Die Reisezone Wuwei in Provinz Gansu
Grab aus der Han-Zeit in Leitai
Dieses Grab liegt im Leitai-Park in der Straße Beiguan Zhonglu der Stadt Wuwei. Im Jahre 1969 stieß ein Bauer bei der Feldarbeit auf dieses Grab aus Ziegeln und Steinen. Es stammt aus der Östlichen Han-Dynastie (25- 220). Wertvolle Kulturdenkmäler wurden ausgegraben. Eines davon ist ein galoppierendes Pferd aus Bronze, das nachher zum Emblem des chinesischen Tourismus wurde. In alten Zeiten war Leitai eine Stelle zur Opferung für den Donnergott. In der mittleren Periode der Ming-Zeit (1368-1644) erbaute man auf einer 10 Meter hohen Plattform einen taoistischen Tempel für den Donnergott. In der Inschrift an der Brust der Pferde aus Ton ist zu lesen, dass der Präfekt von Zhangye im Zeitraum zwischen dem Jahr 186 und dem Jahr 219 in diesem Grab beerdigt wurde. Der Tunnel, der zur Grabkammer führt, ist 19,34 Meter lang. Die Grabkammer besteht aus der vorderen, der mittleren und der hinteren Halle sowie aus sechs Nebenhallen, die symmetrisch zu beiden Seiten liegen. 231 Gegenstände aus Gold, Silber, Bronze, Eisen, Jade, Knochen, Stein und Ton sowie 99 Pferdefiguren und Karren aus Bronze kamen ans Tageslicht. Das galoppierende Pferd aus Bronze ist von hohem künstlerischen Wert. Diese grün-bronzefarbene Pferdefigur ist 34,5 cm hoch, 45 cm lang und 7,15 kg schwer. Mit erhobenem Haupt und Schwanz galoppiert das Pferd und tritt dabei mit dem Huf des rechten Hinterbeims auf einen fliegenden Vogel, ein Fabeltier. Dieses Kunstwerk zeigt, dass der Künstler im Schaffen solcher Werke einen Durchbruch gemacht hat. Es zeichnet sich durch seine gelungene Komposition und die gekonnte Gießereitechnik aus. Heute gehört es zur Sammlung des Museums der Provinz Gansu. Reproduktionen davon sind überall in Gansu erhältlich.
Der Konfuzius-Tempel
Dieser Tempel befindet sich in der südöstlichen Ecke der Stadt Wuwei. Als imposanter Häuserkomplex im Kaiserpalaststil wurde er im Jahre 1439, zur Zeit der Ming-Dynastie, errichtet. Nachher wurde dieser Tempel mehrmals ausgebaut und entwickelte sich zur „größten Lehranstalt von Westgansu". Mit einer Gesamtfläche von 1500 Quadratmetern steht er nach dem Süden. Hier studierten Gelehrte verschiedener Dynastien und hielten Zeremonien zur Verehrung des Konfuzius ab. Die Häuser zu beiden Seiten, vor allem die Halle für Heilige und die Wenchang-Halle, sind gut erhalten. Innerhalb des Tempels wachsen alte Zypressen üppig. Hier ist eine ruhige Stätte von klassischer Schlichtheit. Der ganze Häuserkomplex zeichnet sich durch sein symmetrisches Arrangement und seine kompakte Konstruktion aus. Die Häuser hier sind prächtig verziert und haben hoch nach oben gebogene Dachvorsprünge. Dieser Tempel verfügt über zahlreiche Gedenksteine und mit Inschriften versehene horizontale Tafeln.
Die Reisezone Zhangye
Gelegen mitten im Hexi-Korridor grenzt diese Reisezone im Osten an die Region Wuwei und die Stadt Jinchang und im Westen an die Region Jiuquan. Im Jahre 121 v. u. Z. sandte der Kaiser Wu Di der Westlichen Han- Dynastie Huo Qubing, einen Feldzug nach dem Westen zu führen. Nach dem Sieg über die Hunnen gründete er in Zhangye eine Präfektur und gab ihr den Namen Zhangye (Ausbreitung der beiden Arme). Diese Präfektur, eine der vier Präfekturen Westgansus, war in alten Zeiten das politische, wirtschaftliche, kulturelle und diplomatische Zentrum. In Zhangye herrscht ein trockenes Klima. Hier sind eine durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge von 198 mm und eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 7°C registriert. Zhangye ist reich an touristischen Ressourcen, z. B„ der Große-Buddha-Tempel, der Muta-Tempel (Tempel mit einem Stupa aus Holz) und der Trommelturm sind besonders bekannt.
Der Große-Buddha-Tempel
Dieser Tempel, der auch den Tempel des liegenden Buddha genannt wird, befindet sich in der Stadt Zhangye. Er geht auf den Tempel für Kasyapa und Tathagata (zwei Schüler von Schakjamuni) zurück. Im Jahre 1098, zur Zeit des Xixia-Reichs, wurde dieser Tempel gebaut. Während der Ming- und der Qing-Dynastie wurde er mehrmals renoviert. Die Große-Buddha-Halle, die heute noch vorhanden ist, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Als die größte Halle ihrer Art aus der Zeit des Xixia- Reichs der Provinz Gansu besitzt dieses zweistöckige Bauwerk eine Gesamtfläche von 1370 Quadratmetern. Mitten in der Halle befindet sich die Skulptur von Schakjamuni, die Statue des Liegenden Buddha. Sie ist eine vergoldete und bemalte Tonskulptur mit einer Holzform. Diese Statue ist 34,5 Meter groß, und der Abstand zwischen den Schultern beträgt 7,5 Meter. Die Ohren sind jeweils mehr als zwei Meter lang. Die Motive der Wandgemälde dieser Halle stammen aus buddhistischen Geschichten und dem klassischen Roman „Die Pilgerfahrt nach dem Westen". Dargestellt werden die waffentragenden Wächter des Buddha, Feen und andere. Zur Sammlung dieses Tempels gehören auch Ziegel- und Holzschnitzereien sowie wertvolle buddhistische Schriften. Sie sind für die Erforschung der buddhistischen Geschichte, der Baukunst, der Kultur und Kunst Westgansus von großem Wert.
Die Grotten des Mati-Tempel (Tempel der Pferdehufe)
Diese Grotten liegen am westlichen Ufer des Mati-Flusses im Autonomen Kreis Sunan der Yugur-Nationalität am Qilian- Gebirge mitten im Hexi-Korridor, 65 km von der Stadt Zhangye entfernt. Einem Mythos zufolge hielt sich der Gott Erlangshen hier auf, als er den Sonnengott verfolgte. Er hinterließ hier Pferdehufspuren. Man baute diesen Tempel, um des Gottes Erlangshen zu gedenken.
Der Mati-Tempel besteht aus sieben Grotten: dem Maschengguo-Tempel, dem Puguang-Tempel, den Grotten der Tausend Buddhas, der Grotte für die Gottheit Guanyin und dem Goldpagode-Tempel. Diese Grotten enthalten mehr als 70 kleinere Höhlen. Sie befinden sich an einer Felswand. Man muß je nach der topographischen Lage des Berges zum Dachvorsprung der jeweiligen Grotten steigen, bevor man sie erreichen. Diese Grotten haben jeweils mehrere bis etwa 30 Nischen.

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