Übersicht
Suzhou ist eine Stadt der Gärten. Die klassischen Gärten in der Stadt verkörpern die Spitzenleistungen der orientalischen Gartengestaltung. Mehr als 60 klassische Gärten bleiben bis heute erhalten, von denen 9 in die UNESCO-Liste der Weltkulturerben aufgenommen sind. Sie sind: der Zhuozheng-Garten, der Liuyuan-Garten, das Huanxiu-Berghaus, der Wangshi-Garten, der Löwenwald, der Yiyuan-Garten, der Ouyuan-Garten, der Canglang-Garten und der Tuisi-Garten.
Zhuozheng-Garten
Der Zhuozheng-Garten, an der nordöstlichen Ecke der Altstadt Suzhou liegend, ist der größte klassische Garten Suzhous und ein der vier bekanntesten Gärten Chinas. Sein Anfang reichte bis in das Jahr 1509 (4. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Zhengde) zurück. Damals ließ der Zensor Wang Xianchen den Garten anlegen, nachdem er des Amtes enthoben worden war und in die Heimat zurückkehrte.
Liuyuan-Garten
Der Liuyuan-Garten ist wie der Zhuozheng-Garten ein der vier bekanntesten Gärten Chinas. Zunächst wurde er als Ostgarten im Jahre 1595 (23. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Wanli) von Xu Taishi, einem hohen Beamten der Ming-Dynastie, angelegt. Später wechselte der Garten mehrmals den Besitzer und wurde häufig umgestaltet und erweitert. Im Jahr 1876 erhielt er den jetzigen Namen. Er umfasst eine Fläche von 33 000 m2, deren ein Drittel bebaut ist. Die Bauten gliedern das Gelände in vier Teile: die Mitte, den Ostteil, den Westteil und den Nordteil. Die sich in der Szenerie voneinander unterscheidenden Teile sind durch gewundene Gänge miteinander verbunden.
Wangshi-Garten
Der 6500 m2 große Garten ragt durch seine Eigenschaft „klein und fein" heraus und ist eine Schöpfung mit großer Kunstfertigkeit. Er befindet sich an der Stelle, wo zur Zeit der Südsong-Dynastie(1127-1279)die Halle der Zehntausend Bücherrollen (Wanjuan Tang) von Shi Zhengzhi gestanden hatte. Neben der Halle hatte es einen Garten namens „Fischers Klause" (Yuyin) gegeben. Während der Qianlong-Periode der Qing-Dynastie ließ Song Zongyuan, ein hoher Hofbeamter, den Garten neu anlegen und gab dem den jetzigen Namen.
Huanxiu-Berghaus
Gelegen an dem westlichen Abschnitt der Jingde- Straße im Zentrum der Altstadt Suzhou, ist das Huanxiu- Berghaus ein berühmter klassischer Garten. Es ist während der Qing-Zeit angelegt. Heute steht die Anlage unter dem Denkmalschutz auf der Provinzebene. Das Forschungsinstitut für Suzhouer Stickerei ist im Berghaus untergebracht.
Canglang-Pavillon
Der Canglang-Pavillon weist von den Gärten in Suzhou die längste Geschichte auf. Im Jahre 1044 (im 4. Regierungsjahr des Kaisers Qingli der Song-Dynastie) hatte der Dichter Su Shunqin diesen Pavillon in der Wassernähe angelegt und einen Artikel mit der Überschrift „Notizen über den Canglang-Pavillon" geschrieben. Diese Anlage liegt bei Sanyuanfang südlich Suzhous, nicht weit von der Panmen- Wasserstadt entfernt. Der 10 000 m2 große Pavillon, durchsetzt mit alten Bäumen und bizarren Felsbildungen, ist ein typischer „Stadtwald", der Frische und Abgeschiedenheit atmet.
Löwenwald
Der Löwenwald nahm seinen Anfang in der Yuan- Dynastie. 1341 kam ein buddhistischer Mönch namens Tian Ru nach Suzhou, um Predigte zu halten. Er erfreute sich großen Zuspruches. Zum Gedenken an ihm bauten seine Jünger 1342 einen Tempel. Der Tempelgarten erhielt den Namen „Löwenwald", weil die zahlreichen Felsspitzen des Gartens löwenähnliche Gestalt haben.
Yiyuan-Garten
Auf der Renmin-Straße liegend, gehört der Yiyuan- Garten zu den jüngsten klassischen Gärten Chinas. Er war ein von Gu Wenbin, einem hohen Beamten der ausgehenden Qing-Dynastie, angelegter Privatgarten gewesen. Der Name „Yiyuan" (Garten der Wonne) entnahm dem Werk „Gespräche" von Konfuzius, wo es heißt „Wonnegefühl zwischen Brüdern".
Ouyuan-Garten
Der Ouyuan-Garten befindet sich in der Xiaoxinqiao- Gasse 7, östlich der Stadt Suzhou. Er hat eine Fläche von 8000 m2. Auf der einen Seite gegen die Straße gerichtet, ist er auf drei Seiten von Wasser umgeben. Zuerst angelegt zu Beginn der Qing-Zeit wurde er während der Periode des Qing-Kaisers Guangxu von Shen Bingcheng wiedererbaut, nachdem er von seinem Gouverneurposten für Jiangsu und Jianxi zurückgetreten war. Der Name rührt daher, dass er und seine Frau beiden (ein Paar) in Zurückgezogenheit leben wollten.
Yipu-Garten
Der Yipu-Garten liegt tief in der Wenya-Gasse 5, Suzhou. Zunächst von Yuan Zugeng aus der Ming-Zeit angelegt, hieß der Garten „Zuiying-Halle". Er ist ein typischer Landschaftsgarten der Ming-Dynastie.
Tigerhügel
Gelegen im Nordwesten der Altstadt Suzhou hieß der Tigerhügel ursprünglich den aus dem Meer hervorgequollenen Berg. Der Sage nach ist er eine Hinterlassenschaft einer kleinen Insel im Meer. Sein Ursprung kann bis in die Zeit vor 2500 Jahren zurückverfolgt werden. Der landschaftlich schöne Tigerhügel ist sagenumrankt, daher als „Sehenswürdigkeiten Nr. 1 im Zentrum von Wu" bekannt.
Tuisi-Garten
In den Vororten von Suzhou gibt es noch viele klassische Gärten wie der Tuisi-Garten, der Yangyuan- Garten, der Qiyuan-Garten und der Gaoyi-Garten, unter denen der in der Kleinstadt Tongli befindliche Tuisi-Garten am bekanntesten ist.
Städtchen Mudu
Das alte Städtchen Mudu liegt westlich von Suzhou und am Taihu-See. Mit seiner reizvollen Landschaft und reichen Produkten genießt das von Bergen Tianping, Lingyan, Qizi und Shizi umgebene Städtchen Mudu den Ruf „Schatzbecken zu sein".

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