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Qinghai: mittlere Linie

Qinghai: Reise durch das Qaidam-Becken und Höh Xil (mittlere Linie)


Übersicht

Schwerpunkt einer Reise durch die mittlere Linie, nämlich durch das Qaidam-Becken und die Region Höh Xil, ist die eigenartige Kunlun-Kultur und die Hochland-Landschaft. Das Kunlun-Gebirge wird in China als „Ahn aller Berge und Quelle aller Flüsse" genannt. Die Mythen über das Kunlun-Gebirge zählen zu den drei bekanntesten Mythen der Welt. Hier wurde tausend Jahre lang die chinesische Kultur weitergeführt. Die Reise durch die mittlere Linie besteht hauptsächlich aus Besuchen im Qaidam-Becken, in der Region Höh Xil, in den Städten Golmud und Delingha, im Verwaltungsgebiet Lenghu sowie in den beiden Kreisstädten Ulan und Dulan.


Sehenswürdigkeiten


Felswald am Tianjun-Berg

Der Tianjun-Berg gilt als das östliche Tor des Qaidam-Beckens und befindet sich südwestlich von Tianjun. Am Tianjun- Berg befinden sich über hundert Felsen mit verschiedensten Gestalten, die „Felsenwald" genannt werden. Im Frühling und Sommer ist der Berg ein beliebter Ausflugszielort.

Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining nimmt man den Bus nach Tianjun.


Lushan-Felsenmaierei

Am nördlichen Berghang des Nanshan-Berges in Jianghe bei Tianjun befindet sich die Felsenmalerei aus den Nördlichen Dynastien und der Sui- bzw. Tang-Dynastie. Gemalt wurden nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen, sondern auch die Jagd, das Hüten sowie der Tanz der damaligen Bevölkerung. Deswegen gilt die ausgezeichnete Malereikunst auch als wichtiger Beweis für die tiefschürfende Qaidam-Kultur.

Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining nimmt man den Bus nach Tianjun.


Seen Luke und Tuosu

Auf dem Steppe Huatoutala, das etwa 50 Kilometer westlich von Delingha liegt, befinden sich zwei schönen Seen, der Luke-See und der Tuosu-See. Da die beide Seen durch einen kleinen Fluss ineinander übergehen und wie ein Beutelgürtel aussehen, werden sie auch als der Beutelgürtelseen (Dalian Hu) genannt. Die beiden nah liegenden Seen sind aber von der Eigenschaft und von der Seelandschaft her ganz unterschieden. Der Luke- See ist ein Südwassersee, der reich an Wasserpflanzen und Fischen ist, während es sich beim Tuosu-See um einen typischen Binnensalzsee mit einer grandiosen und herrlichen Seelandschaft handelt.

Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining nimmt man den Bus nach Delingha.


Berg Bayinnuowa - „Ruinen aus anderen Planeten"

Der Berg mit einer Höhe von 200 Metern befindet sich an dem schönen Tuosu-See in der Delingha-Steppe. Das Geheimnis um die Höhle am Fuß des Berges ist bisher immer noch nicht gelöst worden. In der Höhe befinden sich ausschließlich Sandfelsen, die anscheinend von Menschenhand geschaffen sind. In der Höhle, am Berggipfel sowie am See befinden sich zahlreiche eiserne Röhren mit verschiedenen Formen, deren Verwendungszweck bisher noch unklar ist. Auf wen und wann sind diese Ruinen zurückzuführen? Wozu diente es damals? Man weiß es noch nicht. Deswegen werden sie vorläufig „Ruinen aus anderen Planeten" genannt.

Verkehrsverbindung: Von der Stadt Delingha aus nimmt man ein Taxi und die Fahrt dauert etwa eine Stunde.


Heiße Quelle Da Qaidam

Die Quelle befindet sich am Berg Dakendaban und ist etwa 10 Kilometer nördlich von Da Qaidam entfernt. Die Temperatur der Quelle liegt bei etwa 80 Grad, so dass ein großer Dampf sogar im Sommer aus weitem zu sehen ist. Das Quellwasser ist reich an verschiedenen Mineralien und deswegen hilfreich bei der Behandlung von Haut- und Gelenkerkrankungen.


Winderosion im Qaidam-Becken

Die Winderosionen mit einer gesamten Fläche von über 10 000 Quadratkilometern befinden sich am Westen des Qaidam-Beckens. Durch die Winderosion sind eine Menge Sandhügel zustande gekommen, die sich im Laufe der Zeit durch den starken Wind vom Westen zu einem sonderbaren Winderosionsgelände entwickelten. Von weitem beobachtet sieht es manchmal wie tausend laufende Pferde aus, manchmal wie tausend Segel und manchmal wie eine Burg aus alter Zeit.


Salzsee Chaka

Der Salzsee befindet sich im Chbaka-Becken im Osten des Qaidam- Beckens. Der festgestellte Vorrat von Natriumchlorid liegt bei 450 Millionen Tonnen und würde Chinas Bedarf am Salz für knapp Hundert Jahre decken. Vor etwa Tausend Jahren hat man hier bereits mit der Salzerschließung angefangen. Das hier produzierte Salz ist durch natürliche Kristallisierung zustande gekommen und hat einen guten Geschmack. Es wird nicht nur beliebt auf dem chinesischen Markt, sondern wird auch nach Japan, Nepal und in den Nahen Osten exportiert. Die Salzproduktion ist in den letzten Jahren modernisiert worden. Auf dem See befinden sich nun moderne große Schiffe zum Salzgewinnen. Am See verkehren jeden Tag mehrere Züge, die das hergestellte Salz in verschiedene Regionen fördern. Verkehrsverbindung: Wenn man vormittags von Xining aus abfährt, kann man schon zu Mittag den Salzsee erreichen. Am Busbahnhof Xining nimmt man den Bus nach Chaka, Ulan oder Delingha.


Oase Nuomuhong

Die Oase befindet sich in der Kreisstadt Dulan im Qaidam-Becken. Im Jahr 1959 wurden hier zahlreiche Werkzeuge aus Stein, Knochen und Kupfer ausgegraben. Forschungen zufolge sind die Ruinen auf eine Geschichte von etwa 3000 Jahre zurückzuführen, das entspricht etwa der Bronzezeit-Kultur im Zentralchina. Es ist bewiesen, dass das materielle und geistliche Leben der einheimischen Bewohner damals ein gewisses Niveau erreicht hat. Die Behauptung, dass das Qaidam- Becken niemals bewohnt war, wurde dadurch ebenfalls widerlegt.

In Nuomuhong befindet sich noch ein Wald aus besonderen Wüstenpflanzen („Junjun"). Junjun kann in jeglicher Umgebung wachsen und genießt deswegen den Ruf als „Himmel der Wüstenvegetation". Der Junjun-Wald in Nuomuhong hat eine Fläche von 70 000 Hektar und wird von den Einheimischen „Oase in der Wüste" genannt.

Verkehrsverbindung: Von Golmud ausfährt man mit einem Taxi.


Muschelschalendeich

Der Deich aus Muschelschalen und Sand befindet sich in der Region Jiangmengou und ist vor etwa 70 Millionen Jahren entstanden. Er ist drei Kilometer lang und fünf bis zehn Meter hoch. Der Grund des Deichs ist etwa 70 Meter breit und der obere Teil 30 Meter breit. Die größeren Muschelschalen sind etwa so groß wie eine Ein-Euro-Münze und die kleineren so groß wie ein Daumennagel. Die unzähligen Muschelschalen und der Sand, der reich an Alkalisalz ist, haben den riesigen Deich gebildet. Er ist ein überzeugender Beweis für die geologische Entwicklung des Qinghai-Tibet-Hochlandes.


Tang-Gräber in Dulan

Die Gräber aus der frühren Tang- Dynastie befinden sich auf der Xuewei- Steppe im Kreis Dulan. Die mehr als 2200 Gräber lassen sich in einer Länge von 7 Kilometern in vier Dörfer einteilen. Die Ausgrabungsfunde sind Lederschuhe, goldene Schmuckwaren, Holzschüsseln und -teller, Vogel- und Tierfiguren aus Holz, Ton-Kannen, tibetische Holzschrifttafeln, Holzscheiben mit farbigen Malereien darauf usw. Darunter werden Bilder mit menschlichen Figuren der westlichen Regionen sowie gestrickte Socken aus Baumwolle zum ersten Mal in China gefunden. Die Tang-Gräber in Dulan gilt als Chinas Pyramiden. Sie spielen eine wichtige Rolle bei Forschung der tibetischen Kultur, des kulturellen Austausches zwischen China und den westlichen Ländern sowie der Geschichte von Qaidam.

Verkehrsverbindung: Man kann in Wusu, dem Hauptort von Dulan, mit Taxi dorthin fahren.


Internationaler Jagdpark Dulan

Der Internationale Jagdpark Dulan befindet sich auf dem Gebirge Burhan Bu- dai und verfügt über drei Jagdgebiete mit einer gesamten Fläche von 120 km2. Der Jagdpark Dulan ist der erste internationale Jagdpark in Qinghai und birgt Tourismus, Jagd sowie wissenschaftliche Forschung in sich. Auf den großen Jagdgebieten leben viele Wildtiere. Die Jagdperiode dauert jährlich von Juni bis September. Der Internationale Jagdpark Dulan gehört zu den besten Jagdparks in China.


Golmud: Neue Stadt in der Wüste Gobi

Golmud ist eine wichtige Stadt auf der Qinghai-Tibet-Straße und wird „Salzseestadt Chinas" genannt. Sie ist auch eine bekannte touristische Stadt. Golmud verfügt über das größte Verwaltungsgebiet der Welt, nämlich 130 000 km2. Sie ist nach Xining und Lhasa die drittgrößte Stadt auf dem Qinghai-Tibet-Hochland. Golmud liegt im Westen der Provinz Qinghai und hat eine besondere geografische Lage. Nördlich, südlich, westlich und östlich von Golmud liegten Dunhuang, Lhasa, Kargilik und Xining. Golmud verfügt über reichhaltige touristische Ressourcen und besondere natürliche Sehenswürdigkeiten wie z. B. die Kultur des Kunlun-Gebirges, traumhafte Salzseen, Schneegebirge und Gletscher, Euphrat-Pappeln in Wüste, Yardang-Landschaften usw.


Salzsee Qarhan

Der Qarhari-Salzsee befindet sich im Qaidam-Becken und ist 40 Kilometer von Golmud entfernt. Mit einer Fläche von 5856 Quadratkilometern ist Qarhan- Salzsee der größte Salzsee in China und nach dem Salar de Uyuni in Bolivien der zweitgrößte Salzsee weltweit. Salzseen befinden sich in Wüsten, so dass sich durch die andauernde Verdunstung der Gehalt von Salzen und Mineralien des Gewässers ständig erhöht. Ist die Verdunstung größer als der Wasserzufluss, entsteht eine Salzwüste. Die Salzkruste im Qarhan-Salzsee ist so hart und dicht, dass die Qinghai-Tibet-Straße und die Qinghai-Tibet-Eisenbahn darauf gebaut werden konnten. So entstand die bekannte Salzbrücke, die weder Brückenpfeiler noch Geländer hat und deren Oberfläche ganz flach ist. Der Salzsee Qarhan wird dadurch in zwei Teile geteilt.

Verkehrsverbindung: Man kann mit dem Bus von Golmud nach Qarhan fahren und bei der Station Wuyi Shichang aussteigen.


Wald der Euphrat-Pappel

Der Wald der Euphrat-Pappel befindet sich im nordwestlichen Teil der Steppe Altenqoke, rund 60 Kilometer von Golmud entfernt. Er ist der höchste Wald der Euphrat-Pappel der Welt. Die Euphrat- Pappel ist trocken- und salzbeständig und kann in bitterer Umgebung leben. Sie hat eine Geschichte von rund 3 bis 6 Millionen Jahren und ist eine wichtige Pflanzenart zur Befestigung der Wüste. Der Wald der Euphrat-Pappel gilt als natürlicher Schutzwall für die Landwirtschaft und als wichtiges Habitat der Wildtiere in Wüstengebieten. Damit wird das ökologische Gleichgewicht in diesem Gebiet bewahrt. Dieser Wald der Euphrat-Pappel hat eine Fläche von 1700 Mu (1 Mu = 1/15 Hektar) und wurde im Jahr 2000 zum Naturschutzgebiet der Provinz erklärt.

Verkehrsverbindung: Man kann Auto mieten und dorthin fahren.


Pass des Kunlun-Gebirges

Der 4767 Meter hohe Pass des Kunlun-Gebirges liegt 160 Kilometer südwestlich der Stadt Golmud. Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn und Qinghai-Tibet-Straße fahren hier vorbei. Der Kunlun-Gebirge wird als „Vorfahren aller Gebirge, Quelle aller Gewässer" und Geburtsort der Kunlun-Kultur angesehen. Es verfügt über eine besondere Umwelt und großartige Landschaft. Beim Pass stehen ein Gedenkstein. Mit den bunten Gebetsfahnen und weißen Katags werden die Ehre und der Respekt der Mongolen und Tibeter vor dem Kunlun-Gebirge ausgedrückt. Unter den Pilgern gibt es auch Leute aus Hongkong, Macao, Taiwan und Singapur.

Verkehrsverbindung: Von Golmud kann man mit Taxi dorthin fahren.


Wunderquelle im Kunlun-Gebirge

Die 3540 Meter hohe Quelle liegt in Naij Tal, am Nordufer des Kunlun-Flusses, 90 Kilometer von Golmud entfernt. Trotz der ganzjährigen Kälte friert die Quelle nie zu. Die Wassermenge dieser Quelle ist groß und stabil. Wegen der dem menschlichen Körper nützlichen Spurenelemente und Gase im Wasser wird diese Quelle „Wunderquelle am Schneegebirge" genannt.

Verkehrsverbindung: Man kann Auto mieten und dorthin fahren. Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn führt hier vorbei und manche Züge halten hier für 20 Minuten.


Longfeng-Tempel

Der Longfeng-Tempel ist ein daoistischer Tempel, der sich an der Qinghai- Tibet-Straße befindet, 120 Kilometer südwestlich von Golmud entfernt. Darin wird drei weiblichen heiligen Figuren und einer Statue des 10. Bainqen Lama geopfert. Die Menschen- und Tierfiguren sind in schönen Formen gebildet und sehen lebendig aus. Sie fügen dem Kunlun- Gebirge eine magische Rolle hinzu. Verkehrsverbindung: Bei der Sanchahe-Brücke auf der Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie gibt es einen Pfad nach rechts. Man geht diesen Weg 500 Metern entlang und kann den Tempel erreichen.


Gipfel Yuzhu

Der Yuzhu-Gipfel liegt rund 170 Kilometer südlich von Golmud entfernt. Der Hauptgipfel ist 6178 Meter hoch. Von Osten nach Westen gibt es hier 15 Berge, die über 5000 Meter hoch sind. Nach der Überlieferung soll die zweite Tochter der Kaiserinmutter des Jadekaisers, Prinzessin Yuzhu, hier gelebt haben. Der Gipfel ist ganzjährig von Schnee und Eis bedeckt, deshalb ist er ein beliebter Ort für Bergsteiger. Er ist auch für die Szene „Schnee im Juni auf dem Kunlun- Gebirge" berühmt. Der Gipfel Yuzhu ist verkehrsgünstig gelegen. Hier ist nicht nur Trainingsstützpunk des Nationalen Bergsteigerteams, sondern auch einfachen Leuten zugänglich.

Verkehrsverbindung: Man kann ein Auto mieten oder mit dem Zug von Naij Tal nach Yuzhu Feng fahren.


Gipfel Yuxu

Der Yuxu-Gipfel befindet sich im Ostteil des Kunlun-Gebirges und ist 160 Kilometer von Golmud entfernt. Der Hauptgipfel ist 5769 Meter hoch. Nach der Überlieferung soll die jüngere Schwester des Jadekaisers, Yuxu, hier gewohnt haben und der Jiang Ziya (ein legendärer Beamter der Shang-Dynastie) hier Unsterblicher geworden sein. Deshalb gilt dies als heiliger Ort des Daoismus. Der Gipfel ist immer von Schnee bedeckt und auf dem Gebirge stehen viele Felsblöcke von seltsamer Gestalt und ungewöhnlicher Form.

Verkehrsverbindung: Nach der Besichtigung des Gipfels Yuzhu kann man Auto mieten und zum Gipfel Yuxu fahren.


Nationales Naturschutzgebiet Höh Xil

Höh Xil befindet sich im Kreis Zhidoi des Autonomen Bezirks Yushu der Tibeter. Die Region umfasst 45 000 km2 und wurde im Dezember 1996 zum nationalen Naturschutzgebiet erklärt. Höh Xil zählt zu den Regionen mit den meisten Hochlandsseen in China und der Welt, darunter sind der Hoh-Xil-See, Taiyang-See und Xuelian-See am bekanntesten. Wegen der Höhe und Kälte hat sich hier eine eigenartige Umwelt herausgebildet. Höh Xil verfügt über die meisten Wildtierarten in China und gilt als „Reichtum der Wildtiere auf dem Hochland". Die einheimischen Tierarten sind auch wertvolle seltene Tierarten der Welt, die die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich lenken.

Die Tibetische Antilope wird als „Stolz von Höh Xil" angesehen. Sie ist eine eigenartige Tierart in China und steht in der Liste der geschützten Tierarten der ersten Klasse. Eines der fünf Maskottchen für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking ist eine Tibetische Antilope.

Verkehrsverbindung: Man kann ein Auto mieten und dorthin fahren.

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