Reiz der Hauptstadt
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Hutongs und Siheyuan
„Hutongs" sind kleine Gassen in den für Beijing typischen Wohnvierteln und haben seit der Yuan-Dynastie eine Geschichte von mehr als 700 Jahren.
Man benannte die Hutongs oft nach Ämtern, Tempeln, Werkstätten, Brücken, Flüssen, Marktplätzen oder berühmten Bewohnern. Viele Hutongs tragen noch immer ihre alte Bezeichnung.
Die Hutongs in Beijing haben eine weitere Besonderheit: In der inneren Stadt laufen sie überwiegend in Ost-West-Richtung und sind regelmäßig angelegt, dagegen haben sie in der äußeren Stadt, im Osten, meist eine Nord-Süd-Richtung und sind unregelmäßig.
Der Statistik zufolge gibt es gegenwärtig etwa 4000 Hutongs, die einen Gassennamen haben. Sie sind in der Umgebung vom Shichahai-See konzentriert. Dort wird das bekannte touristische Programm „Rundfahrt durch Hutongs" angeboten. Dabei kann man die alten Sitten und Gebräuche der Beijinger kennen lernen.
Siheyuan, die Hauptgebäude in Hutongs, nennt man die klassischen Wohnhöfe in der Altstadt Beijings. Das sind Wohnkomplexe, die je einen nach Süden gerichteten Hauptraum haben. Die Seitenräume öffnen sich jeweils nach Norden, Westen und Osten. Diese Räume bilden so einen viereckigen Hof in Form eines Rechtecks oder Quadrats und heißen deshalb Siheyuan („Viererhof" oder „Vierseitenhof').
Der klassische Siheyuan hat einen geräumigen Hof. Die vier Räume an den vier Seiten sind oft durch Wandelgänge verbunden, die zusammen mit den Rückwänden der Räume den Wohnhof nach außen abschließen. Jeder Siheyuan hat nur eine Tür nach außen; ist sie zu, genießen die darin Lebenden ungestört ihre kleine eigene Welt. So sichert der Viererhof die private Sphäre seiner Bewohner.
Ein Siheyuan ist nicht nur ein Wohnhof schlechthin, er ist auch ein markantes Zeichen chinesischer Kultur. Betritt man einen Siheyuan, tritt man zugleich in einen Raum der traditionellen chinesischen Kultur ein. Beim Shichahai und in der Lishi-Hutong sind noch heute viele typische Siheyuan, die Touristen besichtigen können, erhalten geblieben.
Peking-Oper
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Die Peking-Oper ist die Quintessenz chinesischer Kultur und mit einer Geschichte von mehr als 200 Jahren.
In der Peking-Oper vereinen sich Gesang, Sprache, Gestik, Akrobatik und Tanz zu einem Gesamtkunstwerk. Es gibt vier Haupttypen von Rollen: die männliche Hauptrolle edlen Charakters (Sheng), die Frauenrolle (Dan), die Rolle des ritterlichen Kriegers, des Abenteurers oder Bösewichts (Jing) und die Rolle des Clowns (Chou). Die Kostüme der Peking-Oper sind kostbar und farbenprächtig mit traditionellen Bildern bestickt. Die Gesichter der Darsteller sind dramatisch geschminkt, an der Schminkf'arbe und -art lassen sich die Grundcharaktere der handelnden Figuren ablesen. Ein ausgezeichneter Einfall!
Im Liyuan- und Chang'an-Theater kann man sich die Peking-Oper anschauen. Besonders im Liyuan-Theater kann man sich auch über die Entwicklungsgeschichte, bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen, Kleidung und Putz, Gesichtsmaskentypen und Requisiten informieren.
Tempelmärkte besuchen in Beijing
Der Tempelmarkt ist eine Art des Markthandels aus dem alten China. Seine Form und Entwicklung steht im Zusammenhang mit den religiösen Aktivitäten des Tempels. Er findet im Tempel oder in seiner Umgebung und an den Festtagen des Tempels oder zu anderer bestimmten Zeit statt. Heute sind die meisten Tempelmärkte Beijings zu den Festen, die um dem Frühlingsfest veranstaltet werden und zu denen man Imbisse probieren und sich vergnügen kann.
Bei den Tempelmärkten kann man die alten Sitten und Gebräuche der Beijinger gut kennen lernen. Bei den jährlich stattfindenden Tempelmärkten zum Frühlingsfest herrscht ein reges Leben. Sie ziehen zahlreiche Kleinhändler an, weil man dabei ein gutes Geschäft machen kann. Es wimmelt von Menschen voller Freude.

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