Qinghai: Landschaftsgebiete in Menyuan und am Qilian-Gebirge (nördliche Linie)
Übersicht
Zu bewunden ist in diesem Gebiet die schöne Naturlandschaft am nördlichen Fuß des Qilian-Gebirges. Hier befinden sich drei große Täler, nämlich das Tal des Datong-Flusses, des Huangshui-Flusses und des Qinghai- Sees. In den Zypressen und Kiefern erscheinen oft verschiedene Wildtiere wie Hirsch, Luchs, Schneehuhn, Wildesel, Schneeleopard und so weiter. Die Schneeberge am Qilian-Gebirge sind genauso prächtig wie die Alpen in Europa und seine Steppe ist genauso grenzenlos wie die Steppe in Australien. Der Ozean der Rapsblumen in Menyuan (Semnyi) erstreckt sich bis zum Horizont und glänzt in goldener Farbe. Die besondere Hochlandlandschaft und die alten Sitten und Gebräuche der Gegend stellen das Highlight des lokalen Tourismus dar. Die nördliche Linie besteht hauptsächlich aus dem Autonomen Kreis Menyuan der Hui- Nationalität, dem Qilian-Gebirge sowie einem Teil des Bezirks Haidong.
Sehenswürdigkeiten
Kulturpark der Tu-Nationalität in Huzhu
Die Tu-Volksgruppe ist eine der ältesten Volksgruppen der Welt. Der Kulturpark befindet sich in Weiyuan bei Huzhu (Goinlung), die einzige autonome Kreisstadt der Tu in China. Im Lauf der Zeit hat die Volksgruppe ihre eigene Kultur und ihre einzigartigen Sitten gebildet. Die Ärmel der Tu-Frauen werden durch Stoff in verschiedenen Farben zusammengesetzt und sehen dem Regenbogen ähnlich. Deswegen wird Huzhu „Heimat des Regenbogens" genannt. Die typischen Tu- Häuser, der originelle Schnaps aus Hochlandgerste, die leckeren Spezialitäten sowie die interessante Hochzeit und der Freude bringende Gesang und Tanz der Tu haben einen unvergesslichen Eindruck bei Touristen aus aller Welt hinterlassen.
Nationaler Beishan-Waldpark
Der Waldpark im Nordosten von Huzhu (Goinlung) befindet sich zwischen den Bergketten Qingshi Ling und Lenglong Ling. Der Park ist insbesondere bekannt für seine reichen botanischen Ressourcen. Bisher sind insgesamt 981 Arten von höheren Pflanzen im Beishan- Waldpark gefunden und benannt worden. Der Waldpark setzt sich aus fünf Landschaftsgebieten zusammen. Im Park befinden sich auch das Tiantang-Kloster und das Ganchan-Kloster. Das Tiantang-Kloster ist ganz bekannt im Nordwestchina. Es ist auf eine Geschichte von über tausend Jahren zurückzuführen und hier werden auch zahlreiche wertvolle Kulturgegenstände aufbewahrt. Als Sommerurlaubsort und Kurort ist der Waldpark sehr beliebt.
Verkehrsverbindung: Man nimmt zuerst den Bus in die Kreisstadt Huzhu (Goinlung) und dann von Huzhu aus einen Bus zum Park. Touristen außerhalb der Provinz Qinghai können von Lanzhou aus über Haishiwan und Yaojie zum Park fahren.
Youning-Kloster
Das Kloster Youning befindet sich am südlichen Fuß des Berges Longwangshan im Südosten der Kreisstadt Huzhu. Das Kloster hieß früher Guolong-Kloster und wurde 1604 erbaut. Unter Kaiser Kangxi (1662-1722) erlebte das Kloster seine Blütezeit und wurde als „Mutter aller Kloster nördlich des Huangshui-Flusses" bezeichnet. Im Jahr 1732 hat Kaiser Yongzheng der Qing-Dynastie dem Kloster eine Tafel mit dem Namen „Youning" geschenkt. In der Geschichte des Klosters haben insgesamt 22 Inkarnationen buddhistischer Meister hier gelebt, darunter sind Zhangjia, Tuguan und Gongbu besonders bekannt. Als wichtiges Forschungszentrum des tibetischen Buddhismus findet das Kloster weltweit Anerkennung. Nach dem Bauernkalender werden hier jährlich vier großformatige Gebetsfeste im Januar, April, Juni und Dezember veranstaltet.
Verkehrsverbindung: Von Xining aus kann man mit dem Bus zum Kloster fahren. Oder man nimmt zuerst den Bus von Ping'an nach Wushixiang und dann von Wushixiang zum Kloster.
Baima-Kloster
Das Baima-Kloster (Kloster des weißen Pferdes) befindet sich am nördlichen Ufer des Huangshui-Flusses in dem Kreis Huzhu und ist etwa 25 Kilometer von Xining entfernt. Es wurde in der Song- Dynastie (960-1279) erbaut und steht unter Denkmalschutz der Provinz Qinghai. Das Kloster wurde an dem Fels mit dem Namen „Jingangyan" erbaut und deswegen wurde es auch „Jingangyan-Kloster" genannt. Die Haupthalle des Klosters besteht aus drei Stöcken. Im Erdgeschoss wohnen die Mönche. Im ersten Stock befindet sich die Gebethalle und im zweiten Stock die Buddhahalle. Westlich vom Kloster gibt es eine Felshöhle, in der die Steinstatue des Buddhas Jingang steht.
Verkehrsverbindung: Es gibt keine direkte Busverbindung zum Kloster. Man muss ein Taxi nehmen.
Ozean der Rapsblumen
Er liegt zwischen dem Qilian-Gebirge und dem Daban-Berg und ist der größte Rapsstützpunkt in Nordchina. Der Ozean der goldgelben Rapsblumen erstreckt sich bis zum Horizont und duftet sehr.
Verkehrsverbindung: Von Xining aus nimmt man den Bus nach Menyuan. Oder man fährt von Xining aus über Qingshizui nach Menyuan. Dank des Dabanshan-Tunnels ist diese Route kürzer.
Schneegipfel Gangshika
Der Schneegipfel Gangshika mit einer Höhe von 5245,5 Metern ist einer der Hauptgipfel im östlichen Teil des Qilian- Gebirges. Der Gipfel ist das ganze Jahr hindurch schneebedeckt und deswegen ganz beliebt bei Bergsteigern, Abenteurern und Expeditionsgruppen aus aller Welt. Beim Schneegipfel Gangshika handelt es sich auch um einen magischen Berg mit zahlreichen Sagen und Mysterien. Nach Aussage der einheimischen Tibeter ist Gangshika Ahn der 13 magischen Berge und auf Tibetisch wird er „Höherstehender aller Schneeberge" genannt. Laut einer Sage über das Kunlun- Gebirge befindet sich hier ein Palast der Göttin Xiwangmu, in dem sie an jedem traditionellen Mondfest alle Götter zum Bankett einlädt. Viele berühmte Persönlichkeiten aus alter Zeit haben der Göttin Xiwangmu Opfer gebracht. Volkssagen zufolge tritt über dem Schneegipfel oft der so genannte Buddhastrahl auf.
Verkehrsverbindung: Zwischen Xining und Gangshika gibt es zwei Fahrmöglichkeiten. Man kann entlang der Ningzhang-Straße über Datong und Menyuan nach Qingshizui fahren. Oder man nimmt zuerst die Xihu-Straße über Huzhu und dann steigt man bei Ganchankou in die Straße Gangqing um. Zwischen dem Busbahnhof Xining und Qingshizui fahren jeden Tag mehrere Busse. Von Qingshizui zum Gangshika nimmt man am besten ein Taxi.
Nationaler Waldpark Xianmi
Der Nationale Waldpark Xianmi befindet sich im Osten von Menyuan. In diesem Urwald befinden sich viele magische Gletscher, Schneegipfel und Hochgebirgsseen. Die tiefschürfende tibetische Kultur, der tibetische Buddhismus mit einer langen Geschichte sowie die schlichten Volkssitten dort sind ebenfalls erlebenswert.
Verkehrsverbindung: Von Xining aus fährt man zuerst mit dem Bus zur Gemeinde Dahaomen und von dort aus mit dem Bus zum Park.
Mandarinenenten am Huahai-See
Der Huahai-See, liegt etwa 130 Kilometer nordwestlich von Chengguan bei Menyuan und gehört zu den acht alten Sehenswürdigkeiten in Menyuan. Der See wird von Bergen, die Lotusblättern ähnlich aussehen, umgeben und hat deswegen den Namen „Huahai", auf Deutsch „Blumensee", erhalten. Der Schneegipfel Gangshika und der ruhige See bilden einen reizvollen Kontrast. In den Feuchtgebieten um den See ist eine Menge Kühe, Ziegen, Vögel und am auffälligsten viele Mandarinenentenpaare beheimatet.
Tunnel Dabanshan
Der Tunnel befindet sich am Berg Dabanshan auf der Landstraße Nr. 227 (zwischen Xining und Zhangye) und wurde 1999 in Betrieb gesetzt. Der Tunnel mit einer Länge von 1530 Metern liegt 3792,75 Meter über dem Meeresspiegel und ist damit der am höchsten gelegene Straßentunnel der Welt. Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining nimmt man den Bus nach Zhangye und steigt beim Dabanshan-Tunnel aus.
Arik-Kloster
Das Arik-Kloster (Arou Dasi) befindet sich 21 Kilometer östlich von Qilian und ist das größte und einflussreichste Kloster der Gelug-Sekte des tibetischen Buddhismus. Der Baukomplex des Klosters besteht aus einer Haupthalle, einer Pagode und einer Gebetshalle. Die bekannteste Architektur des Klosters ist die Gebetshalle mit einer Innenfläche von etwa 300 Quadratmetern. Die Halle wurde durch 16 Schnüre, 112 Masten und einen Querbalken gebaut.
Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining nimmt man den Bus nach Qilian. Die Fahrt dauert fünf bis sechs Stunden.
Große Schlucht am Hehei-Fluss
Die große Schlucht am Hei He, dem Schwarzen Fluss, ist ungefähr 800 Kilometer lang und liegt durchschnittlich 4200 Meter über dem Meeresspiegel. In der Schlucht befinden sich über 800 Gletscher mit einer gesamten Fläche von über 300 Quadratkilometern. Der Hei He ist der zweitgrößte Binnenfluss Chinas und fließt von Qinghai über Gansu bis in die Innere Mongolei. In der Schlucht sind viele Tiere und Pflanzen beheimatet und sie ist deswegen ein anziehender Ort für Expeditionen.
Verkehrsverbindung: Von Xining aus nimmt man den Bus bis Babao und von dort aus nimmt man ein Taxi zum Dorf Huangzangsi. Dort kann man die Wanderung beginnen.
Gipfel Amidongsuo
Der Gipfel Amidongsuo liegt zwei Kilometer südwestlich von Qilian und ist etwa 290 Kilometer von Xining entfernt. Auf Tibetisch bedeutet Amidongsuo „Gott der verschiedenen Berge". Da der Gipfel einem Rinderherz ähnlich aussieht, wird er auch „Rindherzgipfel" genannt. Der Gipfel liegt 4667 Meter über dem Meeresspiegel und ist das ganze Jahr durch von Wolken und Nebel umgeben. Am südlichen Abgang des Gipfels befindet sich ein „Felsenwald" mit zahlreichen seltenen Felsen. Am nördlichen Abhang liegt das religiöse Zentrum für einheimische Muslimen.
Hirsefarm Qilian
Die Hirsefarm befindet sich am Tuole-Berg, 40 Kilometer westlich von Qilian. Von Xining ist sie etwa 228 Kilometer entfernt. Die Farm mit einer Fläche von 1733 Hektar wurde 1964 gegründet und liegt im Durchschnitt 3500 Meter über dem Meeresspiegel. Vor der Farm fließt der Hei He und hinter der Farm sitzt der Qilian-Berg. Gezüchtet werden hier über tausend Hirsensorten. Hier kann man auch Schnaps aus Hirse kosten und verschiedene Hirsprodukte kaufen.
Verkehrsverbindung: Von Xining aus nimmt man den Bus nach Qilian und steigt bei der Farm aus.

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