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Shandong: Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Stadt Jining


Qufu: Der Geburtsort vom Konfuzius

Qufu befindet sich nördlich von der Stadt Jining. Im Norden grenzt Qufu an Tai'an und im Süden an Zoucheng, den Geburtsort vom Menzius. Während der späten Frühlings- und Herbstperiode wurde der große Philosoph, Politiker und Pädagoge Konfuzius (551-479 v. vi. Z.) im Südosten von Qufu geboren und lebte hier bis zum Tode. Er errichtete hier eine Schule, die älteste Schule Chinas, und begründete den Konfuzianismus, der für die ideologische Entwicklung Chinas von weitreichender Bedeutung ist. Der Tempel für den Konfuzius, das Geburtshaus und Mausoleum vom Konfuzius stehen auf der Liste des „Kulturerbes der Welt".


Der Tempel für den Konfuzius

Dieser Tempel liegt im Zentrum der Stadt Qufu, neben dem Wohnhaus der Familie des Konfuzius. Hier fanden in der Vergangenheit Zeremonien zur Verehrung vom Konfuzius statt. Im Osten vom Tempel liegt das Geburtshaus vom Konfuzius, das im Jahr 478 v. u. Z. gebaut wurde. Auf der Gesamtfläche des Tempels von 96 000 m2 stehen die Häuser nacheinander in drei Reihen. Sie bilden neun Höfe, die sich gleichmäßig auf der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Mittelachse und zu deren beiden Seiten befinden. Diese Höfe haben insgesamt 466 Hallen, Türme, Altäre, Tempel, Pavillons, Lagerhäuser und Wohnhäuser sowie 54 Torbogen und mehr als 2000 Steintafeln mit Inschriften.

Eintritt: 30 Yuan pro Person
Öffnungszeit: gewöhnlich 8.00-17.00, am 1. Mai und dem Staatsfeiertag: 7.00-18.00, zum Frühlingsfest: 9.00-16.00 Besuchsdauer: 1 bis 3 Stunden


Wohnhaus der Familie des Konfuzius

Das Wohnhaus der Familie vom Konfuzius befindet sich im Zentrum der Stadt Qufu und grenzt im Westen an den Tempel für den Konfuzius. Hier wohnten und arbeiteten die Nachkommen der Hauptlinie vom Konfuzius. Von der Han-Dynastie (206 v. u. Z.-220) an verehrten die Dynastien Chinas den Konfuzius. Das Wohnhaus der Familie des Konfuzius wurde 1377 in der Ming-Dynastie erbaut und hat neun Höfe mit einer Gesamtfläche von 75 000 m2, die sich gleichmäßig in drei Reihen befinden. Die Möbel und andere Einrichtungen werden im ursprünglichen Zustand ausgestellt. Die Residenz der Familie des Konfuzius ist nach dem Kaiserpalast in Beijing der zweitgrößte Wohnsitz der Oberschicht im Altertum Chinas.

Eintritt: 20 Yuan pro Person
Öffnungszeit: gewöhnlich 8.00-17.00, am 1. Mai und am Staatsfeiertag: 7.00-18.00, zum Frühlingsfest: 9.00-16.00
Besuchsdauer: 1 bis 2 Stunden


Das Mausoleum vom Konfuzius (Konfuzius-Wald)

Das ist ein spezieller Friedhof des Konfuzius und seiner Nachkommen, der 2 Mio. nr misst und über 100 000 Gräber hat. Auf dem Friedhof wachsen mehr als 100 000 Kiefern. Zypressen und andere Bäume. Das ist der größte und älteste Familienfriedhof, ein großer Garten seiner Art in China, der sich noch immer in gutem Zustand befindet.

Eintritt (einschließlich der Fahrkarte für Besichtigung): 20 Yuan pro Person
Öffnungszeit: Vom April bis November: 7.00-18.00, vom Dezember bis März: 8.00-17.00
Besuchsdauer: 1 bis 2 Stunden


Das Museum für Steintafeln

Es liegt im Garten der Residenz der Familie vom Konfuzius und verfügt über eine reiche Sammlung von Steinschnitzereien und Abklatschen aus der Zeit der Han-Dynastie und Steintafeln aus der Zeit der Nördlichen Dynastien und der Sui-Dynastie.


Ruinen der Hauptstadt des Staates Lu

Sie liegen in der Altstadt von Qufu. das als ehemalige Hauptstadt des Teilstaats Lu zu den am längsten existierten Hauptstädten der Fürstentümern der Zhou-Dynastie zählt. Die Stadtmauer misst 11,75 km. Die Ruinen des südöstlichen, des nordöstlichen und des nordwestlichen Teils dieser Stadtmauer kamen zum Vorschein. Ausgegraben wurden ein Stadttor, Straßen, Räume des Palastes, Werkstätten für die Herstellung von Gegenständen aus Ton, Knochen und Eisen sowie Wohnhäuser. Im Westen der Stadt befinden sich mehrere Grabstätten. Hier wurden wertvolle Kulturdenkmäler ih Hülle und Fülle gefunden.


Die Stadtmauer aus der Ming-Dynastie

In der Altstadt von Qufu gelegen und 1513 zum Schutz des Tempels für den Konfuzius aus Backsteinen angelegt, ist diese Stadtmauer 6 m hoch und 3 m breit und hat einen Umfang von 4,8 km und fünf Stadttore. 1987 wurde der Stadtgraben renoviert, und um die Stadt herum entstand eine Grünanlage.


Shouqiu

Untersuchungen zufolge ist Shouqiu, östlich der Stadt Qufu gelegen, der Geburtsort des Gelben Kaisers, des Ahnherren der chinesischen Nation. Die hier gebauten Tempel zur Verehrung des Gelben Kaisers wurden durch Kriegswirren niedergebrannt. Dort, wo die Ruinen liegen, ist ein Park angelegt worden. Die beiden 17 m hohen Steintafeln sind die größten ihrer Art in China.


Das Mausoleum des Kaisers Shaohao

Shaohao ist einer der fünf legendären Kaiser Chinas. Sein Grab hat die Form einer Pyramide. Zum Bau dieses Grabs verwendete man 10 000 Steine. Daher wird es die „chinesische Pyramide" oder der „Zehntausend-Steine-Berg" genannt. Innerhalb des Mausoleums stehen mehrere Dutzend Steintafeln mit Inschriften über Opferzeremonien in der Vergangenheit und eine Gedenktafel ohne Inschrift.


Der Nishan-Berg

Hier wurde der Konfuzius geboren. Am Berg sind antike Häuser und andere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Nennenswert sind vor allem die Konfuzius-Grotte, der Chuanshang-Pavillon, die Nishan-Lehranstalt und der Tempel für den Konfuzius.


Der Tempel für Zhougong

Zhougong war der vierte Sohn des Kaisers Wenwang der Westlichen Zhou-Dynastie (1066-770 v. u. Z.). Er führte das Ritualsystem ein und setzte Lieder für Riten fest. Sein Tempel wurde 1013 in der Song-Dynastie erbaut und nachher mehrmals wiederhergestellt. Heute misst dieser Tempel etwa 50 000 m2. Seine etwa 30 Hallen und Häuser befinden sich auf drei Höfen. Im Tempel werden 35 Steintafeln aus alten Zeiten aufbewahrt.


Der Tempel für Yan Hui

Östlich des nördlichen Stadttors von Qufu gelegen, ist er eine Gedenkstätte für Yan Hui, einen hervorragenden Jünger des Konfuzius. Die Häuser des Tempels bilden fühf Höfe. Bis heute sind 24 Häuser mit insgesamt 159 Räumen überliefert.


Das Mausoleum für die Mutter des Manzius

Auf einer Fläche von 385 000 m2 gibt es auch die Gräber der Nachkommen vom Menzius. Dazwischen wachsen Kiefern und Zypressen üppig. Das Mausoleum der Mutter vom Menzius existiert seit mehr als 2000 Jahren. Vor dem Grab der Mutter vom Menzius stehen drei von einer roten Mauer eingeschlossenen Hallen für Opferzeremonien. Vor dem Grabstein stehen ein Altar und ein Weihrauchbehälter aus Stein.


Das Mausoleum der Eltern vom Konfuzius

Es liegt am nördlichen Fuß des Fangshan-Berges, 13 km östlich der Altstadt von Qufu und hat eine Fläche von 13 000 m2. Innerhalb der Umfassungsmauer wachsen alte Zypressen üppig, von denen sich drei Hallen für Opferungszeremonien abheben. Das Grab befindet sich innerhalb der Innenmauer. Vor dem Grab stehen Menschen- und Raubtierfiguren aus Stein.


Gräber der Han-Dynastie am Jiulongshan-Berg (Berg der Neun Drachen)

Hier sind bisher fünf Gräber entdeckt worden. Sie befinden sich in fünf nebeneinander liegenden Felsengrotten am südlichen Abhang des Jiulongshan im Süden der Stadt Qufu. Mit einem Volumen von mehr als 2900 m3 ist die Grotte Nr. 3 die größte davon. Obwohl 1900 Jahre seit dem Aushebung der Grotten vergangen sind, sind die Meißelungsspuren noch immer erkennbar.


Der Tempel für den Menzius

Der Menzius wird nach dem Konfuzius der „Zweite Heilige" genannt. Sein Tempel liegt in Zoucheng. Hier finden regelmäßig Zeremonien zur Erinnerung an den Menzius statt. Der Tempel ist rechteckig und besteht aus fünf Höfen mit 64 Hallen, zwei Pavillons für Steintafeln mit je einer vom Kaiser kalligraphierten Inschrift, einem Ehrenbogen aus Holz und mehr als 350 Steintafeln mit Reliefs.


Die Residenz der Familie vom Menzius

Sie grenzt im Osten an den Tempel des Menzius und besteht aus vier Höfen mit 116 Hallen und Zimmern, die sich immer noch in gutem Zustand befinden. Darin werden zahlreiche Fundstücke und andere Kulturgegenstände der Familie des Menzius ausgestellt.


Das Mausoleum des Menzius

Es ist 12,5 km nordöstlich der Stadt Zoucheng entfernt. Der Menzius und seine Nachfahren wurden hier begraben. Zur Zeit des Qing-Kaisers Kangxi erweiterte sich dieses Mausoleum auf 6,67 Mio. m2. Ein 1,5 km langer „göttlicher Weg" führt zum Eingang. Dahinter stehen fünf Hallen für Opferungszeremonien. Ganz hinten liegt das Grab vom Menzius.

Hinweise zur Besichtigung: Die Eintrittskarte kostet 5 Yuan. Nach dem Besuch des Mausoleums vom Menzius können Sie das Mausoleum seiner Mutter, 5 km westlich davon entfernt, besichtigen.


Das Mausoleum für den Huang-König

Es liegt am südlichen Fuß des Jiulongshan-Bergs, 12 km nördlich der Stadt Zoucheng entfernt. Hier wurde der 10. Sohn des ersten Ming-Kaisers begraben. Dieses Mausoleum misst mehr als 70 000 m2. Die 12 Nachkommen des Huang-Königs wurden auch hier begraben. Die Grabkammer des Huang-Königs liegt mehr als 20 m tief unter der Erde und ist luxuriös ausgestattet. Mehr als 1000 Grabbeigaben kamen ans Tageslicht.


Der Yishan-Berg

10 km südlich der Stadt Zoucheng entfernt, hat er eine Höhe von 582,8 m und misst 60 km2. Der Kaiser Shi Huang Di der Qin-Dynastie besuchte zuerst diesen Berg. Nachher kamen weitere Kaiser sowie Kanzler und Generäle zu diesem Berg, um ihn zu verehren. Zahlreiche Gedichte, wertvolle kalligraphische Werke und andere Sehenswürdigkeiten zeugen davon.


Steinschnitzereien am Tieshan-Berg

Ein riesiger Felsen am südlichen Abhang des Tieshan-Bergs im Norden der Stadt Zoucheng ist mit kalligraphischen Werken aus dem Jahr 579 versehen. Nach dem Stil, der Größe, dem Inhalt und der Stellung sind diese kalligraphischen Werke in drei Teile eingeteilt und sind so grandios wie die Steinschnitzereien im Jingshiyu-Tal des Taishan-Bergs.


Steinschnitzereien am Gangshan-Berg

Sie befinden sich im Tal des Gangshan-Bergs, östlich vom Tieshan-Berg. Insgesamt 24 Felswände oder einzelne Felsblöcke sind mit kalligraphischen Werken bedeckt, die eine mehr als 1000 Jahre lange Geschichte haben.


Der Taibai-Turm

Dieses zweistöckige Bauwerk befindet sich auf der alten Stadtmauer im Zentrum der Stadt Jining und wurde im Jahre 1391 hierher verlegt. Heute beherbergt dieser Turm eine Gedenkhalle für Li Taibai, einen sehr berühmten Tang-Dichter. Mehr als hundert Exponate werden hier gezeigt.


Die Eiserne Pagode in Jining

Im Zentrum der Stadt Jining gelegen und im Jahr 1105 erbaut, zählt sie zu den vom Staat schwerpunktmäßig geschützten Kulturdenkmälern im Landesmaßstab. Sie ist neunstöckig, achteckig und 23,8 m hoch, und jedes Stockwerk zeigt vier viereckige symbolische Türen. Dazwischen sind jeweils zwei gegossene Buddhastatuen zu sehen. Auf dem Dach der Pagode befindet sich ein Lotosthron aus Bronze.


Der Shenqyuan-Turm

Im Jahr 1353 wieder aufgebaut und 1460 renoviert, steht er auf einem 3,5 m hohen Sockel aus Backsteinen und ist zweistöckig und 17 m hoch. Eine Treppe führt bis nach oben. Im zweiten Stock hängt eine große Glocke aus Eisen, die während der Song-Dynastie gegossen wurde.


Der Tempel der Familie Wu

Er wurde im Jahr 147 errichtet und bis zur Qing-Dynastie ausgebaut. Innerhalb des Tempels sind Steintorbogen, Steinlösen, Grabsteine, Steintafeln mit gemalten Bildern zu finden. Heute steht dieser Tempel auf der Liste der vom Staat als Schwerpunkte geschützten Kulturdenkmäler im Landesmaßstab.


Der Weishan-See

Er besteht aus vier kleineren Seen und liegt an der Grenze zwischen den Provinzen Jiangsu und Shandong. In Nord-Süd-Richtung misst er 125 km und in West-Ost-Richtung 30 km. Mit einer Gesamtfläche von 1266 km2 zählt er zu den zehn größten Süßwasserseen Chinas und ist der größte See Nordchinas. Dieser See wird nach dem Weishan-Berg benannt. Auf der Insel liegen die Gräber der drei Weisen: Weizi, Zhang Liang und Muyi.
Außerdem ragt hier ein Denkmal für die Eisenbahnpartisanengruppe von der Weishan-Insel empor.

Hinweise zur Besichtigung: Die beste Zeit zur Bootsfahrt auf dem Weishan-See ist zwischen dem 7. und 9. Monat nach dem traditionellen chinesischen Kalender. Zu dieser Zeit stehen die Lotosblumen in voller Blüte. Bei der Besichtigung muss man auf die Sicherheit aufpassen, weil der See sehr tief Ist.


Der Liangshan-Berg

Die Handlung des klassischen Romans Die Räuber am Liangshan-Moor spielt hauptsächlich im Liangshan-Berg, 2,5 km südöstlich vom Kreis Liangshan entfernt. Lebendig wird ein Bauernaufstand geschildert. Die Rebellen versammelten sich am Liangshan-Berg. Sie leisteten vom Berg aus Widerstand gegen die Monarchie. Seit jeher gehört dieses belletristische Werk zu den Bestsellern in China.

Hinweise zur Besichtigung: Im März jedes Jahres entfalten sich die weißen und rötlichen Aprikosenblüten am Fuß des Liangshan-Bergs zu voller Pracht. So ist das die beste Zelt, die Blüten zu bewundern und den Berg zu besteigen.

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