Sitten und Gebräuche in Diqing
Die Einheimischen in Diqing haben eine besondere Neigung zum Kunstgewerbe und zur bildenden Kunst. In den Klöstern des tibetischen Buddhismus und in den Wohnhäusern der Tibeter sieht man häufig Wandmalereien, die meisten haben den Buddhismus zum Inhalt. Außerdem gibt es zahlreiche volkstümliche kunstgewerbliche Produkte wie Schnitzereien, Tangkas, Butterblumen, Dongba- Gemälde, Bodenteppiche und Tonwaren. Sie alle bringen die Lebenslust der Bewohner Diqings zum Ausdruck.
Für Tibeter hat der tibetische Buddhismus eine große Bedeutung. Fast alle Tibeter und ein Teil anderer nationalen Minoritäten in Diqing hängen ihm an. In den von Tibetern bewohnten Gebieten sieht man überall prächtige Klöster, zahlreiche Mönche, Mani- Steinhaufen, weiße Pagoden und bunte Gebetsbanner. Die Einflüsse des tibetischen Buddhismus sind an der Hausdekoration, an den Trachten, im Alltag, bei Festen und Feiertagen, Hochzeits- und Trauerfeiern deutlich erkennbar. Bekannte Klöster sind das als „kleiner Potala- Palast" bezeichnete Gedan Songzanlin- Kloster und das Gedan Dongzhulin- Kloster in Deqin. Kleinere Klöster verteilen sich über ganz Diqing.
Angehörige der Naxi- Nationalität in Diqing wohnen hauptsächlich am Jinsha- Fluss im Kreis Shangri-La und am Lancang- Fluss in den Kreisen Weixi und Deqen. Sie sind Anhänger der Dongba- Religion. Da der zeremonielle Meister der Religion Dongba genannt wird, erhielt diese Religion den Namen Dongba- Religion. Baidi in der Gemeinde Sanba im Kreis Shangri-La ist der heilige Ort der Dongba-Gläubigen. Traditionell pilgern die Dongba-Anhänger zur „Shiluoling- Höhle" in Baidi und studieren dort religiöse Schriften. Der Überlieferung nach meditierte Dingba Shiluo, der Begründer der Dongba- Religion, in dieser Höhle und verbreitete die Dongba- Religion in Baidi.

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