Färberei und Halle für Weberei sowie den „Seidenstraße"-Korridor. Ausgestellt werden Gegenstände und Bilder über die 5000-jährige Seidengeschichte von der Jungsteinzeit bis zur Qing-Dynastie und über die drei Seidenstraßen, nämlich die Seidenstraße auf Wüste, zu Land und zu Meer. Besonders erwähnenswert sind die bei Qianshanyang in Huzhou ausgegrabenen Seidenfetzen, die schon 4700 Jahre alt sind, das aus den Han-Gräbem in Mawangdui bei Changsha in der Provinz Hunan ausgegrabene Seidenkleid und das in Luolan in Xin-jian ausgegrabene Brokat. Man kann in den Hallen auch noch Aufführungen bewundem. Innerhalb der Museumszone sind noch ein Maulbeerbäum-Garten, ein Garten der Pflanzen für Farbstoffe und andere mit der Seidenkultur im Zusammenhang stehende kleine Gärten errichtet.
Verkehr: Mit Buslinie 12 oder 809 oder Tourismus-Buslinie 3 erreichbar
Öffnungszeiten: 08.30 – 16.30
Eintrittskarte: Kostenfrei.
Tel.: 86571-87035223
Web: www.chinasilkmuseum.com
Das Chinesische Tee-Museum in Zhejiang
Es befindet sich im Shuang-feng-Dorf in der Longjing-Straße im Bezirk Westsee in der Stadt Hangzhou und ist das einzige derartige staatliche Museum im Lande. Es umfasst vier Gebäude, und zwar das Ausstellungs-Gebäude, das Teehaus, das Gebäude der Teesitten und das Universalgebäude. Im Garten des Museums wachsen hundert Arten von Teebäumen, dort kann man Teeblätter pflücken und Tee selbst herstellen. In den Doppelduft-Pfad (Duft von Tusche und Tee) sind 100 Schriftzeichen von Cha (Tee) in verschiedenen Formen und Stilen eingelegt. Im Ausstellungsgebäude werden sechs Ausstellungen veranstaltet wie über die Tee-Geschichte, über beste Teesorten, über Tee-Sitten und über Teegeschirre, die die Erfindung, Entwicklung und Kultur des chinesischen Tees zeigen. Hier kann man auch noch verschiedene Kopien und Bilder sehen, darunter die Bilder über den 900 Jahre alten Teebaum in Yunnan und die Kopie des Werkes „Gesetzbuch des Tees" von Lu Yu. Im Teehaus kann man verschiedene bekannte Teesorten genießen. In der Zone für die Teezeremonie werden die Teezeremonien und Teesitten im In- und Ausland vorgestellt.
Verkehr: Mit Buslinie 27 oder Tourismus-Buslinie 3 bis zur Station Shuangteng fahren
Öffnungszeiten: 08.30-1630
Eintrittskarte: Kostenfrei
Tel.: 86571-87964232
Web: www.teamuseum.cn
Das Museum der Amtlichen Keramikmanufaktur aus der Südlichen Song-Dynastie
Es befindet sich am südlichen Fuß des Yuhuang-Berges in der Stadt Hangzhou, Provinz Zhejiang, und ist das erste Museum der Keramik, das die eigentliche Ruine als die Grundlage hat. Der Baukomplex des Museums im Baustil der Song-Dynastie umfasst eine Fläche von 15 000 qm, und seine bebaute Fläche erreicht mehr als 4300 qm. Das Museum hat zwei Teile, nämlich den Ausstellungsteil und die Ruine. Der Ausstellungsteil besteht aus vier Hallen jeweils unter dem Motto „Heimat des Seladon-Porzellans", „Porzellan für den kaiserlichen Hof, „Kunst des Porzellans" und „Entwicklungsweg des Porzellans".
Die amtliche Keramikmanufaktur der Südlichen Song-Dynastie war die erste der fünf bekanntesten amtlichen Keramikmanufakturen in der chinesischen Geschichte. In der Zone der Ruine wurde eine 1700 qm große Halle zum Schutz der Ruine der antiken Manufaktur und einen Schutzkorridor für die Ruine der so genannten Drachen-Manufaktur gebaut. Es handelt sich um den größten Baukomplex zum Schutz der antiken Ruine in Südchina, der die Szene der Produktion in der Keramikmanufaktur der Südlichen Song-Dynastie anschaulich wiedergegeben hat. Zu sehen ist dort noch ein Komplex nachgebauter Herstellungsanlagen. Touristen können sogar selbst Probe machen und die Freude bei der Mitmachung genießen.
Verkehr: Mit Buslinie 20,39,308 oder 809 oder Tourismus-Buslinie 3 erreichbar
Öffnungszeiten: 08.30-16.30 (montags geschlossen)
Eintrittskarte: Kostenfrei.
Tel.: 86571-85083990
Web: wwvv.ssikiln.com
Das Tianyige-Museum in Zhejiang
Es befindet sich in der Tianyi-Straße in der Stadt Ningbo, Provinz Zhejiang. Es ist ein Museum über die Kultur der Bibliothek, die Gesellschaft, die Geschichte und die Kunst und gehört zu den nationalen Landschaftszonen der Klasse AAAA. Das Museum hat ein Gelände von 26 000 qm und ist durch die lokalen Besonderheiten der ruhigen Umwelt, der hübschen Gartenkunst und des antiken Baustils gekennzeichnet. Das Museum besteht aus drei Teilen, und zwar Teil der Kultur der Bibliothek, Teil des Gartens und Teil der Ausstellung. Zu den Ausstellungen zählen Ausstellung über Bibliotheken, Ausstellung über die Entwicklungsgeschichte von Tianyige, Ausstellung über die neu verfasste Gemeindechronik, Ausstellung über Steinabriebe von Ninghuitang, Ausstellung über die Erfindung des Majiangs, Ausstellung über die akademische Kultur von Ost-Zhejiang in Baiyunzhuang und Ausstellung über den Beamten-Wohnhof in Yintaidi.
Die Tianyige-Bibliothek ist die älteste private Bibliothek Chinas und zugleich eine der drei ältesten privaten Bibliotheken der Welt überhaupt. Sie wurde vom Staat zur schwerpunktmäßig zu schützenden Einheiten erklärt. Diese Bibliothek wurde in den Jahren zwischen 1561 und 1566 errichtet und war die private Bibliothek des stellvertretenden Ministers des Kriegsministeriums der Ming-Dynastie, Fan Qin, gewesen. Jetzt hat die Bibliothek 300 000 Bücher, 80 000 davon sind seltene Bücher. Besonders wertvoll sind Ortschroniken und Verzeichnisse der kaiserlichen Examen der Ming-Dynastie. Die Ausstellung über die Erfindung des Majiangs wird in dem Ahnentempel des Majiang-Erfinders Chen Yumen (1817-1878) eingerichtet und umfasst eine Fläche von mehr als 1000 qm. Es handelt sich dabei um die erste derartige Ausstellung des Landes.
Die Ausstellung ist in drei Teile eingeteilt, jeweils unter dem Motto „Geschichte und Kultur des Majiangs", „Majiang und Ningbo" und „Majiang in verschiedenen Weltteilen" (in diesem Teil sind ein chinesischer und ein westlicher Spielraum eingerichtet). In der Halle der Ortschronik sind 6730 Bände verschiedener Ortschroniken aufbewahrt. In der Yintaidi-Halle werden die Wohnkunst der Familien der Beamten und die Architektur in der Qing-Dynastie gezeigt. Der Ahnentempel der Familie Qin ist durch die eigenartige Ahnentempel-Kultur und die hervorragende Handwerkkunst gekennzeichnet und ist in die Liste der vom Staat schwerpunktmäßig zu schützenden Einheiten aufgenommen worden.
Verkehr: Mit Buslinie 2,9,10,12,14,15,19oder 821 erreichbar © 08.00-17.30 (vom 21.Apr. bis 20.Okt.)
Öffnungszeiten: 08.00-17.00 (vom 21.Okt. bis 20.Apr. nächsten Jahres)
Eintrittskarte: 30 Yuan
Tel.: 86574-87293526
Web: www.tianyige.com.cn
Das Museum über Huqingyutang für traditionelle chinesische Heilmittel
Es befindet sich in der Dajing-Gasse nördlich vom Wu-Berg in der Stadt Hangzhou, Provinz Zhejiang, und ist das erste Museum über traditionelle chinesische Heilmittel. Es wurde im Jahre 1989 auf der Grundlage der antiken Baugruppe der Apotheke Huqingyutang errichtet, das von Hu Xueyan (1823-1885), der der ,Arznei-König der südlichen Gebiete des Jangtse" genannt wurde, im Jahre 1874 eröffnet wurde. Huqingyutang in Südchina und Tongrentang in Nordchina sind die beiden bekanntesten traditionellen Apotheken des Landes. 1988 wurde diese Baugruppe zur staatlich schwerpunktmäßig zu schützenden Einheit erklärt. Der ganze Baukomplex im Gartenstil von Südchina umfasst eine Fläche von mehr als 4000 qm.
In dem Museum sind über 160 Geräte zur Zubereitung von Heilmitteln sowie rund 1000 Muster traditioneller chinesischer Heilmittel aufbewahrt. Besonders nennenswert ist ein 1,8 Meter großes und 3,6 Meter langes ausgestopftes Nashorn. Das Museum hat fünf Teile: Der erste Teil besteht aus vier Hallen, nämlich die Halle Allgemeines zur Arzneikunde, die Halle über Huqingyutang, die Halle über hervorragende Apotheker und die Halle über Muster von Heilmitteln und fertige Präparate; der zweite Teil umfasst Räume, in denen erfahrene Arbeiter Präparate zur Schau zubereiten und die Zuschauer dabei mitmachen können; in dem dritten Teil wird eine Beratungsstelle zur Gesundheitspflege eingerichtet; und der vierte Teil ist ein Restaurant, das Speisen mit Heilwirkungen anbietet; und der fünfte Teil ist ein Geschäft.
Verkehr: Mit Buslinie 8 oder 35 erreichbar
Öffnungszeiten: 08.30-17.00
Eintrittskarte: 10 Yuan
Tel.: 86571-87815209
Web: www.hqyt.com
Das Museum der Hemudu - Ruinen in Zhejiang
Es befindet sich im Dorf Langshuqiao in der Kleinstadt Hemudu der Stadt Yuyao, Provinz Zhejiang. Es wurde im Mai 1993 im Baustil von Hemudu vor 7000 Jahren gebaut und dient zur Forschung und Erhaltung der Kultur der Hemudu-Ruinen. Die Hemudu-Ruinen gelten als Ruinen in den südchinesischen Küstengebieten in der Jungsteinzeit ungefähr zwischen 5000 und 3000 Jahren vor unserer Zeitrechnung. Die Ruinen zeigen genau die regionalen Besonderheiten der wasserreichen Gebiete in Südchina. In den Ruinen sind bisher 6700 Gegenstände ausgegraben, die für die Forschung von Landwirtschaft, Viehzucht, Architektur, Textil und Kunst sowie Ursprung der Zivilisation der chinesischen Nation von großer Bedeutung.
Das Museum besteht aus Ausstellungen der Kulturgegenstände und dem Ruinen-Park. Ständige Ausstellungen gibt es drei: In der ersten Ausstellung wird anhand von rund 400 ausgegrabenen Funden sowie zahlreichen Fotos, Tabellen und Modellen Allgemeines zu den Ruinen vorgestellt. In der zweiten Ausstellung unter dem Motto „Reisanbau-Wirtschaf' sind ausgegrabene Reiskörner vor 7000 Jahren und zahlreiche Fotos zu sehen. Und in der dritten Ausstellung informiert man sich über das Leben der Sesshaftigkeit und die uralte Kultur der Hemudu-Menschen. Dabei werden Holzbauteile mit Zapfen und Werkzeuge ausgestellt, die als Wunder in der Architektur-Geschichte betrachtet werden. Von den zahlreichen Exponaten sind die Elfenbeinschnitzereien am wertvollsten, nennenswert ist der als Symbol der Ruinen betrachtete schmetterling-förmige Behälter, der „Zwei Vögel richten sich gegen die Sonne" genannt wurde.
Verkehr: Von Ningbo aus mit Reisebus Linie 333 und von Yuyao aus mit Reisebus erreichbar
Öffnungszeiten: 08.00–17.00
Eintrittskarte: 25 Yuan
Tel.: 86574-62963731 oder 62963732
Web: wwwliemudusite.com

Bestpreisgarantie

