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Qinghai: Qinghai-See

Provinz Qinghai: Qinghai-See


Der Qinghai-See (Kokonor) befindet sich im Nordosten der Provinz Qinghai. Er hat eine Gesamtfläche von 4264 Quadratkilometern und ist der größte Binnensee Chinas sowie der sechstgrößte Binnensee der Welt. Er ist ein Nationales Naturschutzgebiet. Im Frühling und Sommer kräuselt sich das kristallklare Wasser, das die gleiche Farbe wie der Himmel hat. Auf den Weiden um den See blühen wilde Blumen. Ziegen, Pferden, Wasservögel und die schneebedeckten Gipfel in der Ferne geben ein prächtiges Bild ab. Im Jahr 2005 wurde der Qinghai-See von der Zeitschrift „National Geographie" zum schönsten See Chinas gewählt. Von Kreisstädten aus kann man den See besichtigen: Qabqa (Gonghe), Gangca, Dabxi (Haiyan), Dola (Qilian) und Semnyi (Menyuan).

Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining nimmt man einen Bus nach Hatu.


Sehenswürdigkeiten


Landschaftsgebiet Halbinsel „Schwert des Erlang" am Qinghai-See

Die Halbinsel Erlangjian ist etwa 151 Kilometer von Xining entfernt. 109. Früher war hier ein Torpedo-Stützpunkt. Etwa 15 Kilometer von der Halbinsel entfernt befindet sich ein wichtiges Fischereigebiet.

Windpferd des vierfachen Segens (Fengma Siyuan)
Dabei handelt es sich um eine große Steinskulptur am Haupteingang zum Landschaftsgebiet. Das laufende Pferd mit Sutras auf dem Rücken symbolisiert Wohlstand, Reichtum, Harmonie und Glück.

Hand des Buddhas (Fo Shou)
Es handelt sich um einen Fels, der sich westlich vom Informationszentrum des Landschaftsgebiets befindet. Von der Seite sieht der Fels wie eine Hand aus. Die Statue des Priesters stammt aus einer Sage, der zufolge der Gründer des tibetischen Buddhismus, Padmasambhava, den Flutdrachen im Qinghai-See bezwingt.

Dorf der tibetischen Stämme
Das Dorf liegt im östlichen Teil des Landschaftsgebiets. In dem etwa 7000 Quadratmeter großen Dorf wurden Wohnhäuser, Zelte, Zäune und ein Schießplatz der tibetischen Hirten eingerichtet. Touristen können hier nicht nur das alltägliche Leben der Tibeter hautnah erfahren, sondern auch vor Ort sehen, wie die Tibeter Butter herstellen, melken, Tangkas anfertigen und Silber schmieden.

Museum der tibetischen Sitten
Das Museum liegt im westlichen Teil des Landschaftsgebiets und umfasst drei Räume über Lokalgeschichte, tibetische Sitten und seltsame Steine aus dem Gelben Fluss. Mit über 2000 Ausstellungsstücken, zahlreichen Bildern und Schriften werden Sagen und Mythen über den Qinghai-See dokumentiert und Geschichte, Religionen, Sitten und Gebräuche aus der Gegend um den See umfassend dargestellt.

Anlegestelle
Die F-förmige Anlegestelle ragt tief in den See hinein und ist der beste Platz, um die Landschaft zu überblicken. Auf dem Kai befindet sich noch der Jakfels, ein Holzsteg direkt am See, eine Brücke zur Beobachtung der Fische, die Weiße Pagode, Gebetsfahnen sowie ein Gedenkstein, der vom Bauministerium gestiftet wurde.

Torpedo-Stützpunkt
Vor dem Kai befindet sich der erste Torpedo-Stützpunkt Chinas. Er wurde im Jahr 1965 gegründet und 1988 geschlossen.

Schwert des Erlang
„Schwert des Erlang" ist der Name eines Deiches im Westen des Landschaftsgebiets. Der Deich ist etwa 50 Meter breit, 2500 Meter lang und sieht wie ein Schwert aus. Auf dem Deich ist eine Plattform zur Beobachtung der verschiedenen Vögel. Außerdem gibt es auf dem Deich eine weitere Plattform, auf der man früher dem See Opfer darbrachte. Auf dem Deich ist ein Stein zum Gedenken an den Sportmeister Zhang Jian zu finden. Im August 2003 ist er quer durch den See geschwommen.

Plattform zur Beobachtung der Vögel
Sie befindet sich an der Spitze der Halbinsel. Auf dem zweistöckigen Gebäude kann man über zehn Arten von Zugvögeln - darunter Wildgans, Möwen, Kraniche und Kormoran - beobachten.

Pferderennplatz
Der Platz befindet sich am Ufer des Sees. Im Juli und August werden hier Pferdrennen organisiert und wenn man Interesse hat, kann man auch selbst reiten. Bei der Veranstaltung zeigen die tibetischen Reiter ihre außergewöhnliche Reitkunst. Sie können beispielsweise vom Rücken eines galoppierenden Pferdes aus weiße Katags (zeremonielle Schals) vom Boden aufnehmen.

Altar des heiligen Sees auf dem Hochland
Der Altar liegt in der Mitte der Halbinsel. Auf dem 50 Meter langen und 16 Meter hohen Alter befinden sich 108 Gebetsmühlen. Acht der Gebetsmühlen sind besonders riesig und wiegen jeweils etwa eine Tonne. An den vier Eingängen des Alters stehen vier Buddhastatuen. Außerdem gibt es auf dem Alter einen riesigen Mani-Steinhaufen aus einigen zehntausend Steinen mit Sutras.


Insel Haixinshan

Die Insel befindet sich südlich vom Zentrum des Qinghai-Sees und bekam deswegen den Namen Haixinshan: „Berg am Herzen des Sees". Seit alter Zeit ist die Insel bekannt für die guten Pferde, die von der Insel stammen. Die Insel ist in der Mitte eher breiter und an den beiden Enden eher schmal. Im Süden der Insel befinden sich viele steile Felswände, wo sich Vögel aufhalten. Die anderen Teile der Insel sind mit flachem Strand belegt. Dort wachsen auch verschiedene Pflanzen.


Fuqicheng

Die alte Stadt Fuqicheng befindet sich auf der Steppe Tiepujia, etwa 7,5 Kilometer westlich des Qinghai-Sees. Fuqicheng ist die älteste Stadt am See. Sie ist quadratisch gebaut, 220 Meter lang und 200 Meter breit. Die Stadtmauer ist 17 Meter breit und 12 Meter hoch. Der Stil und die Struktur der Stadt sind einerseits von der Kultur der Han-Volksgruppe beeinflusst und andererseits auch mit Besonderheiten der antiken westchinesischen Volksgruppe der Tuyuhun geprägt.


Ziegenfarm

Die Ziegenfarm am östlichen Ufer des Qinghai-Sees ist eine nationale Schwerpunktfarm. 1982 wurde sie zu einer Sehenswürdigkeit am See erschlossen. Der kleine See auf der Farm ist durch den Rückgang des Pegelstandes des Qinghai-Sees zustande gekommen und die Landschaft dort ist sehr schön. Auf der Farm wird auch ein Gedenkstein aus dem Jahr 1726 aufbewahrt. Er ist ein wertvoller Kulturgegenstand.


Vogelinseln

Die berühmten Vogelinseln befinden sich im Nordwesten des Qinghai-Sees. Auf dem Berg auf der westlichen Insel halten sich im April über 100 000 Zugvögel auf. In der Brutzeit sind überall auf der Insel Eier zu finden, so dass die Insel auch „Eierinsel" genannt wird. Auf der östlichen Insel sind zahlreiche Kormorane beheimatet und deswegen wird sie auch „Kormoran-Insel" genannt. Die zwei Inseln zählen zu den wichtigsten Brutplätzen von Zugvögeln der Welt. Die fliegenden Vögel verdecken sogar die Sonne.


Shatuo-Kloster

Das Shatuo-Kloster am nördlichen Ufer des Qinghai-Sees befindet sich 46 Kilometer südwestlich von der Kreisstadt Gangca. Es wurde im Jahr 1665 gegründet und war früher ein Kloster des tibetischen Buddhismus. Die Haupthalle ist mehr als 300 Quadratmeter groß. Außerhalb den Zellen der Mönche verfügt das Kloster noch über 18 Gästezimmer. Die Schnitzereien an Säulen und Dachbalken im Kloster sind künstlerisch bemerkenswert.

Der Bau des Shatuo-Klosters ist auf die Opferveranstaltung des Qinghai-Sees zurückzuführen. Im Jahr 1653, unter der Regierung von Kaiser Shunzhi der Qing- Dynastie, führte der fünfte Dalai Lama in diesem Kloster die Opferveranstaltung durch, als er nach einer Audienz beim Kaiser, der ihm in Beijing einen Titel verlieh, nach Tibet zurückreiste. Seitdem ist das Kloster ein heiliger Ort für den tibetischen Buddhismus.


Sandinsel

Die Sandinsel im Ostteil des Qinghai-Sees ist durch die langjährige Akkumulation von Sand zustande gekommen. Die besondere Wüstenlandschaft zieht zahlreiche Touristen an. Außerdem ist dieses Gebiet sehr geeignet fürs Schwimmen. Man kann hier verschiedene Sportarten treiben wie Sandmotorrad, Sandski, Kamelreiten und Beachvolleyball. In den letzten Jahren findet hier jährlich ein internationales Sandskulpturenfestival statt.


Kloster des Weißen Buddha (Baifo Si)

Das Kloster ist etwa 29 Kilometer von Dabxi (Haiyan) entfernt und ist ein Kloster der Gelug-Sekte des tibetischen Buddhismus; es wurde unter Kaiser Wanli (1573- 1620) der Ming-Dynastie gegründet. Der Gründer, ein hochgebildeter Mönch, erhielt den Titel „Weißer Buddha" und dadurch bekam das Kloster seinen Namen. Die acht auffälligen weißen Buddhastatuen im Kloster, mehrere gut erhaltene Sutratexte sowie einige Bronzestatuen gelten als die wertvollsten Schätze des Klosters. Der 10. Bainqen Lama hat hier zweimal Sutras vorgetragen und dadurch ist der Kloster landesweit bekannt geworden.


„Atomstadt"

Die „Atomstadt" befindet sich in der Gemeinde Xihai bei Dabxi (Haiyan) und ist etwa 120 Kilometer von Xining entfernt. In den 1960er Jahren wurden hier die erste Atombombe und die erste Wasserstoffbombe Chinas getestet. Im Juli 1993 wurde die Arbeit hier eingestellt und die „Atomstadt" ist somit der erste geschlossene Atomwaffenstützpunkt der Welt. Danach wurde der Sitz der Bezirksregierung von Coqang (Haibei) in die Atomstadt verlegt und der Ort bekam den Namen Xihai. Die mysteriöse Geschichte des Stützpunktes wird nun durch eine Menge Bilder ans Licht gebracht.


Goldene und silberne Steppe (Jinyintan)

Die Steppe von Jinyintan befindet sich fünf Kilometer westlich von Xihai. Es besteht aus Jintan und Yintan, der goldenen und der silbernen Steppe. Zwei Flüsse, der Mapi-Fluss und der Halijin-Fluss, fließen durch die Steppe. Am nördlichen Ufer wachsen viele gelbe Blumen, daher der Name „goldene Steppe". Am südlichen Ufer herrschen weiße Blumen vor, daher „silberne Steppe". Der berühmte chinesische Musiker Wang Luobin machte diese Landschaft mit einem Lied in ganz China bekannt.

Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining kann man einen Bus bis Xihai nehmen oder man kann vom Qinghai-See aus mit dem Bus nach Dabxi (Haiyan) fahren.


Sonne-und-Mond-Berg (Riyue Shan)

Der Sonne-und-Mond-Berg befindet sich in Dongkor (Huangyuan) bei Xining. In alter Zeit wurde er „roter Berg" genannt, weil er vor allem aus rotem Fels besteht. Der Berg ist ein wichtiger Pass auf dem Weg nach Tibet und nach Westchina, erbildet eine wichtige natürliche Grenze Chinas. Die Landschaft im Westen und im Osten des Berges unterscheiden sich drastisch. Im Westen streckt sich eine grenzenlose Steppe mit Jaks und Ziegen. Im Osten breiten sich Terrassenfelder aus und es gibt verstreute Wohnhäuser. Im Jahr 641, unter Kaiser Zhenguan der Tang-Dynastie, wurde die Tang-Prinzes- sin Wen Cheng (625-680) mit dem tibetischen König verheiratet. Einer alten Sage zufolge verlor sie während ihrer Reise nach Tibet einen Spiegel, in der ihr stets einen Blick in die chinesische Heimat ermöglichen sollte. Der Zauberspiegel hieß „Sonne-und-Mond-Spiegel", und der Berg wurde nach dem Spiegel benannt.

Verkehrsverbindung: Direkte Busse vom Busbahnhof Xining brauchen etwa 30 Minuten.


Rückwärts fließender Fluss (Daotang He)

Der Rückwärts fließende Fluss entspringt in der Chahan-Steppe westlich des Sonne-und-Mond-Berges. Er liegt durchschnittlich 3300 Meter über dem Meeresspiegel und ist etwa 40 Kilometer lang. Es fließt von Osten nach dem Westen, bevor er in den Qinghai-See mündet, daher sein Name. Einer Sage zufolge ist der Fluss auch eng mit der Tang-Prinzessin Wen Cheng verbunden. Als Wen Cheng den Sonne-und-Mond- Berg erreichte, konnte sie nicht mehr ihre Heimat Chang'an (heute Xi'an) sehen. Sie sehnte sich nach den Eltern und dem Vaterland und begann zu weinen; ihre Tränen bildeten diesen Fluss.

Verkehrsverbindung: Der Direkte Bus vom Busbahnhof Xining braucht etwa 30 Minuten.

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