Die Reisezone Lanzhou in Provinz Gansu
Die Stadt Lanzhou befindet sich im Zentrum der Provinz Gansu. Sie ist das politische, wirtschaftliche, kulturelle und kommerzielle Zentrum von Gansu. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt Nordwestchinas stellt Lanzhou einen Umschlaghafen für den Güter- und Personentransport dar. Diese Stadt besitzt eine Fläche von mehr als 130 000 Quadratkilometern und eine 2,88 Millionen Menschen zählende Bevölkerung.
Lanzhou ist eine antike Stadt Chinas. Zur Zeit der Han-Dynastie (206 v. u. Z.) lag hier die Präfektur Jinchengjun. Zur Sui-Zeit (581-618) wurde Jinchengjun in Lanzhouzhi umbenannt. Während der Qing-Dynastie wurde Landzhouzhi durch Lanzhou Fuzhi (Präfektur Lanzhou) ersetzt. 1941 gründete man in Lanzhou die Stadtregierung.
Lanzhou liegt im Zentrum des chinesischen Festlandes. Der Gelbe Fluss fließt in West-Ost-Richtung durch die Stadt. Hier herrscht ein kontinentales Monsunklima des halbtrockenen Gebietes der gemäßigten Zone. Die Jahres- und Tagestemperaturunterschiede sind sehr groß, und es gibt hier ungenügend Niederschläge. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen schwanken zwischen 6 °C und 9 °C, und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beträgt 327,7 mm. Die frostfreie Periode in Lanzhou dauert 168 Tage lang.
Lanzhou hat eine Geschichte von mehr als 2000 Jahren. In alten Zeiten war diese Stadt der Verkehrsknotenpunkt für die Verbindung Chinas mit Ländern Asiens, Afrikas und Europas. Als der Mönch Xuan Zang der Tang-Dynastie (618-907) nach Indien, um buddhistische Schriften zu holen, Marco Polo Expeditionen unternahm und Genghis Khan Feldzüge führte, kamen sie an Lanzhou vorbei.
Lanzhou ist die zweitgrößte Stadt Nordwestchinas. Die wichtigsten Industriezweige dieser Stadt sind die Petrochemie-, die Textil- und die Maschinenbauindustrie. Lanzhou liefert Obst in Hülle und Fülle, so dass diese Stadt die „Obststadt" genannt wird. Mehr als 20 Obstarten von Lanzhou, wie etwa Wassermelonen, Zuckermelonen und Pfirsiche, sind seit alters weit und breit bekannt.
Lanzhou verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Innerhalb der Stadt sind mehrere Sehenswürdigkeiten zu sehen: Antike Wasserräder, die Brücke Nr. 1 über den Gelben Fluss, der Wuquan-Berg und der Baita-Berg.
Der Wuquanshan-Park (Park des Wuquan-Berges)
Dieser Park liegt am Wuquan-Berg, dem nördlichen Ausläufer des Gaolan-Berges im südlichen Teil der Stadt Lanzhou. Als eine Attraktion der Stadt Lanzhou hat er eine mehr als 2000 Jahre alte Geschichte. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Gegend zählen die Fünf Quellen und ein buddhistischer Tempel. Dieser Park liegt in Höhe von mehr als 1600 Metern über dem Meeresspiegel und hat eine Gesamtfläche von 267 000 Quadratmetern. Er besitzt etwa zehn Häuserkomplexe mit mehr als 1000 Räumen, die eine Gesamtfläche von 10 000 Quadratmetern haben.
Im Jahre 1955 wurde ein Park in Wuquanshan angelegt. Er ist eine wichtige Attraktion der Stadt Lanzhou. Am 8. des 4. Monats nach dem traditionellen Kalender findet am Wuquan-Berg ein Festival statt. Neben buddhistischen Zeremonien werden eine Blumenausstellung und volkskundliche Kulturveranstaltungen organisiert. Während des Frühlingsfestes hält man hier Lampen- und Laternenausstellungen ab.
Der Baitashan-Park (Park des Weißen-Pagode-Bergs)
Baitashan am Nordufer des Gelben Flusses ist eine bekannte Landschaftszone. Diese Berggegend liegt in Höhe von 1700 Metern über dem Meeresspiegel und hat eine Fläche von mehr als 3 Millionen Quadratmetern. Im Jahr 1958 wurde hier ein Park angelegt.
Auf dem Baita-Berg, an dem ein gleichnamiger Tempel liegt, ragt eine weisse Pagode - daher der Name (Beita: weiße Pagode). Diese Pagode wurde zur Erinnerung an einen Mlama der Sagya-Sekte des tibetischen Buddhismus errichtet. Dieser Lama reiste in die Mongolei, um Genghis Khan ehrerbietig zu besuchen. Unterwegs starb er in Lanzhou. Diese turmförmige Pagode aus Ziegeln steht auf einem Sockel, der wie eine Essschale eines buddhistischen Mönchs aussieht. Sie ist 17 Meter hoch und weiß getüncht, ganz so, als ob sie aus weißer Jade gemauert worden wäre.
Der Baita-Tempel verfügt über drei Schätze zur Bändigung des Berges: eine Elefantenledertrommel, eine bronzene Trommel und ein Gelbhornbaum. Einer Legende zufolge soll dieser Baum vom Mönch Yunxuan, einem Tempelvorsteher namens Tian, angepflanzt worden sein. Leider war dieser Baum längst ausgedörrt. Die zwei anderen Schätze sind bis auf den heutigen Tag überliefert.
Der Baita-Berg besteht aus Lößboden. .Die Erdoberfläche aus Lößboden erreicht eine Dicke von 338 Metern, kleiner als die Dicke des Lößbodens im Dorf Xijin südwestlich von Lanzhou - eine wunderbare Naturerscheinung.
Die Zhongshan-Brücke
Diese Brücke, die die „Zhongshan-Eisenbrücke" oder die „Eisenbrücke über den Gelben Fluss" genannt wird, liegt mitten an der Binhe-Straße am Fuß des Baita-Bergs. Sie ist die erste moderne Brücke auf den 5464 km langen Gelben Fluß. Deswegen ist sie als die „erste Brücke über den Gelben Fluss unter dem Himmel" bekannt.
Die Zhongshan-Brücke, die 6 Pfeiler und 5 Bogen hat, ist 233,33 Meter lang und 7,5 Meter breit. Peng Yingjia, Präfekt von Lanzhou, schlug vor, eine Brücke über den Gelben Fluss zu spannen. Shengyun, Gouverner von Gansu verwendete 306 690 Tael Silber der Staatskasse zum Bau dieser Brücke. Das Projekt stammt von einer deutschen Firma. Im Februar 1907 begannen die Bauarbeiten. Im Juni 1910 wurde diese Brücke fertiggestellt. Im Jahre 1942 wurde diese Brücke in die „Zhongshan-Brücke" umbenannt, um des Revolutionärs Sun Yatsen (Sun Zhongshan) zu gedenken.
Das Museum der Provinz Gansu
Dieses Museum liegtaub der südlichen Seite derXijin-Straße West im Bezirk Qilihe, Lanzhou, gegenüber dem Youyi-Hotel. Es ist ein Museum für Ortschronik der Provinz Gansu, das nach der Gründung der Volksrepublik China gegründet wurde.
Dieses Museum umfasst ein 6,6 Hektar großes Gelände. Der Häuserkomplex hat eine Gesamtfläche von 18 000 Quadratmetern. Das Hauptgebäude hat fünf Stock. Seine beiden Flügel sind jeweils drei Stock hoch. Sie werden durch einen Wandelgang miteinander verbunden. Dieses Gebäude erinnert sich an den russischen Baustil.
Das Museum der Provinz Gansu verfügt über eine reiche Sammlung. Hier gibt es insgesamt mehr als 100 000 Sammelstücke, wie etwa historische und nationale Kulturdenkmäler, Herbarien und ausgestopfte Tiere. 75 000 davon sind historische Kulturdenkmäler. Zu ihnen gehören bemalte Tongegenstände, Fundstücke aus dem Zeitraum zwischen der Han- (206 v. u. Z.-220 n. u. Z.) und der Tang- Dynastie (618-907), die an der alten Seidenstraße gemacht wurden, und seltene Kostbarkeiten der buddhistischen Kunst.
Nachtmarkt in Dunhuang In der Straße Yang- guan Donglu liegt der Shazhou-Markt, der größte Markt seiner Art in Dunhuang.
Der ganze Markt ist in fünf Zonen, die Zonen für Imbisse, kunstgewerbliche Gegenstände, Teehäuser, Agrar- und Nebenprodukte sowie Spezialitäten, gegliedert. Nennenswerte Imbisse sind unter anderen Saozimian (Nudelgericht), Jiangshuimian (Nudelgericht), Xianrbing (Pfannkuchen mit Fleischfüllung) und Kebabs. Zu den wichtigsten Agrar- und Nebenprodukten, die auf diesem Markt verkauft werden, zählen Aprikosen aus Liguang, Datteln aus Mingshan, purpurne Pfirsiche, duftende Birnen, weiße Trauben und Zuckermelonen. Am Eingang des Marktes liegen mehr als 100 Verkaufsstände für kunstgewerbliche Gegenstände der Straße entlang nebeneinander. Hier gibt es eine große Auswahl.

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