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Shangri-La: Sehenswürdigkeiten


Wichtige Sehenswürdigkeiten in Diqing

Naturschutzgebiet Baimang- Schneegebirge. Das Naturschutzgebiet Baimang- Schneegebirge liegt südöstlich des Kreises Degen. Die Gesamtfläche beträgt 1880 km². Es ist das größte und am höchsten gelegene Naturschutzgebiet in der Provinz Yunnan. Topographisch gesehen neigt es sich von Westen nach Südosten. Es gibt mehr als 20 Schneeberge mit jeweils mehr als 5000 m Höhe. Im Naturschutzgebiet wachsen verschiedenartige Azaleen in großer Fläche. Darunter sind die Azalee mit der weltweit größten Blattspreite und zwei Azaleenarten unter staatlichem Schutz dritter Ebene zu finden. Jährlich vom April bis Juni stehen die Azaleen auf den Bergen in voller Blüte und bilden ein buntes Blumenmeer. Unter den zehn ökologischen Tiergesellschaften Chinas gehört dieses Gebiet zur Tiergesellschaft zwischen Plateauwäldern und -grassteppen sowie Hochlandwiesen und -kaltwüsten. Im Naturschutzgebiet leben viele Tiere unter staatlichem Schutz erster Kategorie wie Yunnan- Stumpfnasenaffen (Es gibt hier über 6000 Stumpfnasenaffen, das ist die Hälfte der bekannten Gesamtzahl), Nebelparder, Schneeleoparden und Goldgeier. Außerdem gibt es über 100 Tierarten unter staatlichem Schutz zweiter Kategorie.


Baishui-Tafelland in Diqing

Das Baishui-Tafelland liegt im Dorf Baidi der Gemeinde Sanba südöstlich des Kreises Shangri-La, 101 km von der Kreisstadt entfernt. Das Tafelland ist 2380 m hoch und hat eine Räche von 6 km². Seine Geschichte reicht 200 000 bis 300 000 Jahre zurück.

Der Überlieferung zufolge wurde das Baishui- Tafelland von Unsterblichen geschaffen. Östlich des Dorfes Baidi sieht man den 60 m hohen Baidi- Wasserfall. Das Baishui- Tafelland ist nicht nur eine reizvolle Landschaft, sondern auch der Ursprungsort der Dongba- Religion und der Dongba- Bilderschrift der Naxi- Nationalität. Es ist ein heiliger Ort für die Gläubigen der Dongba- Religion. Jährlich kommen die Angehörigen der Naxi- Nationalität am 8. Tag des zweiten Monats nach dem Mondkalender hierher, um das „Baishui- Opfern" zu feiern.


Feilai- Kloster in Diqing

Das Feilai- Kloster liegt 8 km südlich des Kreises Deqen, direkt vor dem Meili- Schneegebirge. Die Haupthalle ist ungefähr 100 m² groß, in ihr sind Statuen von Shakjamuni, Padmasambhava und Kagarbo, dem Gott des Taizi- Schneeberges, zu sehen. Die Wandmalereien im Kloster sind die am besten erhaltenen Wandmalereien des tibetischen Buddhismus in Diqing. Darauf sind viele religiöse Figuren wie Tsongkapa, der Begründer der Gelug-Sekte des tibetischen Buddhismus, Milarepa der Kagyu-Sekte und Bodhisattwa dargestellt. 100 m vom Feilai- Kloster gibt es einen idealen Punkt, von dem man einen herrlichen Blick auf den Kagarbo-Gipfel und das Meili- Schneegebirge hat. Hier steht ein Stupa, der für die Inspektion des 10. Panchen in Degen gebaut wurde. Ein Pavillon mit Ferngläsern steht Touristen zur Verfügung.


Naturschutzgebiet Haba- Schneeberg

Haba ist ein Wort der Naxi- Sprache und bedeutet goldene Blumen. Der Haba- Schneeberg liegt südöstlich des Kreises Zhongdian, 120 km vom Marktflecken Jiantang, Sitz der Bezirksstadt Diqing, entfernt. Er steht unter dem Schutz auf Provinzebene. Das Naturschutzgebiet ist 219,8 km² groß. In ihm sind die verschiedenen Vegetationsstufen deutlich erkennbar. Es ist ein Paradies für seltene Tiere in Shangri-La.

Der Hauptgipfel des Haba- Schneeberges ist das ganze Jahr mit Schnee bedeckt. Vier kleinere Gipfel stehen im Umkreis. Nördlich des Haba- Schneeberges gibt es viele Moränenseen in über 3500 m Höhe. Bekannt sind Heihai (das schwarze Meer), Yuanhai (das runde Meer), Huanghai (das gelbe Meer) und Shuanghai (das doppelte Meer). Außerdem stürzen viele Wasserfälle vom Haba- Schneeberg herab; besonders sind da die Wasserfälle Jianshan, Dadiaoshui und Longwangbian zu nennen.


Shouguo- Kloster in Diqing

Das Shouguo- Kloster gehört zu den 13 großen Klöstern im Nordwesten der Provinz Yunnan, die von der Karma-Kagyu- Sekte des tibetischen Buddhismus gebaut wurden. Die Bauarbeit am Kloster begann im Jahr 1729. Das Shouguo- Kloster besteht aus dem Haupttor, der Haupthalle und den Nebenhallen. Die Gesamtfläche beträgt 2600 m². Die Hallen zeigen den Stil der Han- Chinesen, aber es wurden auch Elemente tibetischer Bauten übernommen. Die Haupthalle hat dreifache Dachschwingungen mit einer Spitze in der Dachmitte. In der Haupthalle sieht man Statuen von Shakjamuni der drei Welten, Darmakönigen und Padmasambhava, eine Abschirmwand und 28 farbenprächtige Wandmalerein, die die Geschichten von u. a. Shakjamuni, Milarepa und dem Gott des Shouguo-Klosters schildern. Die Bauwerke und Wandmalereien sind gut erhalten.


Meili- Schneegebirge in Diqing

Das Schneegebirge Meili liegt an der Grenze des Kreises Deqin im autonomen Bezirk Diqing der Tibeter und des Kreises Zayu von Tibet, wo die drei Flüsse Jinsha, Lancang und Nu zusammenfließen. Es ist ein Ausläufer des Hengduan- Gebirges und liegt 849 km von Kunming entfernt. Das Schneegebirge hat 13 Gipfel. Im tibetischen Buddhismus ist das Meili- Schneegebirge eines der acht heiligen Gebirge der von der tibetischen Nationalität bewohnten Gebiete. Sein Hauptgipfel Kawagebo (im Tibetischen bedeutet es Gott des Schneegebirges) ist mit 6740 m der höchste Gipfel der Provinz Yunnan. Im Meili- Schneegebirge sind Gletscher der Neuzeit zu finden. Davon sind der Mingyong- und der Siqia- Gletscher am eindrucksvollsten. Sie erstrecken sich von der 5500 m Höhe abwärts bis zum Wald auf 2700 m Höhe, wo nur 800 m von der Wasseroberfläche des Lancang- Flusses entfernt ist. Diese neuzeitlichen monsunozeanischen Gletscher sind in der Welt selten zu finden, weil sie auf tieferer Breite und ziemlich Höhe liegen. Außerdem ist das Meili- Schneegebirge wegen seiner Kultur viel besucht und ein schwerpunktmäßiges Landschaftsgebiet staatlichen Ranges. 2005 wurde es zu den „Zehn schönsten bekannten Gebirgen Chinas" ausgewählt.


Mingyong-Gletscher

Der Mingyong- Gletscher liegt unterm Schneegipfel des Meili-Schneegebirges. Sein Name kommt vom gleichnamigen Dorf am Gletscherrand. Das ist einer der selten zu sehenden Gletscher in der Welt auf so niedriger Breite. Verschiedene Eisformen wie Eisbrücken, Eishöhlen, feine Eisschösslinge und schmale Eisschollen bilden eine ganz merkwürdige Eiswelt. Am Gletscher kann man den Abgang von Eislawinen erleben. Mit Gedröhn fliegen Eissplitter in alle Richtungen. Aber nur mit Glück ist diese wunderbare Naturerscheinung zu bewundern.


Qianhu- Berg (Berg der tausend Seen) in Diqing

Qianhu- Berg bedeutet auf Tibetisch Berg der tausend Seen der Göttin. Er ist 3900 m hoch und hat Seen von 0,08 km² Fläche. Der Berg ist nicht groß, aber in einem Umkreis von 150 km² liegen über 100 Seen mit einer Fläche von 6600 m² verstreut, zu denen unzählige kleinere Seen hinzukommen. Es ist eine ganze Hochgebirges- Seengruppe. Das Seewasser ist kristallklar und nicht verschmutzt, die Seen sind in intakte Urwälder eingebettet.


Nationalpark Pudacuo

Im Zentrum des Weltnaturerbes „San Jiang Bing Liu" (auf deutsch: drei Ströme fließen parallel) im Nordwesten der Provinz Yunnan gelegen, besteht dieser nationale Park aus dem Naturschutzgebiet Bita- See, einem international wichtigen Feuchtgebiet, und dem Gebiet mit Chinesischen Lärchen (Larix potaninii), das zum Weltnaturerbe „San Jiang Bing Liu" gehört. Er liegt 22 km von der Kreisstadt Shangri-La und nimmt eine Gesamtfläche von ca. 300 qkm ein. Als der erste Nationalpark auf dem chinesischen Festland dient er dem Umweltschutz, der Öko-Kultur und der Erziehung über die Ökologie und besteht aus sieben Funktionszonen. Im Norden des Parks liegt der Shudu- See und im Süden der Bita- See. Zwischen beiden Seen sind das ökologische Touristendorf des Luorong- Volkes und die subalpinische Weide Militang zu finden. Sie sind alle die vier attraktivsten Bestandteile des Parks.

Der Nationalpark Pudacuo ist wie ein Märchenland ohne Verschmutzung. Die Qualität des Wassers und der Luft hat den staatlichen Standard erster Kategorie erreicht. Das kristallklare Seewasser, der azurblaue Himmel, grüne Wälder, das Vogelzwitschern und der Duft von Blumen ziehen immer mehr Touristen an.


Qoiden Gorgyang-  Kloster

Das Qoiden Gorgyang- Kloster liegt im Dorf Zongding der Gemeinde Shengping des Kreises Deqin. Der einzige Weg, den Tibeter bei einer Pilgerfahrt zum Taizi- Schneeberg gehen, führt am Kloster vorbei. Der Überlieferung zufolge kam ein Mönch aus dem Landesinneren nach Tibet, um den Buddhismus zu verbreiten. Er hatte einen wertvollen buddhistischen Kristallgegenstand bei sich. Als er hier weilte, ließ er ihn zurück. Zur Aufbewahrung der Kostbarkeit wurden ein Stupa und ein Kloster gebaut. Im Kloster sind die Statuen vom Berggott Kagarbo und anderen Meistern des tibetischen Buddhismus zu sehen. Da die Pilger hier 100-mal um das Kloster wandern und dabei Sutras rezitieren, wird das Kloster auch das „Kloster der 100-maligen Umwanderungen" genannt.


Naturschutzgebiet Samage in Diqing

Das Naturschutzgebiet Samage hat eine Fläche von 2700 km². In den dortigen Urwäldern wachsen die Bäume dicht an, so dass der Himmel von Baumzweigen verdeckt wird. Die wichtigsten Baumarten im Naturschutzgebiet sind Fichten und Tannen; ihre Stämme sind dick und gerade. Überall sind chinesische Heilkräuter zu sehen. Hier leben auch viele vom Staat geschützte Tiere wie z. B. Stumpfnasenaffen von Yunnan. Kleine Pandas und Indische Zibetkatzen. Das Naturschutzgebiet ist auch das wichtigste Quellgebiet der Flüsse Xiangkegong und Lapu.


Cizhong- Kirche

Die Cizhong- Kirche liegt im Dorf Cigu und wurde in der Qing- Dynastie im Jahr 1867 gebaut. Sie ist eine Ziegel-Holz-Konstruktion mit chinesischen und ausländischen Architekturelementen. Im Dezember 1987 wurde sie von der Volksregierung der Provinz Yunnan zur Kulturstätte deklariert. Die Kirche ist im französischen Stil erbaut und nach Osten gerichtet. Der Bau hat die Form eines Kreuzes und besteht aus dem Haupttor, dem vorderen Hof, der Kirche, dem hinteren Hof, dem Blumen-, Gemüse- und Obstgarten. Die Kirche ist 22 m lang, 12,7 m breit und wird von sechs rechteckigen Steinsäulen gestützt. Das Dach ist mit glasierten Ziegeln gedeckt. Vor dem einstigen Haupttor steht eine Schutzmauer; dahinter sind Blumenbeete und viele Obstbäume zu sehen.


Landschaftsgebiet Lanyue (blauer Mond)- Bergtal

Es liegt im nordwestlichen Teil der Provinz Yunnan, im Schnittpunkt von Yunnan, Sichuan und Tibet und im Hinterland des nationalen Landschaftsgebiets mit den drei voneinander parallel fließenden Strömen (Nujiang, Lancangjiang und Jinshajiang) und damit auch im Zentrum vom großen Tourismusgebiet Shangri-La. Dieses Landschaftsgebiet bedeckt eine Fläche von 65 qkm und liegt 7,34 km südlich von der Kreisstadt Shangri-La und 4,5 km vom Shangri-La- Flughafen entfernt. Hier gibt es schimmernde Schneeberge, eindrucksvolle Schluchten, wie Spiegel glatte Seen, wie Teppiche aussehende grüne Wiesen, farbenprächtige Azaleen sowie fleißige und schlichte Angehörige verschiedener Nationalitäten, die an der alten Tee-Pferd-Straße leben. Dies alles erinnert einen an den Roman Verschwundener Horizont. Außerdem ist dieses Landschaftsgebiet das einzige Tourismusgebiet des Bezirks Diqing, in dem eine Drahtseilbahn (4157 m lang) Touristen zur Verfügung steht.


Meili- Schlucht des Lancang- Flusses

Der Lancang- Fluss fließt von Qinghai über Tibet und Yunnan und schließlich in Myanmar. Sein Abschnitt im Kreis Deqin ist 150 km lang und liegt 2006 m über dem Meeresspiegel, während der Kagebo- Gipfel am Ufer 6740 m über dem Meeresspiegel hoch ist. Damit beträgt die Höhendifferenz der Schlucht über 4734 m. Die große Schlucht des Lancang- Flusses ist bekannt nicht nur für ihre Tiefe und Länge, sondern auch für die reißende Strömung. Im Winter ist das Wasser klar aber wild. Im Sommer ist es trübe und die Wogen schlagen gegen die Ufer gischtend hoch und ohrenbetäubend - was für ein großartiger Anblick!


Jiantangzhen in Diqing

Jiantangzhen ist die Kreisstadt des Kreises Shangri-La, auf 3300 m über dem Meeresspiegel gelegen und von Bergen umgeben, zwischen denen es eine ebene Gegend gibt. Für die alte Tee-Pferd-Straße und die heutige Landstraße Yunnan-Tibet war und ist Jiantangzhen eine sehr wichtige Station. Jiantangzhen besteht aus der Altstadt Dukezong und der Neustadt. Die Altstadt liegt auf dem Dagui- Berg und ist Chinas größter und am besten erhaltener Komplex von Wohnhäusern der tibetischen Nationalität. Die Gedenkstätte für den Langen Marsch der Roten Armee in der Altstadt besitzt die Baustilelemente der Han-, der Bai- und der Naxi- Nationalität und steht als Schwerpunkt unter staatlichem Denkmalschutz. Der Guishan- Park wurde der Lage des Berges entsprechend gebaut. Besteigt man den alten Tempel im Park, kann man einen schönen Überblick Über die ganze Riyue (Sonne-Mond)-Stadt haben.

Von den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts an wurde die Neustadt zwischen dem Fuß des Jila- Berges im Norden und der Altstadt, nämlich zu beiden Seiten der Xiangde- Landstraße gebaut. Bis zu den 90er Jahren nahm sie schon Gestalt an. Heute ist die Kreisstadt Shangri-Las eine neue Stadt tibetischer Prägung auf dem Plateau.

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