Nanjing: Der Xuyuan-Garten
Der Xuyuan-Garten war ursprünglich ein Privatgarten der Residenz des Prinzen Han in der frühen Ming-Dynastie gewesen. Der Garten war nach dem 2. Wort des Vornamen des Prinzen Han Zhu Gaoxu benannt. Heute ist der Garten ein wichtiges Ausflugsziel und eine Ausstellungszone des Museums der modernen Geschichte Chinas in Nanjing geworden. Der typisch südchinesische Garten hat eine Fläche von 14 000 m2. Da der Gartengestalter bei der Anlage die Methode des Verdeckens und Versteckens angewandt hatte, wirkt der Garten wie Irrgarten. Der Tourist läuft mit Spannung zwischen Windungen und Wendungen. Ihm scheint, der Garten sei unendlich groß.
Die künstlichen Hügel, die Bauten und der Teich sind so raffiniert angelegt, dass dem Besucher viel Freiraum zur Fantasie gewährt wird. Eine große Anzahl von Baulichkeiten sind erhalten geblieben, so das Steinboot, das Haus des Sonnenuntergangs (Xijia Lou), das Büro des Provisorischen Präsidenten Sun Yat-sen, der Wasserpavillon „Freude auf den Brauen", der Fangsheng-Pavillon und die Stube der Wellen (Yilan Ge).
Das Steinboot in Nanjing
Im Jahre 1746 (im 11.Regierungsjahr des Kaisers Qianlong) baute Yin Jishan, der Gouverneur von Jiangxi und Jiangsu, dieses Steinboot, um den Kaiser auf seinen Inspektionsreisen ins Südchina zu begrüßen. Das Boot ist wie ein Vergnügungsboot, „Blumenboot" genannt, geformt, wie es damals im Einzugsbereich des Changjiang-Flusses populär war. In einem Blumenboot konnte der Besucher Lokalspezialitäten kosten und Volkslieder hören. Der Rumpf des 2,77 m hohen Bootes besteht aus grünlichen Steinplatten und seine Kabine ist eine Holzkonstruktion. Seine Dachdeckung ist 14,50 m lang. Der Bug ist 4,63 m breit und das Heck 4,56 m.
Das Boot ist mit fantastisch schönen Holzschnitzereien verziert. Die Motiven auf dem Türsturz mit Fledermaus, Hirsch und Bengalenkatze versinnbildlichen jeweils Glück, Prosperität und Langlebigkeit, weil diese drei Tiere im Chinesisch ähnlich ausgesprochen werden wie die chinesischen Schriftzeichen Glück, Prosperität und Langlebigkeit. Andere Motiven wie Päonie, Immergrün, Kranich symbolisieren ebenfalls Reichtum und ein langes Leben. Auf den Türrahmen sind zwei farbenfrohe Holzlöwen geschnitzt, auf deren Stirn das chinesische Schriftzeichen „I" steht, in der Bedeutung von „Kaiser" oder „König". Der Kaiser Qianlong, der Führer des Taiping-Aufstandes Hong Xiuquan und Dr. Sun Yat-sen sollten hier Erfrischungspausen gemacht haben.
Das Steinboot wird auch als „Ankerloses Boot" bezeichnet. Der Kaiser Qianlong hatte damals dem Boot diesen Namen gegeben. Damit wollte er seinen Wunsch ausdrücken, dass seine Minister in der Friedenszeit immer an die Gefahr denken, damit sein Land immer granitfest stehen sollte.
Das Haus des Sonnenuntergangs (Xijia Lou) in Nanjing
Westlich des Steinbootes steht ein drei Seiten von Wasser umgebenes Haus, „Xijia Lou" genannt. Hier lässt sich am besten den Sonnenuntergang und die Landschaft des Gartens bewundern. Es bewahrheitet sich: Wenn die Sonne untergeht, ist ihr Glanz am schönsten. Im Oberstock des Hauses stehend, kann der Besucher einen Rundblick über den ruhigen Teich, über all die Bauwerke im Garten und über ihre flimmernde Widerspiegelung im Wasser bekommen.
Die drei Seiten des Hauses sind mit gewundenen Balustraden ausgestattet, Balustraden mit Bänken. Diese Konstruktion war zunächst im Hintergarten des Palastes des Königs Wu im Staate Wu erschienen, daher auch als „König-Wu-Balustraden" bezeichnet. Da klassische Gemäldewerke oft eine schöne Frau, am Geländer lehnend und schwimmende Fische beobachtend, zum Motiv nahmen, heißt diese Struktur im Volksmund auch „Schönheit- Geländer".
Das Büro des Provisorischen Präsidenten Sun Yat-sen
Das hinter dem Xijia-Haus stehende Bürohaus des Provisorischen Präsidenten Sun Yat-sen ist ein Gebäude westlichen Stils. Duan Fang, der Gouverneur für Jiangxi und Jiangxu, begann nach seiner Reise ins Ausland mit dem Bau dieses Hauses, vollendet von seinem Nachfolger Zhang Renjun, dem letzten Gouverneur für diesen Raum.
Das Haus steht auf einem 1 m hohen Fundament. Ein südlich gelegener, gewölbter Korridor mit Eisengeländern erstreckt sich von Ost nach West.
Eine Veranda mit zwei Metern Vorsprung vor dem Korridor steht an der Front des Hauses. Auf drei Seiten Ost, West und Süd führt jeweils eine gewölbte Tür ins Haus. Der Dach der Veranda ist mit Ornamenten westlichen Stils geschmückt. Die gelblich getünchten Wände, französische Fenster und rote Dachziegeln wirken sehr auffallend. Es ist ein typischer Bau französischen Stils während der Renaissance.
Der Wasserpavillon „Freude auf den Brauen"
Dem Xijia-Haus gegenüber befindet sich der Wasserpavillon, der drei Seiten von Wasser umgeben ist und alle vier Seiten Fenster hat. Hier ist es am besten geeignet, die ersten Sonnenstrahlen frühmorgens zu bewundern oder zu lesen. Der Dach ist mit einem Holzschnitzwerk verziert, das wie ein Ast mit sich entfaltenden Winterkirschblüten aussieht. Auf dem Ast stehen zwei Elster. Die chinesischen Schriftzeichen für Winterkirschblüten und Elster „U" klingen wie Brauen bzw. Freude. Von dem rührt die Bezeichnung „Freude auf den Brauen".
Der Fangsheng-Pavillon
Der als Mandarinenten-Pavillon bekannte Pavillon hat zwei Dächer. Die Dächer und die Fundamente sind zwei Rhomben, die sich zum Teil überlappen. In der alten Zeit nannte man den Rhombus „Fangsheng-Form". „Fangsheng" war ein Haarschmuck für Frauen. Die zwei sich überlappenden Rhomben bedeuten, dass Mann und Frau ein Herz und eine Seele sind. In diesem Sinne ist „Fangsheng" ein glückverheißendes Zeichen.
Der Fangsheng-Pavillon trennt den Garten in zwei Teile: Östlich wirft man Blick auf die Berglandschaft, westlich auf den See.
Das Yilan-Haus (Haus der Wellen) in Nanjing
Der Bau, der dem Steinboot direkt gegenüber steht, heißt das Yilan-Haus. Es ruht auf einer von Wasser umgebenen Terrasse und hat einen Balkon mit steinernem Geländer, verziert mit Dutzend lieblichen Löwechen. Beiderseits des Balkons führt jeweils eine Einbogen- Steinbrücke zum Ufer. Das Haus wird von drei Hauptsäulen getragen. Auf der wandschirmartigen Haupttür an der Front sind Vasen- und Dingfiguren geschnitzt, in der Bedeutung von „Gleichheit". Geschnitzte vergoldende Löwen schmücken Nebensäulen.
Im Roman „Traum der Roten Kammer" wird geschildert, dass die alte Hausherrin einmal Musiker aufforderte, auf dem gegenüberstehenden Steinboot zu spielen. Sie meinte: Wenn Musik durch Wasseroberfläche geleitet wird, klingt sie besonders klar und melodisch. Da das Haus dem „ankerlosen Boot" direkt gegenübersteht, springt es einem jede Zeit, ob am Tag oder in der Nacht, ins Auge und stimmt zum Nachdenken an der Gefahr in der Friedenszeit. In der Anfangszeit der Republik China musste Sun Yat-sen, wenn er zur Arbeit ging, diesen Weg passieren. Manchmal erledigte er hier seine Amtsgeschäfte oder ruhte sich aus. Gelegentlich wird das Haus auch als die „Sun Yat- sen-Halle" bezeichnet.
Reiseservice
Verkehr: Zu erreichen ist das Haus mit den Reisebuslinien 1 und 2 sowie mit den Buslinien 29,31,44,65 und 95.
Tel.: 0086-25-84578788
Öffnungszeiten: Täglich von 7.30-18.00
Der Xuyuan-Garten
Der Xuyuan-Garten war ursprünglich ein Privatgarten der Residenz des Prinzen Han in der frühen Ming-Dynastie gewesen. Der Garten war nach dem 2. Wort des Vornamen des Prinzen Han Zhu Gaoxu benannt. Heute ist der Garten ein wichtiges Ausflugsziel und eine Ausstellungszone des Museums der modernen Geschichte Chinas in Nanjing geworden. Der typisch südchinesische Garten hat eine Fläche von 14 000 m2. Da der Gartengestalter bei der Anlage die Methode des Verdeckens und Versteckens angewandt hatte, wirkt der Garten wie Irrgarten. Der Tourist läuft mit Spannung zwischen Windungen und Wendungen. Ihm scheint, der Garten sei unendlich groß.
Die künstlichen Hügel, die Bauten und der Teich sind so raffiniert angelegt, dass dem Besucher viel Freiraum zur Fantasie gewährt wird. Eine große Anzahl von Baulichkeiten sind erhalten geblieben, so das Steinboot, das Haus des Sonnenuntergangs (Xijia Lou), das Büro des Provisorischen Präsidenten Sun Yat-sen, der Wasserpavillon „Freude auf den Brauen", der Fangsheng-Pavillon und die Stube der Wellen (Yilan Ge).
Das Steinboot
Im Jahre 1746 (im 11.Regierungsjahr des Kaisers Qianlong)baute Yin Jishan, der Gouverneur von Jiangxi und Jiangsu, dieses Steinboot, um den Kaiser auf seinen Inspektionsreisen ins Südchina zu begrüßen. Das Boot ist wie ein Vergnügungsboot, „Blumenboot" genannt, geformt, wie es damals im Einzugsbereich des Changjiang-Flusses populär war. In einem Blumenboot konnte der Besucher Lokalspezialitäten kosten und Volkslieder hören. Der Rumpf des 2,77 m hohen Bootes besteht aus grünlichen Steinplatten und seine Kabine ist eine Holzkonstruktion. Seine Dachdeckung ist 14,50 m lang. Der Bug ist 4,63 m breit und das Heck 4,56 m.
Das Boot ist mit fantastisch schönen Holzschnitzereien verziert. Die Motiven auf dem Türsturz mit Fledermaus, Hirsch und Bengalenkatze versinnbildlichen jeweils Glück, Prosperität und Langlebigkeit, weil diese drei Tiere im Chinesisch ähnlich ausgesprochen werden wie die chinesischen Schriftzeichen Glück, Prosperität und Langlebigkeit. Andere Motiven wie Päonie, Immergrün, Kranich symbolisieren ebenfalls Reichtum und ein langes Leben. Auf den Türrahmen sind zwei farbenfrohe Holzlöwen geschnitzt, auf deren Stirn das chinesische Schriftzeichen „I" steht, in der Bedeutung von „Kaiser" oder „König". Der Kaiser Qianlong, der Führer des Taiping-Aufstandes Hong Xiuquan und Dr. Sun Yat-sen sollten hier Erfrischungspausen gemacht haben.
Das Steinboot wird auch als „Ankerloses Boot" bezeichnet. Der Kaiser Qianlong hatte damals dem Boot diesen Namen gegeben. Damit wollte er seinen Wunsch ausdrücken, dass seine Minister in der Friedenszeit immer an die Gefahr denken, damit sein Land immer granitfest stehen sollte.
Das Haus des Sonnenuntergangs (Xijia Lou)
Westlich des Steinbootes steht ein drei Seiten von Wasser umgebenes Haus, „Xijia Lou" genannt. Hier lässt sich am besten den Sonnenuntergang und die Landschaft des Gartens bewundern. Es bewahrheitet sich: Wenn die Sonne untergeht, ist ihr Glanz am schönsten. Im Oberstock des Hauses stehend, kann der Besucher einen Rundblick über den ruhigen Teich,über all die Bauwerke im Garten und über ihre flimmernde Widerspiegelung im Wasser bekommen.
Die drei Seiten des Hauses sind mit gewundenen Balustraden ausgestattet, Balustraden mit Bänken. Diese Konstruktion war zunächst im Hintergarten des Palastes des Königs Wu im Staate Wu erschienen, daher auch als „König-Wu-Balustraden" bezeichnet. Da klassische Gemäldewerke oft eine schöne Frau, am Geländer lehnend und schwimmende Fische beobachtend, zum Motiv nahmen, heißt diese Struktur im Volksmund auch „Schönheit- Geländer" .
Das Büro des Provisorischen Präsidenten Sun Yat- sen
Das hinter dem Xijia-Haus stehende Bürohaus des Provisorischen Präsidenten Sun Yat-sen ist ein Gebäude westlichen Stils. Duan Fang, der Gouverneur für Jiangxi und Jiangxu, begann nach seiner Reise ins Ausland mit dem Bau dieses Hauses, vollendet von seinem Nachfolger Zhang Renjun, dem letzten Gouverneur für diesen Raum.
Das Haus steht auf einem 1 m hohen Fundament. Ein südlich gelegener, gewölbter Korridor mit Eisengeländern erstreckt sich von Ost nach West.
Eine Veranda mit zwei Metern Vorsprung vor dem Korridor steht an der Front des Hauses. Auf drei Seiten Ost, West und Süd führt jeweils eine gewölbte Tür ins Haus. Der Dach der Veranda ist mit Ornamenten westlichen Stils geschmückt. Die gelblich getünchten Wände, französische Fenster und rote Dachziegeln wirken sehr auffallend. Es ist ein typischer Bau französischen Stils während der Renaissance.
Der Wasserpavillon „Freude auf den Brauen"
Dem Xijia-Haus gegenüber befindet sich der Wasserpavillon, der drei Seiten von Wasser umgeben ist und alle vier Seiten Fenster hat. Hier ist es am besten geeignet, die ersten Sonnenstrahlen frühmorgens zu bewundern oder zu lesen. Der Dach ist mit einem Holzschnitzwerk verziert, das wie ein Ast mit sich entfaltenden Winterkirschblüten aussieht. Auf dem Ast stehen zwei Elster. Die chinesischen Schriftzeichen für Winterkirschblüten „$i" und Elster „U" klingen wie Brauen bzw. Freude. Von dem rührt die Bezeichnung „Freude auf den Brauen".
Der Fangsheng-Pavillon
Der als Mandarinenten-Pavillon bekannte Pavillon hat zwei Dächer. Die Dächer und die Fundamente sind zwei Rhomben, die sich zum Teil überlappen. In der alten Zeit nannte man den Rhombus „Fangsheng-Form". „Fangsheng" war ein Haarschmuck für Frauen. Die zwei sich überlappenden Rhomben bedeuten, dass Mann und Frau ein Herz und eine Seele sind. In diesem Sinne ist „Fangsheng" ein glückverheißendes Zeichen.
Der Fangsheng-Pavillon trennt den Garten in zwei Teile: Östlich wirft man Blick auf die Berglandschaft, westlich auf den See.
Das Yilan-Haus (Haus der Wellen)
Der Bau, der dem Steinboot direkt gegenüber steht, heißt das Yilan-Haus. Es ruht auf einer von Wasser umgebenen Terrasse und hat einen Balkon mit steinernem Geländer, verziert mit Dutzend lieblichen Löwechen. Beiderseits des Balkons führt jeweils eine Einbogen- Steinbrücke zum Ufer. Das Haus wird von drei Hauptsäulen getragen. Auf der wandschirmartigen Haupttür an der Front sind Vasen- und Dingfiguren geschnitzt, in der Bedeutung von „Gleichheit". Geschnitzte vergoldende Löwen schmücken Nebensäulen.
Im Roman „Traum der Roten Kammer" wird geschildert, dass die alte Hausherrin einmal Musiker aufforderte, auf dem gegenüberstehenden Steinboot zu spielen. Sie meinte: Wenn Musik durch Wasseroberfläche geleitet wird, klingt sie besonders klar und melodisch. Da das Haus dem „ankerlosen Boot" direkt gegenübersteht, springt es einem jede Zeit, ob am Tag oder in der Nacht, ins Auge und stimmt zum Nachdenken an der Gefahr in der Friedenszeit. In der Anfangszeit der Republik China musste Sun Yat-sen, wenn er zur Arbeit ging, diesen Weg passieren. Manchmal erledigte er hier seine Amtsgeschäfte oder ruhte sich aus. Gelegentlich wird das Haus auch als die „Sun Yat- sen-Halle" bezeichnet.
Reiseservice
Verkehr: Zu erreichen ist das Haus mit den Reisebuslinien 1 und 2 sowie mit den Buslinien 29,31,44,65 und 95.
Tel: 0086-25-84578788
Öffnungszeiten: Täglich von 7.30-18.00

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