Wichtige Sehenswürdigkeiten in Nyingchi
Der Fluss Yarlung Zangpo
Die Große Schlucht des Yarlung Zangpo liegt auf 28,5 Grad nördlicher Breite. Mit 504,6 km Länge und über 5000 m Tiefe übertrifft sie die Colorado-Schlucht in den USA und ist damit die größte Schlucht der Welt.
Am östlichen Eingang und westlichen Ausgang der Schlucht ragen zwei Gipfel empor. Der eine ist der Nanjiabawa (7782 m) in China und der andere ist der Nanga Parbat (8125 m) in Kaschmir. Der tiefste Punkt der Schlucht liegen zwischen den Gipfeln Nanjiabawa und Jialabailei. Die Entfernung zwischen diesen beiden Gipfeln beträgt 5382 m. Der jährliche Niederschlag in der Großen Schlucht liegt bei 4000 mm, so dass es dort sehr feucht ist. Dieses Tal hat die reichste Fauna und Flora der Welt und wird als ein „natürliches Museum für die Vegetation der Gebirge in der Welt" bezeichnet.
Der Conggo-See in Nyingchi
Conggo, auch „Basum Co" genannt, bedeutet im Tibetischen „grünes Wasser". Er ist ein heiliger See der Roten Sekte, etwa 50 km vom Kreis Gongbo'gyamda entfernt. Der See hat 4 Mio. m2 Fläche und die Form einer Mondsichel. Das Wasser des Sees ist so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Im Seewasser spiegeln sich Bäume und vom Schnee bedeckte Gebirge wider. Gelbe Enten, weiße Kraniche und Möwen schwimmen im See. Auf einer Insel inmitten des Sees steht das Congzong Gongba-Kloster, das am Ende der Tang-Dynastie gebaut wurde. Das Kloster ist zweistöckig und hat eine Erde-Holz-Konstruktion. In der Haupthalle werden dem Qamba-Buddha und dem Buddha mit den tausend Händen geopfert. Im Frühling stehen die Blumen am See in voller Blüte-weich malerische Landschaft!
Der heilige Berg Bonri in in Nyingchi
Der heilige Berg Bonri liegt nordwestlich der Kreisstadt Nyingchi, am nördlichen Ufer des Yarlung Zangpo. Im Frühling ist hier ein Blütenmeer zu sehen; im Sommer weht ein kühler Wind und dauernder Nieselregen lässt die Landschaft verschleiert erscheinen; im Herbst ist die Luft erfüllt vom Duft des wilden Obstes und im Winter ist alles von tiefem Schnee zugedeckt.
Der Nanjiabawa-Gipfel in Nyingchi
Der 7782 m hohe Nanjiabawa-Gipfel, kurz Nan-Gipfel genannt, liegt im Südosten Tibets. Die Gegend ist von ursprünglicher Natürlichkeit, reich an Wald und bietet damit gute Voraussetzungen für das Wirtschaften sowohl in der subtropischen wie auch in der kalten Zone. Feuchte und warme Luftströmungen streichen durch die Schlucht, so dass hier eine Landschaft ähnlich der am südlichen Unterlauf des Yangtse entstanden ist.
Das Landschaftsgebiet Nyangbogo
Das Gebiet Nyangbogo am Nyang-Fluss liegt etwa 50 km nordwestlich vom Gongbo'gyamda-Kreis. Er besteht aus drei Tälern. An dem im Nordwesten des Nyangpo-Marktfleckens ragt ein Gebirge empor, an dessen Fuß das Bagar-Kloster der Gelugpa-Sekte liegt. Es wurde während der Regierungszeit des 5. Dalai Lama errichtet. In einer natürlichen Höhle über dem Kloster sind Felsmalereien und Buddhabilder zu sehen. Unter dem Kloster gibt es ein Karst-Geysir. Täglich schießt hier das Quellwasser sechsmal in die Höhe. Das Wasser versiegt nicht und gefriert zu keiner Jahreszeit. Im Herbst färbt sich die 5 km lange Schlucht rot vom Laub der Bäume. Kieselsteine blitzen im Wasser wie Perlen, daher der Name „Perlenstrand".
Xuba-Burgengruppe in Nyingchi
Im Kreis Gongbo'gyamda findet man 5 Burgen und einige unvollständige Mauerabschnitte. Sie nehmen mehr als 800 m2 ein. Die Burgen sind 12-seitige Säulenbauten aus Steinen und Holzplatten. Sie sind leer. Einige sind der Meinung, sie seien Überbleibsel eines Feldzuges von Songtsan Gampo. Andere glauben, es seien Verteidigungsanlagen aus der Yuan-Dynastie oder in der Qing-Dynastie errichtete Alarmfeuertürme. Wichtig für uns ist, dass die Bauten die hohe Baukunst der Tibeter dokumentieren.
Das Landschaftsgebiet des Marktfleckens Bayi
Der Marktflecken Bayi, 406 km östlich von Lhasa, ist Regierungssitz des Bezirks Nyingchi. In der Nähe gibt es viele Sehenswürdigkeiten; so die großen Zypressen im Dorf Paggi, das in 3040 m Höhe liegt und insgesamt eine Fläche von 100 000 m2 einnimmt. Im Durchschnitt sind die Zypressen 30 m hoch und messen 1 m im Durchmesser. Die größte Zypresse hat eine Höhe von über 50 m und einen Durchmesser von 5,8 m. Sie ist 2500 Jahre alt und wahrscheinlich die älteste Zypresse Chinas. Erwähnenswert ist auch ein 1600-jähriger Maulbeerbaum im Dorf Bangne. Mit einer Höhe von 7,04 m und einem Durchmesser von über 13 m gilt er als „ Maulbeerbaum-König".
Lunang in Nyingchi
Lunang bedeutet im Tibetischen „Tal des Drachenkönigs" oder „ Gebiet ohne Heimweh". An der Staatsstraße Sichuan-Tibet liegt Lunang 3700 m hoch. Es ist 80 km vom Marktflecken Bayi entfernt. Das Gebiet ist ein schmales, grasbedecktes Moorland. Es hat eine Länge von 15 km und eine durchschnittliche Breite von 1 km. Schneegebirge, Wälder, Bergblumen, Quellen und Dörfer, all das ergibt hier ein schönes und ruhiges Bild.
Das Bujiu-Lamalin-Kloster in Nyingchi
Dieses Kloster gehört der Roten Sekte des Lamaismus an und liegt am linken Ufer des Unterlaufs des Nyang-Flusses, gegenüber dem Delta der Nyang-Mündung und zu drei Seiten von Bergen umgeben. Der Komplex besitzt eine Erd-Holz-Konstruktion und ist prächtig verziert mit geschnitzten Balken und bemalten Pfeilern. Hier sind die Baustilelemente sowohl der Tibeter als auch der Han zu finden. Das Kloster hat eine ruhige Umgebung mit zahlreichen Bäumen und einem murmelnden klaren Bach. Hier kann man nicht nur eine Waldlandschaft bewundern, sondern auch einen Blick auf das Nyang-Delta werfen.

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