Suzhou: Der Zhuozheng-Garten (Garten des Plumpen Staatsmanns)
Der Zhuozheng-Garten, an der nordöstlichen Ecke der Altstadt Suzhou liegend, ist der größte klassische Garten Suzhous und ein der vier bekanntesten Gärten Chinas. Sein Anfang reichte bis in das Jahr 1509 (4. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Zhengde) zurück. Damals ließ der Zensor Wang Xianchen den Garten anlegen, nachdem er des Amtes enthoben worden war und in die Heimat zurückkehrte.
Der Garten ist dreigeteilt: der Ostteil, der Mittelteil und der Westteil. Er ist ein typischer Privatgarten in Suzhou mit der Gartenwohnung an der Front und dem Hintergarten. Ein hervorstechender Charakterzug dieses Gartens ist, dass der Teich das Zentrum der Komposition bildet, um das herum die wichtigen Bauten angeordnet sind.
Der Ostteil ist ein Pflanzengarten mit vielen uralten Bäumen, exotischen Blumen und grünem Bambus inmitten von Zickzack-Wasserläufen. All dies spiegelt sich im klaren Wasser wider, und es ergibt sich ein wunderbares Bild. Die Hauptbauwerke in diesem Teil sind die Orchidee-Schnee- Halle (Lanxue Tang), der Pavillon der Himmlischen Quelle (Tianquan Ting) und der Pavillon des Weiten Blickes (Fangyan Ting).
Im Mittelteil befinden sich die edelsten Anlagen mit einem langen gewundenen Gang, vielen feinen Pavillons und mit dem Garten im Garten. Das Hauptgebäude, die Halle des Fernen Duftes (Yuanxiang Tang) ist als Krone des ganzen Gartens bezeichnet, während die Duftinsel (Xianzhou) im Mittelpunkt der Gartenszenerien steht und als sein Wahrzeichen zu betrachten ist. Der Bau „Kleiner Fliegender Regenbogen" (Xiaofei Hong) ist der einzige Brückengang in den Gärten Suzhous. Die Halle des Fernen Duftes ist eine Vierseiten-Halle, von wo aus man die Szenerien auf allen vier Seiten betrachten kann. Der Halle gegenüber stehen westlich „Kleiner Fliegender Regenbogen" (Xiaofei Hong) und „Kleines Wassergrün" (Xiaocang Lang), und östlich der Wollmispelgarten, abgetrennt durch eine niedrige Mauer. Nach dem Verlassen der Halle des Fernen Duftes erreicht man einem engen Pfad entlang das Haus des Erblickens der Berge (Jianshan Lou). Dort oben hat man einen Rundblick über den ganzen Garten.
Den Westen des Komplexes schmücken mehr als 700 Bonsai-Topfe. In der Mitte liegt ein „z" -förmiger Teich. Östlich des Teiches befindet sich ein wellenförmiger Gang, der Mauer entlang. Schlendert man auf dem Gang, hat man das Gefühl, als ob man auf dem Wasser träte.
Der frühere Wohnbereich ist heute zum Museum der Suzhouer Gärten umfunktioniert worden. Das Museum, das in vier Ausstellungshallen: originale Gärten, Geschichte der Suzhouer Gärten, Episoden und Verwaltung der Suzhouer Gärten untergeteilt ist, führt die Besucher die mehr als 2000 Jahre Geschichte des Gartenbaus in Suzhou vor Augen.
Im Dezember 1997 wurde dieser Garten von der UNESCO unter die Liste der Weltkulturerben eingereiht.
Reiseservice
Verkehr: Zu erreichen ist der Garten mit der Buslinie 178 und den Reisebuslinien 1, 2 und 5.
Tel.: 0086-512-67510286
Öffnungszeiten: Täglich von 7.30-18.00
Website: www.szzzy.com.cn
Reisetipps
1. In der Hochsaison finden dort Azaleenschau und Lotosblumenschau statt.
2. Am Eingang kann man ein „Audio Tour" ausleihen
3. Etwa 100 m westlich des Ausgangs gelangt man zur ehemaligen Residenz des „Treuen Königs" (Zhongwang Fu) des Taiping-Aufstandes, zum Suzhouer Museum und zum Museum der Suzhouer Gärten. Spaziert man 100 m auf der Gartenstraße, erreicht man den Löwenwald und das Museum der Suzhouer Völkerkunde
4. Auf der Straße nordöstlich des Eingangs und auf der Gartenstraße findet man Verkaufsstände mit kunsthandwerklichen Arbeiten, lokalspezifischen Produkten, Suzhouer Fächern, Suzhouer Stickereiarbeiten u.a.

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