Wichtige Sehenswürdigkeiten in Dali
Drei Pagoden des Chongsheng- Tempels (Tempel der Erhabenen Heiligen)
Der Chongsheng- Tempel war ein berühmter königlicher Tempel während des Nanzhao- und des Dali-Königreichs. Darin sind Baustilelemente der Tang-, Song-, Yuan-, Ming- und Qing- Zeit zu finden. Die Pagoden, eine größere und zwei kleinere, stehen innerhalb des Tempels. Die größere wird Qianxu- Pagode (Pagode der Tausend Nachforschungen) genannt. Sie steht in 70 m Entfernung zu den beiden kleineren.
Die Qianxu- Pagode ist 69,13 m hoch. Sie ist eine rechteckige, 16-stufige Pagode aus Hohlziegelsteinen im typischen Baustil der Tang-Dynastie (618-907). Die zwei kleineren Pagoden, südlich bzw. nördlich der großen, sind je 42,19 m hoch und haben je 10 Stufen. Es sind oktogonale Ziegelpagoden. Sie sind kegelförmig und typisch für den Stil der Song-Dynastie (960-1279). Nach historischen Unterlagen wurden die beiden kleineren Pagoden in der Periode des Dali-Königreiches unter Duan Zhengyan und Duan Zhengxin (1108-1172) gebaut. Im März 1961 wurden die Drei Pagoden des Chongsheng- Tempels vom Staatsrat unter Schutz für die wichtigsten Kulturgüter gestellt. Im April 2005 wurde der Chongsheng-Tempel fertig wiederaufgebaut. Die Baufläche beträgt 20 080 qm. Im Juli 2006 fand eine große buddhistische Zeremonie statt. Damit wird dieser Tempel als „Hauptstadt des Buddhismus" bezeichnet.
Cangshan-Berg und Erhai-See in Dali
Der Cangshan-Berg wird auch der Diancangshan-Berg genannt. Er ist der Hauptgipfel des südlichen Teils des Yunling-Gebirges, das sich über 50 km erstreckt und 3500 m überm Meeresspiegel liegt. Der höchste Gipfel misst 4122 m. Der Cangshan-Berg hat insgesamt 19 Gipfel, zwischen allen fließen Bäche, von denen es also 18 gibt. Die Felsen, Wälder und Quellen an diesem Gipfel unterscheiden sich sehr voneinander. Die unterschiedliche Höhenlage schafft deutliche Klimazonen. Der Gipfel ist mit Schnee bedeckt und weiße Wolken umhüllen den Berg auf halber Höhe. Hier wachsen unzählige seltene Blumen, Gräser und rare Baumarten. Der Cangshan-Berg wird als „natürlicher botanischer Garten des Hochgebirges" betrachtet.
Am Fuß des Berges liegt der Erhai-See. Das ist ein Hochplateau-Süßwassersee mit einer Fläche von 251 km2. Der See hat die Form einer Mondsichel und umschließt den Cangshan-Berg zur Hälfte. Die Landschaft ist wie immer malerisch. In alter Zeit hieß sie „drei Inseln, vier Sandbänke, fünf Seen und neun Biegungen". Die Inseln Jinsuo, Yu'er und Chiwen gelten als die schönsten.
Der Cangshan-Berg und der Erhai-See sind nicht nur Landschafts- und Reisegebiete, sie gelten auch als Heimat der Bai-Vorfahren. Bis heute wurden über 30 Relikte aus der Jungsteinzeit und Ruinen der Kupferkultur am Erhai-See, an den Berghängen des Cangshan sowie auf dem Tafelland und in seiner Umgebung entdeckt.
Weibao-Berg in Dali
Der Weibao-Berg liegt 10 km südöstlich der eisstadt Weishan. Er hat eine Fläche von 19,4 km2. Der Hauptgipfel ist 2569 m hoch. Der Berg ist von alten Bäumen bedeckt. Der Berg liegt oft im Dunst, was in alter Zeit als wertvolle Luft galt. Der Weibao-Berg wird kurz Wei-Berg genannt. Er zählt zu den 14 taoistischen Bergen Chinas und ist der Ursprungsort des ruhmreichen Nanzhao-Reiches. Außer religiösen Stätten gibt es viele Sehenswürdigkeiten wie z. B. die Stadtmauer, das Himmelstor, die Japanischen Kamelien, den Kranichpavillon, die Kraniche auf dem See und alte Höhlen zu bestaunen.
Altstadt Dali
Die Altstadt Dali, auch Yucheng genannt, liegt am Fuß des Cangshan-Berges mit bildschöner Landschaft und 13 km von Xiaguan der Stadt Dali entfernt. Ihre Geschichte kann auf die Tianbao-Periode der Tang-Dynastie, in der Dali vom Nanzhao-König Geluofeng regiert wurde, zurückblicken. Die Bauarbeit an der auf den heutigen Tage erhalten gebliebenen Altstadt Dali begann im 15. Jahr der Regierungsperiode Hongwu der Ming-Zeit (1382). Diese Altstadt zählt zu den ersten historisch bekannten Kulturstädten Chinas und hat sehr schöne Landschaft, weil im Osten der Erhai-See und im Westen der Cangshan-Berg liegt. Sie besaß einen großen Umfang, wobei die ursprüngliche Stadtmauer 7,5 m hoch und 6 m dick war, es vier Stadttore jeweils nach Ost, West, Süd und Nord und einen Turm über jedem Stadttor gab. Heute ist die Altstadt Dali einfach und friedlich. Zwischen den traditionellen Wohnhäusern der Bai-Nationalität murmeln klare Bäche. In jedem Hof gibt es Blumen und andere Pflanzen. Das Huayuan (Garten)-Teehaus liegt in der Tiefe der Gassen. Hier können sich Touristen sehr gut ausruhen. Die neu gebaute Yangren (Ausländer)-Straße zieht viele ausländische Reisende an. Außerdem sind die Imbisse und der berühmte Sandaocha (Tee in drei Gängen) der Bai besonders zu empfehlen.
Jizu (Hühnerkralle)-Berg in Binchuan
Er liegt in der nordwestlichen Ecke des Kreises Binchuan, der der Stadt Dali untersteht, und 100 km von der Stadt Dali und 400 km von Kunming entfernt. Zwischen dem Erhai-See und dem Fluss Jinshajiang gelegen, hat er seinen Namen wegen der einer Hühnerkralle ähnlichen Bergform erhalten. Der Berg nimmt eine Fläche von 28,22 Mio. qm ein und sein Hauptgipfel Tianzhufeng ist 3248 m hoch. Der Überlieferung nach hielt der älteste Schüler von Schakjamuni hier buddhistische Erlösungsriten ab. So zählt der Berg zu den fünf bekannten buddhistischen Bergen Chinas und ein heiliger Ort des Buddhismus auch für Südostasien. Er ist besonders für die „vier Anblicke" und die „acht Landschaften" weit und breit bekannt. Im Berg wachsen üppige Pflanzen verschiedenster Art. Dank seiner wunderschönen Landschaft und buddhistischen Kultur ist der Jizu-Berg ein viel besuchtes Tourismusgebiet.
Hudie-Quelle (Quelle der Schmetterlinge)
Die Hudie-Quelle liegt am Fuß des nördlichsten Yunnong-Gipfels des Cangshan-Berges. „ Quellen, Schmetterlinge und Bäume" werden als „ drei Besonderheiten" betrachtet. Beim Bai-Volk symbolisiert die Hudie-Quelle die treue Liebe. Zum jährlich stattfindenden „Schmetterlingsfestival" kommen junge Leute der Bai-Nationalität hierher und finden bei Wechselgesängen die zu ihnen passenden Liebhaber.
Deng-Straßenviertel am Shaxi-Tempel
Das Deng-Straßenviertel am Shaxi-Tempel im Kreis Jianchuan liegt südöstlich vom Naturschutzgebiet am Zusammenfluss dreier Flüsse: Jinsha, Lancang und Nu. Das Gebiet dehnt sich nordwärts entlang des Flusstales westlich des Cangshan-Bergs. Hier verlief ein wichtiger Abschnitt der „Tee-Pferd-Straße". Der Markt ist der einzig erhalten gebliebene Marktflecken an dieser Straße, an dem noch Tempel, Theater und Gaststätten aus der Ming- und Qing-Dynastie in gutem Zustand zu besichtigen sind. Darunter gilt der Xingjiao-Tempel als die letzte heilige Stätte der Azhali- Sekte des esoterischen Buddhismus. Deshalb hat das Straßenviertel einen hohen kulturellen Wert. Das Deng-Straßenviertel des Shaxi- Tempels wurde am 11. Oktober 2001 in die „Liste des Welterbes in drohender Gefahr" aufgenommen, die von der Stiftung für den Schutz von monumentalen Bauwerken der Welt bekannt gegeben wurde.
Grotten im Shizhong- Berg (Berg der Steinglocke)
Das Landschaftsgebiet Shibaoshan in Jianchuan mit den Grotten im Shizhong- Berg als Hauptteil liegt 131 km nördlich von der Bezirksstadt Dali und 25 km südlich der Kreisstadt Jianchuan. Es liegt an der Gebirgskette Laojun und umfasst Landschaften wie den Foding- Berg, den Shisan- Berg, den Shizhong- Berg und Shadengqing. Die Gesamtfläche beträgt 25 km². Mit üppigen Wäldern, seltenen Felsen, Tempeln im besonderen Baustil und fein ausgemeißelten Grotten ist das Landschaftsgebiet seit alters ein bekanntes Reiseziel im Westen der Provinz Yunnan.
Die Grotten im Shizhong- Berg liegen im Süden des Landschaftsgebietes am Shizhong- Tempel, am Shiziguan und am Shadengqing. Die Bauarbeiten begannen vor mehr als 1100 Jahren und dauerten über 300 Jahre. Es gibt insgesamt 16 Grotten mit 139 Statuen. Die am feinsten ausgemeißelte Grottengruppe wird als der „Schatz Südchinas " bezeichnet. Wegen ihres historischen und künstlerischen Wertes wurden die Grotten am Shizhong- Berg am 4. März 1961 vom Staatsrat unter Schutz für die wichtigsten Kulturgüter gestellt.
Shimenguan- Bergschlucht in Yangbi
Sie liegt im unteren Teil des westlichen Hangs des Yuju- Gipfels des Cangshan- Berges, auf 1760 bis 2546 m über dem Meeresspiegel und, vom Berg getrennt, gegenüber der Gantong- Drahtseilbahn von Dali. Darüber hinaus liegt sie 24 km von der Stadt Dali, 8 km von der Kreisstadt Yangbi und 4 km von der Landstraße zweiter Ebene Dali-Yangbi entfernt. Der Jinzhan- Fluss fließt vom Yuju- Gipfel aus und durch die V-förmige Shimenguan- Schlucht. Beim Eingang der Schlucht ragen zwei steile Gipfel gegenüber und sehen wie zwei Türflügel aus - daher der Name der Schlucht (Shimenguan auf Deutsch: Pass mit Steintür). Der Jin'an- Tempel mit 2321,8 m bildet den höchsten Punkt der nördlichen Seite der Schlucht (Qingliang- Berg genannt) und der höchste Punkt der südlichen Seite (Cuiping- Berg genannt) ist 2300 m hoch. Die Schlucht ist über 300 m tief, ca. 100 m breit und mehr als 1000 m lang. Zu beiden Seiten der Schlucht sind überhängende oder seih hoch auftürmende Felsen und steile Bergwände zu finden. Das Wasser fällt in mehreren Stufen, die Rotange klettern überall. In der Schlucht wachsen subtropische immergrüne Laubbäume wie z. B. wilde Zwergbanane.
Gebäudekomplex der Bai-Nationalität in Xizhou
Xizhou liegt 16 km nördlich der Altstadt Dali. Es ist eine bekannte Gemeinde im Westen der Provinz. Yunnan. Die Wohnhäuser von Xizhou repräsentieren den Baustil der Bai-Nationalität in Dali.
Die Wohnhäuser in Xizhou haben einen geschlossenen, von einer Schutzmauer umgebenen Hof, der eigentlich aus fünf kleinen Höfen besteht. Viel Wert wird auf die Dekoration der Schutzmauer, der Tür- und Fenstergitter, der Giebel und der Torbögen gelegt. Die Schutzmauer ist ein notwendiges Bauwerk für das Haupthaus und zwei Nebenhäuser. Vor der Schutzmauer ist oft eine Terrasse zu sehen, auf der gibt es viele Topfblumen, die die Höfe schmücken. Die Türen sind aus kostbarem Holz wie Fichten-, Surenbaum- und Trompetenbaum, in das glückverheißende Muster wie goldene Hähne, Elstern und Qilin (chinesisches Fabeltier) geschnitzt werden. Der Giebel ist weiß getüncht, auf ihm sind wiederum viele glückverheißende Muster wie Wasserlilien und Rauten gemalt. Das Haupttor ist aus einem Steinblock vom Qingshan -Berg gefertigt; der Torbogen ist aus Holz und zeigt feine Schnitzereien.
Der Gebäudekomplex der Bai-Nationalität in Xizhou hat einen besonderen Stil. Angeblich gibt es 88 Wohnhöfe, davon sind die Wohnhöfe der Familie Yan, Dong und Yang am bekanntesten.

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