Sehenswürdigkeiten in Ngari (Tibet)
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Das Guge-Reich in Tibet
Das Guge-Reich ist ein Wunder Tibets. Mitte des 9. Jahrhunderts geriet die königliche Familie des Töpö-Reichs in Unruhe. Die Nachkommen des 9. Zampos Langdama gründeten jeweils ihr eigenes Reich. Jidenima. ein Nachfahre des Töpö-Reichs, wurde König von Ngari. Er hatte drei Söhne, von denen der zweite in Zhaburang das Guge-Reich gründete.
Die Hauptruine des Guge-Reichs liegt in Zhaburang. Der Trümmerhaufen der Burg vereinigt sich mit dem natürlichen Erdwald. Mehr als 400 Häuser und über 800 Höhlen wurden am Berghang gebaut und reichen über 300 m hinauf. Als ehemalige Hauptstadt des Guge-Reichs bedeckt die Zhaburang-Ruine eine Fläche von 720 000 m2 und ist nach dem Potala-Palast der größte Palastkomplex in Tibet.
Das Rote Kloster, das Weiße Kloster und die Altarhalle sind die Hauptbauten des Guge-Reichs. Am wertvollsten sind die mehr als 1000 m2 großen Wandmalereien auf den Wänden der Samsara-Halle. Neben den üblichen Buddhafiguren sind in den Wandmalereien selten zu sehenden Lebewesen aus anderen tibetischen Gebieten, Schlangen mit Menschenköpfen und ganze Panoramas dargestellt. In der Nähe des Klosters befinden sich verstreut manche Höhlen, wo alte Waffen und Rüstungen der Soldaten aufbewahrt werden.
Hinweis:
Um die Ruine des Guge-Reichs zu besichtigen, muss man vorzeitig auf dem Kulturamt in Zuda Tickets kaufen.
Die Rutog-Felsenmalereien in Ngari
Die Malereien befinden sich an mehreren Stellen verstreut auf dem Weg von Shiquanhe nach Rutog. An der Strecke liegt auch die Renmudong-Felsenmalerei, auf der in Stein geritzte Tiere und Menschen zu sehen sind. Trotz der primitiven Technik ist die Gestaltung sehr lebendig. Hingegen ist die Qiniaopu-Felsenmalerei nicht einfach zu finden. Sie befindet sich auf einer steilen Felswand, die ungefähr 70 km von Rutog entfernt ist. Die darauf geschnitzten Tiere verschiedener Art und Menschen verschiedener Gestalten sind alle sehr lebendig und von hoher künstlerischer Bedeutung.
Der heilige Berg Kangrinboqe in Ngari
Der Kangrinboqe-Gipfel liegt 6638 m über dem Meeresspiegel und ist der Hauptgipfel des Gandise-Gebirges. Hier befinden sich mehr als 250 Gletscher, die viel Wasser liefern, was Kangrinboqe zum Quellgebiet des Ganges, des Yarlung-Zangbo und anderer großer Flüsse macht. Dieser Berg ist der berühmteste heilige Berg in Tibet. In jedem Jahr kommen viele Pilger aus China, Indien und Nepal hierher, um Rundgänge um den Berg zu machen. Kangrinboqe ist gleichzeitig Pilgerstätte des tibetischen Buddhismus, des Hinduismus und der ursprünglichen Bön-Religion.
Burang in Tibet
Burang ist der Schnittpunkt von China, Nepal und Indien. Hier befinden sich der chinesische Zoll und die Grenzkontrolle. Jeden Tag reisen viele Nepalesen und Inder durch diesen Ort nach China ein. Burang ist von Bergen und Flüssen umgeben. Hier treffen die zwei Gebirgsketten des Himalaja und des Gandise aufeinander.
Der Grenzhandel ist hier sehr betriebsam. Viele Leute kommen von den Nachbarländern hierher, um Handel zu treiben. In der Kreisstadt befindet sich ein internationaler Markt, wo die Händler zum größten Teil Nepalesen sind, die nepalesische Baumwollstoffe und Gewürze vertreiben.
Der Teufelssee La'ang Co in Ngari
Der La'ang Co grenzt an den Mapam Yumco und wird „Teufelssee" genannt. Der Unterschied der beiden Seen liegt darin, dass der Mapam Yumco ein Süßwassersee und der La'ang Co leicht salzig ist.
Der Teufelssee und der Heilige See waren einmal miteinander verbunden. Nach und nach hat das Wasser abgenommen und der Wasserspiegel ist abgesunken, so dass der frühere See zweigeteilt wurde. Bis heute ist ein Fluss erhalten, der die beiden Seen verbindet.
Der heilige See Mapam Yumco in Ngari
Der Mapam Yumco gehört zu den drei heiligen Seen in Tibet und wird von den Tibetern angebetet. 4587 m über dem Meeresspiegel liegend, hat der See eine Fläche von 412 km2 und eine Tiefe von 77 m. An einem Berghang am See befindet sich das Jiniao-Kloster, wovon man einen ausgezeichneten Ausblick auf den ganzen Mapam Yumco hat.
Verkehr:
Man kann nach einer Mitfahrgelegenheit von Burang nach Shiquanhe Ausschau halten und unterwegs aussteigen. Der Straßenzustand ist sehr schlecht. Die etwa 100 km Fahrt sollte nicht mehr als 30 Yuan kosten. Wenn man in Lhasa den Bus nach Shiquanhe nimmt, dann muss man in Baka umsteigen. Baka ist etwa 30 km vom Jiniao-Kloster entfernt und man muss für diese Strecke einen ganzen Tag rechnen.
Unterkunft:
Am Fuß des Berges, wo sich das Jiniao-Kloster befindet, gibt es kleine Gasthäuser. Eine Übernachtung kostet ungefähr 30 Yuan.
Das Kejia-Kloster in Ngari
Kejia ist durch seine schöne Landschaft und das weit und breit bekannte Kejia-Kloster berühmt. Obwohl dieses Kloster nur kleine Ausmaße hat und schon etwas heruntergekommen ist, genießt es hohes Ansehen, weil der Weisheits-Buddha darin von dem berühmten hochgebildeten Mönch Renqinsangbu darum gebeten wurde, alle Kreaturen zu segnen.
Verkehr:
Von Burang aus fährt man den Pfau-Fluss hinunter und erreicht nach 19 km das Kloster.
Der Zada-Erdwald
Der „Erdwald" entstand, als durch die Gebirgsbildung des Himalaja der ursprüngliche Meeresboden in die Höhe gehoben wurde. Die Spölung beim Absinken des Wasserspiegels und langjährige Erosion durch Wind und Wetter haben zu dem Dutzende von Metern langen Erdwald geführt. Wenn man in dem abgeschlossenen Tal des Zada-Erdwaldes spazieren geht, fühlt man sich wie in der Ruine einer riesigen alten Stadt. Ein wüstes und imposantes Bild, soweit das Auge reicht.
Verkehr:
Von Shiquanhe ist der Wald 255 km entfernt, das ist eine Fahrt von mehr als 10 Stunden. Wenn man speziell dorthin fährt, kann man einen Mietwagen nehmen. Die Reise dauert insgesamt drei bis vier Tage und der Mietpreis beträgt etwa 800 Yuan pro Tag. Der Zada-Wald ist in der Nähe des Dorfs. Man kann einfach zu Fuß hingehen.
Der Banggong Co in Tibet
Er ist der Grenzsee zwischen China und Kaschmir. Auf Tibetisch heißt er „Cuomuanglarenbo-See", das bedeutet „Schwan mit langem Hals", weil dieser See sehr lang und schmal ist - er hat eine Länge von 150 km, aber eine durchschnittliche Breite von nur weniger als 5 km, und die schmälste Stelle ist nur 5 m breit. Der Banggong Co bedeckt eine Fläche von 604 km2. Die Dutzende von Inseln in dem See sind reich an Vogelarten.
Verkehr:
Der See, an dessen Südufer es eine einfache Autostraße gibt, ist 10 km von der Kreisstadt entfernt. Man muss mit dem Mietwagen hinfahren. Im See befindet sich eine Vogelinsel, die in 10 Minuten Fahrt zu erreichen ist.
Das Tuolin-Kloster in Ngari
Die Einzigartigkeit des Tuolin-Klosters besteht darin, dass kurz nach dessen Gründung der hochgebildete indische Mönch Adixia hierher ankam, nachdem er einen 10-jährigen Leidensweg hinter sich gebracht hatte. Wegen der Ankunft Adixias hat das Tuolin-Kloster hohes Ansehen gewonnen und viele Mönche angezogen, die auch einen langen Weg zurücklegten und hierher kamen. Einmalig sind die Wandmalereien im Tuolin-Kloster, die mit ihrem übertriebenen und ausschweifenden Stil eine gewisse Ähnlichkeit mit Picassos Werken aufweisen.
Die heiße Quelle in Qagar Tibet
Wenn man von Xigaze kommend auf der Autostraße nach Ngari hineinfährt, sieht man eine interessante heiße Quelle. Die Besonderheit dieser heißen Quelle liegt darin, dass sie alle ein paar Minuten Wasser in die Höhe spritzt. Dampfend steigt eine weiße Wassersäule auf, die eine Höhe von mehr als 10 m erreichen kann. Mit der Sonne im Rücken kann man schöne Regenbogen sehen.
Die Donggar-Ruine in Ngari
40 km nördlich von Zada befindet sich eine in den letzten Jahren entdeckte Felshöhle, die bis jetzt die größte buddhistische Felsenhöhle in China sein soll. Untersuchungen von Experten haben ergeben, dass diese Ruine zu den acht großen Klöstern gehört, die in der Zeit von Renqinsangbu des Guge-Reichs - ungefähr im 10. Jahrhundert - gegründet wurden. Hier war einmal das Politik-, Wirtschafts- und Kulturzentrum des Guge-Reichs.
In der zwei Kilometer breiten Felswand befinden sich verstreut mehr als 200 Höhlen, die wie Bienenwaben aussehen und einen herrlichen Anblick bieten. In diesen Höhlen sind noch manche der vortrefflichen Wandmalereien erhalten.
Außerdem liegt nördlich der Ruine ein noch größerer Felsenhöhlenkomplex - Piyang. Er besteht aus mehr als 1000 Höhlen. Dort befinden sich auch ein Pagodenwald, Klöster und Überreste der Burg.
Die Rutog-Gletscher in Ngari
Auf dem Rutog-Ödland liegt ein großes, unbesiedeltes Gebiet, wo Gletscher, Seen, Weiden der Hochebene und imposante Gebirgsketten einen beeindruckenden Anblick bilden. Im Norden des unbewohnten Gebiets befinden sich Gletscher aus dem Quartär.
Der Grenzberg Daban
Nachdem man Rutog verlassen hat, geht man in Richtung Norden weiter und schlägt einen beschwerlichen Weg ein. Unter den Autostraßen nach Tibet ist diese Xinzang-Linie die höchste und schwerste. Sie führt durch die Kunlun-Kette und ein menschenleeres Gebiet in Ngari. An diesem Weg ist der Grenzberg Daban der höchste. Er liegt 6700 m über dem Meeresspiegel und ist der Grenzberg zwischen Xinjiang und Tibet. Dort ist der Oxygengehalt der Atmosphäre nur 60% des normalen Gehaltes und der Luftdruck sehr niedrig. Vor der Ankunft in Yecheng, Xinjiang, hat man acht Berge zu besteigen. Außerdem ist der Straßenzustand sehr schlecht, was die Fahrt erschwert. Unterwegs auf dem Ödland ist die Versorgung schwer aufrecht zu erhalten.

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