Die Reisezone Jiayuguan in Provinz Ganzu
Die Stadt Jiayuguan liegt mitten im Hexikorridor. Ihr Name stammt von dem gleichnamigen Bergpass, der als „imposanter Engpass unter dem Himmel" bekannt ist. Hier beginnt die westliche Große Mauer. Die Stadt Jiayuguan grenzt im Süden an das Qilian-Gebirge, im Norden an das Mazong-Gebirge, im Osten an das Jinquan-Becken und im Westen an eine flache Gobi. Sie befindet sich in dem engsten Teil des Hexi-Korridors. Hier herrscht ein trockenes Klima der gemäßigten Zone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Region Jiayuguan liegt bei 7,7 °C. Januar ist der kälteste Monat in Jiayuguan, und die durchschnittliche Temperatur liegt bei -15 °C. Im Juli ist es am wärmsten, und die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 80 mm. Die Region Jiayuguan hat einen starken Sonnenschein aufzuweisen. Hier gibt es großen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, relativ wenige Niederschläge und eine große Wasserverdunstung. Die Stadt Jiayuguan, eine neue Stahlindustriestadt, wurde im Jahre 1965 gegründet, um der Entwicklung der Eisen- und Stahlgesellschaft Jiugang (größten Eisen- und Stahl- Kombinats Nordwestchinas) zu entsprechen.
Zu den touristischen Ressourcen Jiayuguans zählen vor allem die Burg am Jiayuguan-Pass, Gräber mit Wandgemälden aus der Jin- (265-420) und der Wei-Zeit (386-550). Die Ruinen des ersten Wachtturms der Großen Mauer, die Hängende Große Mauer, das Museum für die Große Mauer und Felsbilder am Heishan-Berg.
Die Burg am Jiayuguan-Pass
Diese Burg liegt am Jiayu-Berg, der höchsten Stelle der Region Jiayuguan, am schmälsten Landstrich des Bergtals bei Jiayuguan. 8 km nördlich von dieser Burg befindet sich die Hängende Große Mauer. 7 km südlich von ihr liegen die Ruinen des ersten Wachtturms der Großen Mauer. Zur Zeit der Ming-Dynastie diente diese Burg zur Verteidigung des westlichsten Teil der Großen Mauer. In alten Zeiten lag hier der erste Pass Westgansus.
Die Burg am Jiayuguan-Pass besteht aus einer inneren und einer äußeren Stadt sowie aus einem Stadtgraben, so dass diese Burg gut befestigt wird. An der Großen Mauer befanden sich in alten Zeiten verschiedene Verteidigungssysteme, die jeweils eine 50 km lange Strecke der Mauer verteidigten. Ein Solches System bestand aus einer Signalfeuerstelle, einem Wachtturm, einer Festung und einer Burg.
Gräber mit Wandgemälden aus der Jin-und der Wei-Zeit in Xincheng
Diese Gräber liegen in der Gemeinde Xincheng, 20 km nordöstlich von der Stadt Jiayuguan entfernt. Im Jahre 1972 wude damit begonnen, die Wandgemälde auszugraben. In einem Umfang von 20 km zwischen der Stadt Jiayuguan und der Stadt Jiuquan sind mehr als 1400 Gräber mit Wandgemälden aus dem Zeitraum zwischen der Jin- und der Wei-Dynastie (220-419) verstreut. Die Gemälde sind an Wände aus Ziegeln gemalt. Deswegen werden sie Ziegelbilder genannt. Sie zeichnen sich durch ihre einfachen Striche und ihre lebendige Darstellung aus. In diesen Ziegelbildern kommen die Politik, die Wirtschaft, die Kultur, das Militärwesen, die Volkskunde, die Wissenschaft und Technik der Periode zwischen der Jin- und der Wei-Dynastie zum Ausdruck. Typisch für diese Ziegelbilder ist die realistische Maltechnik der traditionellen chinesischen Malerei.
Die Reisezone Jiuquan in Provinz Gansu
Die Stadt Jiuquan liegt am westlichen Hexi-Korridor. Zur Zeit der Westlichen Han-Dynastie wurde hier eine Präfektur gegründet, die zu den vier Präfekturen von Westgansu zählt. Der Name „Jiuquan" (Weinquelle) stammt aus einer Legende, nach der der General Huo Qubing Wein in die „Goldene Quelle" goss und zusammen mit seinen Soldaten Wein aus dieser Quelle trank. Zur Zeit der Sui-Dynastie (581-618) hatte die Präfektur Suizhou in Jiuquan ihren Sitz. Die Region Jiuquan grenzt im Norden an die Mongolei, im Osten an Zhangye, im Süden an Qinghai und im Westen an Xinjiang. Mit einer Gesamtfläche von 191 200 Quadratkilometern misst sie vom Westen nach dem Osten 680 km und vom Norden nach dem Süden 550 km.
Die Stadt Jiuquan hat eine lange Geschichte und eine glänzende Kultur. Sie ist reich an touristischen Ressourcen. In sieben Orten bei Jiuquan wurden Grotten aus alten Zeiten, zum Beispiel die Grotten in Mogao und Yulin, entdeckt. Außerdem stehen die Ruinen von 27 alten Städten, Burgen und Bergpässen, wie etwa die Altstadt Dunhuang, die Stadt Guazhou, die Stadt Qiaowan, der Yangguan-Bergpaß, der Yumen-Bergpaß und die Stadt Suoyang, auf der Liste der vom Staat geschützten Kulturdenkmäler. 13 Strecken der Großen Mauer aus der Han-Zeit, mehr als 100 Wachttürme und mehr als 30 alte Tempel sind in bestem Zustand.
Die Grotten in Yulin
Diese Grotten liegen im tiefen Bergtalk, 68 km südlich von der Kreisstadt Anxi. Bisher wurden hier 42 Höhlen entdeckt. 32 davon befinden sich an der östlichen Felswand und die 10 übrigen an der westlichen Felswand. Zur Zeit der Tang-Dynastie, der Fünf- Dynastien, der Song-Dynastie, des Xixia-Reichs, der Yuan- und der Ming-Dynastie wurden diese Grotten ausgehoben oder renoviert. Die Wandgemälde, die diese Grotten enthalten, bedecken eine Gesamtfläche von 5650 Quadratmetern. Außerdem sind hier 272 Skulpturen und 10 826 Buddha- bzw. Götzenbilder zu finden. Im Inhalt, dem Stil und der Ausdrucksweise besteht kein Unterschied zwischen den Grotten in Yulin und Mogao. Sie sind beide im In- und Ausland bekannt.

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