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Shaanxi: Gebiete nördlich von Xi'an

Gebiete nördlich von Xi'an


Stadt Yan'an

Yan'an liegt im Norden der Provinz Shaanxi, in der Mitte der Löß-Hochebene. Im Osten bildet der Gelbe Fluss die Grenze zur Provinz Shanxi, im Westen grenzt das Stadtgebiet an die Provinz Gansu. Auf 36 712 qkm Fläche leben in Yan'an 2,16 Millionen Einwohner.
Yan'an ist nicht nur eine kulturhistorisch bedeutsame Stadt, sondern zugleich auch eine Weihestätte der chinesischen Revolution, in der modernen Geschichte Chinas von außergewöhnlicher Bedeutung. In der Zeit des Krieges gegen die japanische Aggression und des Befreiungskrieges war Yan'an Sitz des Zentralkomitees der KP Chinas. Mao Zedong (1893-1976) lebte und kämpfte in Yan'an 13 Jahre. Zahlreiche wertvolle Kulturgegenstände und Gedenkstätten zeugen von der besonderen Rolle Yan'ans im Befreiungskampf. Hier wurde der Sieg der Volksbefreiungsarmee ideell vorbereitet - man nannte es den Geist von Yan'an. Wangjiaping, Sitz der militärischen Kommission beim ZK der KP Chinas und Hauptquartier der Achten Route-Armee, der Fenghuang-Berg, der ehemalige Sitz des Zentralkomitees der KP Chinas, der Baota-Berg, Zaoyuan und Yangjialing sind Zeugnisse der kämpferischen Geschichte der revolutionären Bewegung.

Yan'an ist aber nicht nur eine Gedenkstätte der chinesischen Revolution, sondern auch ein wegen seiner Natur gern besuchtes Reiseziel. Man fährt zum Hukou-Wasserfall am Gelben Fluss, zur größten Wildpäonien-Plantage Chinas oder zum typischen Löß-Gebiet in Luochuanyuan. Wer je die zu Herzen gehende Volksmelodie Xin-tianyou gehört und den wuchtigen Hüfttrommeltanz gesehen hat, kann von sich sagen, er habe etwas von der Kultur, den Sitten und Gebräuchen auf der Löß-Hochebene kennen gelernt.


Wichtige Sehenswürdigkeiten in Yan'an

Mausoleum vom Gelben Kaiser
Das Mausoleum des Gelben Kaisers Xuanyuan liegt auf dem Qiaoshan-Berg, 1 km nördlich des Kreises Huangling. Es steht unter staatlichem Kulturgüterschutz und ist ein staatliches Tourismusgebiet der Kategorie 5 A. Seit im 3. Jahrhundert v.u. Z. durch das Königreich Qin die übrigen sechs noch verbliebenen Königreiche zu einem Staatswesen vereint wurden, fanden hier unter den folgenden Dynastien ständig die Opferzeremonien statt. Das Mausoleum für den Gelben Kaiser wird nach alter Tradition als „erstes Mausoleum unter dem Himmel" bezeichnet. Die Opferzeremonie am Mausoleum des Gelben Kaisers wurde vom Staatsrat in die Liste des „immateriellen Erbes auf Staatsebene" aufgenommen. Jährlich findet hier zum Totenfest eine Zeremonie zur Verehrung des „kulturellen Ahnherrn" der chinesischen Nation, des Gelben Kaisers Xuanyuan, statt. Der Familienname des Gelben Kaisers war Gongsun, sein Vorname Xuanyuan. Auf ihn wird die Grundlegung der traditionellen Kultur der chinesischen Nation zurückgeführt. Er ist bis heute ein Sinnbild für die Einheit der chinesischen Nation und für die Solidarität der Chinesen untereinander.

Verkehrsverbindung:
ab dem Chengdong (Ost)- oder Cheng-bei (Nord)-Busbahnhof in Xian mit dem Bus zum Mausoleum
Informationstelefonnummer:
0086-911 –5212742


Xuanyuan-Tempel
Der Xuanyuan-Tempel, auch Tempel des Gelben Kaisers genannt, liegt am südöstlichen Fuß des Qiaoshan, nördlich des Kreises Huangling. Der Tempel wurde in der Han-Dynastie (206 v. u. Z.-220 n. u. Z.) gebaut und nimmt heute eine Fläche von ca. 9,33 ha ein. Der Tempelhof ist 140 m lang und 84 m breit. Zu den bedeutenden Bauten gehören der Eingang, der Chengxin-Pavillon, der Stelenpavillon und die Halle des kulturellen Ahnherrn. Im Tempel gibt es über 50 Steintafeln mit Trauerreden, die in den verschiedenen Dynastien mit kaiserlichem Edikt angefertigt wurden. Am Berg wachsen 86 000 Zypressen, von denen eine vom Gelben Kaiser persönlich gepflanzt sein soll.

Qingliang-Berg
Der Qingliang-Berg, auch Taihe-Berg genannt, liegt östlich der Stadt Yan'an, dem Baota- und dem Fenghuang-Berg gegenüber. Zwischen ihnen fließt der Yanhe. Am Berg lohnen die Höhle der Zehntausend Buddhafiguren mit ihrer Grottenkunst und das bekannte taoistische Kloster des Taihe-Berges einen Besuch.
Als das Zentralkomitee der KP Chinas seinen Sitz in Yan'an hatte, lagen viele Presseinstitutionen, beispielsweise die Xinhua-Agentur und die Agentur von Liberation Daily auf dem Qingliang-Berg. Wegen seiner zahlreichen historischen und revolutionären Kulturzeugnisse und wegen seiner schönen Landschaft ist der Berg ein beliebtes Reiseziel.

Verkehrsverbindung:
ab dem Südbusbahnhof in Yan'an mit dem Bus Nr.1
Informationstelefonnummer:
0086-911-2112719


Baota-Berg und die Brücke des Yanhe-Flusses
Der Baotao (Schatzpagode)-Berg, auch Jialing-Berg genannt, liegt am Zusammenfluss von Yanhe und Nanchuanhe, südöstlich der Stadt Yan'an. Der Name des Berges rührt von der in der Tang-Dynastie (618-907) erbauten Pagode her. Der Baota-Berg ist ein bekanntes Tourismusgebiet, in dem sich landschaftliche Attraktionen und historische Sehenswürdigkeiten verbinden. Überall sind Relikte der revolutionären Bewegung zu entdecken. Der Baota-Berg ist Kennzeichen und Symbol der Stadt Yan'an. Die Brücke über den Yanhe-Fluss wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut. Sie hat drei Bögen, ist 12 m breit und ca. 100 m lang und überspannt den Yanhe in der Stadtmitte. Sie ist ein weiteres Zeichen der Weihestätte der chinesischen Revolution.

Verkehrsverbindung:
Buslinien 1,9 und 18 ab dem Südbusbahnhof in Yan'an, oder mit dem Taxi zur Baota-Brücke 
Informationstelefonnummer:
0086-911-2113735 (Baota-Berg)


Yangjialing
Yangjialing war früher Sitz des Zentralkomitees der KP Chinas. Es liegt 2,5 km nordwestlich der Stadt Yan'an. Zwischen 1938 und 1940 sowie zwischen 1942 und 1943 leitete das Zentralkomitee der KP Chinas von hier aus die Kämpfe gegen die japanische Aggression, die Ausrichtungsbewegung und die Produktionsbewegung. Hier hielt Mao Zedong seine bekannte „Rede auf dem Forum über Literatur und Kunst in Yan'an".

Verkehrsverbindung:
Buslinien 1,3,8 und 12 in Yan'an
Informationstelefonnummer:
0086-911-2330511


Ehemaliger Sitz der Revolution in Zaoyuan
Zaoyuan war Sitz des Sekretariats beim Zentralkomitee der KP Chinas zwischen Oktober 1943 und März 1947. Es liegt 8 km nordwestlich der Stadt Yan'an. Zuvor war dies das Landgut eines Grundbesitzers. Nachdem das Zentralkomitee der KP Chinas nach Yan'an gegangen war, wurde es Sitz der Sozialabteilung beim ZK und in Yanyuan umbenannt. Die den Besuchern zugänglich gemachten Bauten sind die ehemaligen Wohnhäuser von Mao Zedong, Zhou Enlai, Liu Shaoqi, Zhu De, Ren Bishi und Zhang Wentian, der kleine Saal des Sekretariats und der Xingfu (Glück)-Kanal. Zaoyuan ist eine revolutionäre Gedenkstätte im Gartenbaustil, ruhig inmitten üppigen Grüns gelegen.

Verkehrsverbindung:
Buslinien 8 und 13 in Yan'an
Informationstelefonnummer:
0086-911-2852223


Gedenkhalle für die Revolution in Yan'an
Die Gedenkhalle liegt in Wangjiaping am Yanhe-Fluss, nordwestlich der Stadt Yan'an. Die Ausstellungsfläche beträgt 5 500 qm. Es werden Gegenstände aus der Geschichte des revolutionären Kampfes unter Leitung der KP Chinas in Yan'an gezeigt. Dargestellt wird die glänzende Geschichte der chinesischen Revolution, die das Zentralkomitee der KP Chinas zwischen dem Oktober 1935 und dem März 1948 von Yan'an und vom Shaanxi-Gansu-Ningxia-Grenzgebiet aus leitete.

Verkehrsverbindung:
Buslinien 1 und 3 in Yan'an
Informationstelefonnummer:
0086-911-8213666


Gedenkhalle für die Luochuan-Konferenz

Die Gedenkhalle liegt im Dorf Fengjia, 10 km nördlich der Kreisstadt Luochuan. Im August 1937 fand die erweiterte Konferenz des Politbüros in Luochuan statt, später als „Luochuan-Konferenz" bekannt. Auf der Konferenz wurden der „Beschluss des Zentralkomitees der KP Chinas über die gegenwärtige Lage und die Aufgaben der KP" und das „Zehn-Punkte-Programm für den Widerstand gegen Japan zur Rettung des Vaterlandes" verabschiedet, die Militär-und Revolutionskommission beim ZK umgebildet, der Befehl zur Reorganisation der Roten Armee der Arbeiter und Bauern in der Achten Route-Armee erlassen. Weiter wurden grundlegende Programme, die Hauptaufgaben sowie verschiedene politische Richtlinien über den Widerstand gegen die japanische Aggression festgelegt und das Signal zum Widerstand durch die ganze Nation gegeben. Im Jahre 1996 wurde an der Stelle, an der die Konferenz tagte, eine Gedenkhalle errichtet.

Verkehrsverbindung:
von Luochuan aus 10 km entlang der Staatsstraße G 210 Richtung Norden


Staatlicher Löß-Geopark
Der Geopark liegt südlich der Kreisstadt Luochuan. Zentrum des Geoparks ist Heimugou, wo die typische Löß-Erscheinung zu sehen ist. Der Geopark ist 5,9 qkm groß, die höchste Stelle misst 1136 m. Der Park ist bekannt für seine typische Löß-Beschaffenheit. Das Löß-Land in Heimugou ist das Resultat des Zusammenwirkens innerer und äußerer geologischer Kräfte. Es bezeugt die tektonische Bewegung der Erdkugel und ihre morphologische Entwicklung seit 2,4 Millionen Jahren. Die große Zahl der Erdrutsche, ausgewaschenen Rinnen. Höhlen, Löß-Brücken, -Säulen und -Mauern bieten ein beeindruckendes Bild von den in der Natur waltenden Kräften.

Verkehrsverbindung:
mit dem Bus in Luochuan


Hukou-Wasserfall
Der Hukou-Wasserfall ist in einer Schlucht am Mittellauf des Gelben Flusses, des so genannten Mutterflusses der chinesischen Nation, zu bewundern. Er ist der zweitgrößte Wasserfall in China nach dem Huangguoshu-Wasserfall in der Provinz, Guizhou. In Hukou ragen zu beiden Ufern des Gelben Flusses Berge hoch auf und das Flussbett verengt sich hier von 300 m auf 50 m. Das Wasser des hufeisenförmigen Falls stürzt tosend über 30 m tief in eine Schlucht. Bereits aus der Ferne ist eine Über zehn Meter hohe Dunstsäule zu sehen. Weil es am Wasserfall so aussieht, als käme das Wasser aus einem riesigen Krug, erhielt dieser den Namen Hukou (Krugöffnung).

Verkehrsverbindung:
Reisebuslinien von Yichuan oder Yan'an nach Hukou, oder ab dem Chengdong (Ost)-Busbahnhof in Xi'an mit dem Bus nach Yichuan
Informationstelefonnummer:
0086-911-4838030


Wanhua-Berg
Der Wanhua-Berg liegt im Dorf Huayuantou in Dufuchuan, 20 km südwestlich der Stadt Yan'an. Hier war die Heimat von Hua Mulan, einer Heldin in alter Zeit. Der Wanhua-Berg ist durch die auf ihm wachsenden Uber 10 000 Wildpäonien bekannt. Versteckt zwischen den Sträuchern der Päonien und den grünen Zypressen liegen viele Pavillons, Türme und Korridore. Im Tourismusgebiet kann man einen künstlichen See, das Grab von Hua Mulan. den Fujun-Tempel und eine neu angelegte 10 000 Mu (15 Mu = 1 ha) große Apfelplantage besuchen; ein durchaus lohnendes Urlaubsziel.

Verkehrsverbindung:
Buslinie 10 in der Stadt Yan'an
Informationstelefonnummer:
0086-911-2882220


Stadt Tongchuan

Tongchuan, in alter Zeit Tongguan genannt, liegt in der Mitte der Provinz Shaanxi, am Übergangsgebiet von der Guanzhong-Ebene in Zentralshaaxi zur Löß-Hochebene in Nordshaanxi. Von Tongchuan nach Norden kommt man zum Mausoleum des Gelben Kaisers und zur Weihestätte der chinesischen Revolution - Yan'an. Die Stadt Tongchuan hat eine Fläche von 3 882 qkm und zählt 840 000 Einwohner.
Tongchuan hat eine lange Geschichte und ist reich an touristischen Ressourcen. Es gibt hier mehr als 600 Sehenswürdigkeiten und historische Stätten. Besonders zu erwähnen sind der Yuhua-Palast, die Sommerresidenz von drei Tang-Kaisern, in dem der hochgebildete Mönch der Tang-Dynastie (618-907) Xuanzang buddhistische Schriften übersetzte und ins Nirvana einging, der Yaowang-Berg, auf dem Sun Simiao (581-682), der berühmte Pharmakologe in der Tang-Dynastie, als Arzt tätigt war und ein Eremitenleben führte, das Museum des Yaozhou-Brennofens mit der größten und reichhaltigsten Porzellan-Produktionsstätte des alten China, der erste Revolutionsstützpunkt in Bergregionen in Nordwestchina - der Revolutionsstützpunkt in Zhaojin, im Grenzgebiet Shaanxi-Gansu und der Daxiang-Shan, einer der acht berühmten buddhistischen Berge Chinas.


Wichtige Sehenswürdigkeiten in Tongchuan

Museum des Yaozhou-Brennofens
Das Museum des Yaozhou-Brennofens liegt südwestlich der Gemeinde Huangbu in Tongchuan und wurde an der Stelle errichtet, an der die Oberreste des weltbekannten Yaozhou-Brennofens standen. Der Yaozhou-Brennofen liegt größtenteils in der Gemeinde Huangbu und nimmt eine Fläche von ca. 10 qkm ein. In der Geschichte wurde er als „Zehn Li (2 Li = 1 km) langer Brennofen" bezeichnet. Die relativ gut erhaltene Ruine des Ofens ist der größte Ausgrabungsplatz für alte Porzellanwaren in China. Im Museum des Yaozhou-Brennofens ist der Manufakturbetrieb zur Herstellung dreifarbiger Tonwaren aus der Tang-Dynastie dokumentiert.
Die Ruine des Brennofens und Porzellane der Tang- und Song- Dynastie sind ebenfalls ausgestellt. Darüber hinaus wird im Zentrum der Porzellankunst das vollständige Verfahren der Porzellanherstellung vorgeführt. Besucher dürfen sich hier selbst in der Kunst der
Porzellanformung und des Töpferns versuchen.

Verkehrsverbindung:
Buslinie 6
Informationstelefonnummer:
0086-919-7189413



Yuhua-Palast
Der Yuhua-Palast liegt nordwestlich der Stadt Tongchuan. Er war die Sommerresidenz von drei Kaisern zu Beginn der Tang-Dynastie (618-907). Von den vier Sommerresidenzen der Tang-Dynastie wurde der Yuhua-Palast als letzter gebaut. Er war aber der größte und lag in der schönsten Landschaft. Der hochgebildete Mönch der Tang-Dynastie Xuanzang (602-664) übersetzte hier buddhistische Schritten, die er aus Indien mitgebracht hatte, und ging hier auch ins Nirvana ein. Die Ruine des Yuhua-Palastes, die Steinhöhlen und zahlreiche ausgegrabene Kulturgegenstände sind von hohem Wert für die historische Forschung. Im Tourismusgebiet wurde ein großes Schigelände angelegt, wo man im Winter Sport treiben kann.

Verkehrsverbindung:
ab dem Ratz vor dem Xi'aner Bahnhof oder ab dem Chengbei (Nord)-Busbahnhof mit dem Fembus nach Tongchuan, dann mit der Sonderreiselinie zumYuhua-Ralast
Informationstelefonnummer:
0086-919-758601


Yaowang-Berg
Der Yaowang (Kräuterkönig)-Berg liegt 1,5 km östlich des Bezirks Yaozhou und steht unter staatlichem Kulturgüterschutz. Auf dem Berg führte Sun Simiao (581-682). der berühmte Pharmakologe in der Tang-Dynastie, ein Eremitenleben. Weil Sun Simiao von der Bevölkerung als „Kräuterkönig" verehrt wurde, bekam der Berg diesen Namen. Der Yaowang-Berg hieß früher Wutai-Berg. Er erhebt sich mit seinen fünf Gipfeln aus flachem Tafelland. Zum Gedenken an Sun Simiao wurde auf dem Berg ein Tempel gebaut, eine Statue von Sun Simiao aufgestellt und ein Denkmal errichtet. Der Yaowang-Berg war eine bekannte Stätte der Medizin. Bereits aus der Ferne wirkt der üppig bewaldete Berg wie ein grünes Paradies. Auch die Tempelhallen sind in das Grün eingebettet.

Verkehrsverbindung:
Fernbus Xi'an-Tongchuan, ab dem Busbahnhof in Yaozhou mit dem Bus Nr.18 zum Yaowang-Berg
Informationstelefonnummer:
0086-919-6581563


Landschaftsgebiet Zhaojin-Xiangshan
Das 312 qkm große Landschaftsgebiet Zhaojin-Xiangshan liegt im Bezirk Yaozhou und ist das größte Landschaftsgebiet auf Provinzebene in Shaanxi. Im Landschaftsgebiet gibt es zwei bedeutende Sehenswürdigkeiten: den Revolutionsstützpunkt Zhaojin und den Xiangshan-Berg. Der Revolutionsstützpunkt Zhaojin war der erste von proletarischen Revolutionären in Nordwestchina gegründete Stützpunkt in der Bergregion. Der Xiangshan-Berg ist ein bekannter buddhistischer Berg in China und nun auch ein Waldpark, weil 85% seiner Fläche bewaldet sind. Im Landschaftsgebiet liegen in Nordost-Südwest-Richtung Sandsteinformationen aus der Kreidezeit. Im Gebiet leben über 250 Wildtierarten und über 800 Pflanzenarten. Das Landschaftsgebiet Zhaojin-Xiangshan ist nicht nur ein Tourismusgebiet, sondern dient auch der Forschung und dem Unterricht. 

Verkehrsverbindung:
Fernbus Xi'an-Tongchuan. ab dem Busbahnhof in Yaozhou mit der Sonderreiselinie zum Landschaftsgebet
Informationstelefonnummer:
0086-919-6812031


Stadt Yulin

Die Stadt Yulin liegt am nördlichsten Punkt der Provinz Shaanxi, im Grenzgebiet zwischen den Provinzen Shaanxi, Gansu, Shanxi und den Autonomen Gebieten Ningxia und Innere Mongolei. Die Stadt hat eine Fläche von 43 578 qkm und zählt ca. 3,39 Millionen Einwohner.
Weil Yulin im Übergang von der Löß-Hochebene zur Maowusu-Wüste liegt, weist sie einige kulturelle Besonderheiten der Bewohner der Löß-Gebiete wie der Nomadenvölker auf. Hohe Berge und mächtige Flüsse, aber auch das grenzenlose Sandmeer und die Wüstenlandschaft sind zu bestaunen. Hier befand sich die erste Beobachtungsstelle der Großen Mauer, Zhenbeitai. Sie wurde unter staatlichen Kulturgüterschutz gestellt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der größte taoistische Baukomplex in Nordwestchina- das Kloster auf dem Baiyun-Berg, die Hongshi-Schlucht mit den größten Steinschnitzereien an Felswänden in der Provinz Shaanxi und der faszinierende Hongjiannao, der größte Binnensee in Shaanxi.
In Yulin sind Stätten der Kulturgeschichte zu entdecken, eine einzigartige Volkskunst und die liebenswerten, schlichten Sitten und Gebräuche der Bewohner kennen zu lernen. Der lebhafte Yangge-Tanz, Steinlöwen in verschiedensten Formen aus Suide und feine Scherenschnitte aus Sanbian spiegeln das Brauchtum und das Leben der Menschen des Löß-Gebietes wider.


Wichtige Sehenswürdigkeiten in Yulin

Zhenbeitai
Zhenbeitai erhebt sich auf dem Hongshan-Berg, etwa 7,5 km nördlich der Stadt Yulin. Das war eine militärische Wachstation an einem Bergpass; sie wurde im Jahre 1607, dem 35. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Wanli gebaut. Zhenbeitai war ein wichtiges Bauwerk im Verteidigungssystem der Großen Mauer. Steigt man auf das Zhenbeitai, kann man Dutzende von km in die Runde Micken. Zhenbeitai ist der größte erhaltene Bau an der Großen Mauer in Nordshaanxi.

Verkehrsverbindung:
In Yulin mit dem Taxi


Hongshi-Schlucht
Die Hongshi-Schlucht liegt etwa 5 km nordlich der Stadt Yulin, im Yuxi-Flusstal am Fuß des Hongshan an der Großen Mauer, die aus der Ming-Zeit stammt. Weil rote Felsen das Landschaftsbild bestimmen, bekam die Schlucht den Namen Hongshi (rote Felsen). An der östlichen Felswand liegt der Xiongshan-Tempel, der in der Song (960-1279) und Yuan-Zeit (1271-1368) gebaut wurde. Der Tempel hat mehr als zehn Hallen, die alle in Felsen gehauene Höhlen sind. Die Schlucht ist bewaldet, ihre Flüsse führen kristallklares Wasser. „Hongshan in der Abendröte" zählt zu den acht Sehenswürdigkeiten von Yulin. In alten Zeiten trugen zivile und militärische Beamte, Literaten und Reisende oft in der Schlucht Gedichte vor. Es gibt viele Steinschnitzereien zu sehen, was die Hongshi-Schlucht zu einer Schatzkammer für Kalligraphie in den Gebieten an der Großen Mauer macht.

Verkehrsverbindung:
in Yulin mit demTaxi
Informationstelefonnummer:
0086-912-3821084


Hongjiannao
Das Landschaftsgebiet Hongjiannao befindet sich nordwestlich des Kreises Shenmu, in dem die Kohlenreviere Shenfu und Dongsheng liegen. Das Schriftzeichen „Nao" bedeutet in der mongolischen Sprache „See". Der See hat die Form eines Dreiecks, seine Wasserfläche beträgt 67 qkm. Der Hongjiannao ist ein Binnensee auf einer Hochebene und der größte Süßwassersee in der chinesischen Wüste. Das Ökosystem ist intakt und ein idealer Rastplatz für Zugvögel. Der See ist reich an verschiedenen Süßwasserfischarten.

Verkehrsverbindung:
Bus Yulin-Dongsheng in der Inneren Mongolei, aussteigen in Hongjiannao


Erlang-Berg
Der Erlang-Berg liegt am Kuye-Fluss, 1 km westlich des Kreises Shenmu. Er wird auch Westberg, Kamelhöcker-Berg oder kleines Huashan-Gebirge genannt. Im Jahre 1518 kam Ming-Kaiser Wuzong (Zhu Houzhao, 1491-1521) während einer Inspektionsreise am Berg vorbei und benannte ihn wegen seiner Form „Berg des Pinselständers". Der Erlang-Berg tritt imposant und schroff aus seiner Umgebung hervor. Entlang eines welligen Bergkamms haben sich ca. 100 Hallen, Tempel, Pavillons und Türme aus der Ming (1368-1644)- und Qing-Zeit (1644-1911) erhalten. Dort gibt es zahlreiche Wandmalereien, Steinskulpturen und -Schnitzereien sowie Inschriften zu besichtigen, die von hohem künstlerischem und historischem Wert sind.

Verkehrsverbindung:
5 Minuten vom Kreis Shenmu zu Fuß nach Westen
Informationstelefonnummer:
0086-912-8322070


Baiyun-Berg
Der Baiyun (weiße Wolken)-Berg liegt 5 km südlich des Kreises Jiaxian in Yulin, am Gelben Fluss. Der Berg ist eine bekannte heilige Stätte des Taoismus in China. Das Baiyun-Kloster auf dem Berg und die von Schluchten geprägte Landschaft des Gelben Flusses üben eine starke Anziehungskraft auf Besucher aus. Die Bauarbeiten für das Baiyun-Kloster begannen in der Song-Dynastie (960-1279); die wichtigsten Bauwerke wurden aber erst in der Ming (1368-1644)- und Qing-Dynastie (1644-1911) errichtet. Das Kloster ist der größte ältere Baukomplex aus der Ming-Zeit in Nordwestchina. Im Jahre 1618, dem 46. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Wanli, befahl Kaiser Zhu Yijun (1563-1620) per Edikt den Insassen des Baiyun-Klosters, das Tripitaka zu fassen. Es umfasste schließlich insgesamt 4 726 Bände, was dem Kloster wie dem Baiyun-Berg zu einem bedeutenden Ruf im Buddhismus verhalf.
Besonders erwähnt werden soll, dass auf dem Baiyun-Berg über 200 Gottheiten in mehr als 400 Statuen in 54 Palästen, Hallen, Tempeln und Klöstern geopfert werden kann. Verehrt werden nicht nur Gottheiten und Figuren des Taoismus, des Konfuzianismus und des Buddhismus, sondern auch lokale volkstümliche Gottheiten, was landesweit in den Tempeln und Klöstern durchaus sehr selten ist.

Verkehrsverbindung:
ab dem Busbahnhof in Yulin mit dem Fernbus zum Kreis Jiaxian, dann mit dem Minibus zum Landschaftsgebiet
Informationstelefonnummer:
0086-912-6010013


Residenz von Li Zicheng
Die Residenz von Li Zicheng liegt am Panlongshan, nördlich des Kreises Mizhi. Die Residenz ließ Li Zicheng (1606-1645, Führer des Bauernaufstandes am Ende der Ming-Dynastie) von seinem Neffen Li Guo im Jahr 1643 erbauen, nachdem er in Xi'an das Dashun-Reich gegründet hatte. Dies ist die am besten erhaltene Residenz in Nordwestchina. Sie wurde am Fuß des Berges errichtet. Etwa 90 Steinstufen verbinden den zierlichen Yuelou-Turm, den Meihua-Pavülon, das Ertian-Tor, das 17 m hohe Pengsheng-Gebände und den in die Höhe steigenden Yuhuang-Pavillon miteinander. Auf dem Berg liegen auf einer ebenen Fläche die prächtige Qixiang-Halle und der majestätische Beiqing-Palast. Die Bauwerke sind klar angeordnet. Die Residenz ist ein selten zu sehender Holzbau.

Verkehrsverbindung:
Bus Yulin -Mizhi
Informationstelefonnummer:
0086-912-6215706


Landgut der Familie Jiang
Das Landgut der Familie Jiang liegt im Dorf Liujiamao. 15 km östlich des Kreises Mizhi. Das Landgut wurde während der Regierungsperiode des Qing-Kaisers Tongzhi (1862-1874) und Guangxu (1875-1908) eingerichtet. Es besteht aus drei Höfen und ist von einer über 10 m hohen Mauer umschlossen. Statt Häuser hat das Landgut aber einzelne Wohnhöhlen, womit es das einzige burgartige Landgut mit Wohnhöhlen in China ist.

Verkehrsverbindung:
Buslinie 7 an der Dongjie im Kreis Mizhi
Informationstelefonnummer:
0086-912-6361456

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