Lamatempel in Beijing
Der Lamatempel (Yonghegong) befindet sich östlich der Yonghegong-Straße im Bezirk Dongcheng. Er wurde im Jahr 1694 gebaut. Zuerst diente die Anlage dem Qing-Kaiser Yongzheng vor seiner Thronbesteigung als Residenz, damals hieß sie Yongqinwangfu (die Residenz des Prinzen Yong). Im Jahr 1725 bekam sie den Namen Yonghegong (Palast der Harmonie und des Friedens) und war ein heimliches Verwaltungszentrum des Kaisers.
Nach seinem Tod im Jahr 1735 wurde Yongzheng hier vor der Beerdigung aufgebahrt. Danach diente Yonghegong als Ahnenopferstätte der Qing-Kaiser. Die Lamas der Gelben Sekte rezitierten hier Sutras. Im Jahr 1744 wurde er zum Lamakloster erklärt und war dann das Verwaltungszentrum der Qing-Regie-rung für Angelegenheiten des Lamaismus im ganzen Land und zugleich das größte kaiserliche Lamakloster der Gelben Sekte in Beijing.
Der Lamatempel richtet sich nach Süden und hat eine Gesamtfläche von 66 400 m2. Von Süd nach Nord besteht er aus 3 Gedenkbögen, dem Zhaotai-Tor, 5 Hallen (Tianwang-, Yonghe-, Yongyou- und Falun-Halle sowie Wanfuge) und 7 Höfen. Im Lamatempel gibt es nicht nur majestätische Bauwerke, sondern auch zahlreiche wertvolle Kulturgegenstände. Die bekanntesten sind die 500 Arhats aus Gold, Silber, Kupfer, Eisen und Zinn, die Buddha-Nische aus Nanmu-Hartholz und die Buddhastatue aus Sandelholz. Sie werden als die „drei Besonderheiten" des Lamatempels bezeichnet.
Verkehr: U-Bahn oder Buslinien 64, 116, 606, Tc 2 (Yonghcgong-Station) oder Buslinie 13 (Guozijian-Station)
Öffnungszeit: 9.00-16.30

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