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China: Qinghai-Tibet

Reise entlang der Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie

China, Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie (c) China Tours / Onebillionvoices


Die Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie ist die weltweit am höchsten gelegene und längste Eisenbahnstrecke, die durch den längsten gefrorenen Boden verläuft. Der Bau der Strecke ist eine epochale Tat in der Eisenbahngeschichte der Menschheit. Die 1.956 Kilometer lange Strecke verbindet Xining, die Hauptstadt der Provinz Qinghai mit Lhasa, der Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet. Am 1. Juli 2006 wurde die gesamte Strecke dem Verkehr frei gemacht. Mit dem Zug nach Westen kann man die Quellen des Yangtze und des Gelben Flusses, das majestätische Kunlun-Gebirge und den Charhan-See (den größten Salzsee Asiens) sehen. Der Zug fährt über der Wanzhang Salz-Brücke. Auf dem Weg kann man noch wilde Tiere wie tibetischen Antilopen, Yaks und tibetische wilde Eseln in Höh Xil und Qiangtang in Nordtibet sehen. In Lhasa erwarten Sie weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie der Potala-Palastm oder das Kloster Jokhang. Sie können nicht nur die Naturlandschaft genießen, sondern auch die einigartige Kultur auf dem Dach der Welt bewundern.


Xining

Die Stadt hat eine Geschichte von mehr als 2.100 Jahren. Sie war eine wichtige Station auf dem alten Tang-Tibet-Wegs und auf der Seidenstraße. In der alten Zeit war Xining von großer militärischer Bedeutung. Die Strecke zwischen Xining und Golmud auf dem Qinghai-Tibet-Plateau verläuft zum großen Teil durch Gobi, Salzseen, Sumpfland und Gebirge.

Die Dongguan Moschee
Die Moschee liegt auf der Dongguan-Sraße in Xining und hat eine Geschichte von mehr als 600 Jahren. Sie wird zusammen mit der Huajuexiang-Moschee in Xi'an, der Qiaomen-Moschee, der Kaschgar Idgar Moschee in Xinjiang als die vier wichtigsten Moschee in Nordwestchina angesehen. Die großflächige Moschee hat eine 1.102 Quadratmeter großen Halle, die rund 3.000 Menschen Platz bietet. Die Moschee ist ein Bildungszentrum der islamischen Religion in Nordwestchina.

Verkehr: Buslinie 1, 2 und 23.

Praktische Reisetipps:
 (1) Diejenigen, die keine Moslem sind, sind nicht willkommen, in die Küche einer Moslem-Familie einzutreten. Eintritt in das Schlafzimmer der Gastgeber, besonders der Gastgeberin, wird als unhöflich betrachtet.
(2) Während des Gottesdienst sind die Moscheen für Besucher nicht zugänglich. Man darf erst mit der Genehmigung innerhalb der Moschee fotografieren.


Kumhum Kloster
Das Kloster liegt im Kreis Huangzhong etwa 27 Kilometer südwestlich der Stadt Xining. Das Kloster wurde im Jahre 1560 gebaut und gehört zu den sechs wichtigen Klöstern des Lamaismus. Das Kloster ist der Geburtsort des Gründers der Gelug-Schule Tsongkhapa. Das Gebirge, das das Kloster umgibt, sieht wie eine Lotusblume aus. Das Kloster liegt im mittleren Boden der Blume. Stickerei, Wandmalerei und Butterblume sind die drei Kulturschätze des Klosters.

Verkehr: Man kann mit dem Bus von der Busstation Ximen in Xining aus zum Kloster fahren

Praktische Reisetipps:
(1) Fotografieren innerhalb des Klosters ist verboten   
(2) Sutren, Buddhastatuen oder religiöse Gegenstände dürfen nicht mit der Hand berührt werden.
(3) Besucher dürfen nie die Gebetsmühle nie in Uhrzeigerrichtung drehen.



Der Qinghai-See und die Insel der Vögel
Der Qinghai-See liegt rund 151 Kilometer von der Stadt Xining entfernt. Über dem großflächigen See fliegen oft große Scharen von Vögeln vorbei. Die Ufer sind mit grünem Gras und vielen Blumen bewachsen. Im August und September blühen goldene Rapsblumen. Pferde, Kühe und Schafe wandern durch das Gras. In der Ferne erheben sich Gebirge, dessen Gipfel von Schnee bedeckt sind. Im Himmel ziehen sich Wolken.
Die Insel der Vögel liegt in der nordwestlichen Ecke des Qinghai-Sees Die Insel hat eine Fläche von rund 0,8 Quadratmeter. Im April ist die Insel ein Habitat von mehr als 10.000 Vögel von rund zehn Arten Zugvögel aus Südchina oder Südostasien wie Wildgänse und Möwen. Man befände sich als ob in einem Reich der Vögel.

Verkehr:
Man kann mit dem Zug von Golmud nach Hargai fahren. Man kann auch mit dem Taxi von Xining aus zum Qinghai-See fahren.
Eine andere Möglichkeit ist der Überlandbus. Der Überlandbus fährt von der Busstation in Xining aus nach Heimahe. Der See liegt rund 50 Kilometer von Helmahe entfernt. Minibusse bringen Touristen von Heimahe zum Qinghai-See

Praktische Reisetipps:
(1) In der Nähe des Sees gibt es Moor- und Sumpflandschaft. Passen Sie gut auf!
(2) Es gibt großen Unterschied zwischen Temperaturen am Morgen und in der Nacht. Packen Sie warme Sachen ein!


Golmud

Golmud liegt am südlichen Rande des Qaidam-Beckens. Golmud hat eine Fläche von 123.500 Quadratkilometern und liegt 2.800 Meter über dem Meeresspiegel. Golmud ist eine in den 1950er Jahren gebaute Stadt. Sie ist die zweitgrößte Stadt Qinghais.

Der Salzsee Charhan und der Wanzhang Salz-Brücke
Der Salzsee liegt am südlichen Rande des Qaidam-Beckens und ist die größte Salzsee in Asien und die zweigrößte Salzsee in der Welt. Der See hat eine Fläche von rund 5.800 Quadratkilometern. Beim guten Wetter schimmert der See silbernes Licht in der Sonne. Man kann die Luftspiegelung sehen. Der Salz aus dem See sieht kristallklar aus und der Perlensalz, der als König des Salzsees bezeichnet wird, ist besonders attraktiv.

Die glatte Fläche der geraden Brücke ist wieder eine Attraktion. Sie sieht wie ein Schwert aus, das den See in zwei Teile gliedert. Parallel mit der Brücke verläuft die Qinghai-Tibet-Eisenbahn. Es ist ein herrliches Bild, wenn der Zug durch das Plateau neben dem Salzsee braust.

Verkehr:
Aus dem Zug kann man den Salzsee und die Wanzhang Salzbrücke sehen. Wer die Landschaft näher kennen lernen möchte, kann mit dem Bus von Golmud aus zu dem See fahren.


Pass des Kunlun-Gebirges
Der Pass des Kunlun-Gebirges liegt im Südwesten der Provinz Qinghai. Der 4,772 Meter hohe Pass ist ein einzige Weg von Qinghai oder Gansu nach Tibet. Hier sieht man Kette von Gebirgen, vom Schnee bedeckte Gipfel und große Steppen. Im Osten und im Westen des Passes erheben sich der Yuxu-Gipfel und der Yuxian-Gipfel, beide sind über 6.000 Meter hoch und werden vom Schnee bedeckt. An dem Pass kann man im Hochsommer Schnee an den Gipfeln bewundern.

Verkehr:
Der Pass des Kunlun-Gebirges liegt rund 110 Kilomeer von Golmud. Aus dem Zug auf der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet kann man die herrliche Landschaft bewundern. Wer die Landschaft näher betrachten möchte, kann mit dem Bus von Golmud aus in Richtung Tibet fahren.


Praktische Reisetipps:
Packen Sie warme Sachen ein. Das Wetter ist unbeständig. Auch im Hochsommer kann es scheine.


Sehenswürdigkeiten auf dem Weg von Golmud nach Lhasa
Auf der Strecke von Golmud nach Lhasa der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet gibt es in neun Stationen: Yuzhu-Gipfel, Chumar-Fluss, Tuotuo-Fluss, Buqiangge, Tangul, Cona-See, Nagqu, Damxung und Yangbajain jeweils eine 500 Meter lange Plattform zu Bewunderung der Landschaft. Das Kunlun ist das längste Gebirge entlang der Eisenbahnlinie. Das Gebirge erstreckt sich 2.500 Meter lang. Im Durchschnitt ist das Gebirge 5.500 bis 6.000 Meter hoch. Das Kunlun ist die Quelle zahlreicher Mythen und Sagen Chinas. In China wird Kunlun als die „Vorfahren aller Gebirge" angesehen. In der alten Zeit glaubte man in China, dass der göttliche Yao-Teich eben im Kunlun liege. Nirgendwo in der Welt wird das Ökosystem so gut erhalten wie in Höh Xil. Hier leben viele bedrohte Tier und Pflanzenarten der Welt. Dazu gehören wilde tibetische Antilopen, wilde tibetische Esel, und tibetische Yaks. Der Bahnhof Cona See ist der schönste Station auf der Eisenbahnlinie. Der Zug fährt am See vorbei. Im Jahr des Drachen nach dem tibetischen Kalender besuchen zahlreiche Pilger den See, um für Glücke zu beten. Auf der großflächigen Steppe leben wilde tibetische Antilopen und mongolische Gazellen. In der Station Nagqu sieht man schönes Qiangtang-Grassland, Zelte und Flaggen der Hirten. In der Nähe der Station Yangbajain gibt es viele Thermalbäder. Dadurch können sich Touristen von der langen und stressigen Fahrt etwas gut erholen.


Lhasa

China, Tibet, Potala-Palast in Lhasa (c) China Tours / Onebillionvoices

Lhasa ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Autonomen Gebiets Tibet. Die Stadt liegt 3.650 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine Geschichte von mehr als 1.300 Jahren. Im Jahr dauert die Sonnenscheinzeit mehr als 3.000 Stunden. Daher wird sie als die Stadt des Sonnenscheins bezeichnet. Zu Fuß des Potala-Palast kann man die einzigartige tibetische Kultur näher kennen lernen. Die Bharkor-Straße ist eine interessante Adresse für Touristen, dort kann man viele fromme Buddhisten sehen, die Gebetsmühlen in der Hand haben. Dabei kann man die Heiligkeit und den Charme Lhasas spüren.

Der Potala-Palast
Der Palast thront auf dem Roten Berg in der Mittleren Beijing-Straße. Er ist weltweit der am höchsten gelegene Palast. Erbaut wurde Potala im 7. Jahrhundert. Er ist ein Symbol der tibetischen Kultur und wurde auf die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Die Palastanlage besteht aus einem Roten Palast und einem Weißen Palast. Der Palast ist ein 13-stöckiges Gebäude. Der Hauptturm des Palasts ist 117 Meter hoch. Der Rote Palast steht in der Mitte und beherbergt Stupas der Dalai Lamas in der Vergangenheit sowie Hallen für Buddhastatuen und Sutren. Besonders die Stupa des Fünften Dalai Lamas sieht herrlich aus. An beiden Seiten des Roten Palasts ist der Weiße Palast. Hier ist der Wohnraum und die Audienzhalle der Dalai Lamas in der Vergangenheit. In Potala werden zahlreiche Kulturgüter wie auf Palmblättern geschriebene Sutren, Kangyur sowie kaiserliche Edikte und Siegel der Qing-Dynastie.

Praktische Reisetipps:
(1) Die beste Reisezeit ist zwischen März und Oktober. Das Wetter ist mild und feucht.
(2) Die Öffnungszeit dauert bis 13 Uhr. Montags, mittwochs und freitags dauert die Öffnungszeit etwas länger, samstags und sonntags hingegen etwas kürzer. Besucher müssen zu Fuß den Berg besteige. Täglich ist der Palast neben Reisegruppen nur 1.000 Individuell-Reisenden zugänglich.
(3) Innerhalb des Palasts ist es kalt und feucht. Nehmen Sie auch im Hochsommer eine Jacke mit.



Kloster Jokhang und Bharkor Straße

Sie liegen in der Mitte der Altstadt Lhasa. Das Lahmaistische Kloster Jokhang wurde im 7. Jahrhundert gebaut. Die Haupthalle besteht aus vier Etagen. Die Architektur ist eine Verbindung vom Stil der han-chinesischen, der tibetischen, der indischen und der nepalesischen Architektur. Die Sakyamuni-Halle ist das wertvollste Gebäude der Tempelanlage. Im Tempel werden eine knapp 1.000 Meter lange tibetische Wandmalerei, Stickerei der Ming-Zeit und Tangkas erhalten. Man kann auch die Stele der Allianz zwischen Tang und Tibet sehen.
Die äußere Wand des Klosters wird als Bharkor genannt. Die Straße, die von dem Kloster ausgehende Straße ist die Bharkor Straße. In Tibet kann man überall betende Menschen sehen. Das Jokhang-Kloster, die Bharkor-Straße und der Potala sind wichtige Orte für betende Menschen. Bharkor ist auch eine wichtige Handelsstraße. Man kann hier neben tibetischen handwerklichen Kunstgegenständen auch noch Waren aus Indien und Nepal kaufen.

Verkehr: Man kann mit dem Bus oder der Rikscha zur Bharkor Straße fahren.

Na in Co
Nam Co liegt im Kreis Damxung und ist einer der drei heiligen Seen in Tibet. Der See ist auch ein heiliger Ort des Lamaismus. Daher besuchen immer viele Pilger den See. Im Jahr des Schafes nach dem tibetischen Kalender wandern Scharen von Pilgern um den See herum, um nach Reinigkeit ihrer Seele zu suchen. Nam Co (4.718 Meter über dem Meeresspiegel) ist der am höchsten gelegene See weltweit. Das dunkelblaue Seewasser spiegelt vom Schnee bedeckte Gipfel und den Himmel wider. Man hat das Gefühl, als ob man sich in einer göttlichen Welt befände. Im Frühling und Sommer weiden große Scharen von Kühen und Schafen auf dem Grasland um den See. Der Frühling und der Sommer sind die beste Zeit für eine Reise am See.

Verkehr:
Damxung liegt auf der Eisenbahnlinie Qinghai-Tibet. Viele Fahrzeuge verkehren zwischen Damxung und umliegenden Sehenswürdigkeiten. Man kann einen Wagen mieten, um den Nam Co zu erlangen. Oder man fährt in einer Reisegruppe von Lhasa zu dem See.

Praktische Reisetipps:
In der Nacht fallen die Temperaturen im Nam Co drastisch. Es gibt oft starken Regen oder Hagel. Auch im Sommer soll man warme Kleidung mitbringen.

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