Die Reisezone Liupanshan
Die Grotten am Xumi-Berg in Guyuan
Diese Grotten befinden sich am östlichen Abhang des Xumi-Bergs, 55 km nördlich von der Kreisstadt Guyuan und 320 km südöstlich von Xinchuan entfernt. Sie stehen auf der Liste der Schwerpunkte des staatlichen Denkmalschutzes.
Diese Grotten stammen aus der mittleren und späten Periode der Nördlichen Wei-Dynastie (386-534). Zurzeit der Tang-Dynastie (618-907) lag hier ein großer buddhistischer Tempel namens „Jingyun", der aus mehr als 100 Grotten an 8 Felswänden bestand. Mitte des 15. Jahrhunderts schickte der hochgebildete Mönch Chuojiwangsu an den Kaiser Yingzong der Ming-Dynastie eine Bitteschrift, in der er den Kaiser darum bat, seinen Tempel den Namen „Yuanquan" zu geben. Die Grotten wurden zum großen Teil durch Verwitterungen und Erdbeben beschädigt. Nur etwa 20 Grotten mit ihren Buddhastatuen sind relativ gut erhalten. Sie befinden sich an fünf Felswänden. Die Höhlen Nr. 45 und 46 enthalten mehr Statuen als die anderen Höhlen. Mehr als 40 Statuen sind größer als wahre Personen. Die Höhle Nr. 51 wurde teilweise von Erdbeben beschädigt. Sie besteht aus der vorderen Halle, der Haupthalle, der linken und der rechten Nebenhalle. Die Haupthalle ist 10 Meter x 12,5 Meter groß. Ihre Höhe beträgt 12 Meter. In der Halle steht eine viereckige Säule, in deren vier Seiten jeweils eine große Nische eingraviert ist. Diese Nischen enthalten jeweils drei 6 Meter hohe Buddhastatuen. Sie sind kostbare Kunstwerke. Die Statue des sitzenden Maitreja ist 19 Meter hoch. Sie ist die größte Statue ihrer Art am Xumi- Berg. Diese Buddhaskulptur ist sehr lebendig geschnitten worden: Der Buddha Maitreja trägt eine schneckenartige Frisur. Sein Gesicht ist füllig und gütig. Seine Ohren hängen bis zu den Schultern herab. Eine Kutte tragend stützt er sich mit den Händen natürlich auf die Knie.
Das Guyuan-Museum
Gelegen in der Kreisstadt Guyuan umfasst dieses Museum eine Bodenfläche von 28 000 Quadratmetern. Die Gesamtfläche seines Gebäudes im antiken Baustil beträgt 5000 Quadratmeter.
Dieses Museum besitzt mehr als 10 000 Sammelstücke. Erwähnenswert sind wertvolle Kulturdenkmäler, die aus Gräbern der Westlichen Zhou-Dynastie (1066- 770 v. u. Z.), Gräbern mit lackierten und schön dekorierten Särgen der Nördlichen Wei-Dynastie (386-534), dem Grab von Li Xian der Nördlichen Zhou-Dynastie (557-581) und Gräbern der Familie Shi der Sui- (581-618) und der Tang- Dynastie (618-907) ausgegraben wurden, feine Stein- und Jadegeräte aus der Jungsteinzeit, Töpfereierzeugnisse der Yangshao-, der Majiayao- und der Qijia- Kultur, bronzene Schwerter und andere Waffen mit Tiermuster sowie bronzene Schilde aus der Zeit der Frühlings- und Herbstperiode (770-476 v. u. Z.) und der Streitenden Reiche (475-221 v. u. Z.), Porzellane aus der Ming- und der Qing-Zeit sowie Schleudern aus der Zeit der Streitenden Reiche, bronzene Kochgefäße in Form des Drei- oder Vierfußes aus der Qin-Zeit (221 - 207 v. u. Z.), kalligraphische Werke, Malereien und antike Münzen. Ein vergoldeter Silberkessel der persischen Sassanid-Dynastie, der aus dem Grab von Li Xian ausgegraben wurde, und eine gläserne Schale sind typische Kulturdenkmäler der Seidenstraße. Als äußerst wichtige Sammelstücke des Guyuan-Museums und „Staatsschätze" sind sie weit und breit bekannt.
Das Liupan-Gebirge
Das Liupan-Gebirge, eines der jüngsten Gebirge Chinas, zieht sich mehr als 200 km an der Grenze zwischen Ningxia, Gansu und Shaanxi entlang hin und erhebt sich bis zu mehr als 3000 Metern. Als wichtige Wasserscheide in Nordchina stellt dieses Gebirge einen natürlichen Schutzwall für die Guanzhong-Ebene dar. Der Jing-, der Qingshui- und der Hulu-Fluss, drei Nebenflüsse des Gelben Flusses, entspringen hier.
Am Liupan-Gebirge und in seiner Umgebung ist es im Sommer angenehm kühl. Der Hauptgipfel ist 3800 Meter hoch. An den Berghängen wachsen 788 Arten von höheren Pflanzen. Die Wälder hier haben eine Gesamtfläche von 26 000 Hektar. Im Gebiet dieses Gebirges leben 38 Raubtierarten, 200 Arten von Wirbeltieren und 147 Arten von Vögeln.
Am Liupan-Gebirge bietet sich ein herrlicher Anblick. Cengiz Khan, Anführer der mongolischen Armee, hielt sich hier auf, als er den Krieg gegen das Xixia-Reich führte. Er stationierte am Gebirge seine Armee, damit sie sich erholen konnte. Schließlich starb er hier. Im Jahre 1935 kam Vorsitzender Mao Zedong an der Spitze der Chinesischen Roten Arbeiter- und Bauernarmee während des Langen Marsches am Liupan-Gebirge an. Nun schrieb er ein Gedicht unter dem Titel „Das Liupan-Gebirge". Heute steht hier ein Pavillon mit einem Gedenkstein zur Erinnerung an den Langen Marsch.
Die Große Moschee im Kreis Tongxin
Diese Moschee liegt westlich von der Kreisstadt Tongxin, 241 km von Yinchuan entfernt. Sie ist ein Schwerpunkt des staatlichen Denkmalschutzes.
Diese Moschee zählt zu den ältesten und größten Moscheen von Ningxia. Sie wurde Anfang der Ming- Dynastie errichtet und zur Regierungszeit des Kaisers Guangxu der Qing-Dynastie wiederhergestellt. In der Nähe des Eingangstors der Moschee sind mit Inschriften versehene horizontale Steintafeln aus der Regierungszeit des Kaisers Wanli der Ming-Dynastie und des Kaisers Qianlong der Qing-Dynastie zu finden. Im Jahre 1936 wurde die erste revolutionäre Macht der Hui-Nationalität, die Autonome Regierung der Hui-Nationalität des Kreises Yuhai der Provinz Shaanganning, in dieser Moschee ins Leben gerufen. Bis auf den heutigen Tag sind revolutionäre Kulturdenkmäler überliefert, die sich auf dieses Ereignis beziehen. Diese Moschee gibt ein Beispiel dafür, dass die traditionelle chinesische Baukunst und die islamische Dekorationskunst eine harmonische Einheit bilden. Die Große Mosche in Tongxin zeichnet sich durch ihre imposante Majestät und ihre feine bzw. Kompakte Konstruktion aus. Die Anbetungshalle, die Haupthalle der Moschee, ist ein erhabenes Bauwerk, dessen Dach von mehr als 20 dicken Holzsäulen getragen wird. Der Fußboden dieser Halle ist mit Holzbrettern bedeckt. Rechts von der Anbetungshalle steht ein pyramidenförmiger Turm mit Doppeldachvorsprüngen namens Huanxinglou.

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