Reisegebiet Chengdu in Provinz Sichuan
Chengdu ist die Provinzhauptstadt von Sichuan und auch das Zentrum von Wissenschaft und Technik, Handel, Finanz-und Fernmeldewesen. Darüber hinaus ist Chengdu der Verkehrsknotenpunkt Sichuans. Sie ist eine berühmte alte Kulturstadt und ein wichtiges Reiseziel mit modernen Einrichtungen. Die touristischen Attraktionen der Stadt sind die Berge Qingcheng und Xiling, das antike Wasserbauprojekt Dujiangyan, die Sanxlngdul-Ruine, der Wuhou-Tempel, die „Strohhütte" Du Fus und der Gutshof der Familie Liu.
Die „Strohhütte" Du Fus
Du Fu (712-770) war ein berühmter Dichter aus der Tang-Zeit. Von 759 an lebte er etwa vier Jahre in Chengdu. Hier schrieb er viele Gedichte. Seine Strohhütte, auch Huanhua, Gongbu und Shaoling genannt, befindet sich am Huanhua-Bach Im westlichen Vorort von Chengdu und nimmt eine Fläche von 20 ha ein. Die drei wichtigen Bauten - die Daxie-Halle, die Shishl-Halle und der Gongbu-Tempel befinden sich hintereinander auf der Mittelachse. An beiden Seiten der Mittelachse sieht man Pavillons, Terrassen, Bäche, Bambushaine und Brücken sowie einen Winterblumengarten und ein Wäldchen von Nanmu-Bäumen.
Wuhou-Tempel
Der Wuhou-Tempel, in der Wuhou Da Straße der Stad Chengdu gelegen, wurde in der späten Zeit der Westlichen Jin-Dynastie auf Anweisung von Li Xiong, dem Begründer des Staats Chenghan, zum Gedenken an Zhuge Liang, den Kanzler von Shu in der Zeit der Drei Reiche errichtet. Der heutige Tempel stammt aus dem Jahre 1672, der Regierungsperiode des Qlng-Kaisers Kang Xi. Im Tempel befinden sich zwei Hallen, eine für Zhuge Liang und die andere für den Shu-Kaiser Llu Bei. Außerdem findet man hier viele alte Skulpturen und Gedenksteine.
Baoguang-Tempel
Der Baoguang-Tempel befindet sich in der Gemeinde Xindu des gleichnamigen Kreises. Er gehört zu den vier berühmtesten buddhistischen Tempeln Südchinas und ist das am vollständigsten erhaltene Bauwerk des Zen-Buddhismus. Der Tempel wurde in der Östlichen Han-Dynastie gebaut und trug den Namen Dashi, der dann in der Regierungsperiode des Tang-Kaisers Xi Zong in Baoguang umbenannt wurde. In den folgenden Dynastien Sui, Song, Yuan, Mlng und Qing wurde der Tempel mehrmals umgebaut.
Dujiangyan
Dujiangyan ist ein berühmtes Wasserbauprojekt am Oberlauf des Minjiang-Flusses, 50 km von Chengdu entfernt. Diese Bewässerungsanlagen wurden vor mehr als 2000 Jahren unter Leitung des damaligen Präfekten Li Bing errichtet, um das Wasser des Minjiang zur Bewässerung auf die Westsichuan-Ebene umzuleiten. Sie bestehen aus drei Teilen: Dem „Baopingkou" (Zuleitungskanal), dem Yuzui (Damm zur Wasserverteilung) und dem Feishayan (Ableitungskanal). Verbunden mit unzähligen Kanälen, werden heute mit Hilfe dieser alten Bewässerungsanlagen 93,3 Millionen ha Acker bewässert. In der Nähe gibt es auch viele historische Stätten wie den Erwang-Tempel, den Fulongguan-Tempel und die Anlan-Brücke.
Qingcheng-Berg
Der Qingcheng-Berg Ist ein berühmter taoistischer Berg Chinas. Von weitem sieht der zugewachsene Berg wie eine grüne Stadt aus. Daher nennt man ihn Qingcheng (grüne Stadt). Er verfügt über 36 Gipfel, wobei der Hauptgipfel 1600 m über dem Meeresspiegel liegt. Der Überlieferung zufolge verbreitete Zhang Ling In der Zeit der Östlichen Han-Dynastie hier den Taoismus, der damals als die „Sekte der Fünf Dou Reis" bezeichnet wurde. Sein Sohn Zhang Heng und sein Enkel Zhang Lu bekannten sich ebenfalls zum Taoismus. Heute sind hier noch 38 Sakralbauten erhalten.
Longchi-Waldpark
Dieser Nationalpark befindet sich im Longchl-Becken am Oberlauf des Longxi-Flusses nahe der Stadt Dujiangyan und beansprucht eine Fläche von 26 Quadratkilometern. Die Landschaft in der Longxi-Schlucht ist besonders faszinierend. Überall sieht man pittoresk geformte Felsen, Wasserfälle, Bäche, fruchtbare Felder und Bauernhäuser im Schatten großer Bäume. Das Longchi-Becken, 1800 m über dem Meeresspiegel gelegen, ist von 3500 m hohen Bergen ungeschlossen und weist eine vielfältige Vegetation auf.
Sanxingdui-Ruine
Sanxingdul war vor 3000 Jahren eine Siedlung des Shu-Reiches. Sie befindet sich im Kreis Guanghan nördlich der Stadt Chengdu. Im Jahre 1986 fanden chinesische Archäologen hier viele kostbare Gegenstände aus Gold, Bronze, Jade, Stein, Ton und Elfenbein. Diese Funde liefern wertvolles Material für das Studium der Geschichte, Politik, Wirtschaft, Religion, Kunst und die Gießereikunst des alten Shu-Relches.
Xiling-Berg
Der Xiling-Berg liegt In der Gemeinde Shuanghe des Kreises Dayi, 90 km westlich von Chengdu entfernt. Viele Gipfel sind das ganze Jahr hindurch von Schnee bedeckt. Daher nennt man ihn auch Daxueshan (Großer Schneeberg). Heute ist Xiling ein nationales Landschaftsgebiet mit einer Fläche von 102 Quadratkilometern. Davon sind 84 Prozent dichter Urwald. Hier wachsen 6000 verschiedene Pflanzenarten, darunter viele seltene Pflanzen wie die Gingko- und Taubenbäume. Darüber hinaus leben hier noch viele seltene Tiere. Hier gibt es ein Skigebiet mit sechs Abfahrten.
Yongling-Mausoleum
Yongling, im westlichen Vorort von Chengdu gelegen, ist das Grab von Wang Jian (847-918), dem Gründer des Staats der Früheren Shu, während der Fünf Dynastien. Der Grabhügel ist 15 m hoch und hat einen Umfang von 70 m. Er ist Chinas größtes Mausoleum, dessen Grabkammer über der Erdoberfläche liegt. Im Jahre 1942 wurde das Grab freigelegt und steht heute unter Denkmalschutz.
Gutshof der Familie Liu
Dieser Gutshof befindet sich im Kreis Dayi, 52 km westlich von der Stadt Chengdu entfernt und nimmt eine Fläche 61.000 Quadratmetern ein. Vor der „Befreiung" des Landes diente er als Wohnsitz für Liu Wencai, einen Großgrundbesitzer aus Sichuan und seine fünf Brüder. Dieses von Mauern umgebene Anwesen verfügt über zwei Teile. Der Nördliche wird als die alte und der Südliche als die neue Residenz bezeichnet. Heute dient dieser Hof als Museum. An der nordwestlichen Ecke dieses Gebäudes sieht man eine Gruppe von Tonskulpturen namens „Hof für die Pachteinnahme".

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