Guangzhous Delikatessen
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Essen in Guangzhou
Guangzhou ist landesweit als „Stadt der Delikatessen" bekannt. Es ist durchaus zutreffend, wenn man mit dem chinesischen Spruch „Nahrung ist für das Volk das wichtigste" Guangzhou charakterisiert. „Sechs Mahlzeiten für den Tag und die Nacht" sind Ausdruck der Lebenshaltung der Guangzhouer. Überall in der Stadt sieht man gute Restaurants mit oft hundertjähriger Geschichte. Kuchen und Imbisse von Guangzhou sind besonders gefragt und an der Beijing Lu und Shangxiajiu Lu in großer Vielfalt zu finden. Auch Suppen spielen in Guangzhous Esskultur eine wichtige Rolle. Oft dauert ihre Zubereitung einige Stunden, und auch ohne wertvolle Zutaten sind sie dann allesamt besonders schmackhaft.
In Guangzhou werden in jedem Jahr viele Festivals für Delikatessen und Nahrungsmittel veranstaltet, an denen zahlreiche Restaurants und Hotels teilnehmen. In der Konkurrenz untereinander spornen sich die Köche gegenseitig zu kulinarischen Höchstleistungen an.
Weil bekanntermaßen die Guangzhouer eine Vorliebe für die Gastronomie haben, kommen zahlreiche in- und ausländische Unternehmen des Gaststättengewerbes häufig nach Guangzhou. In dieser Stadt kann man nicht nur die Speisen der acht chinesischen Küchen durchprobieren, sondern mit Leckerbissen aus aller Welt, sei es aus Japan, Frankreich, Spanien, Südkorea, Italien oder Südostasien, den Gaumen verwöhnen; das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Wer dies hat, für den gilt:
„Kulinarische Genüsse findet man in Guangzhou!"
Kantonesische Markenspeisen
Unter kantonesischer Küche, die zu den vier Hauptküchen Chinas zählt, versteht man die typischen Speisen aus Guangzhou, Chaozhou und Dongjiang. Diese Küchenrichtung ist in Guangzhou dominierend, doch neben den lokalen Spezialitäten aus dem Delta des Zhujiang-Flusses bieten die Guangzouer Restaurants auch das Beste der Küchen aus Beijing, Sichuan, Jiangsu, Shandong oder Zhejiang. Natürlich ist auch westliche Kochkunst vertreten. Die Guangzhouer Speisen sind köstlich, nicht so stark gewürzt, aber sehr zart. Man legt beim Kochen Wert auf die Kochzeit und die Kochtemperatur. Man speist in Guangzhou je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. Im Sommer zieht man diverse „hitzevertreibende" Suppen oder breiige Gerichte vor; im Herbst dagegen Krabben- und Krebsspeisen. Sie sind sehr wohlschmeckend und zugleich regen die Drüsentätigkeit an. Im Winter und Frühling sollen Suppen und andere Speisen vor allem stärkend und magenwärmend wirken.
Zu den klassischen kantonesischen Speisen zählen: Wachskürbisbecher mit acht Kostbarkeiten, ungewürztes Huhn, eingesalzenes Huhn aus Dongjiang, Fotiaoqiang, goldbraun gebratenes Spanferkel, geröstetes süßes Schweinefleisch und geröstete Ente. Die bekanntesten Imbisse sind frittierter Rübenkuchen, hufeisenförmiger Kuchen, Ravioli, Shahe-Reisnudeln, Reis im Lotosblatt mit frischem Garnelenfleisch sowie Huntun (klare Suppe mit Fleischtäschchen).
Klassische Speisen Ungewürztes Huhn
Ungewürztes Huhn ist eine beliebte Speise der kantonesischen Küche. Es wird ohne Zutaten gekocht. Das Fleisch ist sehr weich und leicht verdaulich.
Wachskürbisbecher mit acht Kostbarkeiten
Der Wachskürbis dient nur als Behältnis für das Gericht. Man legt in ihn mageres Schweinefleisch, Putenfleisch, Schinken, Krebsfleisch und frische Austern ein und kocht das alles in Fleischbrühe. Das Gericht ist leicht, schmackhaft und besonders im Sommer beliebt.
Fotiaoqiang (der Buddha springt über die Mauer)
Zum Gericht gehören 28 Zutaten, darunter Abalonen, Seegurken, Fischflossen, Fischbauch und Pasaniapilze. Diese Zutaten werden in Reiswein aus Shaoxing auf schwachem Feuer mehr als 10 Stunden gekocht. Das wohlschmeckende Gericht ist eine beliebte Delikatesse in der Herbst- und Winterzeit. In einem Gedicht aus der Qing-Dynastie wurde das Gericht so gepriesen: „Hebt man den Deckel vom Kochtopf, duftet es so verführerisch, dass Buddha selbst über die Tempelmauer springen würde, um zu speisen."
Geröstetes süßes Schweinefleisch
Auch dies ist ein traditionelles Gericht. Bei der Zubereitung wird die Schwarte von dem etwas fetten Fleisch abgezogen. Das wird nun in Streifen geschnitten, gewürzt und für 45 Minuten in einen Topf gelegt. Dann kommt das Fleisch auf kleine Spieße, die 30 Minuten im Backofen geröstet werden. Danach werden die Spieße mit Sirup bestrichen und nochmals für zwei Minuten in den Backofen gegeben. Die Kruste des Fleisches schmeckt süß, das Innere der Fleischstücke etwas salzig. Das Gericht ist durchaus nicht fett.
Goldbraun gebratenes Spanferkel
Das ist eine kostbare Delikatesse, die zum kantonesischen Bankett gehört. Die Zubereitung des Gerichts ist seit über 1400 Jahren überliefert. Es gibt zwei Methoden, um ein Spanferkel zu braten: Entweder wird das Spanferkel mit ein wenig Öl eingestrichen und auf schwachem Feuer gebraten oder man streicht es bei starkem Feuer ständig mit Öl ein, so dass die Schwarte goldenbraun wird und viele kleine Bläschen zeigt. Beim Essen soll die Schwarte im Mund zergehen.
Geröstete Ente
Geröstete Ente ist ein traditionelles kantonesisches Bratgericht. Es gibt in Guangzhou viele Restaurants, die als Spezialität geröstete Enten anbieten. Die mittleren und kleineren dunkelbraunen Enten aus Qingyuan eignen sich am besten für das Gericht. Von der Ente werden zuerst die Flügel und die Füße abgeschnitten und dann die Innereien herausgenommen. Die Ente wird gewürzt und zugenäht. Die Entenhaut wird in siedendem Wasser gebrüht. Dann lässt man sie in kaltem Wasser ziehen, streicht sie mit Zuckerwasser ein, um sie dann zu salzen und an der Luft zu kühlen. Schließlich wird sie im Backofen oder auf offenem Feuer geröstet. Die geröstete Ente ist mehr goldrot als goldbraun und schmeckt ganz vorzüglich.
Bootsbrei
In alter Zeit wuchsen zu beiden Seiten eines Flusses in der westlichen Vorstadt von Guangzhou zahlreiche Litchibäume, weswegen dieser Ort Lizhiwan (Litchi-Flussbiegung) genannt wurde. „Singen in der Abenddämmerung an der Litchi-Flussbiegung" zählte zu den acht Sehenswürdigkeiten des alten Guangzhou. Im Sommer kommen während der Abenddämmerung noch immer zahlreiche Einwohner und Touristen hierher. Auf dem Fluss sieht man viele Boote, von denen gekochte Breie mit frischen Garnelen, Krabben und Fischen als Zutaten angeboten werden, die man eben „Bootsbreie" nennt.
Kantonesische Imbisse
Experten behaupten, es gäbe über 1000 verschiedene Arten davon und dies sei mit Abstand die höchste Anzahl von Imbissen verschiedener Geschmacksrichtungen in ganz China. Kantonesische Imbisse sind leicht, etwas salzig und zugleich ein wenig süßlich. Sehr beliebt sind Ravioli mit Garnelenfleisch, gedämpfte und gefüllte Teigtaschen, hufeisenförmige Kuchen, mit Klebreis gekochtes Huhn, Teigtaschen mit Tarofüllung und salzige Teigtaschen.
Delikatessenstraßen in Guangzhou
Markenrestaurants an der Shangxiajiu Lu
Die Shangxiajiulu-Straße gehört zu den ältesten Spezialitäten-Vierteln der Stadt Guangzhou. Dort kann man vielfältige kantonesische Imbisse genießen. Überall sind traditionelle Markenrestaurants für lokale Imbisse zu sehen. Sie sind sogar berühmter als die modernen normalen Restaurants. Nennenswert sind die Imbisse und Kuchen von „Feinschmecker-Restaurant Liwan", von „Ouchengji-Restaurant" und von „Nanxin-Restaurant". Zu empfehlen sind Nudel, Yuntun-Suppe, Youtiao (Ölgebäckstange), Mahua (Kringel), Laopo-Kuchen und hufeisenförmige Kuchen sowie gehtrockene Meeresprodukte und Trockenfrüchte.
Das internationale Delikatessen-Zentrum, der Delikatessen-Park und das Delikatessen-Land in Guangzhou
Um Guangzhou zu einer Reisestadt mit bester Gastronomie in China zu entwickeln, hat die Stadtregierung drei Projekte, das internationale Delikatessen-Zentrum, der Delikatessen-Park und das Delikatessen-Land ausgeführt. Das internationale Delikatessen-Zentrum liegt im Stock 4-10 des Ming Sing Plaza an der Beijing Lu. Dort findet man Leckerbissen aus aller Welt. Der Delikatessen-Park liegt an der Pantang Lu im Bezirk Liwan und führt traditionelle Imbisse. Das Delikatessen-Land liegt im Untergrund des Kangwang-Geschäftszentrums an der Kangwang Lu im Bezirk Liwan. Dort kann man sich unterhalten und besondere Leckerbissen durchprobieren.
Liuhua-„Brei-Land"
Das „Brei-Land" im Liuhuahu-Park ist ein Ort, wo man verschiedenste Breie essen kann. Guangzhouer essen gern Breie. Die Kochmethoden sind vielfältig. Es gibt einige Dutzende Breiarten, z. B. den Brei mit Kalkeiern und magerem Schweinefleisch, den Schweineleber-Brei und den Bootsbrei. Im „Brei-Land" isst man Brei, wenn er im Topf auf dem Kocher neben dem Tisch kocht. Die Fischkopf-Suppe ist besonders zu empfehlen. Das „Brei-Land" ist bis in die Mitternacht offen.
Shamian in Guangzhou
Shamian ist das Konsulatviertel in Guangzhou. Hier gibt es viele Restaurants für westliche Küche und man fühlt sich wie in Europa. Die Restaurants sind geschmackvoll eingerichtet und die Atmosphäre ist angenehm.
Verkehr: Buslinien Nr. 5 und 233
Tianhe-Plaza im Bezirk Tianhe
Tianhe-Plaza ist ein Ort in Guangzhou, wo erstklassige Restaurants zu finden sind. Die Hunan-Küche bestimmt die Geschmackrichtungen. Bekannte Restaurants sind Wojia Xiangcai-Restaurant, Xiangcai-Restaurant, Kejiacai und Greenery Western Restaurant.
Fangcun-Delikatessenstraße in Guangzhou
Die Straße liegt am U-Bahn-Ausgang der Station Fangcun im Bezirk Liwan. Das bekannteste Gericht ist das geschmorte Eselfleisch. Darüber hinaus sind hier Zhanjiang- und Guangdong-Speisen zu probieren.
Der „Gastronomie-Korridor" an der Baiyun Dadao, die „Delikatessenstraße" an der Huadi Dadao und die „Paomachang-Delikatessenstraße" an der Huangpu Dadao sind außerdem zu empfehlen. Die Restaurants an diesen Straßen sind oft bis in die tiefe Nacht offen.

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