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Qinghai: Südliche Route

Qinghai: Reise zum Quellgebiet der drei Flüsse (südliche Route)


Übersicht

Auf dieser Reise kann man die ökologische Umwelt auf dem Hochland erleben, die Sitten und Gebräuche verschiedener Volksgruppen sowie die religiöse Kultur kennen lernen. Das Gebiet Sanjiangyuan (Quellgebiet der drei Flüsse: Jangtse, Gelber Fluss und Lancang Jiang) hat eine Räche von 363 000 Quadratkilometern, darunter Naturschutzgebiet von 159 000 Quadratkilometern. In diesem Gebiet befinden sich zahlreiche Flüsse, Seen, Schneegebirge und Gletscher. Es ist das höchste und größte Feuchtgebiet der Welt. Verschiedene Gletscherbäche fließen zusammen und bilden die berühmten Flüsse wie Jangtse, den Gelben Fluss und den Lancang Jiang (Mekong), welche die 5000- jährige chinesische Kultur ernähren. Hier ist eine wichtige Wasserquelle für China bzw. für Asien und wird „Chinas Wasserturm" genannt. Auf diesem Gebiet leben zahlreiche rare Wildtiere und Pflanzen. Sanjiangyuan ist das größte Naturschutzgebiet auf nationaler Ebene, das Umweltschutz, wissenschaftliche Forschung und Tourismus in sich vereint. Zu diesem Gebiet zählen die Autonomen Bezirke Yushu, Golog und Hainan der Tibeter.


Sehenswürdigkeiten


Sanjiangyuan-Denkmal

Das Denkmal befindet sich am Fluss Tongtian He im autonomen Bezirk Yushu. Es hat eine Höhe von 6,621 Metern, die die Höhe der Ursprungsstelle des Jangtse von 6621 Metern symbolisiert. Der Sockel hat eine Fläche von 363 Quadratmetern und bedeutet die ganze Fläche des Gebiets Sanjiangyuan von 363 000 Quadratkilometern. Der aus 56 Granitstücken bestehende Gedenkstein vertritt die Solidarität, Entwicklung und Prosperität der 56 Volksgruppen Chinas. Die zwei Hände oben bedeuten, dass die Menschheit die Umwelt auf diesem Gebiet schützt. Ein Reliefbild von drei von Norden nach Süden fließend Strömen symbolisieren den Jangtse, den Gelben Fluss und den Lancang Jiang (Mekong). Die Inschrift an der Vorderseite wurde vom ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin geschrieben und die an der Hinterseite vom ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses Buhe.


Platte zum Sonnen der Sutras

Der Tongtiari He hat eine Länge von rund 1000 Kilometern und fließt durch die Yushu-Steppe. In dem Roman „Die Reise nach dem Westen" wird dieser Fluss beschrieben, deshalb ist er weltbekannt. Am südlichen Ufer der Tongtianhe-Brücke liegt ein riesiges Felsstück - die „Platte zum Sonnen der Sutras".

Verkehrsverbindung: Man nimmt den Bus von Xining nach Yushu und steigt bei Zhimenda aus.


Mani-Steine in Xinzhai

Die Mani-Steine liegen im Dorf Xinzhai. Sie gehen auf die Ming-Dynastie zurück, haben eine Geschichte von mehr als 600 Jahren und sind hervorragende Vertreter der tibetischen Religion.

In seinem Lebensabend zog der erste reinkarnierte Meister vom Kloster Gyegu in das Dorf Xinzhai um. Seine Anhänger haben die Steine hierher mitgebracht und sie auf einen Haufen gelegt. Auf den Steinen steht das Mantra „Om mani baime hung". Bis 1930er wurden hier insgesamt 2,5 Milliarden Steine gefunden. Damit ist der Haufen im Dorf Xinzhai der größte Haufen von Mani-Steinen der Welt.

Verkehrsverbindung: Von Gyegu (Jiegu) nach Xinzhai gibt es zwei Buslinien. Man kann auch den privaten Minibus nehmen.


Kloster Gyegu

Das Kloster befindet sich auf einem Berg in Gyegu. Es ist eine architektonische Sehenswürdigkeit. Am Anfang war es ein Kloster der Bön-Religion, später eines der Gagyü-Sekte und ab 1389 der Sa'gya-Sekte. Früher war dieses Kloster für seine großartige Architektur, zahlreiche historische Gegenstände und gebildete Mönche berühmt. In der Ming- und Qing- Zeit gab es in diesem Kloster über 1000 Mönche und es hatte sogar in Nepal eine Filiale. In den letzen Jahren wurde hier eine buddhistische Schule eingerichtet.

Verkehrsverbindung: Man kann von Xining den Überlandbus nach Gyegu nehmen oder von Chengdu nach Westen über den Tongtian Hehlerherfahren.


Tempel der Prinzessin Wencheng

Der Tempel liegt 20 Kilometer von Gyegu entfernt und steht unter dem Schutz der Provinz Qinghai. Er hat eine Fläche von mehr als 80 Quadratmetern und ist 13 Meter hoch. Im Jahr 641, als die Tang-Prinzessin Wencheng nach Tibet ging, wurden hier Buddhastatuen geschnitzt. 60 Jahre später, als die Prinzessin Jincheng nach Tibet ging, wurde für diese Buddhastatuen ein Tempel zum Schutz vor Wind und Regen gebaut. Und dieser Tempel ist der Tempel der Prinzessin Wencheng. Wegen der ruhigen Umgebung, schönen Landschaft und des angenehmen Klimas halten die Einwohner dies für einen heiligen Ort.

Verkehrsverbindung: Man in Gyegu ein Auto mieten und dorthin fahren.


Felsenschnitzereien in Lebagou

Lebagou heißt „schönes Tal". Es liegt 20 Kilometer vom Kreis Gyegu entfernt. Am Rand des Abgrundes sieht man überall Mani-Steine mit geschnitzten Buddhastatuen oder Sutras. Hier wird auch Tal der Buddhastatuen genannt und gehört zu den Denkmalschutzeinheiten der Provinzebene.

Die frühsten Felsenschnitzereien stammen aus der Tang-Zeit. Die meisten sind Figuren der Buddhas, Pilger und Dienerinnen, Fabeltiere usw. Sie sind fantastische Spiegelungen der Schnitzereikunst der Han-Chinesen und der Tibeter.

Verkehrsverbindung: Man kann im Kreis Gyegu ein Auto mieten und die Fahrt dauert mehr als eine Stunde.


Nationales Naturschutzgebiet Longbaotan

Das Naturschutzgebiet Longbaotan liegt in Jielong, 80 Kilometer von Gyegu entfernt. Es ist ein natürliches Steppelandschaftsgebiet. Wegen zahlreicher Flüsse und Seen ist es ein Paradies der Vögel. Der Schwarzhalskranich, der zu den vom Staat geschützten Tierarten der ersten Klasse gehört, fliegt am Anfang des Frühlings von Südchina hierher zur Vermehrung. Sie verbringen den ganzen Sommer hier und fliegen erst vor dem Winter wieder nach Süden zurück. Die Einheimischen betrachten den Schwarzhalskranich als glücklichen Wundervogel und stören ihn nie. 1990 hat die Provinzregierung den Schwarzhalskranich als Provinzvogel festgelegt.

Verkehrsverbindung: Man kann im Kreis Gyegu ein Auto mieten und dorthin fahren.


Quelle des Gelben Flusses (Kar Qu)

Sie befindet sich im Kreis Qumarleb (Qumalai) im autonomen Bezirk Yushu der Tibeter. Mit einer Länge von 5464 Kilometern ist der Gelbe Fluss der zweitlängste Fluss Chinas und wird „Mutterfluss" und „Wiege der chinesischen Nation" genannt.

Der Ursprung des Gelben Flusses liegt im Flusstal Kar Qu, Kar Qu heißt „kupferfarbiger Fluss". Der Ursprung besteht aus fünf Quellen. Der Bach hier ist nur einen Meter breit und 0,8 Meter tief. Dieser Bach fließt über 100 Kilometer und mündet in den Fluss Ma Qu. 1978 organisierte die Regierung eine Untersuchung an Ort und Stelle und legte fest, dass der Kar Qu die wahre Quelle des Gelben Flusses ist. Am 24. Oktober 1999 wurde ein Denkmal am Ufer des Ma Qu errichtet, darauf steht in der Handschrift von Jiang Zemin „Quelle des Gelben Flusses".

Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof von Xining gibt es Buslinien nach Qumarleb, aber nicht jeden Tag, je nach Wetter- und Weglage. Von Qumarleb bis Madoi sind es rund 100 Kilometer, man kann nur ein Auto mieten.


Nyanpo Yutse

Das Gebirge befindet sich im Kreis Jigzhi im autonomen Bezirk Golog der Tibeter und ist 40 Kilometer vom Kreiszentrum entfernt. Nach der Überlieferung ist der Hauptgipfel (5369 Meter) Geburtsort der Tibeter in Golog. Dieses Gebirge gilt als heiliges Gebirge und wird von den Tibetern geehrt.

Nyanpo Yutse besteht aus vielen schroffen Gipfeln und ist voll mit Tälern und Gletschern. Auf der Steppe am Bergfuß gibt es zwei wunderschöne Seen. Der südliche See heißt „Hexensee" und der nordwestliche „Feensee". Nyanpo Yutse ist bekannt für das wechselvolle Wetter. Damit ist er auch bei den Forschungsreisenden und Bergsteigern beliebt.

Verkehrsverbindung: Von Gansu kann man über Lanzhou nach Jigzhi und dann nach Nyanpo Yutse fahren. Von Ngawa in Sichuan kann man über 120 Kilometer direkt zum See fahren. Zum' „Hexensee" kann man zu Fuß gehen oder ein Pferd mieten.


Kloster Baiyu

Das Kloster Baiyu liegt im Gemeinde Baiyu im Kreis Jigzhi. Es wurde 1857 gebaut und ist ein Tochterkloster des Klosters Baiyu in der Provinz Sichuan. Seit 1980 ist es Besuchern zugänglich. Dieses Kloster hat eine Fläche von tausend Mu (1 Mu = 1/15 Hektar). In der Buddhahalle gibt es Wandmalereien. Die wichtigen Gebäude sind sieben Sutrahallen, drei Buddhahallen, drei Stupas, achte große Hallen für Gebetsmühlen und Wohnungen der Mönche. Mit mehr als 1000 Mönchen ist dieses Kloster eines der größten und einflussreichsten Nyingma-Klöster außerhalb Tibets.

Verkehrsverbindung: Man kann ein Auto im Kreis Jigzhi mieten und dorthin fahren.


Anyemaqen

Dieses Schneegebirge befindet sich im Kreis Maqen, 80 Kilometer vom Hauptort Dawo entfernt. Anyemaqen ist der östlichste Teil der Mittelstrecke des Kunlun-Gebirges. Es hat eine Länge von 28 Kilometern und eine Breite von 10 Kilometern. Damit ist es das größte Gebirge im Quellgebiet des Gelben Flusses. Auf einer Fläche von 280 Quadratkilometern gibt es über 50 Gletscher von verschiedener Größe und 18 Gipfel, die über 5000 Meter hoch sind. Hier gibt es reichhaltige Tier- und Pflanzenressourcen wie z. B. wertvolle Kräuter: Chinesischer Raubenspilz, Alpenscharten, Rhabarber sowie Tetraogallus, Crossoptilon, Weißlippenhirsch u. a.

Anyemaqen zählt zu den neuen Heiligen Gebirgen in den tibetisch besiedelten Gebieten und hat eine hohe Stellung in der traditionellen tibetischen Kultur. Jedes Jahr unternehmen viele Pilger eine lange Pilgerfahrt zu diesem Gebirge.

Verkehrsverbindung: Am Busbahnhof Xining gibt es Buslinien nach Dawo und die Fahrt dauert 10 Stunden. Von Dawo bis Anyemaqen sind es noch über 80 Kilometer. Man kann nur ein Auto mieten und dorthin fahren.


Co Gyaring und Co Ngoring

Die beiden Seen befinden sich 30 Kilometer nordwestlich vom Kreis Madoi entfernt und sind die zwei größten Süßwasserseen im Einzugsgebiet des Gelben Flusses. Der Gelbe Fluss strömt zuerst in den Co Gyaring und dann in den Co Ngoring. Die zwei Seen liegen neben einander und werden deshalb „Geschwisterseen im Quellgebiet des Gelben Flusses" genannt. Beim See gibt es wenige Touristen und man bekommt eine schöne und breite Aussicht.

Verkehrsverbindung: Mit dem Bus fährt man in 10 Stunden vom Busbahnhof Xining nach Madoi. In Madoi kann man Auto mieten und zu den Seen fahren.


Xingxiuhai

Xingxiuhai bedeutet „See der Sterne". Dieses Becken liegt im Kreis Madoi und ist ost-westlich 30 Kilometer lang und süd-nördlich über 10 Kilometer breit. In diesem Becken gibt es zahlreiche von Fluss gebildeten Seen und Vertiefungen mit verschiedenen Dimensionen. Bei Sonnenschein reflektieren diese Vertiefungen das Licht und sehen wie die leuchtenden Sterne aus.

Verkehrsverbindung: Man kann in Xining ein Auto von einem Reisebüro mieten.


Quelle des Jangtse und die erste Jangtse-Brücke

Die Hauptquelle des Jangtse, der Tuotuo He, stammt aus dem Gletscher Jiangdigenru auf dem Dangla-Gebirge. Das Quellgebiet des Jangtse ist nicht nur eine Welt von Eis und Schnee, sondern auch Paradies für Wildtiere und -pflanzen. Hier leben rund 30 Tierarten und 40 Vogelarten, darunter der Tibet-Wildesel, Weißlippenhirsch, Wildjak, Tibetantilopen usw., die zu den vom Staat geschützten Tierarten der ersten Klasse gehört. Das Denkmal für Quelle des Jangtse wurde 1999 an der nördlichen Seite der ersten Jangtse-Brücke, der Tuotuohe-Brücke, errichtet. Die Inschrift „Quelle des Jangtse" darauf wurde von Jiang Zemin geschrieben.

Die 324 Meter lange und 11 Meter breite Tuotuohe-Brücke befindet sich in der Gemeinde Tuotuohe und wurde im Oktober 1987 gebaut. Diese großartige T- förmige Brücke aus Stahlbeton gilt als die „Erste Jangtse-Brücke".


Die Schlucht Gar

Die Schlucht Gar befindet sich im Kreis Nangqen im Quellgebiet der drei Flüsse und ist 40 Kilometer lang. In der Schlucht ist es warm und feucht. Die Landschaft ist ziemlich schön. Sie gilt als die erste große Schlucht des Flusses Lancang Jiang (Mekong). In dem großen Urwald leben geschützte Tierarten wie der Schneeleopard, Weißlippenhirsch, Makaken usw. Ein besonderer Wasserfall befindet sich in dem 15 Kilometer langen Xianglong-Tal, der aus Felswand springt. Der Überlieferung nach sollte die Königin von Kesar und die Prinzessin Wencheng unter diesem Wasserfall gebadet haben.


Makaken-Naturschutzgebiet in Nangqen

In diesem Naturschutzgebiet gibt es großen Urwald, der 80 Kilometer dem Hauptort Xangda südlich entfernt liegt. Darin leben zahlreiche wertvolle Tier- und Pflanzenarten, wie Notopterygiumincisium Ting, Chinesischer Raubenspilz; Makaken u. a. Der Fluss Za Qu ist der Oberlauf des bekannten Langcang Jiang (Mekong). Der Weg nach Nangqen befindet sich in der tiefen Schlucht.

Verkehrsverbindung: Die Fahrt mit dem Bus vom Busbahnhof Xining nach Yushu dauert 16 Stunden. Von Yushu kann man mit Minibus nach Nangqen fahren.


Quelle des Lancang Jiang

Der Lancang Jiang (Mekong) ist ein grenzüberschreitender Fluss, der aus dem nördlichen Fuß des Gebirges Dang- la stammt. Er fließt von Nordwest nach Südosten an dem Kreis Zadoi und dann Nangqen. Die Flussstrecke in Qinghai wird Za Qu genannt und ist 448 Kilometer lang.

Der Oberlauf des Lancang Jiang besteht aus vielen Nebenflüssen, wovon 17 eigene Namen haben. Diese kleinen Flüsse fließen zusammen und bilden ein Feuchtgebiet in Yushu. Hier leben viele wertvolle und seltene Tiere und Vögel. Trotz der verschiedenen Größe und des Sauerstoffmangels gibt es in jedem See Fische mit bunten Farben, was besonders merkwürdig ist.

Verkehrsverbindung: Zwischen Zadoi und Yushu sind rund 200 Kilometer und gibt es nur eine Piste. Die Fahrt dauert einen ganzen Tag. Man kann nur ein Auto mieten.

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