Heze, Heimat der chinesischen Pfingstrosen
Überblick
Heze liegt auf einer Ebene im Südwesten der Provinz. Der östliche Nachbar ist die Stadt Jining, im Süden, Westen und Norden grenzt es an die Provinzen Jiangsu, Henan und Anhui. Der Stadt unterstellt sind der Bezirk Mudan und die acht Kreise Dongming, Juancheng, Yuncheng, Dingtao, Caoxian, Shanxian, Chengwu und Juye. Auf der 12 000 km2 großen Fläche leben 849 000 Einwohner.
In alter Zeit wurde Heze Caozhou oder Caonan genannt. Vor 500 Jahren begann man hier chinesische Pfingstrosen anzupflanzen. Im Roman „Geistergeschichten aus der Kammer Liaozhai" mystifizierte der Autor Pu Songling die beiden kostbarsten Pfingstrosenarten „Gejinzi" und „Yubanbai" als zwei Feen. Gegenwärtig kann man in Heze Pfingstrosen in 9 Farben, 10 Blütenformen und in über 800 Arten kaufen. Die Anbaufläche beträgt über 10 Mio. irr. Den Titel „Heimat der chinesischen Pfingstrosen" hat sich Heze wahrlich verdient.
Heze liegt am Schnittpunkt von vier Provinzen. In der Geschichte war es ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Die Volkskunst und der Sport sind seit alter her hier beliebt. Heze wird auch als „Heimat der Opern", „Heimat der Kampfkunst" und „Heimat der Kalligraphie und Malerei" bezeichnet. Die lokalen Opern wie Shandong-Bangzi, Liangjiaxian, Dapingdiao und die Henan-Oper sind hier populär. Liuzixi, eine der vier alten Opern, hat sich in Heze entwickelt. Unter den 108 Helden vom Liangshan-Moor kamen 72 aus Yuncheng. Im alten China gab es hier viele Kampfkunst-Meister.
Sehenswürdigkeiten in Heze
Pfingstrosen-Plantage
Die Tourismuszone für Pfingstrosen in Heze ist die größte Basis in China für den Anbau, die wissenschaftliche Erforschung und überhaupt für die Bewunderung von Pfingstrosen. Die Pfingstrosen in Heze sind groß, farbenprächtig und angenehm duftend. Sie werden deshalb als „die besten unter dem Himmel" hoch geschätzt. Der Pfingstrosen-Park in Caozhou, der Gujin-Park und der Baihua-Park sind die wichtige Orte, an denen man Pfingstrosen bewundern kann.
Der Pfingstrosen-Park in Caozhou liegt im Bezirk Mudan der Stadt Heze. Der Park hat eine Gesamtfläche von 720 000 m2 und ist vor allem angelegt, damit die Besucher die Pfingstrosen betrachten können. Im Park gibt es über eine Million Pfingstrosenpflanzen in mehr als 800 Sorten. Dazwischen werden u.a. Chrysanthemen, Winterblumen und Rosen gepflanzt. Der Park hat drei Teile. Im Westteil sind hauptsächlich Bauwerke zu finden, z. B. die Statue der Pfingstrosen-Fee und Pavillons, die mit aus Kiefernzweigen geflochtenen Vogel-, Tier- und Menschenfiguren geschmückt sind. Im Nordteil gibt es modern eingerichtete Blumenpavillons. Im Ostteil kann man außer Pfingstrosen auch japanische Kirschbäume bewundern.
Der Baihua (hundert Blumen)-Park liegt im Dorf Hongmiao des Bezirks Mudan der Stadt Heze. Er ist 100 000 m2 groß und spezialisiert auf die Züchtung von neuen, wertvollen Pfingstrosenarten. Zur Zeit gibt es im Park über 200 000 Pfingstrosenpflanzen in 300 Arten, darunter sind Saixueta und Doulü die bekanntesten.
Der Gujin (Vergangenheit und Gegenwart)-Park liegt im Dorf Wanglizhuang des Bezirks Mudan der Stadt Heze. Er wurde in der Ming-Dynastie angelegt und in den folgenden Jahren mehrmals renoviert. 1958 bekam der Park den heutigen Namen, der sein Gedeihen von alten Zeiten bis zum heutigen Tag unterstreichen soll. Im Park sieht man kleine Brücken, Bäche, künstlich angelegte Felsengruppen und Fontänen. Im Park gibt es 350 Pfingstrosenarten, außerdem findet man dort Dutzende anderer Blütensträucher wie Flieder und Winterjasmin. Die Pfingstrosenart Longtouhuai ist über 200 Jahre alt und deswegen besonders wertvoll.
Hinweise zur Besichtigung: Die drei oben genannten Parks sind mit der Buslinie 13 zu erreichen.
Eintrittskarten für den Pfingstrosen-Park in Caozhou: 30 Yuan pro Person, für den Baihua-Park und Gujin-Park, je 15 Yuan pro Person.
Anstalt für Kalligraphie und Malerei in Caozhou
Die Anstalt liegt in der Guangfu Nanjie-Straße im Bezirk Mudan der Stadt Heze und dient der Erforschung des Schaffens berühmter Kalligraphen sowie dem Tausch und der Sammlung von Kalligraphien und Malereien. In der Anstalt gibt es zwei Ausstellungshallen, den längsten Steintafel-Korridor Chinas, die Gedenkhalle Zhao Dengyu, die Ausstellungshalle für Druckgraphik und die Ausstellungshalle für Werke von Kalligraphen und Malern aus Caozhou. Die Anstalt wird als „Stätte der nationalen Kultur" und „Ort der Kalligraphie und Malerei" bezeichnet.
Heimatort von Song Jiang
Der Heimatort von Song Jiang ist das Dorf Songjia im Kreis Yuncheng. Im Jahr 1119 rebellierte Song Jiang zusammen mit 36 Landsleuten in Yuncheng gegen die Song-Regierung. Sie kämpften in den heutigen Provinzen Shandong und Hebei. Song Jiang war eine gebildete, rechtschaffene und respektable Persönlichkeit. In seinem Heimatort erzählt man heute viele Heldengeschichten über ihn. Zum Gedenken an Song Jiang haben seine Landsleute im Dorf Songjia viele Bauwerke wieder hergestellt.
Kampfkunst-Schule Songjiang
Die Kampfkunst-Schule Songjiang liegt in der Ximen- Jie-Straße im Kreis Yuncheng und hat eine Fläche von 120 000 m2. In Yuncheng gibt es viele Trainingshallen für die Kampfkunst. Seit 1995 hat die Kampfkunst-Schule Songjiang für Sportmannschaften und staatliche Sportakademien über 4000 Kampfkunst-Fachkräfte ausgebildet. Außerdem waren die Schüler im Programm „Frühlingsfeier von Gouwa" des CCTV-Kulturabend anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes zu sehen. Sie haben dabei den ersten Preis gewonnen. Außerdem waren sie schon oft an Vorführungen und Wettspielen im Ausland beteiligt.
Heze: Reiserouten
Studienreise für Kalligraphie und Malerei
Heze ist im In- und Ausland als „Heimat der Kalligraphie und Malerei" bekannt. Die künstlerische Entwicklung hat eine lange Geschichte. In den Regierungsjahren des Qing-Kaisers Qianlong wurde das Reich einige Jahre hintereinander von Dürrekatastrophen heimgesucht. Das vom Maler Zhao Schuping geschaffene „Bild der Verhungernden" verursachte Aufregung in der Regierung und Öffentlichkeit. Die Werke von Malern der Neuzeit wie Tian Boping, Li Meichuan, He Fanghua und Lu Feng sind in ganz China bekannt. Auf der Reise sollte man den Pfingstrosenpark, den Baihua-Park, die Tourismuszone für Pfingstrosen, die Jinshan-Höhle und die Anstalt für Kalligraphie und Malerei in Caozhou besichtigen.
Reise zum Liangshan-Moor
Die der Stadt Heze unterstellten Kreise Juye, Juancheng und Yuncheng sind die Orte, an denen viele Geschichten des Romans „Die Räuber vom Liangshan-Moor" spielen. Zusammen mit dem Kreis Liangshan der Stadt Jining und dem Kreis Yanggu der Stadt Liaocheng wurde eine Tourismuszone „Liangshan-Moor" geschaffen, die von Liangshan-Fans gern besucht wird.
Reise zum Kennenlernen der chinesischen Kampfkunst
Heze hat eine lange Geschichte, die chinesische Kampfkunst betrifft. Zur Zeit gibt es dort 23 Kampfkunst-Organisationen und 12 Kampfkunst-Schulen mit je über 100 Schülern. Die bekannteste ist die Kampfkunst-Schule Songjiang. Die Touristen können dort nicht nur die chinesische Kampfkunst bewundern, sondern auch selbst einige Fertigkeiten darin erlernen.
Feste und Feierlichkeiten in Heze
Pfingstrosen-Fest in Heze Zwischen der zweiten Dekade im April und der ersten Dekade im Mai findet alljährlich das internationale Pfingstrosen-Fest statt. Während des Fests zeigen der Pfingstrosen-Park, der Gujin-Park, der Baihua-Park und die Pfingstrosenplantagen in Zhoulou und Liji über 800 kostbare, seltene und wertvolle Pfingstrosenarten. Zugleich werden Handelsgespräche und Kulturaufführungen, Ausstellungen für industrielle Produkte und Parkveranstaltungen organisiert. Dabei sind oft mehr als eine Million in- und ausländischer Gäste anwesend.
Verkehrsbedingungen in Heze
Heze liegt verkehrsgünstig. Es ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Schnittpunkt der Eisenbahnlinien Beijing-Kowloon und Yanzhou-Xinxiang. Straßen führen in alle Richtungen. Die Autobahn Heze-Qufu wurde bereits dem Verkehr übergeben und bildet mit der Autobahn Luxi und den Eisenbahnlinien Beijing-Fuzhou und Beijing-Shanghai ein regelrechtes Verkehrsnetz. Von Heze kann man mit der Eisenbahn Beijing, Tianjin, Shenyang, Changchun, Qingdao, Hefei, Nanchang und Shenzhen direkt erreichen.
Die Stadt Heze hat 18 Buslinien, die zu Bahnhöfen, Hotels, Sehenswürdigkeiten und Kaufhäusern führen. Die Busse halten auf Wink.
Heze liegt 250 km bzw. 220 km von den Flughäfen in Jinan und Zhengzhou entfernt. Busfahrten dorthin dauern ungefähr 3,5 Stunden. In Heze gibt es Verkaufsstellen für Flugtickets von allen chinesischen Fluggesellschaften. Man kann auch telefonisch buchen.
Folgende Buslinien führen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten:
Revolutionäre Gedenkhalle Jiluyu: Sonderlinie in der Kaiyang Lu-Straße
Anstalt für Kalligraphie und Malerei in Caozhou: mit der Buslinie 1 oder 16
Kampfkunst-Schule Songjiang: in Heze mit dem Fernbus nach Yuncheng, dort dann öffentliche Verkehrsmittel nehmen.
Stätte für hundert Löwen und hundert Langlebigkeiten: im Kreis Shan mit den Buslinien 1-5
Heze: Küche
Schaffleisch-Suppe aus dem Kreis Shan
Für die Suppe wird Schaf- oder Ziegenfleisch mit erlesenen Zutaten verwendet. Die Suppe hat eine milchige Farbe, ist nicht fett und hat keinen unangenehmen Beigeschmack. Bekannte Suppen sind u.a. auch die Tianhua-Suppe, die Magen-Herz-Suppe, die Milchsuppe, die Schwalbennestersuppe und die Sankongqiao-Suppe. Die unterschiedlichen Zutaten und Zubereitungsmethoden machen aus jeder Suppe eine kulinarische Überraschung. Suppen sind bekannte Spezialitäten im Südwesten von Shandong.
Rindergulasch aus dem Kreis Cao
Der Rindergulasch aus dem Kreis Cao hat seit der Qing-Dynastie einen Namen im In- und Ausland. Aufzeichnungen zufolge hat ein Muslim namens Mi das Gericht zuerst geschaffen. Nach mehrmaligen Verbesserungen gehörte es zeitweise zu den Tributen für den Kaiserhof. Das Rindfleisch wird in zehn Verarbeitungsschritten wie Schneiden, Pökeln, Braten und Kochen zubereitet und ist zart, kaum fett und fest.
Einkäufe in Heze
Pfingstrosen
Die Pfingstrosen in Heze sind bekannt für ihre Blütengröße, ihre prächtigen Farben, schönen Formen und Düfte. Es gibt über 800 Pfingstrosenarten. Sie blühen in weiß, rosa, rot, gelb, purpur. schwarz, grün oder blau. Es gibt auch mehrfarbige. Die Pfingstrosenplantagen sind hautpsächlich in den Dörfern Zhaolou, Liji, Helou und Hongmiao zu finden. Bekannte Pfingstrosenarten sind Doulü, Lihuaxue, Gejizi, Yaohuang und Kunshanyeguang. Mit modernen Methoden kann man jetzt Pfingstrosen zu allen Jahreszeiten erblühen lassen. Es wird auch ein Pfingstrosen-Extrakt aus den Blüten gewonnen; das ist ein wertvoller Aromastoff. Die Wurzeln werden in der chinesischen Medizin genutzt, um Arzeneien mit fiebersenkender, durchblutungsfördernder und schleimlösender Wirkung herzustellen.
Papaya
Papayas werden in den Dörfern Zhaolou. Liji, Lugudui und Guanhuayuan angebaut. Die Frucht hat eine ovale Form, ist von goldener Farbe und duftet stark. Sie ist gut für die Leber, den Magen und die Milz und hat eine durchblutungsfördernde Wirkung. Außerdem wirkt sie gegen Sonnenstich, Cholera und Beriberi. Papaya-Kuchen und Papaya-Schnaps sind gesundheitsfördernd.
Kurze Hinweise
Die beste Zeit, um Pfingstrosen zu bewundern, liegt zwischen der letzten Dekade im April und der ersten Dekade im Mai. Bereits in der Ming- und Qing-Dynastie ließen die Blumenzüchter in Heze die Pfingstrosen durch Temperaturerhöhung im Winter erblühen. Nun blühen die Pfingstrosen je nach Wunsch zu allen Jahreszeiten.
Beschwerdetelefon für Touristen in Heze: 0530-5310660

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