Linyi mit hohen Bergen und fließendem Wasser
Kurze Überblick
Die Stadt Linyi liegt im Südosten der Provinz Shandong. Im Süden grenzt sie an die Provinz Jiangsu. Unterstellt sind ihr die drei Bezirke Lanshan, Hedong und Luozhuang und die neun Kreise Yinan, Yishui, Junan, Linmu, Tancheng, Cangshan, Feixian, Pingyi und Mengyin. Mit einer Fläche von 17 200 km2 und 10,05 Mio. Einwohnern ist Linyi die größte und bevölkerungsreichste Stadt in Shandong.
Die in China bekannte „Melodie über den Yimeng-Berg" besingt die herrliche Landschaft von Linyi. Sie verbindet die Herrlichkeiten Nordchinas mit der Anmut Südchinas. Im Norden erstrecket sich eine Gebirgskette, in der Mitte findet man ausgedehntes Hügelland und im Süden liegt die endlose Schwemmbodenebene. Das Yimeng-Gebirge erstreckt sich über einige hundert Kilometer. Es hat 72 Gipfel und 36 Höhlen. Der Yihe-Fluss schlängelt sich wie ein Jadegürtel durch die Stadt. Das Grab mit den Steinbasreliefs aus der Han-Dynastie in Beizhai, das Museum für das Grab der Han-Dynastie und Bambustäfelchen am Yinque-Berg, die Gedenkstätte für die Schlacht Menglianggu, der Sitz der Gewerkschaft der Provinz Shandong in der anti-japanischen Zeit und der moderne Marktflecken Fanluozhuang zeigen Geschichte und Gegenwart von Linyi. Die günstige Verkehrslage fördert die touristische Entwicklung der Stadt Linyi.
Sehenswürdigkeiten in Linyi
Wohnhof von Wang Xizhi
Der ehemalige Wohnhof von Wang Xizhi liegt an der Yanchi Jie-Straße im Bezirk Lanshan der Stadt Linyi. Er ist ein Kulturpark im klassischen Gartenstil, wo Kalligraphien und Malereien ausgestellt werden. Wang Xizhi (303-361) war ein großartiger Kalligraph in der Jin-Dynastie. Er wurde in Langya, Stadt Linyi, geboren und wegen seiner kursorischen Schnellschrift als Meister der Konzeptschrift bezeichnet. Seine wichtigen Werke sind die „Huangting-Schrift" und das „Lanting-Geleitwort". Sein Sohn war auch ein berühmter Kalligraph und wurde als „kleiner Meister" bezeichnet. Der Wohnhof ist von einer Mauer umschlossen. Das Haupttor richtet sich nach Süden, an dem eine Tafel mit der Inschrift „Wohnhof von Wang Xizhi" hängt. Im Norden hinterm Tor ist ein Teich zum Waschen der Tuschsteine. 10 m nördlich des Teichs liegt eine höhere Terrasse, auf der die Familie Wang Bücher lüftete. Nördlich der Terrasse steht ein 5-räumiges Bauwerk „Studienräume Langya". Hier werden Steinabdrucke und Inschriften von Wang Xizhi sowie Originalschriften von gegenwärtig berühmten Kalligraphen gezeigt. Westlich des Wohnhofs gibt es einen 100 m langen Korridor mit Steintafeln. Östlich liegen Pavillons, Brücken und Teiche.
Museum für ein Grab der Han-Dynastie und Bambustäfelchen am Yinque-Berg
Das Museum liegt an der Yimeng Lu-Straße 29. Es ist das erste Museum für ein Grab der Han-Dynastie und für Bambustäfelchen in China. Im Museum werden zahlreiche wertvolle Gegenstände aus der Westlichen Han-Dynastie wie Bambustäfelchen, Tonwaren und Seidenmalereien gezeigt. Es gibt drei Ausstellungshallen: die Halle für das Grab der Han-Dynastie am Yinque-Berg, die Halle für Bambustäfelchen und die Halle für Kulturgegenstände. Im Museum befinden sich 7500 Bambustäfelchen; die wichtigsten sind die Meisterwerke „Kriegskunst von Sunzi", „Kriegskunst von Sun Bin" und der erste und vollständigste Kalender, der je in China entdeckt wurde. Die Auffindung der Bambustäfelchen über die Kriegskunst setzten dem langjährigen Streit über Sunzi ein Ende und gilt als eine der „großartigen archäologischen Entdeckungen im 20. Jahrhundert in China". Die Tuschfarbe auf den Bambustäfelchen sind nach tausend Jahren nicht verblasst, was die hohe Technologie der Tuschenproduktion zeigt. Die Seidenmalereien sind farbenfreudig und haben ein hohes künstlerisches Niveau.
Hinweise zur Besichtigung:
Eintrittskarte: 10 Yuan pro Person,
Öffnungszeiten: 8.00-18.00.
Mit der Buslinie 6,7 oder 11 ist das Museum zu erreichen.
Heimatstätte von Zhuge Liang
In Yangdu in der Gemeinde Zhuangbu des Kreises Yinan wurde Zhuge Liang geboren. Zhuge Liang war ein berühmter Politiker und Stratege in der Periode der Streitenden Reiche. Er assistierte Liu Bei bei der Gründung der Shu-Herrschaft und wurde ein berühmter Minister. Im Osten der ursprünglichen Stadt fließt der Yihe-Fluss. Die Stadtmauer wurde mit Steinen gebaut. Im Norden gibt es den Dongyi-Fluss. Am Ufer ist das 1500 m lange Fundament der Stadt sichtbar. 1 m unter der Erdoberfläche der Stadtruine kann man zahlreiche Bruchstücke von Tonwaren finden.
In der Nähe gibt es eine Gedenkhalle und den Wolong-Park. Erwähnenswert ist die Steintafel mit einem Steinbasrelief aus der Han-Dynastie links der Gedenkhalle. Im Hof wächst ein tausendjähriger Ginkgobaum. Die drei Steinbasreliefs in der Gedenkhalle wurden in der Stadtruine ausgehoben.
Heimatstätte von Yan Zhenqing
Die Heimatstätte von Yan Zhenqing liegt im Dorf Zhumanliu der Gemeinde Fangeheng des Kreises Feixian. Yan Zhenqing war ein berühmter Kalligraph und Politiker in der Tang-Dynastie. Seine Schriftart nennt man heute „Yan-Art". Als Kalligraphievorlage steht bei allen Kalligraphie-Liebhabern die „Trauerrede auf den Neffen Ji Mingwen" nach dem „Lanting-Geleitwort" an zweiter Stelle. Im Dorf sind der Ehrenbogen Xiaotili und die Shuangzhong-Brücke zu besichtigen. Im Zentrum der Kreisstadt Feixian steht eine Marmor-Statue von Yan Zhenqing. Die Statue und die Gedenktafel für ihn im Park des Kreises drücken den Respekt seiner Landsleuten aus.
Heiße Quellen in Tangtou
Im Marktflecken Tangtou des Bezirks Hedong gibt es zwei heiße Quellen. Die eine liegt im Dorf, die andere außerhalb. Im Jahr 1954 wurden die heißen Quellen unter Klasse A eingestuft. Dann wurde eine große Kuranstalt errichtet. Die Wassertemperatur beträgt 65 Grad und enthält über 30 Arten von Mineralien. Es hat Heilwirkungen bei Rheumatismus, Hautkrankheiten und Nervenkrankheiten.
Museum für das Grab mit den Steinbasreliefs aus der Han-Dynastie in Beizhai
Das Museum liegt im Dorf Beizhai des Marktfleckens Jiehu des Kreises Yinan. Das Grab wird auch Grab des Generals genannt. Das Museum steht unter staatlichem Kulturgüterschutz. Nach den Textuntersuchungen wurde das Grab Ende der Östlichen Han-Dynastie gebaut, etwa um das Jahr 113. Das Grab hat eine komplizierte Konstruktion. Es gibt insgesamt 73 Steinbasreliefs. Es werden Kriegshandlungen, Bankette und Bekleidungen dargestellt. Sie gehören zu den künstlerischen Kostbarkeiten.
Linyi: Reiserouten
Reise auf der Suche nach Persönlichkeiten der Kulturgeschichte
Linyi kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Auf der Reise wird man den Wohnhof von Wang Xizhi. die Heimatstätten von Zhuge Liang und Yan Zhenqing, das Kenotaph von Zuo Baogui, das Grab von Xunzi und die Gedenkhalle von Sun Tang besichtigen.
Feste und Feierlichkeiten in Linyi
Wasserfall-Reisemonat im Herbst
Jedes Jahr findet vom 23. September bis zum 21. Oktober im Kreis Mengyin der Wasserfall-Reisemonat statt. Dabei gibt es viele Kulturvorführungen. Wettspiele und festliche Veranstaltungen wie Drachentanz, Bergsteigen. Akrobatik. Apfelpflücken und Reisen ins Land.
Langlebigkeitsfest auf dem Mengshan-Berg
Der Mengshan-Berg wird als „natürliche Sauerstoff-Bar" bezeichnet. Jedes Jahr findet am 9. des neunten Monats nach dem chinesischen Mondkalender das Langlebigkeitsfest statt, das zahlreiche Touristen zum Bergsteigen anzieht. Auf dem Hauptgipfel Guimengding ist die 218 m hohe riesige Steinskulptur des Gottes des langen Lebens zu sehen.
Xizhi-Fest der Kalligraphie
Die Kalligraphie ist die Quintessenz der chinesischen Kultur. Linyi ist die Heimatstadt des Kalligraphiemeisters Wang Xizhi. Am 3. September, dem Geburtstag von Wang Xizhi. wird das Fest der Kalligraphie in Linyi veranstaltet. Dabei wird die chinesische Kultur verbreitet.
Verkehr in Linyi
Linyi liegt in der Nähe der vier Hafenstädte Qingdao, Rizhao, Lanshan und Lianyungang. Die Stadt ist das größte Zentrum für Personenverkehr auf Straßen in der Provinz Shandong. Die Autobahnen Beijing-Shanghai und Rizhao-Dongming, die Staatsstraßen 205, 206, 310 und 327, über zehn Provinzstraßen wie die Yimeng-Straße führen durch die Stadt. Die Eisenbahnlinien führen nach Beijing, Zhengzhou, Jinan und Rizhao. Linyi hat einen Flughafen der zweiten Kategorie. Man kann nach Beijing, Shanghai, Guangzhou, Wenzhou, Yiwu, Ningbo, Dalian, Jinan und Qingdao fliegen.
Für den Stadtverkehr gibt es die Buslinien 1-20.
Küche in Linyi
Fleischsuppe (San) aus Linyi
Das Gericht San hat eine Geschichte von 2000 Jahren. Es ist eine dicke Fleischsuppe, die aus Fleisch, Weizenkörnern, Lauch, Ingwer, Salz, Mehl und Sojasoße zubereitet wird. Die Fleischsuppe ist nicht fett und nahrhaft. Dazu essen die Einwohner salzige Ölgebäckstangen und gebackene Fladen.
Guanggun-Hühner aus Mengyin
Das Hühnerfleisch wird zusammen mit 30 Arten von Heilkräutern sautiert und dann im Wasser gekocht. Es ist gesundheitsfördernd.
Babao-Sojabohnen
Die Babao-Sojabohnen sind ein einheimisches Produkt aus Linyi. Die Zubereitungsmethode hat eine Geschichte von 130 Jahren. Sie sind nahrhaft. Das Produkt vom Laden Weiyizhai ist von bester Qualität.
Einkäufe in Linyi
In Linyi machen Bergland, Hügelland und Ebene je 1/3 der Fläche aus, deshalb ist Linyi reich an Erzeugnissen. Wohlriechendes Geißblatt, Skorpion, Kastanie, Ginkgo, grüner Tee, Tuschstein, Strohflechtwerk und Druckkattun aus Linyi sind in ganz China bekannt. Das wohlriechende Geißblatt aus Pingyi wird in der chinesischen Medizin genutzt. Der Skorpion aus Yimeng ist nicht nur ein Grundstoff für die Herstellung von Arznei, sondern auch eine leckere Speise. Als Arznei wirkt es gegen Muskelkrämpfe. Schlaganfall, Lähmung und Tetanus. Der Xugong-Tuschstein ist von guter Qualität und unterschiedlich gemasert. Der Überlieferung zufolge ging der Prüfling Xugong aus der Ming-Dynastie nach Beijing, um an der kaiserlichen Prüfung teilzunehmen. An der Grenzstelle von Feixian und Yinan sah er zufällig einen Stein und benutzte ihn als Tuschstein. Die Tusche gefror selbst im Winter nicht. Der Prüfling hat dann den ersten Platz belegt. Der Stein bekam deswegen den Namen Xugong-Tuschstein.
Hinweise
Linyi ist reich an natürlichen Landschaften und künstlerisch bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Man kann im staatlichen Waldpark Mengshan wandern oder das Museum der Stadt Linyi und das Museum für das Grab der Han-Dynastie und Bambustäfelchen am Yinque-Berg besichtigen. Im Museum der Stadt Linyi werden 314 Kulturgegenstände auf Staatsebene aufbewahrt (Adresse: im Konfuzius-Tempel an der Lanshan Lu-Straße 123 in der Stadt Linyi, Tel: 0539-8185935).
Beschwerdetelefon für Touristen in Linyi: 0539-8303678

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