Suzhou: Das Huanxiu-Berghaus (Haus des Umblickens auf die schöne Landschaft)
Gelegen an dem westlichen Abschnitt der Jingde- Straße im Zentrum der Altstadt Suzhou, ist das Huanxiu- Berghaus ein berühmter klassischer Garten. Es ist während der Qing-Zeit angelegt. Heute steht die Anlage unter dem Denkmalschutz auf der Provinzebene. Das Forschungsinstitut für Suzhouer Stickerei ist im Berghaus untergebracht.
Das Berghaus unterscheidet sich von den anderen dadurch, dass künstliche Felsen das Hauptakzent bilden. Drei Viertel des 2000 m2 großen Hauses sind Felsen und Bauten, den Rest beansprucht die Wasserfläche. Es handelt sich hier um eine Struktur: vorne Gebäude, hinten Garten. Das Gros im Garten sind künstliche Berge, von Wasser umgeben. Westlich des Gartens trifft man eine Seitenhalle und einen Gang. Nordwestlich steht eine Steinmauer. Im Norden sind die Galerie „zum Herausputzen des Herbsts" (Buqiu Shanfang) und der Pavillon des „Halbgefüllten Teichs im Herbst" (Ban tan qiu Shui - Fang shan Ting) angesiedelt.
Der künstliche Felsen, datiert aus dem Jahr 1807 während des Qing-Kaisers Jiaqing, ist eine Arbeit von Ge Yuliang, einem Experten der Felsgestaltung. Dies ist das beste Stück unter allen diesbezüglichen Schöpfungen in Suzhou. Der 7,2 m hohe Hauptgipfel ragt im Südosten, der zweithöchste im Nordwesten, ein Wasserlauf dazwischen. Die Schlucht ist 12 m tief, und der Pfad über 60 m lang. Der Felsen mit all seinen schroffen Pfaden, gewundenen Bächleins, Steinhöhlen ist ein Irrgarten. Er ist von Menschen geschaffen, sieht jedoch so aus, als ob er natürlich entstanden wäre. In der vollkommenen Harmonisierung mit anderen Szenerien im Garten wirkt dieser Felsen wie eine chinesische Landschaftsmalerei. Dieses Werk ist unbestreitbar ein Kleinod in den Gärten Suzhous. Chen Congzhou, ein Meister des Gartenbaus, hat einst sich so ausgedrückt: „Der Felsen im Huanxiu-Bergsitz ist das beste Vorbild für die Anwendung von unterschiedlichen Methoden der Felsengestaltung. Der Gartenbauer hat diesen Berg nicht gesehen, wie Dichter, die niemals Li Bai und Du Fu gelesen haben. Das Werk nimmt einen wichtigen Stellenwert in der
Geschichte des chinesischen Gartenbaus ein."
Im Dezember 1997 nahm die UNESCO den Bergsitz in die Liste der Weltkulturerben auf.
Reiseservice
Verkehr: Man kommt dorthin mit den Buslinien 1,3,46 und 701.
Tel.: 0086-512-65222415
Öffnungszeiten: Täglich von 8.30-16.30

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