Chinas Gärten: Chengde
Chengde, ursprünglich Rehe genannt, befindet sich in den bergigen Gegenden im Norden der Provinz Hebei, nicht sehr weit von Beijing (224 km) und Tianjin entfernt. Im Hinterland des Yanshan-Gebirges liegend, ist Chengde eine wichtige Regionalstadt am Bohai-Meer. Als die „Perle außerhalb der Großen Mauer" verfügt Chengde über reiche ethnische Kulturerben und touristische Ressourcen. Chengde ist eine Stadt der Superlative. Sie besitzt u.a den größten Kaiserlichen Park in der Welt - die Kaiserliche Sommerresidenz - und den größten Komplex der religiösen Bauten - die Äußeren Acht Tempel (Waiba Miao). Die Straße Beijing- Chengde führt an dem Abschnitt der Großen Mauer Jingshanling mit vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. All dies macht Chengde zu einem Goldenen Gürtel für Tourismus im Norden Beijings.
Die Eisenbahnlinien Beijing-Chengde, Beijing-Tongliao, Chengde- Shijiazhuang und Chengde-Shenyang verlaufen durch die Stadt. Die Landstraßen 101, 111 und 112 kreuzen in der Stadt. Hier arbeiten über 60 Reisebüros. Es gibt über 20 Hotels von zwei Sternen aufwärts. Mehr als 30 für den Tourismus bestimmte Restaurants sorgen für den leiblichen Wohl der Touristen. Für Unterhaltung stehen mehrere Dutzende Zentren zur Verfügung.
Chengde Hauptgarten: Die Kaiserliche Sommerresidenz (Bishu Shanzhuang)
Die Sommerresidenz liegt in einem langen und schmalen Tal des Wuli-Flusses inmitten des Yanshan-Gebirges. Umgeben von einer 10 km langen und 1,3 m breiten auf- und absteigenden Steinmauer, kann man die ganze Anlage grob in zwei Teile teilen, von denen das Palastgebiet den Regierungsgeschäften und Wohnen und der andere Bereich dem Vergnügen diente; der letztere kann nochmals in ein Seegebiet, eine Steppenebene und ein Berggebiet unterteilt werden. Auf dem ganzen Gelände verteilen sich mehr als 120 Bauten und 72 Sehenswürdigkeiten. Es entrollt sich ein Panoramabild mit Gärten in den Gärten und Szenen in den Szenen vor den Besuchern.
Das Palastgebiet
Das Palastgebiet umfasst drei Baugruppen: erstens den Hauptpalast (Zhenggong), zweitens das Studio der Kiefern und Kraniche (Songhe Zhai), das in etwas kleinerem Ausmaße als der Hauptpalast ist, und drittens den Ostpalast (Donggong), dessen Hauptbau das als „Halle des Klaren Klangs" bezeichnete dreistöckige Theater (Qingyin Ge, 1945 zerstört) ist.
Der Hauptpalast besteht Wiederrum aus drei Schmucktoren: Haupttor (Zhengmen), Mittagstor (Wumen) und Palasttor (Gongmen), der 583 m2 großen Halle (Danpo Jingcheng Dian, in der Bedeutung von Bescheidenheit, Ehrfurcht und Ehrlichkeit) und mehreren Wohnhöfen. Der Kaiser Qianlong ließ 1754 die Haupthalle mit Nanmu-Holz umbauen, seither auch „Nanmu-Halle" genannt. Die äußerst prunkvoll gestaltete Halle ist voller Ornamente an Fenstern und Wandschirmen, Ornamente wie Fledermäuse, das chinesische Schriftzeichen (zehntausend) und (langes Leben), alles Symbole für Glück und Langlebigkeit. In dieser nach Nanmu-Holz duftender (besonders beim regnerischen Wetter) Halle nahm der Kaiser Gratulationen entgegen, führte Großzeremonien durch, gab den hohen Beamten, Militärs, Würdenträger der nationalen Minderheiten Audienzen und empfing ausländische Gesandten. An der Stirnwand hängt ein schmuckloses Schild mit den chinesischen Schriftzeichen in der Bedeutung von Bescheidenheit, Ehrfurcht und Ehrlichkeit, geschrieben vom Kaiser Kangxi.
Das Seegebiet
Der hiesige See steht unter dem Sammelbegriff „Saihu", der durch Sandbänke, Inseln, Brücken und Deiche unterteilt ist, so dass unterschiedlich große und verschieden geformte Wasserflächen entstehen. Vom Norden bis Süden liegen Seechen Changhu, Chenghu, Denghu.Ruyihu, Shanghu, Xiahu, Yinhu und Jinghu. Es gibt acht Inselchen auf diesen Seen, die durch Deiche und Brücken miteinander verbunden sind. Diese Seen sind mit Pavillons, Türmen und Hütten übersät. Diese Bauten sind größtenteils nach den Vorbildern in Südchina erbaut. Rudert man auf diesen Seen, kann man die Wasserlandschaft wie in Südchina in vollem Zuge genießen.
Die Steppenebene und das Berggebiet
Nördlich des Seegebietes ist die Steppenebene, ein 600 000 m2 großes Areal. Mit üppiger Grasdecke bietet dieses Gebiet eine Landschaft nördlich der Großen Mauer. Die Reliquienpagode im Yongyou-Tempel im Nordosten der Ebene ragt hoch heraus. Der Garten der zehntausend Bäume (Wanshu Yuan) liegt in der Mitte der Ebene. Das Berggebiet westlich der Sommerresidenz umfasst eine Fläche von 4,4 Mio. m2 und entspricht damit 78 Prozent der Gesamtgröße der Anlage. Das Gebiet von versteckten Tälern und tiefen Schluchten ist mit Kiefern bewachsen. Die mehr als 40 ursprünglich hier angelegten Bauwerke sind größtenteils verfallen. Wiederhergerichtet sind nur der Pavillon des Gehäuften Schnees am Südlichen Berg (Nanshan Jixue), der Pavillon des Wolkenberges auf allen vier Seiten (Simian Yunshan) und der Pavillon der Abendsonne am Hängenden Gipfel (Chuifeng Luozhao).
Die Äußeren Acht Tempel
Angelegt zwischen 1713 bis 1780 stellen die Äußeren Acht Tempel eindrucksvolle kaiserliche Bauwerke für religiöse Zwecke außerhalb der Sommerresidenz dar. Das Gros der Tempel orientiert sich nach dem Bergsitz, als ob sich die Sterne um den Mond scharten. Von welchem Blickwinkel, ob man vom Bergsitz aus die Äußeren Acht Tempel betrachtet, oder ob man von den Äußeren Acht Tempeln aus den Bergsitz betrachtet, kommt man in den künstlerischen Genuss. Als bekanntesten sind zu nennen: Der Tempel des Allgemeinen Friedens (Puding Si), der Tempel der Allgemeinen Freude (Pule Si), der Tempel „Kleiner Potala" und der Sumeru-Tempel des Glücks und des Langen Lebens.
Reiseservice
Verkehr: Die Anlage ist zu erreichen mit der Buslinie 5
Tel.: 0086-314-2161132
Öffnungszeiten: Täglich von 6.00-18.00
Website: www.bishushanzhuang.com.cn

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