Übersicht über die Provinz Shanxi
Die Provinz Shanxi befindet sich im Westen der Nordchinesischen Ebene und im Osten des Mittelaufes von dem Gelben Fluss. Sie grenzt im Osten an die Provinz Hebei, im Westen an die Provinz Shaanxi, im Süden an die Provinz Henan und im Norden an das Autonome Gebiet Innere Mongolei. Während der Frühlings- und Herbstperiode (770 - 476 v. Chr.) gehörte Shanxi zum Jin-Reich, daher wird Shanxi auch Jin genannt. Shanxi nimmt eine Fläche von 156 300 Quadratkilometern ein. Mit ihren Gebirgen, dem Hoch- und Hügelland sowie Becken weist die Provinz eine vielfältigen Oberflächengestalt auf. Sie ist der Ostteil der Lößhochebene. Der Boden ist großenteils von einer dicken Lößschlicht bedeckt. Der Großteil der Provinz liegt 1000 bis 2000 m über dem Meeresspiegel. In Shanxi ragen viele Berge empor: im Osten das Taihang-Gebirge, im Westen der Lüliang- Berg, im Norden die Berge Hengshan und Wutai, im Süden der Zhongtiao- Berg und in der Mitte der Zhongyue-Berg. Zu den wichtigen Flüssen Shanxis gehören die Flussnetze der Flüsse Fenhe und Haihe. Hier herrscht ein Kontinentalklima der gemäßigten Zone. In Shanxi leben insgesamt 35 Nationalitäten mit einer gesamten Bevölkerung von 33 Millionen Menschen, 99,75 Protzen davon sind Han. Shanxi ist reich Fauna und Flora sowie an Bodenschätzen. Die Kohlevoräte liegen an der Spitze des Landes. Daher wird Shanxi in China als die „Heimat der Kohle" bekannt. Die Provinzhauptstadt Taiyuan gehört zu den nach außen geöffneten Binnenstädten Chinas.
Die Provinz Shanxi ist eine der Wiegen der chinesischen Nation, daher ist Shanxi reich an touristischen Ressourcen. Heute gibt es hier insgesamt 271 denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten, die 11,5 Prozent der gesamten des Landes ausmachen. Die wichtigsten von diesen historischen Sehenswürdigkeiten sind die Yungang-Grotten und die Altstadt Pingyao, die schon in die UNESCO-Liste aufgenommen wurden. Darüber hinaus gibt es in Shanxi die fünf historischen Kulturstädte Datong, Daixian, Pingyao, Qixian und Xinjiang. 70 Prozent der bis heute erhaltenen Holzbauwerke des Landes, die vor der Song-Dynastie errichtet wurden, befinden sich in Shanxi.
In der Geschichte war die buddhistische Kultur in Shanxi sehr entwickelt. Der Wutai-Berg im Kreis Wutai gehört zu den fünf berühmten buddhistischen Bergen Chinas. Das Bankwesen und der Handel waren früher in Shanxi ebenfalls sehr entwickelt. Beispiel dafür waren die Privatbank Rishengchang und die berühmten Händlerfamilien Wang, Qiao, Qu, Cao und Chang. Ihre ehemaligen Wohnhöfe sind heute noch gut erhalten. Shanxi ist auch die Heimat der Vorfahren der chinesischen Nation und der Ursprungsort vieler Familiennamen. Viele berühmte historische Persönlichkeiten stammten aus Shanxi. Die Volkslieder und Volkstänze sowie die Lokalopern aus Shanxi sind landesweit bekannt. Daher wird Shanxi als die „Heimat des Bankwesens und der Handels", das „Museum der antiken Baukunst", die „Wiege der Bühnenkunst" und die „Heimat der Volkslieder und Volkstänze" bekannt.
Mit ihrer schönen Naturlandschaft ist die Provinz Shanxi eine große touristische Attraktion. Hier gibt es 5 nationale Landschaftsgebiete und 18 nationale Waldparks. Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten sind die Große Schlucht im Taihang-Gebirge, das Waldmeer Guancenshan, der Himmelsteich und die Wannian-Eishöhle in Wuning, der Hukou-Wasserfall am Gelben Fluss und die Berge Mianshan, Hengshan und Lishan.
Essen
Daoxiao-Nudeln mit Fleischsoße:
Es handelt sich dabei um ein berühmtes Nudelgericht der Provinz Shanxi. Die Nudeln werden aus einem Weizenteig mit Messer geschnitzt und im siedendem Wasser gekocht. Dieses Teiggericht ist schmackhaft und leicht verdaulich.
In Würzbrühe gekochtes Rinderfleisch aus Pingyao:
Dieses Rinderfleischgericht aus Pingyao war schon in der Ming-Zeit landesweit bekannt und ist heute auf dem Esstisch beim Bankett unentbehrlich. Es ist zart, weich und sehr appetitlich.
Duyichu-Shaomai:
Es handelt es dabei um gedämpfte granatapfelförmige Teigbeutelchen mit Fleischfüllung, eine Spezialität des Restaurants Duyichu in der Kreisstadt Fushan. Wegen des ausgezeichneten Geschmacks erfreute sich Shaomai bei dem Qing-Kaiser Qian Long großer Beliebtheit. Daher ist Shaomai landesweit bekannt.
Einkaufen
Von den örtlichen Spezialitäten Shanxis sind der Fen- und der Zhuyeqing-Schnaps sowie der Laochen-Essig aus Xuqing am bekanntesten.
Ferner sind Tai-Pilze aus Wutaishan, getrocknete Taglilien aus Datong, Astragalus mongholicus (eine Tragantart) aus Hengshan, getrocknete Datteln aus Jishan, Lilienknollen aus Pinglu, Kaki aus Puzhou, Kiwifrüchte aus Yuanqu, Weintrauben aus Qingxu, Codonopsis pilosula aus Shangdang, Rotdorne aus Jincheng, getrocknete Paprikas aus Daixian, Jinsi-Reis, Xinzhouhuang-Hirsen aus Qinxian, chnesische Medikamente „Guilingqi" und „Dingshendan" aus Taigu, „Dafengwan" aus Changzhi und „Nanbao" aus Houma, Weichschildkröten aus Hongdong, Huanghe-Karpfen aus Yuncheng, Seide aus Gaoping, Neujahrsbilder aus Pingyang, Kunstkeramik und Bronzewaren aus Datong und Lackwaren aus Pingyao auf dem Markt sehr gefragt.
Spezialitäten: Liuweizhai-Fleisch, Yiyuanqing-Essig, Tai-Tuschesteine, Rinderfleisch aus Pingyao, Guilingji-Elixier, Eselfleisch aus Shangdang, Wassermelonen, Flechtwerke aus Maiskolbenschalen und Haferflocken aus Hequ, Eisentöpfe aus Yangquan und Yu-Melonen aus Linjun.
Vergnügungsorte
Die lokalen Opern haben in Shanxi eine lange Geschichte. Das Jinzhong-Gebiet ist als die Wiege der lokalen Opern Chinas bekannt. Hier gibt es Puzhou-, Zhonglu-, Beilu- und Shangdang- Oper. Der Trommel- und Gong-Tanz ist landesweit bekannt. Darüber hinaus ist der Yangge-Tanz aus Jinzhong ebenfalls sehr berühmt.

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